Aufgabenstellung
EuraStudy
Geographische Grundlagen: Raum als Konzept, Kartenarten und Projektionen, Geoinformationssysteme (GIS), Beleuchtungs- und Klimazonen, Vegetationszonen, Maßstab und Generalisierung.
6 Abschnitte~22 Min Lesezeit2 KompetenzenStand 06/2026
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Vier Raumkonzepte nach Werlen
Vokabeln
→ KarteiAnalysiere „Schitourismus in einem Tiroler Hochtal" mit allen vier Raumkonzepten nach Werlen.
Lage und Ausstattung messbar erfassen: Höhe rund 1200–2500 m, Hangneigung, schneesichere Nordhänge, Pistenkilometer.
Lagebeziehungen prüfen: Anbindung über die Inntal-Autobahn, Seilbahnnetz im Ort, Erreichbarkeit der Quellmärkte München und Wien.
Das Raumbild rekonstruieren: Vermarktung als „unberührtes Bergerlebnis", obwohl der Raum technisch hochgerüstet ist.
Akteure benennen: Gemeinde, Liftgesellschaft und Investoren erzeugen den Tourismusraum durch Erschließung und Flächenwidmung.
Das konstruktivistische Konzept ist am ergiebigsten, weil es Interessen und Folgen (Zersiedelung, Wasserverbrauch der Beschneiung) sichtbar macht.
Ergebnis: Derselbe Schiraum erscheint je nach Konzept als Höhenlage, Verkehrsnetz, Sehnsuchtsbild und Ergebnis von Investitionsentscheidungen — die Konstruktionsperspektive trägt die Analyse.
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Erläutere am Beispiel „Schitourismus in Tirol" alle vier Raumkonzepte nach Werlen und begründe, welches Konzept die Analyse am stärksten trägt.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: BMBWF AHS-Lehrplan Geographie und wirtschaftliche Bildung (BMBWF)
Kartenprojektionen im Vergleich
Vokabeln
→ KarteiAuf einer Karte 1:200000 sind zwei Orte 7 cm voneinander entfernt. Wie weit sind sie in der Realität?
1 cm auf der Karte = 200000 cm = 2000 m = 2 km in der Realität.
7 cm . 2 km/cm = 14 km.
Ergebnis: Die Orte sind 14 km voneinander entfernt.
Ein Feld ist in Wirklichkeit 5 km² groß. Wie groß erscheint es auf einer Karte 1:50000?
1 cm auf der Karte = 50000 cm = 0,5 km in der Realität.
Die Fläche skaliert mit dem Quadrat: 1 cm² = (0,5 km)^2 = 0,25 km².
5 km² / 0,25 km² je cm² = 20 cm² auf der Karte.
Ergebnis: Das Feld erscheint auf der Karte als 20 cm².
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Erstelle eine Choropleth-Karte der Bevölkerungsdichte der österreichischen Bundesländer (Daten Statistik Austria). Erläutere Klassifikation und Generalisierung.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: Diercke Weltatlas — Westermann (Westermann Verlag)
Datenmodelle im GIS
Vokabeln
→ KarteiGesucht ist eine Fläche für eine Photovoltaik-Freiflächenanlage. Welche Layer verschneidet ein GIS, und wie kommt das Ergebnis zustande?
Eignung = südexponiert, Hangneigung unter 10°, nicht im Wald, nicht im Hochwasser-Risikogebiet, nahe einer Stromleitung.
Höhenmodell (Hangneigung, Exposition; Raster), Bodennutzung (Wald/Acker; Vektor), HORA-Hochwasserzonen (Vektor), Stromnetz (Linie).
Jeden Layer in „geeignet/ungeeignet" umklassifizieren und logisch UND-verknüpfen; nur Flächen, die ALLE Kriterien erfüllen, bleiben übrig.
Um die Stromleitung einen 500-m-Puffer legen und mitverschneiden, damit der Netzanschluss günstig bleibt.
Die verbleibenden Polygone sind die Kandidatenflächen; ihre Größe lässt sich direkt aus dem GIS abfragen.
Ergebnis: Die UND-Verschneidung mehrerer Eignungs-Layer liefert genau jene Flächen, die alle Bedingungen erfüllen — die Kernoperation jeder GIS-Standortanalyse.
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Beschreibe, wie ein GIS bei der Standortwahl eines neuen Spitals helfen kann. Welche Layer braucht man?
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: Copernicus Data Space Ecosystem (European Space Agency) · data.gv.at — Open Government Data Österreich (BMKOES)
Alpine Höhenstufen und Nutzung
Globale Atmosphärische Zirkulation (Drei-Zellen-Modell)
Vokabeln
→ KarteiEine Station meldet: kältester Monat 0,4°, wärmster Monat 21,5°, in allen Monaten 40–80 mm Niederschlag, Jahressumme rund 620 mm. Welcher Köppen-Typ?
Der kälteste Monat liegt zwischen -3 und +18°, also Gruppe C (warm-gemäßigt); arid scheidet aus, da es ganzjährig regnet.
Kein ausgeprägter Trockenmonat im Sommer oder Winter, daher „f" (immerfeucht).
Der wärmste Monat bleibt unter 22°, aber mindestens vier Monate liegen über 10°, daher „b" (warmer Sommer).
C und f und b ergeben den Code Cfb.
Ergebnis: Die Station ist Cfb (warm-gemäßigt, ganzjährig feucht, warmer Sommer) — das typische Klima Wiens und weiter Teile Österreichs.
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Ordne folgende Städte den Koeppen-Klimazonen zu: Singapur, Kairo, Wien, Reykjavik, Murmansk.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: GeoSphere Austria (ZAMG) — Klimanormalperiode (GeoSphere Austria)
Koordinaten und Zonenzeit ausgewählter Orte
Vokabeln
→ KarteiWie groß ist die theoretische Zeitdifferenz zwischen Wien (16° O) und New York (74° W)?
Differenz = 16° + 74° = 90° (Ost plus West).
Pro Stunde 15°, also 90 / 15.
New York liegt westlich, ist also rund 6 Stunden zurück (Wien 18:00 -> New York 12:00).
Ergebnis: Die theoretische Zeitdifferenz beträgt 6 Stunden.
Zwei Orte liegen auf demselben Meridian bei 48° N und 46° N. Wie weit sind sie ungefähr voneinander entfernt?
Delta phi = 48° - 46° = 2°.
Entfernung = 2 . 111 km.
Die Näherung 111 km/Grad gilt entlang der Meridiane unabhängig von der Breite.
Ergebnis: Die Orte sind rund 222 km voneinander entfernt.
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Wien liegt bei rund 16° östlicher Länge, New York bei rund 74° westlicher Länge. Bestimme die theoretische Zeitdifferenz und erkläre, warum die tatsächliche Zonenzeit abweicht.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: BEV — Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen (BEV)
Bevölkerungsentwicklung Österreich 1950-2024 (Mio.)
Vokabeln
→ KarteiDas BIP betrug 2013 rund 360 Mrd. EUR, 2023 rund 410 Mrd. EUR. Bilde einen Index mit Basisjahr 2013.
2013 = 100 (Indexbasis).
Index = Wert / Basiswert . 100.
Index 114 bedeutet ein Wachstum von rund 14 % gegenüber 2013.
Ergebnis: Der BIP-Index 2023 beträgt rund 114 (plus 14 %).
Fünf Regionen haben Pro-Kopf-BIP von 30, 32, 34, 36 und 120 (Tsd. EUR). Welche Kennzahl beschreibt die Mitte besser?
(30+32+34+36+120)/5 = 252/5.
Mittlerer Wert der sortierten Reihe = 34.
Der Ausreisser 120 zieht den Mittelwert nach oben; der Median (34) beschreibt die typische Region besser.
Ergebnis: Der Median (34) ist hier aussagekräftiger als der Mittelwert (50,4).
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Wähle eine aktuelle Statistik (Statistik Austria) und wende konsequent die Drei-Schritt-Methode Beschreiben - Analysieren - Bewerten an.
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Quellen: Statistik Austria — STATatlas und Datenbanken (Statistik Austria)
Stand 06/2026Vollständige Fassung über den Tiefenregler — gleiche Stelle, gleiche Anker
Belege & Quellen
Westermann Verlag
European Space Agency
GeoSphere Austria
Statistik Austria
Siehe auch