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Notizen/Geschichte und Politische Bildung/GSK 7 — Nationalsozialismus, Shoah und Zweiter Weltkrieg 1938–1945
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GSK 7 — Nationalsozialismus, Shoah und Zweiter Weltkrieg 1938–1945

Österreich als Teil des NS-Regimes („Ostmark"); Vernichtungspolitik und Shoah; Widerstand in Österreich (O5, Aktion „01", Stauffenberg-Bezug); Befreiung 1945 und Moskauer Deklaration als Grundlage des Wiederaufbaus.

6 Abschnitte·~25 Min Lesezeit·3 Kompetenzen·Stand 06/2026

T·0777 / 12
Prüfungsprofil
HSK-NS · NS-Herrschaftssystem, Vernichtungspolitik, WiderstandHMK-NS · NS-Quellen kritisch (Sprache, Funktion, Schweigen) analysierenHOK-NS · Erinnerungskultur und Lehren für Gegenwart
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Inhalt · 6 Abschnitte▾
  1. GSK 7 — Nationalsozialismus, Shoah und Zweiter Weltkrieg 1938–1945
    • 01NS-Herrschaftssystem und „Ostmark"●
    • 02Shoah / Holocaust — Vernichtungspolitik und österreichischer Anteil●
    • 03Widerstand in Österreich und Befreiung 1945●
    • 04Zweiter Weltkrieg: Verlauf, Wendepunkte und Vernichtungskrieg○
    • 05NS-Alltag, Propaganda und Zustimmungsdiktatur◐
    • 06Aufarbeitung und Erinnerung: vom Opfermythos zur Mitverantwortung●

6 Abschnitte · 30 Merksätze · 0 Formeln · 30 Fehlerwarnungen

§ 01
§ 01

NS-Herrschaftssystem und „Ostmark"#

~4 Min Lesezeit●●●VertiefungLPGSK-NS-7.1

Kernpunkte

Das Führerprinzip ersetzte Recht durch Willen: Hitlers Wort galt als Rechtsquelle, und weil er selten schriftlich anordnete, entstand ein Apparat konkurrierender Zuständigkeiten. Die Forschung nennt das polykratisch (Mommsen, Broszat) — Partei, Staat, SS und Wirtschaft rivalisierten um Aufgaben und radikalisierten sich dabei gegenseitig, weil jeder im Sinne des Führers vorauseilend handelte. Das erklärt, warum das Regime ohne zentralen Befehl immer extremer wurde. zeigt diesen Apparat.

NSDAP-Herrschaftsapparat (Führerstaat)

NS-HerrschaftsapparatBaumdiagramm, 8 Pfade, Daten: NSDAP → SA / HJ; NSDAP → NSV; SS / Polizei → Einsatzgruppen; SS / Polizei → KZ-System; Wehrmacht → Heer; Wehrmacht → Luftwaffe; Wehrmacht → Marine; Verwaltung → GauleiterNSDAPSS / PolizeiWehrmachtVerwaltungFührer (Hitler)SA / HJNSVEinsatzgruppenKZ-SystemHeerLuftwaffeMarineGauleiter
Abb. 1Führerprinzip ohne Verfassungsbindung; Partei (NSDAP) und Staat (Wehrmacht, Verwaltung) laufen parallel, die SS (Himmler) wird zum Terror- und Mordapparat (Einsatzgruppen, KZ-System; Massenmord ab 1941). Österreich 1938–1945 als „Ostmark“ / Alpen- und Donau-Reichsgaue eingegliedert.
Abb. 1 ↓
Österreich verschwand als Einheit: Das Ostmarkgesetz vom 1. Mai 1939 löste den Staat verwaltungstechnisch auf und zerlegte ihn in sieben Reichsgaue — Wien, Niederdonau, Oberdonau, Steiermark, Kärnten, Tirol-Vorarlberg und Salzburg. Selbst der Name Österreich wurde ab 1942 durch Alpen- und Donaureichsgaue ersetzt. Die Auslöschung war Programm, und sie ist zugleich das stärkste Argument der späteren Opferthese.
Die Herrschaft lief über Organisationen, die den gesamten Lebenslauf erfassten: NSDAP mit ihren Gliederungen, SS unter Himmler als eigener Machtblock mit Polizei und Lagern, Hitlerjugend und BDM für die Jugend, Reichsarbeitsdienst, NS-Volkswohlfahrt. Wer nicht Mitglied war, fiel auf — Teilnahme war der Normalzustand und Nichtteilnahme bereits ein Signal.
Die Verfolgungspolitik war von Beginn an rassistisch fundiert: Die Nürnberger Gesetze von 1935 galten in Österreich ab Mai 1938, das Erbgesundheitsgesetz ermöglichte Zwangssterilisationen, und im Rahmen der Aktion T4 wurden Menschen mit Behinderungen ermordet — in Österreich vor allem in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim bei Linz, wo ab 1940 rund 30.000 Menschen starben. Der Massenmord begann also nicht 1941, sondern an den eigenen Landsleuten.
Wirtschaftlich war die Ostmark für das Reich ein Zugewinn: Devisen und Gold der Nationalbank, Rohstoffe, Arbeitskräfte — und der Raub jüdischen Eigentums. In Wien wurden über 30.000 Wohnungen und rund 50.000 Betriebe arisiert; in Linz entstanden die Reichswerke Hermann Göring als Rüstungsstandort, aus denen die spätere VOEST hervorging. Die Kontinuität von NS-Industriepolitik in die Zweite Republik ist ein eigenes Prüfungsthema.
Die Frauenpolitik war widersprüchlich: propagiert wurde Mutterschaft und Haushalt samt Mutterkreuz und Ehestandsdarlehen, verlangt wurde ab 1939/40 zunehmend Arbeit in der Rüstungsindustrie. Diese Spannung zwischen Ideologie und Kriegsbedarf ist selbst der Befund — die NS-Frauenpolitik war nie konsistent, sondern folgte dem Kriegsbedarf.
Die Propaganda unter Goebbels arbeitete mit Volksempfänger, Wochenschau, Film und Massenaufmärschen und schuf eine politische Religion mit Heilserwartung, Feindbild und Ritual. Für die Quellenarbeit folgt daraus die wichtigste Regel dieses Kapitels: NS-Bild- und Filmquellen zeigen das gewünschte Selbstbild des Regimes, nie die soziale Wirklichkeit.

Vokabeln

→ Kartei
  • FührerprinzipHerrschaftsgrundsatz, nach dem der Wille des Führers Rechtsquelle ist und Befehl von oben nach unten gilt.
  • PolykratieNebeneinander konkurrierender Machtblöcke im NS-Staat; treibt die Radikalisierung an.
  • OstmarkgesetzGesetz vom 1.5.1939: Auflösung Österreichs in sieben Reichsgaue.
  • Aktion T4NS-Krankenmorde ab 1940; in Österreich vor allem in Schloss Hartheim bei Linz.
  • ArisierungNS-Begriff für die erzwungene Enteignung jüdischen Eigentums — Quellensprache, stets zu markieren.
  • VolksgemeinschaftPropagandistische Einheitsvorstellung, die durch Ausschluss der „Gemeinschaftsfremden" definiert war.
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Musterbeispiel

NS-Sprache analysieren: der Begriff „Arisierung"

Analysieren Sie den NS-Begriff „Arisierung" quellenkritisch: Was bezeichnet er tatsächlich, welche Funktion hat die Wortwahl, und wie sollte man als Historiker:in damit umgehen?

  1. 01Bezeichnetes klären

    Hinter „Arisierung" steht die systematische Beraubung der jüdischen Bevölkerung: erzwungene „Verkäufe" und Enteignung von Unternehmen, Wohnungen und Vermögen — in Wien über 30.000 Wohnungen und rund 50.000 Betriebe.

  2. 02Sprache prüfen

    Der Begriff ist ein NS-Euphemismus: Die Endung „-isierung" rahmt den Raub als geordneten Verwaltungsvorgang und blendet Gewalt, Vertreibung und Mord aus.

  3. 03Funktion erkennen

    Die Wortwahl normalisiert das Verbrechen, verteilt die Mittäterschaft (Profiteure, Behörden, Nachbarn) und tarnt sie bürokratisch.

  4. 04Distanz wahren

    Quellenkritisch wird der Begriff nur in Anführungszeichen und mit Erläuterung verwendet — er ist Analysegegenstand, nicht zu übernehmende Beschreibung.

  5. 05Bewerten

    Erst die Übersetzung in „staatlich organisierter Raub" macht den Vorgang sichtbar; die NS-Sprache selbst ist Teil der Tat.

Ergebnis: Eine starke Antwort entlarvt „Arisierung" als Euphemismus für organisierten Raub, hält sprachliche Distanz (Anführungszeichen) und benennt die breite Mittäterschaft — NS-Sprache wird analysiert, nicht reproduziert.

SRDP-Aufgaben

SelbsttestAus der Fragenbank10 Punkte

Aufgabenstellung

Erläutern Sie das NS-Herrschaftssystem in Österreich („Ostmark") nach 1938. Diskutieren Sie das Konzept des polykratischen Systems.

Maturafokus

  • Das polykratische System erklären: konkurrierende Zuständigkeiten führten zu Radikalisierung ohne zentralen Befehl.
  • Das Ostmarkgesetz 1939 und die sieben Reichsgaue als Auslöschung Österreichs als Verwaltungseinheit benennen.
  • Die Aktion T4 und Schloss Hartheim als österreichischen Tatort nennen — der Massenmord begann vor 1941.
  • Die Arisierung mit konkreten Größenordnungen belegen (Wien: über 30.000 Wohnungen, rund 50.000 Betriebe).
  • Beim Umgang mit NS-Bildquellen die Inszenierung ausdrücklich benennen, bevor der Inhalt gedeutet wird.

Typische Fehler

  • Der NS-Staat wird als straff durchorganisierter Befehlsapparat beschrieben statt als polykratisches Konkurrenzsystem.
  • Der Beginn des staatlichen Massenmordes wird auf 1941 datiert; die Aktion T4 lief ab 1940.
  • Die Arisierung wird als Randerscheinung erwähnt statt als massenhafte Bereicherung breiter Bevölkerungsteile.
  • Die NS-Frauenpolitik wird als konsistentes Mutterideal dargestellt, obwohl der Krieg Frauenarbeit erzwang.
  • NS-Propagandabilder werden als Beleg für Stimmung zitiert statt als Inszenierung analysiert.

§ 01

Aktive Wiederholung

Erkläre die Strukturen des NS-Herrschaftssystems in Österreich („Ostmark") nach 1938. Wie funktionierte das Zusammenspiel von Partei, SS, Wehrmacht und Verwaltung?

Passende Aufgaben üben50 Fragen zum Thema→

Aktiv abrufen

Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: DÖW — NS-System Österreich (DÖW)

§ 02
§ 02

Shoah / Holocaust — Vernichtungspolitik und österreichischer Anteil#

~4 Min Lesezeit●●●VertiefungLPGSK-NS-7.2

Österreichische Erinnerungsorte und Gedenkdaten

Republik 1918 / 1945 / 1955 / 1995 Mauthausen KZ-Gedenkstätte (5.5.) Heldenplatz 15.3.1938 / 23.1.1993 Belvedere Staatsvertrag 15.5.1955 Hrdlicka-Mahnmal Albertinaplatz Hofburg / Volksgarten Republikdenkmal 1928 Wehrmachtsausstellung 1995 Wien — Tabubruch
Abb. 3Geschichtskulturelle Knotenpunkte: Mauthausen, Heldenplatz, Hofburg, Belvedere, Wehrmachtsausstellung.

Kernpunkte

Die Shoah ist der systematische, staatlich organisierte Massenmord an den europäischen Jüdinnen und Juden zwischen 1941 und 1945, mit einer Vorgeschichte der Entrechtung ab 1933 beziehungsweise in Österreich ab 1938. Die Präzision der Definition ist selbst Prüfungsleistung: nicht Pogrom, nicht Kriegsfolge, sondern bürokratisch geplanter Völkermord mit staatlichen Mitteln. zeigt den Apparat, der ihn trug.

NSDAP-Herrschaftsapparat (Führerstaat)

NS-HerrschaftsapparatBaumdiagramm, 8 Pfade, Daten: NSDAP → SA / HJ; NSDAP → NSV; SS / Polizei → Einsatzgruppen; SS / Polizei → KZ-System; Wehrmacht → Heer; Wehrmacht → Luftwaffe; Wehrmacht → Marine; Verwaltung → GauleiterNSDAPSS / PolizeiWehrmachtVerwaltungFührer (Hitler)SA / HJNSVEinsatzgruppenKZ-SystemHeerLuftwaffeMarineGauleiter
Abb. 2Führerprinzip ohne Verfassungsbindung; Partei (NSDAP) und Staat (Wehrmacht, Verwaltung) laufen parallel, die SS (Himmler) wird zum Terror- und Mordapparat (Einsatzgruppen, KZ-System; Massenmord ab 1941). Österreich 1938–1945 als „Ostmark“ / Alpen- und Donau-Reichsgaue eingegliedert.
Abb. 2 ↓
In Österreich lassen sich die Stufen besonders klar zeigen, weil sie hier komprimiert abliefen: Pogrome und Entrechtung sofort ab März 1938, Arisierung und erzwungene Auswanderung über Eichmanns Zentralstelle 1938/39, Konzentration in Sammelwohnungen, dann ab Februar 1941 die Deportationen. Wien war das Modell, an dem die Vertreibung gegen Ausplünderung erprobt und dann reichsweit übernommen wurde.
Die Zahlen sind zu kennen und einzuordnen: Von den rund 200.000 Menschen, die 1938 nach NS-Definition als jüdisch galten, wurden etwa 65.000 ermordet; rund 130.000 gelang die Flucht, oft unter Zurücklassung des gesamten Besitzes und über Wege, die selbst tödlich enden konnten. Die jüdische Gemeinde Wiens, vor 1938 eine der größten und kulturell bedeutendsten Europas, existierte danach nicht mehr.
Der Mord geschah an zwei Orten: in den Vernichtungslagern im besetzten Polen — Chełmno, Bełżec, Sobibór, Treblinka, Auschwitz-Birkenau, Majdanek — und durch die Massenerschießungen der Einsatzgruppen im besetzten sowjetischen Gebiet, für die Babi Jar bei Kiew am 29. und 30. September 1941 mit über 33.000 Ermordeten in zwei Tagen steht. Etwa die Hälfte der Opfer starb nicht in Gaskammern, sondern durch Erschießung — ein Befund, der die verbreitete Vorstellung von der Shoah als reinem Lagergeschehen korrigiert.
Die Wannsee-Konferenz vom 20. Januar 1942 war keine Entscheidungssitzung: Der Mord lief bereits. Sie diente der Koordination zwischen Ministerien, SS und Verwaltung und der Klärung von Zuständigkeiten und Definitionsfragen. Adolf Eichmann führte das Protokoll — in Solingen geboren, in Linz aufgewachsen, und in der österreichischen Erinnerung deshalb oft als Österreicher geführt.
Mauthausen ist der zentrale österreichische Tatort: ab August 1938 als Lager der Stufe III für Zwangsarbeit im Granitsteinbruch errichtet, mit der Todesstiege als Symbol, ab 1942 zunehmend Vernichtungsstätte und mit einem dichten Netz von Außenlagern über ganz Österreich. Mindestens 90.000 Menschen starben hier; die Befreiung durch US-Truppen erfolgte am 5. Mai 1945.
Zur Shoah gehören weitere Opfergruppen mit eigener Verfolgungslogik, die nicht subsumiert werden dürfen: Roma und Sinti (Porajmos), Menschen mit Behinderungen, politische Gegnerinnen und Gegner, Homosexuelle, Zeuginnen und Zeugen Jehovas sowie Millionen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter.
Die Sprache der Täter ist Teil der Tat: Endlösung, Sonderbehandlung, Evakuierung, Umsiedlung waren Tarnbegriffe, die das Morden verwaltbar machten und die Beteiligten entlasteten. Sie sind zu analysieren und niemals unmarkiert zu übernehmen — das ist zugleich der fachliche und der ethische Standard dieses Kapitels.

Vokabeln

→ Kartei
  • ShoahDer staatlich organisierte Völkermord an den europäischen Jüdinnen und Juden 1941–1945.
  • Zentralstelle für jüdische AuswanderungEichmanns Wiener Einrichtung 1938: Vertreibung gegen Ausplünderung; reichsweites Vorbild.
  • EinsatzgruppenMobile Mordkommandos hinter der Ostfront; verantwortlich für die Massenerschießungen.
  • Wannsee-Konferenz20.1.1942: Koordination der bereits laufenden Vernichtung zwischen Ministerien und SS.
  • MauthausenLager der Stufe III ab 1938 mit Außenlagernetz; mindestens 90.000 Tote, befreit am 5.5.1945.
  • PorajmosDer Völkermord an Roma und Sinti; eigene Verfolgungslogik neben der Shoah.
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Musterbeispiel

Eskalationsstufen der NS-Verfolgungs- und Vernichtungspolitik

Rekonstruiere die Radikalisierung der NS-Politik gegen die jüdische Bevölkerung von 1933/38 bis 1942 in nachvollziehbaren Stufen.

  1. Stufe 1 — Entrechtung

    Ausgrenzung und rechtliche Diskriminierung: Berufsverbote, Nürnberger Gesetze 1935, in Österreich sofort ab 1938 angewandt. Ziel ist die Verdrängung aus dem öffentlichen Leben.

  2. Stufe 2 — Enteignung und Vertreibung

    „Arisierung" jüdischen Eigentums, Novemberpogrom 9./10.11.1938, erzwungene Auswanderung (Eichmanns „Zentralstelle" Wien 1938 als Modell der bürokratischen Vertreibung).

  3. Stufe 3 — Ghettoisierung und Deportation

    Nach Kriegsbeginn 1939 Konzentration in Ghettos (v. a. im besetzten Polen), Deportationen aus dem gesamten Machtbereich. Aus Wien Deportationen v. a. 1941/42.

  4. Stufe 4 — Systematischer Massenmord

    Einsatzgruppen-Morde ab 1941, Wannsee-Konferenz 20.1.1942 (Organisation des „Endlösungs"-Programms), Vernichtungslager (Auschwitz-Birkenau, Treblinka u. a.). Völkermord (Shoah) mit rund sechs Millionen Ermordeten.

Ergebnis: Die Verfolgung steigerte sich in erkennbaren Stufen von Entrechtung über Enteignung und Vertreibung bis zum bürokratisch organisierten Völkermord — die Wannsee-Konferenz 1942 markiert die Koordination, nicht den Beginn der Mordpolitik.

SRDP-Aufgaben

SelbsttestAus der Fragenbank10 Punkte

Aufgabenstellung

Analysieren Sie die Shoah/den Holocaust als systematische Vernichtungspolitik des NS-Regimes. Welchen spezifischen Anteil hatte Österreich (Täter:innen, Orte, Institutionen)?

Maturafokus

  • Die Shoah präzise definieren: staatlich organisierter, bürokratisch geplanter Völkermord, nicht Pogrom oder Kriegsfolge.
  • Die österreichischen Stufen 1938 → 1939 → 1941 mit der Wiener Zentralstelle als reichsweitem Modell darstellen.
  • Die beiden Mordschauplätze nennen — Vernichtungslager UND Einsatzgruppen-Erschießungen (Babi Jar).
  • Die Wannsee-Konferenz als Koordinationssitzung einordnen, nicht als Beschluss zum Mord.
  • NS-Tarnvokabular konsequent distanzieren und als Herrschaftsmittel analysieren.

Typische Fehler

  • Die Wannsee-Konferenz wird als Entscheidung zum Völkermord dargestellt, obwohl der Mord bereits lief.
  • Die Shoah wird auf Auschwitz und die Gaskammern verengt; etwa die Hälfte der Opfer wurde erschossen.
  • Die österreichischen Opferzahlen werden ohne Bezugsgröße genannt (65.000 von rund 200.000).
  • Andere Opfergruppen werden unter die Shoah subsumiert, statt ihre eigene Verfolgungslogik zu benennen.
  • NS-Tarnbegriffe wie „Endlösung" werden unmarkiert übernommen und damit reproduziert.

§ 02

Aktive Wiederholung

Analysiere die Shoah als systematische Vernichtungspolitik. Welche Rolle spielten österreichische Akteure, Orte und Institutionen?

Passende Aufgaben üben50 Fragen zum Thema→

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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: DÖW — Holocaust in Österreich (DÖW) · KZ-Gedenkstätte Mauthausen (BMI / Mauthausen Memorial)

§ 03
§ 03

Widerstand in Österreich und Befreiung 1945#

~4 Min Lesezeit●●●VertiefungLPGSK-NS-7.3LPGSK-NS-7.4

Kernpunkte

Widerstand im NS-Staat war strukturell fast unmöglich, und das gehört an den Anfang jeder Antwort: Es gab keine freie Presse, keine Versammlung, keine Partei, dafür Gestapo, Blockwarte und ein Denunziationsklima, in dem der Nachbar die größte Gefahr war. Wer Widerstand leistete, riskierte nicht nur sich, sondern über die Sippenhaft auch die Familie. Vor diesem Hintergrund ist jede Form von Verweigerung zu gewichten. zeigt, wo daran heute erinnert wird.

Österreichische Erinnerungsorte und Gedenkdaten

Republik 1918 / 1945 / 1955 / 1995 Mauthausen KZ-Gedenkstätte (5.5.) Heldenplatz 15.3.1938 / 23.1.1993 Belvedere Staatsvertrag 15.5.1955 Hrdlicka-Mahnmal Albertinaplatz Hofburg / Volksgarten Republikdenkmal 1928 Wehrmachtsausstellung 1995 Wien — Tabubruch
Abb. 4Geschichtskulturelle Knotenpunkte: Mauthausen, Heldenplatz, Hofburg, Belvedere, Wehrmachtsausstellung.
Abb. 4 ↓
Die Größenordnung ist nach Schätzungen des DÖW zu benennen: rund 100.000 Menschen wurden in Österreich aus politischen Gründen verfolgt, etwa 2.700 hingerichtet und über 16.000 starben in Haft oder in Konzentrationslagern. Widerstand war also weder verbreitet noch folgenlos.
Träger waren sehr verschiedene Milieus, und das ist prüfungsrelevant: Der kommunistische Widerstand war der größte organisierte, weil die KPÖ als einzige Partei über konspirative Erfahrung verfügte; dazu kamen Revolutionäre Sozialisten, katholische Gruppen, legitimistische Monarchisten und in Kärnten die slowenische Minderheit, die als einzige Gruppe bewaffneten Partisanenkampf führte — von den Alliierten ausdrücklich als Beitrag zur Befreiung anerkannt.
Symbolisch steht das Zeichen O5 für den Widerstand: eingeritzt am Wiener Stephansdom, wobei die 5 für den fünften Buchstaben E steht und O5 damit OEsterreich meint. Getragen wurde es vom Provisorischen Österreichischen Nationalkomitee, das 1945 die Übergabe Wiens vorzubereiten suchte.
Der militärische Widerstand hatte einen österreichischen Strang: Major Carl Szokoll war in die Wiener Planungen des 20. Juli 1944 eingebunden, überlebte unentdeckt und versuchte im April 1945 mit der Operation Radetzky, Wien kampflos zu übergeben. Der Plan wurde verraten, drei beteiligte Offiziere wurden am Floridsdorfer Spitz erhängt — Wien wurde dennoch weitgehend verschont.
Franz Jägerstätter steht für die Verweigerung aus Gewissensgründen: Der oberösterreichische Bauer lehnte den Wehrdienst ab, wurde 1943 hingerichtet und 2007 seliggesprochen. Sein Fall zeigt zugleich die Nachkriegsgeschichte des Widerstands — er galt in seinem Dorf jahrzehntelang als Drückeberger, bevor er zum Vorbild wurde.
Die Befreiung kam von außen: Die Rote Armee nahm Wien am 13. April 1945, US-Truppen befreiten Mauthausen und Linz am 5. Mai. Die Moskauer Deklaration vom 1. November 1943 hatte Österreich zum ersten Opfer der Angriffspolitik Hitlers erklärt — und zugleich festgehalten, dass Österreich für die Teilnahme am Krieg eine Verantwortung trage und einen eigenen Beitrag zur Befreiung zu leisten habe. Dieser zweite Satz wurde nach 1945 systematisch überhört.

Vokabeln

→ Kartei
  • SippenhaftBestrafung von Angehörigen für die Tat eines Einzelnen; hemmte Widerstand wirksam.
  • O5Widerstandszeichen für OEsterreich (5 = E), eingeritzt am Wiener Stephansdom.
  • Operation RadetzkySzokolls Plan zur kampflosen Übergabe Wiens im April 1945; verraten.
  • DenunziationAnzeige durch Nachbarn oder Kollegen — die wichtigste Informationsquelle der Gestapo.
  • PartisanenBewaffnete Widerstandskämpfer; in Kärnten die slowenische Minderheit.
  • Moskauer DeklarationAlliierte Erklärung vom 1.11.1943: Opferstatus UND Mitverantwortung Österreichs.
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Musterbeispiel

Bewerten: Bedeutung und Grenzen des österreichischen Widerstands

Beurteilen Sie den österreichischen Widerstand gegen den Nationalsozialismus hinsichtlich Breite, Wirkung und geschichtskultureller Indienstnahme.

  1. 01Strömungen benennen

    Der Widerstand war heterogen: kommunistisch (größte organisierte Gruppe), sozialdemokratisch, katholisch (Franz Jägerstätter, Carl Lampert), monarchistisch, slowenisch in Kärnten und der Häftlingswiderstand in Mauthausen.

  2. 02Konkrete Akte

    Symbolisch das O5-Zeichen am Stephansdom; militärisch die Beteiligung von Carl Szokoll am Wiener Operationsplan rund um den 20. Juli 1944.

  3. 03Grenzen erkennen

    Repression, Isolation und Denunziation machten organisierten Widerstand extrem gefährlich; rund 2.700 Hingerichtete (DÖW-Schätzung) zeigen das Risiko.

  4. 04Funktion 1943

    Die Moskauer Deklaration nutzte den Widerstand als Argument für die völkerrechtliche Wiedererrichtung Österreichs.

  5. 05Geschichtskulturell einordnen

    In der „Opferthese" wurde der Widerstand überbetont und die breite Mittäterschaft unterbetont — eine kritische Bewertung hält beides auseinander.

Ergebnis: Der Widerstand war real, breit und riskant, aber strukturell isoliert; eine triftige Bewertung würdigt ihn, ohne ihn zur Entlastung der Mittäterschaft zu instrumentalisieren.

Schritt-für-Schritt Erklärung3 Schritte
  1. 1

    Widerstand in Österreich war breit, aber strukturell isoliert — er reichte vom Stephansdom-Graffito bis zum Stauffenberg-Beteiligten Szokoll.

  2. 2

    Die Moskauer Deklaration ist Doppeldokument: Opfererzählung und Mitverantwortungsforderung gleichzeitig.

  3. 3

    Befreiung ist nicht Niederlage — die sprachliche Differenz ist politisch wichtig.

SRDP-Aufgaben

SelbsttestAus der Fragenbank10 Punkte

Aufgabenstellung

Diskutieren Sie den österreichischen Widerstand gegen den Nationalsozialismus 1938–1945. Welche Bedeutung hat dieser Widerstand für die völkerrechtliche Wiedererrichtung Österreichs (Moskauer Deklaration)?

Maturafokus

  • Die strukturellen Bedingungen (Gestapo, Denunziation, Sippenhaft) VOR den Widerstandsformen darstellen.
  • Die Milieus benennen und erklären, warum der kommunistische Widerstand der größte organisierte war.
  • Den slowenischen Partisanenkampf in Kärnten als einzigen bewaffneten Widerstand nennen.
  • Die Moskauer Deklaration mit BEIDEN Aussagen zitieren: Opferstatus und Mitverantwortung.
  • Beim Operator „beurteilen" die Nachkriegsrezeption des Widerstands mitbedenken (Fall Jägerstätter).

Typische Fehler

  • Widerstand wird nach heutigen Maßstäben gemessen, ohne Gestapo, Denunziation und Sippenhaft zu berücksichtigen.
  • Nur der militärische oder nur der kirchliche Widerstand wird genannt; die Breite der Milieus fehlt.
  • Der slowenische Partisanenwiderstand in Kärnten wird übergangen.
  • Die Moskauer Deklaration wird nur mit dem Opfersatz zitiert, der Mitverantwortungssatz fehlt.
  • Die Befreiung wird als Selbstbefreiung dargestellt, obwohl sie militärisch von außen kam.

§ 03

Aktive Wiederholung

Analysiere den österreichischen Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Welche Strömungen, welche Akteur:innen, welche Wirkungen?

Passende Aufgaben üben50 Fragen zum Thema→

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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: DÖW — Widerstand und Verfolgung (DÖW) · Mauthausen Memorial — Befreiung 1945 (Mauthausen Memorial)

§ 04
§ 04

Zweiter Weltkrieg: Verlauf, Wendepunkte und Vernichtungskrieg#

~4 Min Lesezeit●○○BasisLPGSK-NS-7.2LPGSK-Sach-1.1

Kernpunkte

Der Zweite Weltkrieg begann mit dem deutschen Überfall auf Polen am 1. September 1939, vorbereitet durch den Hitler-Stalin-Pakt vom 23. August, dessen geheimes Zusatzprotokoll Ostmitteleuropa in Interessensphären teilte. Bis 1941 beherrschte das Deutsche Reich weite Teile Europas — durch schnelle Feldzüge, nicht durch überlegene Gesamtstärke. zeigt die Blockbildung, die aus diesem Krieg hervorging.

Zweiter Weltkrieg 1939–1945 — Wendepunkte

Zweiter Weltkrieg 1939-1945Zeitleiste von 1938 bis 1946, 1939: Polen, 1940: Westfeldzug, 1941: Barbarossa, 1943: Stalingrad, 1944: Landung, 1945: Kapitulation19381946Jahr1939Polen1940Westfeldzug1941Barbarossa1943Stalingrad1944Landung1945Kapitulation
Abb. 5Die sechs Marken, an denen sich der Kriegsverlauf entscheidet. Hervorgehoben: 1941, der Überfall auf die Sowjetunion — der Punkt, an dem aus dem europäischen Krieg ein rassenideologischer Vernichtungskrieg wird.
Abb. 5 ↓
Der Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 änderte den Charakter des Krieges grundlegend: Er wurde von Anfang an als rassenideologischer Vernichtungskrieg geplant und geführt. Der Kommissarbefehl ordnete die Erschießung politischer Offiziere an, der Hungerplan kalkulierte den Tod von Millionen Zivilisten ein, und über drei Millionen sowjetische Kriegsgefangene starben in deutschem Gewahrsam. Dieser Krieg ist nicht mit dem Westfeldzug vergleichbar — das ist der zentrale Befund.
Die Wende kam 1942/43 an mehreren Fronten zugleich: El Alamein im November 1942, die Kapitulation der 6. Armee in Stalingrad am 2. Februar 1943 und die Schlacht im Atlantik. Entscheidend war weniger eine einzelne Schlacht als die Produktionsüberlegenheit der Alliierten — die USA und die Sowjetunion konnten Verluste ersetzen, das Reich nicht.
Österreicherinnen und Österreicher waren an diesem Krieg beteiligt, nicht nur von ihm betroffen: rund 1,2 Millionen Männer dienten in Wehrmacht und SS, etwa 250.000 fielen. Österreicher stellten einen überproportionalen Anteil des KZ-Personals und der Täter in Vernichtungseinrichtungen. Diese Mittäterschaft blendete die Opferthese der Zweiten Republik jahrzehntelang aus, und ihre Benennung ist heute Standard jeder Antwort.
Der Krieg endete in Europa mit der bedingungslosen Kapitulation am 8. und 9. Mai 1945, nach Hitlers Suizid am 30. April. Die Lager wurden im Zuge des Vormarsches befreit, Mauthausen am 5. Mai. Weltweit endete er erst mit der japanischen Kapitulation im September 1945 nach den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki — eine Zäsur, die zugleich das Atomzeitalter und die Bedingungen des Kalten Krieges eröffnete.

Vokabeln

→ Kartei
  • Hitler-Stalin-PaktNichtangriffsvertrag vom 23.8.1939 mit geheimem Protokoll zur Teilung Ostmitteleuropas.
  • VernichtungskriegVon Beginn an rassenideologisch geführter Krieg im Osten mit einkalkuliertem Massensterben.
  • KommissarbefehlBefehl zur Erschießung sowjetischer Politoffiziere — klarer Bruch des Kriegsrechts.
  • HungerplanKalkül, die Ernährung der Wehrmacht durch das Verhungernlassen der Zivilbevölkerung zu sichern.
  • Bedingungslose KapitulationKriegsende ohne Verhandlung am 8./9.5.1945 in Europa.
  • MittäterschaftBeteiligung von Österreicherinnen und Österreichern an Krieg und Verbrechen — Gegenbegriff zur Opferthese.
Musterbeispiel

Wendepunkte des Zweiten Weltkriegs einordnen

Ordne den Verlauf des Zweiten Weltkriegs (1939–1945) und erkläre, warum 1942/43 als militärische Wende gilt.

  1. 01Kriegsbeginn und Expansion

    Mit dem deutschen Überfall auf Polen (1.9.1939) beginnt der Krieg; bis 1941 besetzt das Deutsche Reich große Teile Europas (Blitzkriege gegen Polen, Frankreich u. a.).

  2. 02Ausweitung zum Weltkrieg

    Der Überfall auf die Sowjetunion (22.6.1941, „Unternehmen Barbarossa") und der Kriegseintritt der USA nach Pearl Harbor (Dez. 1941) machen den Krieg global; mit dem Vernichtungskrieg im Osten verschmilzt die Kriegführung mit der Shoah.

  3. 03Wende 1942/43

    Die Niederlage bei Stalingrad (Kapitulation Feb. 1943), El Alamein (1942) und die Schlacht im Atlantik kehren die Initiative um; ab 1943 ist das Reich strategisch in der Defensive.

  4. 04Endphase und Kriegsende

    Landung in der Normandie (6.6.1944), sowjetische Offensiven, Befreiung der Lager (u. a. Mauthausen Mai 1945), bedingungslose Kapitulation 8./9.5.1945 in Europa; Kriegsende in Asien nach den Atombombenabwürfen im August 1945.

Ergebnis: Der Zweite Weltkrieg eskalierte 1941 zum globalen Krieg und kippte 1942/43 (Stalingrad, El Alamein) zugunsten der Alliierten; bis Mai 1945 führte die Defensive des Reiches zur bedingungslosen Kapitulation und zur Befreiung der Lager.

Schritt-für-Schritt Erklärung3 Schritte
  1. 1

    Der Krieg beginnt 1939 mit dem Überfall auf Polen und wird 1941 global.

  2. 2

    Im Osten ist es ein Vernichtungskrieg, kein „normaler" Krieg.

  3. 3

    Stalingrad 1942/43 ist die Wende — ab da ist das Reich in der Defensive.

SRDP-Aufgaben

SelbsttestAus der Fragenbank8 Punkte

Aufgabenstellung

Stellen Sie den Verlauf des Zweiten Weltkriegs in Phasen dar, erklären Sie, warum 1942/43 als Wende gilt, und benennen Sie die Beteiligung österreichischer Akteure.

Maturafokus

  • Den Hitler-Stalin-Pakt mit seinem geheimen Zusatzprotokoll als Voraussetzung des Kriegsbeginns nennen.
  • Den Ostkrieg ausdrücklich als Vernichtungskrieg vom Westfeldzug unterscheiden (Kommissarbefehl, Hungerplan, Kriegsgefangene).
  • Die Wende 1942/43 mehrursachig erklären und die Produktionsüberlegenheit einbeziehen.
  • Die österreichische Beteiligung mit Größenordnungen benennen (rund 1,2 Mio. Dienende, überproportionaler Täteranteil).
  • Das Kriegsende in Europa und global unterscheiden (8./9. Mai gegenüber September 1945).

Typische Fehler

  • Der Ostkrieg wird als normaler Feldzug beschrieben statt als geplanter Vernichtungskrieg.
  • Stalingrad wird als alleinige Wende dargestellt; El Alamein, Atlantik und Produktion fehlen.
  • Die österreichische Beteiligung an Wehrmacht, SS und Lagerpersonal wird ausgelassen.
  • Der Hitler-Stalin-Pakt wird ohne das geheime Zusatzprotokoll genannt.
  • Das Kriegsende wird pauschal auf Mai 1945 datiert, obwohl der Krieg global bis September dauerte.

§ 04

Aktive Wiederholung

Stelle den Verlauf des Zweiten Weltkriegs in Phasen dar und erkläre, warum 1942/43 als Wende gilt. Benenne die Beteiligung österreichischer Akteure.

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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: DÖW — Österreicher in Wehrmacht und SS (DÖW)

§ 05
§ 05

NS-Alltag, Propaganda und Zustimmungsdiktatur#

~4 Min Lesezeit●●○StandardLPGSK-NS-7.1LPGSK-Met-1.4

Kernpunkte

Der Begriff Zustimmungsdiktatur bezeichnet den Befund, dass sich das NS-Regime nicht allein auf Terror stützte, sondern auf breite Mitwirkung — und dass beides zusammengehörte: Die Gewalt richtete sich gegen die Ausgeschlossenen, während die Zugehörigen materielle und symbolische Vorteile erhielten. Wer nur den Terror beschreibt, kann die Stabilität des Regimes nicht erklären; wer nur die Zustimmung beschreibt, verharmlost es. zeigt den Apparat, der beides organisierte.

NSDAP-Herrschaftsapparat (Führerstaat)

NS-HerrschaftsapparatBaumdiagramm, 8 Pfade, Daten: NSDAP → SA / HJ; NSDAP → NSV; SS / Polizei → Einsatzgruppen; SS / Polizei → KZ-System; Wehrmacht → Heer; Wehrmacht → Luftwaffe; Wehrmacht → Marine; Verwaltung → GauleiterNSDAPSS / PolizeiWehrmachtVerwaltungFührer (Hitler)SA / HJNSVEinsatzgruppenKZ-SystemHeerLuftwaffeMarineGauleiter
Abb. 6Führerprinzip ohne Verfassungsbindung; Partei (NSDAP) und Staat (Wehrmacht, Verwaltung) laufen parallel, die SS (Himmler) wird zum Terror- und Mordapparat (Einsatzgruppen, KZ-System; Massenmord ab 1941). Österreich 1938–1945 als „Ostmark“ / Alpen- und Donau-Reichsgaue eingegliedert.
Abb. 6 ↓
Die Propaganda unter Goebbels arbeitete mit billigen Volksempfängern, deren Reichweite bewusst auf deutsche Sender begrenzt war, mit Wochenschau, Spielfilm und choreografierten Massenaufmärschen. Ihr Kern war nicht die einzelne Lüge, sondern die Erzeugung eines Wir: die Volksgemeinschaft, die sich über den Ausschluss der Gemeinschaftsfremden definierte. Das Feindbild war die Bedingung des Zusammenhalts, nicht sein Nebenprodukt.
Materiell wurde Loyalität erkauft: Arbeitsbeschaffung und die Rüstungskonjunktur beendeten die Massenarbeitslosigkeit, Kraft durch Freude organisierte Reisen und Freizeit für Schichten, die sich das nie hatten leisten können. Zu sagen ist aber, worauf das beruhte — auf massiver Staatsverschuldung, auf dem Raub jüdischen Eigentums und später auf der Ausplünderung besetzter Länder und der Arbeit von Millionen Zwangsarbeitern.
Der Alltag bestand deshalb überwiegend aus Anpassung: Mitgliedschaften aus Karrieregründen, Hitlergruß als Routine, Wegsehen. Die Gestapo war personell klein und funktionierte nur, weil aus der Bevölkerung angezeigt wurde — häufig aus Nachbarschaftsstreit, Neid oder Habgier. Handlungsspielräume gab es, aber sie zu nutzen war die Ausnahme.
Methodisch ist dieser Abschnitt eine Quellenkritik-Übung: NS-Fotos, Wochenschauen und Filme sind Inszenierungen mit gewählter Perspektive und geschnittenem Ausschnitt. Sie zeigen das gewünschte Selbstbild. Wer nach realer Stimmung fragt, muss andere Quellen heranziehen — Gestapo- und SD-Lageberichte, Justizakten, Tagebücher, Exilberichte —, und auch diese haben je eigene Interessen.

Vokabeln

→ Kartei
  • ZustimmungsdiktaturDiktatur, die sich auf breite Mitwirkung stützt und Terror gegen die Ausgeschlossenen richtet.
  • VolksempfängerBilliges Radiogerät mit begrenzter Reichweite — Instrument der Rundfunkpropaganda.
  • Kraft durch FreudeNS-Freizeitorganisation; erzeugte Loyalität durch Reisen und Kulturangebote.
  • GemeinschaftsfremdeNS-Kategorie der Ausgeschlossenen; ihr Ausschluss definierte die Volksgemeinschaft.
  • SD-LageberichtInterner Stimmungsbericht des Sicherheitsdienstes; Gegenquelle zur Propaganda.
  • MitläufertumAnpassung ohne Überzeugung; nach 1945 zur Entlastungskategorie geworden.
Musterbeispiel

Propaganda dekonstruieren: eine NS-Bildquelle analysieren

Analysieren Sie eine typische NS-Propagandaaufnahme (z. B. ein inszenierter Massenaufmarsch mit Führerkult) quellenkritisch: Was zeigt sie, was blendet sie aus, welche Funktion hat sie?

  1. 01Gattung bestimmen

    Es handelt sich um eine inszenierte Bild- oder Filmquelle (Regie, Bildausschnitt, Montage) — kein neutrales Abbild der Wirklichkeit.

  2. 02Inszenierung lesen

    Sie inszeniert „Volksgemeinschaft", Ordnung und Führerkult; Komposition und Masse erzeugen den Eindruck von Geschlossenheit und Stärke.

  3. 03Auslassung erkennen

    Ausgeblendet werden die Ausgeschlossenen und Verfolgten, der Terror und die Zwangslagen — das Bild zeigt das gewünschte Selbstbild.

  4. 04Funktion benennen

    Ziel ist Mobilisierung und Zustimmung; die „Volksgemeinschaft" wirkt als Ein- UND Ausschlusskonzept.

  5. 05Aussagewert prüfen

    Belastbar als Quelle für die NS-Selbstdarstellung und Propagandatechnik; nicht belastbar als Beleg für tatsächliche Zustimmung oder Alltagsrealität.

Ergebnis: Eine starke Analyse liest die Propagandaquelle als Inszenierung: Sie belegt das NS-Selbstbild und die Propagandalogik, nicht die Realität — Bildquellen werden dekonstruiert, nicht geglaubt.

Schritt-für-Schritt Erklärung3 Schritte
  1. 1

    Der NS stützt sich auf Terror UND Zustimmung — beide gehören zusammen.

  2. 2

    Propaganda inszeniert die „Volksgemeinschaft" und schließt zugleich Menschen aus.

  3. 3

    NS-Bildquellen sind Inszenierungen — dekonstruiere sie, statt sie zu glauben.

SRDP-Aufgaben

SelbsttestAus der Fragenbank8 Punkte

Aufgabenstellung

Erklären Sie, warum das NS-Regime als „Zustimmungsdiktatur" bezeichnet wird, und analysieren Sie eine NS-Propagandaquelle hinsichtlich Inszenierung und Funktion.

Maturafokus

  • Zustimmung und Terror als zwei Seiten desselben Systems darstellen, nie als Gegensatz.
  • Die Grundlage der sozialen Angebote benennen: Verschuldung, Raub, Ausbeutung.
  • Die Volksgemeinschaft über ihren Ausschlussmechanismus definieren.
  • Die geringe Personalstärke der Gestapo mit der Rolle der Denunziation verknüpfen.
  • NS-Bild- und Filmquellen als Inszenierung kennzeichnen und Gegenquellen benennen (SD-Berichte, Justizakten, Tagebücher).

Typische Fehler

  • Das Regime wird allein über Terror erklärt, sodass seine Stabilität unverständlich bleibt.
  • Die sozialen Angebote werden als echte Leistung gewertet, ohne Verschuldung und Raub zu nennen.
  • Die Gestapo wird als allgegenwärtiger Apparat beschrieben, obwohl sie auf Denunziation angewiesen war.
  • NS-Filmaufnahmen werden als Beleg für Begeisterung zitiert statt als Inszenierung analysiert.
  • „Volksgemeinschaft" wird unmarkiert als Beschreibung der Gesellschaft übernommen.

§ 05

Aktive Wiederholung

Erkläre, warum das NS-Regime als „Zustimmungsdiktatur" bezeichnet wird. Analysiere eine NS-Propagandaquelle hinsichtlich Inszenierung und Funktion.

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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: DÖW — NS-Propaganda und Alltag (DÖW)

§ 06
§ 06

Aufarbeitung und Erinnerung: vom Opfermythos zur Mitverantwortung#

~4 Min Lesezeit●●●VertiefungLPGSK-NS-7.3LPGSK-Ori-1.1

Kernpunkte

Die Opferthese hat einen präzisen Ursprung und eine präzise Funktion. Die Moskauer Deklaration vom 1. November 1943 nannte Österreich das erste freie Land, das der Angriffspolitik Hitlers zum Opfer fiel — und hielt im selben Text fest, dass Österreich für die Teilnahme am Krieg an der Seite Deutschlands verantwortlich sei und einen eigenen Beitrag zur Befreiung zu leisten habe. Der erste Satz wurde zur Staatsdoktrin, der zweite verschwand. zeigt die Erinnerungslandschaft, die daraus entstand.

Österreichische Erinnerungsorte und Gedenkdaten

Republik 1918 / 1945 / 1955 / 1995 Mauthausen KZ-Gedenkstätte (5.5.) Heldenplatz 15.3.1938 / 23.1.1993 Belvedere Staatsvertrag 15.5.1955 Hrdlicka-Mahnmal Albertinaplatz Hofburg / Volksgarten Republikdenkmal 1928 Wehrmachtsausstellung 1995 Wien — Tabubruch
Abb. 7Geschichtskulturelle Knotenpunkte: Mauthausen, Heldenplatz, Hofburg, Belvedere, Wehrmachtsausstellung.
Abb. 7 ↓
Die Funktion dieser Auslegung war dreifach und lässt sich in einer Antwort sauber zeigen: außenpolitisch entlastete sie bei den Reparations- und Vertragsverhandlungen bis 1955, innenpolitisch ermöglichte sie die rasche Reintegration ehemaliger Nationalsozialisten in die Lager beider Großparteien, und materiell verschob sie die Verantwortung für Restitution an die Bundesrepublik Deutschland. Sie war also nicht bloß ein Irrtum, sondern nützlich — und das erklärt ihre Langlebigkeit.
Die Entnazifizierung blieb entsprechend unvollständig: Von rund 540.000 registrierten Nationalsozialisten wurden die meisten als Minderbelastete eingestuft, ab 1948 amnestiert und ab 1949 als Wählerinnen und Wähler von beiden Großparteien und dem VdU umworben. Wer nach der Kontinuität von Eliten in Justiz, Verwaltung, Universität und Wirtschaft fragt, findet sie hier.
Die Wende kam von außen und spät: Die Waldheim-Affäre 1986, in der die verschwiegene Wehrmachtsvergangenheit des Präsidentschaftskandidaten international skandalisiert wurde, brach die Opferthese öffentlich auf; das Bedenkjahr 1988 zum fünfzigsten Jahrestag des Anschlusses und die Wehrmachtsausstellung 1995 setzten die Auseinandersetzung fort. Es war der internationale Druck, nicht die innere Einsicht, der den Anstoß gab.
Am 8. Juli 1991 erkannte Bundeskanzler Franz Vranitzky im Nationalrat erstmals offiziell an, dass Österreicherinnen und Österreicher Mitverantwortung an den Verbrechen trugen. Es folgten institutionelle Schritte: der Nationalfonds für die Opfer 1995, die Historikerkommission 1998, das Kunstrückgabegesetz 1998 und der Entschädigungsfonds 2001 — Restitution begann also mehr als fünfzig Jahre nach den Taten.
Die Erinnerung ist heute im öffentlichen Raum verankert und bleibt umstritten: die KZ-Gedenkstätte Mauthausen, das Mahnmal gegen Krieg und Faschismus am Albertinaplatz, Rachel Whitereads Holocaust-Mahnmal am Judenplatz von 2000, die Steine der Erinnerung und seit 2021 die Shoah-Namensmauern im Ostarrichipark. Jedes dieser Zeichen ist selbst eine Quelle mit Auftraggeber, Entstehungszeit und Auslassung — und genau so zu analysieren.

Vokabeln

→ Kartei
  • OpfertheseNachkriegsdoktrin, Österreich sei erstes Opfer Hitlers gewesen; entlastend und lange staatstragend.
  • MitverantwortungstheseAnerkennung der Beteiligung von Österreicherinnen und Österreichern; offiziell ab 1991.
  • EntnazifizierungÜberprüfung und Entfernung von Nationalsozialisten aus Ämtern; ab 1948 weitgehend amnestiert.
  • Bedenkjahr 1988Gedenkjahr zum 50. Jahrestag des „Anschlusses"; Motor der kritischen Erinnerung.
  • Nationalfonds1995 eingerichteter Fonds für Opfer des Nationalsozialismus.
  • Shoah-NamensmauernSeit 2021 im Ostarrichipark: Gedenkort mit den Namen der ermordeten österreichischen Jüdinnen und Juden.
Musterbeispiel

Quelleninterpretation: die Moskauer Deklaration 1943 als Doppeldokument

Analysieren Sie die Moskauer Deklaration (1943) als Quelle: Welche zwei Aussagen enthält sie über Österreich, welche Funktion hatten sie, und wie wirkten sie in der Erinnerungskultur?

  1. 01Einordnen

    Erklärung der Alliierten (USA, UK, UdSSR) 1943 — mitten im Krieg, mit Blick auf die Nachkriegsordnung.

  2. 02Aussage 1 (Opfer)

    Österreich wird als „erstes Opfer" der NS-Aggression bezeichnet — die Grundlage für die spätere völkerrechtliche Wiedererrichtung.

  3. 03Aussage 2 (Mitverantwortung)

    Zugleich wird ein eigener Beitrag zur Befreiung gefordert und an die Mitverantwortung erinnert — dieser Teil wurde später oft verschwiegen.

  4. 04Funktion erkennen

    Der Opferpassus diente politisch der Eigenstaatlichkeit; der Mitverantwortungspassus passte nicht in das Nachkriegs-Selbstbild.

  5. 05Wirkung beurteilen

    Die selektive Lesart begründete die „Opferthese" bis in die 1980er; erst die Waldheim-Affäre 1986 und Vranitzky 1991 verschoben den Diskurs zur Mitverantwortung.

Ergebnis: Die Moskauer Deklaration ist ein Doppeldokument: belastbar für die alliierte Nachkriegsplanung — und ein Lehrstück dafür, wie eine selektive Quellenlesart (nur „Opfer") Geschichtskultur prägt.

Schritt-für-Schritt Erklärung3 Schritte
  1. 1

    Die Moskauer Deklaration nennt Österreich „Opfer" und fordert zugleich Mitverantwortung.

  2. 2

    Die Opferthese hält bis in die 1980er — Waldheim 1986 und 1988 bringen die Wende.

  3. 3

    1991 bekennt Vranitzky erstmals offiziell die Mitverantwortung Österreichs.

SRDP-Aufgaben

SelbsttestAus der Fragenbank8 Punkte

Aufgabenstellung

Beurteilen Sie den Wandel der österreichischen Erinnerungskultur von der Opferthese zur Anerkennung der Mitverantwortung. Beziehen Sie Moskauer Deklaration, Waldheim-Affäre und das Vranitzky-Bekenntnis 1991 ein.

Maturafokus

  • Die Moskauer Deklaration mit beiden Sätzen zitieren und die selektive Rezeption benennen.
  • Die drei Funktionen der Opferthese unterscheiden: außenpolitisch, innenpolitisch, materiell.
  • Die unvollständige Entnazifizierung mit der Wählerwerbung ab 1949 verknüpfen.
  • Die Wende 1986/1991 als extern angestoßen darstellen, nicht als innere Einsicht.
  • Erinnerungszeichen als Quellen behandeln: Auftraggeber, Entstehungszeit, Auslassung.

Typische Fehler

  • Die Opferthese wird als bloßer Irrtum abgetan, statt ihre Funktionen zu erklären.
  • Die Moskauer Deklaration wird nur mit dem Opfersatz zitiert.
  • Die Entnazifizierung wird als abgeschlossen dargestellt, obwohl ab 1948 amnestiert wurde.
  • Die Wende 1986 wird als innere Einsicht erzählt statt als Folge internationalen Drucks.
  • Denkmäler werden beschrieben statt als geschichtskulturelle Produkte dekonstruiert.

§ 06

Aktive Wiederholung

Beurteile den Wandel der österreichischen Erinnerungskultur von der Opferthese zur Anerkennung der Mitverantwortung. Beziehe Moskauer Deklaration, Waldheim-Affäre und das Vranitzky-Bekenntnis 1991 ein.

Passende Aufgaben üben50 Fragen zum Thema→

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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: DÖW — Opferthese, Erinnerungskultur (DÖW) · Demokratiezentrum Wien — Waldheim-Affäre (Demokratiezentrum Wien)

Stand 06/2026 · Vollständige Fassung über den Tiefenregler — gleiche Stelle, gleiche Anker

Inhalt

Abschnitt -- / 06

    • 01NS-Herrschaftssystem und „Ostmark"●
    • 02Shoah / Holocaust — Vernichtungspolitik und österreichischer Anteil●
    • 03Widerstand in Österreich und Befreiung 1945●
    • 04Zweiter Weltkrieg: Verlauf, Wendepunkte und Vernichtungskrieg○
    • 05NS-Alltag, Propaganda und Zustimmungsdiktatur◐
    • 06Aufarbeitung und Erinnerung: vom Opfermythos zur Mitverantwortung●

0/6 Gelesen

Aus den Notizen ins Training

GSK 7 — Nationalsozialismus, Shoah und Zweiter Weltkrieg 1938–1945

Festige dieses Thema an passenden Aufgaben aus der Fragenbank.

~25
Min
3
Kompetenzen
50
Fragen
Üben
Beispielfrage

Erläutern Sie das NS-Herrschaftssystem in Österreich („Ostmark") nach 1938. Diskutieren Sie das Konzept des polykratischen Systems.

10 BE · 2023

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Belege & Quellen

Quellen

DÖW

  • DÖW — NS-System Österreich

BMI / Mauthausen Memorial

  • KZ-Gedenkstätte Mauthausen

Demokratiezentrum Wien

  • Demokratiezentrum Wien — Waldheim-Affäre

Siehe auch

  • GSK 6 — Erste Republik und Austrofaschismus 1918–1938Die Zerstörung der Demokratie 1933/34 ist die Vorgeschichte der Annexion.
  • GSK 8 — Besatzungszeit und Wiedererrichtung der Republik 1945–1955Befreiung, Besatzung und Entnazifizierung schließen unmittelbar an.
  • GSK 12 — Geschichtskultur, Erinnerung, Public HistoryMauthausen, Opferthese und Restitution sind die Erinnerungsfolgen dieses Kapitels.
  • GSK 1 — Historische Methode, Quellenkritik, SachkompetenzNS-Quellen verlangen die dort beschriebene distanzierende Sprachbehandlung.

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GSK 6 — Erste Republik und Austrofaschismus 1918–1938

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EuraStudy·Notizen T·07·MMXXVI

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