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Notizen/Biologie/Zell- und Molekularbiologie (BIO-Zell)
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Zell- und Molekularbiologie (BIO-Zell)

Zelltheorie, Pro- vs. Eukaryoten, Aufbau und Funktion der Zellorganellen, Endosymbiontentheorie, Biomembran als Fluid-Mosaic, Stofftransport, Zellzyklus und Zellteilung (Mitose, Meiose).

6 Abschnitte·~25 Min Lesezeit·4 Kompetenzen·Stand 06/2026

T·0111 / 10
Prüfungsprofil
BIO-Zell-1.1 · Zelltheorie und Zelltypen unterscheidenBIO-Zell-1.2 · Aufbau und Funktion von Zellorganellen erklärenBIO-Zell-1.3 · Biomembran und Membrantransport beschreibenBIO-Zell-1.4 · Zellzyklus, Mitose und Meiose vergleichen
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Inhalt · 6 Abschnitte▾
  1. Zell- und Molekularbiologie (BIO-Zell)
    • 01Pro- vs. Eukaryoten und Zelltheorie○
    • 02Zellorganellen und ihre Funktionen◐
    • 03Biomembran und Membrantransport◐
    • 04Zellzyklus, Mitose und Meiose◐
    • 05Zellkern, Chromatin und Chromosomen◐
    • 06Cytoskelett und Zellbewegung◐

6 Abschnitte · 30 Merksätze · 1 Formel · 30 Fehlerwarnungen

§ 01
§ 01

Pro- vs. Eukaryoten und Zelltheorie#

~5 Min Lesezeit●○○BasisLPBIO-Zell-1.1

Kernpunkte

Die Frage, was die kleinste noch lebende Einheit ist, beantwortet die Biologie mit der Zelle. Die Zelltheorie fasst diese Einsicht in drei Sätzen zusammen: Schleiden und Schwann erkannten um 1838/39, dass alle Lebewesen aus Zellen aufgebaut und Zellen die kleinste Lebenseinheit sind; Virchow ergänzte 1855 den Grundsatz „omnis cellula e cellula" - jede Zelle entsteht nur aus einer bereits vorhandenen Zelle. Damit war die Urzeugung widerlegt und die Zelle als gemeinsame Bauebene allen Lebens etabliert.
Prokaryoten (Domänen Bacteria und Archaea) verkörpern den ursprünglichen, einfachen Bauplan: Sie besitzen keinen membranumhüllten Zellkern, sondern ein frei im Cytoplasma liegendes ringförmiges Chromosom im Nukleoid, dazu oft kleine Plasmide (). Ihre Ribosomen sind vom 70S-Typ, die Zellwand der Bakterien besteht aus Murein (Peptidoglycan), und mit etwa 1-5 µm Durchmesser sind sie sehr klein. Gerade weil ihnen Kompartimente fehlen, laufen Transkription und Translation gekoppelt im selben Raum ab.

Prokaryotische Zelle - Bakterium

Prokaryotische Zelle (Bakterium)Zelldiagramm, 3 Kompartimente, Daten: Zellwand (Murein), Nukleoid, Plasmid, Ribosomen 70SZellwand (Murein)NukleoidPlasmidRibosomen 70S
Abb. 1Keine membranumhüllten Organellen; Nukleoid mit Ringchromosom, Plasmide, 70S-Ribosomen, Zellwand mit Murein.
Abb. 1 ↓
Eukaryoten lösen dieselbe Aufgabe durch Kompartimentierung: Ein echter Zellkern verwahrt die lineare, an Histone gewickelte DNA, und membranumschlossene Organellen (Mitochondrien, ER, Golgi, bei Pflanzen zusätzlich Chloroplasten) teilen die Zelle in spezialisierte Reaktionsräume (). Ihre Ribosomen sind 80S, die Zellen mit 10-100 µm rund zehnmal grösser als Prokaryoten. Die Trennung erlaubt es, unverträgliche Prozesse - etwa Abbau in Lysosomen und Synthese am ER - gleichzeitig und reguliert ablaufen zu lassen.

Eukaryotische Tierzelle - Übersicht

Eukaryotische TierzelleZelldiagramm, 5 Kompartimente, Daten: Plasmamembran, Zellkern, Mitochondrium, Mitochondrium, Golgi-Apparat, Nucleolus, rER (Ribosomen), LysosomPlasmamembranZellkernMitochondriumMitochondriumGolgi-ApparatNucleolusrER (Ribosomen)Lysosom
Abb. 2Plasmamembran, Zellkern, Mitochondrien, Endoplasmatisches Retikulum, Golgi, Ribosomen, Lysosom, Cytoskelett.
Abb. 2 ↓
Woher die membranumhüllten Organellen stammen, erklärt die Endosymbiontentheorie (Lynn Margulis, 1967): Mitochondrien gehen auf aufgenommene aerobe Proteobakterien, Chloroplasten auf Cyanobakterien zurück, die als Untermieter in einer Urzelle weiterlebten. Vier Befunde stützen das überzeugend: Beide besitzen eine eigene zirkuläre DNA wie Bakterien, eigene 70S-Ribosomen, eine doppelte Hüllmembran (die innere stammt vom Symbionten) und vermehren sich durch eigene Teilung; zusätzlich findet sich in der inneren Membran das bakterientypische Cardiolipin.
Tier- und Pflanzenzelle unterscheiden sich in drei Schlüsselmerkmalen: Die Pflanzenzelle besitzt eine feste Cellulose-Zellwand, eine große zentrale Vakuole (Turgor, Speicher) und Chloroplasten für die Photosynthese. Die Tierzelle hat dagegen keine Zellwand, dafür Centrosomen zur Organisation der Spindelpole und zahlreiche Lysosomen. Diese Unterschiede spiegeln die Lebensweise wider - festsitzend und autotroph gegenüber beweglich und heterotroph.
Pilze bilden ein eigenes Reich (Fungi) innerhalb der Eukaryoten und werden häufig mit Pflanzen verwechselt. Sie sind aber heterotroph (osmotrophe Ernährung durch Abgabe von Verdauungsenzymen) und besitzen eine Zellwand aus Chitin statt Cellulose. Es gibt einzellige Vertreter (Hefen) und vielzellige mit Hyphengeflecht (Schimmel, Schwammerln); ihre Stellung wird im Thema Mikrobiologie/Pilze vertieft.
Warum bleiben Zellen überhaupt klein? Der Stoffaustausch läuft über die Oberfläche, der Stoffbedarf wächst aber mit dem Volumen. Verdoppelt man die Kantenlänge einer würfelförmigen Zelle, vervierfacht sich die Oberfläche, das Volumen aber verachtfacht sich - das Oberfläche-Volumen-Verhältnis O/VO/VO/V sinkt (siehe Rechenbeispiel). Eine zu große Zelle kann ihren Innenraum nicht mehr ausreichend versorgen; deshalb bleiben Zellen klein oder vergrössern ihre Oberfläche durch Microvilli und Membranfaltungen.
Die Endosymbiontentheorie verbindet Zellbau und Stammesgeschichte und schlägt damit eine Brücke zu den übrigen Kapiteln: Die prokaryotischen Wurzeln der Organellen knüpfen an die Mikrobiologie (Bakterien) an, die molekularen Belege (eigene DNA, 70S-Ribosomen) an die Evolution (Homologien als Stammbaumbelege). Wer den Zellbau verstanden hat, besitzt das Fundament für Stoffwechsel, Genetik und Evolution.

Vokabeln

→ Kartei
  • ProkaryotZelle ohne membranumhüllten Zellkern.
  • EukaryotZelle mit echtem Zellkern und Kompartimenten.
  • ZelltheorieAlle Lebewesen bestehen aus Zellen; Zellen entstehen aus Zellen.
  • EndosymbiontentheorieMitochondrien und Plastiden als aufgenommene Bakterien.
  • NucleoidKernäquivalent der Prokaryoten ohne Hülle.
  • KompartimentierungAufteilung der Zelle in Reaktionsräume.
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Musterbeispiel

Oberfläche-Volumen-Verhältnis von Zellen

Vergleiche eine kleine würfelförmige Zelle (Kantenlänge 1) mit einer großen (Kantenlänge 4). Welche hat das günstigere Oberfläche-Volumen-Verhältnis für den Stoffaustausch?

  1. 01Kleine Zelle

    Oberfläche O=6⋅12=6O = 6\cdot 1^{2} = 6O=6⋅12=6; Volumen V=13=1V = 1^{3} = 1V=13=1; Verhältnis O/V=6O/V = 6O/V=6.

  2. 02Grosse Zelle

    Oberfläche O=6⋅42=96O = 6\cdot 4^{2} = 96O=6⋅42=96; Volumen V=43=64V = 4^{3} = 64V=43=64; Verhältnis O/V=1,5O/V = 1{,}5O/V=1,5.

  3. 03Vergleich

    Das Verhältnis sinkt von 6 auf 1,5, je größer die Zelle wird.

  4. 04Folgerung

    Kleine Zellen tauschen pro Volumeneinheit mehr Stoffe aus - deshalb bleiben Zellen klein oder bilden Oberflächenvergrößerungen (Microvilli).

Ergebnis: Die kleine Zelle hat mit O/V = 6 das vierfach günstigere Verhältnis; das begrenzt die maximale Zellgröße und erklärt Membranfaltungen.

Musterbeispiel

Mikroskopische Vergrößerung berechnen

Ein Präparat wird mit Objektiv 40x und Okular 10x betrachtet. Eine Zelle erscheint im Bild 8 mm groß. Berechne die Gesamtvergrößerung und die wahre Zellgröße.

  1. 01Gesamtvergrößerung

    V=VObjektiv⋅VOkular=40⋅10=400V = V_{Objektiv}\cdot V_{Okular} = 40\cdot 10 = 400V=VObjektiv​⋅VOkular​=40⋅10=400.

  2. 02Wahre Größe

    real=Bildgro¨ßeV=8 mm400=0,02 mm\text{real} = \dfrac{\text{Bildgröße}}{V} = \dfrac{8\ \mathrm{mm}}{400} = 0{,}02\ \mathrm{mm}real=VBildgro¨ße​=4008 mm​=0,02 mm.

  3. 03In Mikrometer

    0,02 mm=20 μm0{,}02\ \mathrm{mm} = 20\ \mathrm{\mu m}0,02 mm=20 μm.

  4. 04Einordnung

    Typische Größenordnung einer tierischen Zelle (10-30 mu).

Ergebnis: Gesamtvergrößerung 400x; die Zelle ist real 20 mu groß - eine plausible eukaryotische Zellgröße.

Schritt-für-Schritt Erklärung3 Schritte
  1. 1

    Die Zelle ist die kleinste Einheit, die alle Lebenskriterien erfüllt - Stoffwechsel, Vermehrung, Reizbarkeit.

  2. 2

    Prokaryoten sind klein und schlicht, Eukaryoten groß und kompartimentiert.

    Prokaryotische Zelle - Bakterium

    Prokaryotische Zelle (Bakterium)Zelldiagramm, 3 Kompartimente, Daten: Zellwand (Murein), Nukleoid, Plasmid, Ribosomen 70SZellwand (Murein)NukleoidPlasmidRibosomen 70S
    Abb.Keine membranumhüllten Organellen; Nukleoid mit Ringchromosom, Plasmide, 70S-Ribosomen, Zellwand mit Murein.
  3. 3

    Mitochondrien sind im Grunde domestizierte Bakterien - eine der spektakulärsten Symbiosen der Evolution.

SRDP-Aufgaben

SelbsttestAus der Fragenbank5 Punkte

Aufgabenstellung

Erläutere die Endosymbiontentheorie und nenne mindestens drei Belege.

Maturafokus

  • Nenne das eine entscheidende Unterscheidungsmerkmal: der membranumhüllte Zellkern.
  • Ordne beiden Zelltypen ihre Ribosomentypen und Größenordnungen zu.
  • Nenne die drei Sätze der Zelltheorie in ihrer historischen Reihenfolge.
  • Erkläre die Endosymbiontentheorie mit mindestens drei Belegen.
  • Vergleiche Pflanzen- und Tierzelle in einer Tabelle nach Zellwand, Plastiden, Vakuole.

Typische Fehler

  • Bakterien wird ein Zellkern zugeschrieben.
  • Prokaryoten werden als organellenlos beschrieben - Ribosomen besitzen sie sehr wohl.
  • Nur ein Beleg für die Endosymbiontentheorie wird genannt.
  • Zellwand und Zellmembran werden gleichgesetzt.
  • Größenordnungen werden vertauscht - Prokaryoten sind rund zehnmal kleiner.

§ 01

Aktive Wiederholung

Vergleiche pro- und eukaryotische Zellen in vier Kategorien (Kern, Ribosomen, Zellwand, Größe) und nenne je ein Beispiel.

Passende Aufgaben üben50 Fragen zum Thema→

Aktiv abrufen

Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: Campbell Biology, Kap. 6 Tour of the Cell (Pearson) · OpenStax Biology 2e, Kap. 4 Cell Structure (OpenStax)

§ 02
§ 02

Zellorganellen und ihre Funktionen#

~4 Min Lesezeit●●○StandardLPBIO-Zell-1.2

Kernpunkte

Die eukaryotische Zelle ist eine arbeitsteilige Fabrik: Jedes Organell ist ein Reaktionsraum mit klarer Aufgabe, und erst ihr Zusammenspiel macht den Zellstoffwechsel möglich (). Der Zellkern ist die Schaltzentrale - er speichert die DNA als Chromatin und ist Ort von Replikation und Transkription. Seine Doppelmembran (Kernhülle) ist von Kernporen durchsetzt, die den Stoffaustausch mit dem Cytoplasma regeln; im Nucleolus wird die rRNA synthetisiert und die Ribosomen werden vormontiert.

Eukaryotische Tierzelle - Übersicht

Eukaryotische TierzelleZelldiagramm, 5 Kompartimente, Daten: Plasmamembran, Zellkern, Mitochondrium, Mitochondrium, Golgi-Apparat, Nucleolus, rER (Ribosomen), LysosomPlasmamembranZellkernMitochondriumMitochondriumGolgi-ApparatNucleolusrER (Ribosomen)Lysosom
Abb. 3Plasmamembran, Zellkern, Mitochondrien, Endoplasmatisches Retikulum, Golgi, Ribosomen, Lysosom, Cytoskelett.
Abb. 3 ↓
Das Mitochondrium ist das Kraftwerk der Zelle (). In seiner Matrix läuft der Citratzyklus, in der stark gefalteten inneren Membran (Cristae) sitzen Atmungskette und ATP-Synthase. Die Faltung vergrössert die Fläche für die ATP-Produktion enorm - pro Glucose entstehen so etwa 30-32 (theoretisch bis 38) ATP. Zellen mit hohem Energiebedarf wie Muskel- und Leberzellen enthalten daher besonders viele Mitochondrien.

Mitochondrium - Aufbau und Atmungskette

Mitochondrium: Aufbau und AtmungsketteZelldiagramm, 2 Kompartimente, Daten: äußere Membran, innere Membran (Cristae), Atmungskette, Matrix (Citratzyklus, mtDNA)äußere Membraninnere Membran(Cristae)AtmungsketteMatrix(Citratzyklus, …
Abb. 4Äußere und innere Membran (Cristae), Matrix; Atmungskette in innerer Membran, ATP-Synthase.
Abb. 4 ↓
Das Endoplasmatische Retikulum ist ein verzweigtes Membransystem in zwei Ausführungen: Das rauhe ER (rER) trägt Ribosomen und stellt Membran- und Sekretproteine her, die direkt ins ER-Lumen gefädelt werden. Das glatte ER (sER) ist ribosomenfrei und übernimmt Lipid- und Steroidsynthese, Entgiftung (in Leberzellen) und dient als Calcium-Speicher (in Muskelzellen). Die beiden Formen nicht zu vertauschen ist prüfungsrelevant.
Der Golgi-Apparat ist die Poststelle der Zelle: Hier werden die vom ER gelieferten Proteine modifiziert (vor allem glykosyliert), sortiert und in Vesikel verpackt, die ihre Fracht zur Membran, nach außen oder zu anderen Organellen bringen. ER, Golgi und Vesikel bilden zusammen das Endomembransystem - eine durchgehende Logistikkette von der Synthese bis zur Sekretion.
Für Abbau und Schutz sorgen weitere Vesikel: Lysosomen (in Tierzellen) enthalten saure Verdauungsenzyme und zersetzen Fremdstoffe sowie verbrauchte Organellen; ein Enzymdefekt führt zu Speicherkrankheiten wie Tay-Sachs. Peroxisomen führen oxidative Reaktionen aus und entgiften das dabei entstehende HX2OX2\ce{H2O2}HX2​OX2​ durch Katalase. Die große Vakuole der Pflanzenzelle speichert Stoffe und erzeugt durch Wasseraufnahme den stützenden Turgordruck.
Der Chloroplast ist das photosynthetische Organell der Pflanzenzelle: In der Thylakoidmembran läuft die Lichtreaktion, im umgebenden Stroma der Calvin-Zyklus. Wie das Mitochondrium besitzt er eine Doppelmembran, eigene DNA und 70S-Ribosomen - ein direkter Beleg für seine endosymbiotische Herkunft.
Das Cytoskelett durchzieht die ganze Zelle und gibt ihr Form, Halt und Bewegung: Mikrofilamente aus Aktin treiben Bewegung und Cytokinese an, Mikrotubuli aus Tubulin dienen als Transportschienen und bilden den Spindelapparat, Intermediärfilamente sorgen für mechanische Stabilität. Es wird im eigenen Abschnitt „Cytoskelett und Zellbewegung" ausführlich behandelt.

Vokabeln

→ Kartei
  • Endoplasmatisches RetikulumMembrannetz für Protein- und Lipidsynthese.
  • Golgi-ApparatModifikation, Sortierung und Versand von Proteinen.
  • LysosomSaures Vesikel mit Verdauungsenzymen.
  • CristaEinfaltung der inneren Mitochondrienmembran.
  • ThylakoidMembransystem der Lichtreaktion im Chloroplasten.
  • VakuoleGroßes Speicher- und Druckorganell der Pflanzenzelle.
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Musterbeispiel

Zellfraktionierung - Organellen nach Größe trennen

Ein Zellhomogenat wird in mehreren Schritten zunehmend stärker zentrifugiert (500 g, dann 10 000 g, dann 100 000 g). Ordne Zellkerne, Mitochondrien und Mikrosomen/Ribosomen den Pellets zu und begründe die Reihenfolge.

  1. Schritt 1 - Prinzip

    Bei der differentiellen Zentrifugation sedimentieren große, schwere Bestandteile schon bei kleiner Beschleunigung; kleine, leichte erst bei sehr hoher. Man zentrifugiert stufenweise und hebt jeweils den Überstand ab.

  2. Schritt 2 - 500 g (niedrig)

    Die grössten und dichtesten Strukturen fallen zuerst aus: die Zellkerne bilden das erste Pellet.

  3. Schritt 3 - 10 000 g (mittel)

    Aus dem Überstand sedimentieren nun die Mitochondrien (bei Pflanzen auch Chloroplasten).

  4. Schritt 4 - 100 000 g (hoch)

    Erst jetzt fallen die kleinen Mikrosomen (ER-Bruchstücke) und freien Ribosomen aus.

Ergebnis: Reihenfolge der Pellets: Zellkerne → Mitochondrien → Mikrosomen/Ribosomen. Die differentielle Zentrifugation trennt Organellen nach Größe und Dichte und erlaubt es, ihre Funktion isoliert zu untersuchen.

Schritt-für-Schritt Erklärung3 Schritte
  1. 1

    Stell dir die Zelle als Fabrik vor: Kern = Büro, rER = Werkstatt, Golgi = Versand, Mitochondrium = Kraftwerk.

  2. 2

    Mitochondrien haben zwei Membranen - die innere ist gefaltet, um die Atmungskette aufzunehmen.

    Mitochondrium - Aufbau und Atmungskette

    Mitochondrium: Aufbau und AtmungsketteZelldiagramm, 2 Kompartimente, Daten: äußere Membran, innere Membran (Cristae), Atmungskette, Matrix (Citratzyklus, mtDNA)äußere Membraninnere Membran(Cristae)AtmungsketteMatrix(Citratzyklus, …
    Abb.Äußere und innere Membran (Cristae), Matrix; Atmungskette in innerer Membran, ATP-Synthase.
  3. 3

    Lysosomen sind die Müllabfuhr; ein Defekt führt zu Speicherkrankheiten wie Tay-Sachs.

SRDP-Aufgaben

SelbsttestAus der Fragenbank4 Punkte

Aufgabenstellung

Verfolge das Insulin von der Genablesung bis zur Ausscheidung aus einer Beta-Zelle.

Maturafokus

  • Ordne jedem Organell seine Funktion und seine Membranzahl zu.
  • Verbinde raues ER, Golgi-Apparat und Vesikel zum Sekretionsweg.
  • Nenne die Doppelmembran von Mitochondrium und Chloroplast als Hinweis auf ihre Herkunft.
  • Verbinde Struktur und Funktion: Cristae vergrößern die Fläche der Atmungskette.
  • Erkläre, warum Lysosomen in einem eigenen sauren Kompartiment arbeiten.

Typische Fehler

  • Raues und glattes ER werden in ihrer Funktion vertauscht.
  • Dem Golgi-Apparat wird die Proteinsynthese zugeschrieben.
  • Die Membranzahl der Organellen wird nicht beachtet.
  • Vakuole und Vesikel werden gleichgesetzt.
  • Die Oberflächenvergrößerung durch Cristae bleibt unerwähnt.

§ 02

Aktive Wiederholung

Verfolge ein sekretorisches Protein vom Gen bis zur Sekretion und nenne alle beteiligten Organellen.

Passende Aufgaben üben50 Fragen zum Thema→

Aktiv abrufen

Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: Campbell Biology, Kap. 6.5 Endomembrane System (Pearson)

§ 03
§ 03

Biomembran und Membrantransport#

~4 Min Lesezeit●●○StandardLPBIO-Zell-1.3

Kernpunkte

Jede Zelle muss sich von der Umgebung abgrenzen und zugleich kontrolliert Stoffe austauschen - diese Doppelaufgabe löst die Biomembran. Das Fluid-Mosaic-Modell (Singer und Nicolson, 1972) beschreibt sie als zweidimensionale Flüssigkeit: eine Phospholipid-Doppelschicht, in der Proteine wie Eisberge schwimmen, dazu Cholesterin und Glykolipide (). „Fluid" steht für die laterale Beweglichkeit der Bausteine, „Mosaic" für das bunte Muster der eingelagerten Proteine.

Biomembran - Fluid-Mosaic-Modell

Kanal-Protein Rezeptor Glykoprotein Cholesterin außen innen (Cytoplasma)
Abb. 5Phospholipid-Doppelschicht mit eingelagerten Membranproteinen, Cholesterin und Glykolipid/Glykoprotein-Antennen.
Abb. 5 ↓
Den Aufbau bestimmen die amphiphilen Phospholipide: Ihr hydrophiler Kopf weist zum Wasser, die beiden hydrophoben Fettsäureschwänze nach innen. So ordnen sie sich im Wasser von selbst zur 5-10 nm dünnen Doppelschicht - die hydrophoben Schwänze abzuschirmen ist energetisch günstig. Cholesterin schiebt sich dazwischen und hält die Membran bei Temperaturschwankungen geschmeidig (Fluiditätspuffer).
Die eigentliche Arbeit leisten die Membranproteine: Integrale Proteine durchspannen die Doppelschicht als Kanäle, Carrier oder Rezeptoren, periphere liegen außen oder innen an. Glykoproteine tragen an der Aussenseite Zuckerketten und dienen der Zellerkennung (z. B. den AB0-Blutgruppen) - sie sind die „Antennen" der Zelloberfläche.
Passiver Transport folgt dem Konzentrationsgefälle und kostet keine Energie (): Kleine, lipophile Teilchen diffundieren direkt durch die Doppelschicht, grössere oder geladene nutzen die erleichterte Diffusion durch Kanäle und Carrier. Ein Sonderfall ist die Osmose - die Diffusion von Wasser durch Aquaporine in Richtung der höheren Teilchenkonzentration.

Membrantransport - passiv vs. aktiv

Membrantransport: passiv und aktivZelldiagramm, 6 Kompartimente, Daten: Diffusion, erleichterte Diffusion, aktiver Transport (ATP), Endocytose, passiv (kein ATP), aktiv: gegen GradientDiffusionerleichterteDiffusionaktiver Transport(ATP)Endocytosepassiv (keinATP)aktiv: gegenGradient
Abb. 6Einfache Diffusion, erleichterte Diffusion (Kanal/Carrier), aktiver Transport (ATP), Endo-/Exocytose.
Abb. 6 ↓
Aktiver Transport arbeitet gegen das Gefälle und verbraucht ATP. Das Paradebeispiel ist die NaX+/KX+\ce{Na+/K+}NaX+/KX+-ATPase: Sie pumpt pro Zyklus 3 NaX+\ce{Na+}NaX+ hinaus und 2 KX+\ce{K+}KX+ hinein und baut damit den Ionengradienten auf, der das Ruhemembranpotential trägt (vgl. Nernst-Gleichung, Thema Humanbiologie). Ein Neuron steckt rund ein Viertel seines gesamten ATP in diese eine Pumpe.
Grosse Stoffmengen oder ganze Partikel werden über Vesikel bewegt: Bei der Endocytose schnürt die Membran Material nach innen ab (Phagocytose von Partikeln, Pinocytose von Flüssigkeit, rezeptorvermittelte Aufnahme z. B. von Cholesterin), bei der Exocytose verschmelzen Vesikel mit der Membran und geben ihren Inhalt nach außen ab (z. B. Hormone, Neurotransmitter).
Die Osmose hat unmittelbar sichtbare Folgen: In hypotoner Umgebung strömt Wasser in einen Erythrozyten, er schwillt und platzt (Hämolyse); in hypertoner Umgebung verliert er Wasser und schrumpft zur Stechapfelform (Echinozyt). Deshalb verwendet die Medizin isotone Lösungen (0,9 % NaCl). Pflanzenzellen fangen den Wassereinstrom durch ihre Zellwand ab und werden prall (turgeszent) - der Turgor stützt das ganze Gewebe.

Vokabeln

→ Kartei
  • Flüssig-Mosaik-ModellBewegliche Lipiddoppelschicht mit eingelagerten Proteinen.
  • semipermeabelFür das Lösungsmittel, nicht für den gelösten Stoff durchlässig.
  • OsmoseDiffusion des Lösungsmittels durch eine semipermeable Membran.
  • TurgorInnendruck der Pflanzenzelle gegen die Zellwand.
  • Natrium-Kalium-PumpeAktiver Transporter unter ATP-Verbrauch.
  • EndocytoseAufnahme großer Teilchen durch Membraneinstülpung.

Nernst-Gleichung (Membranpotential)

EIon=R Tz F ln⁡[Ion]außen[Ion]innenE_{\mathrm{Ion}} = \dfrac{R\,T}{z\,F}\,\ln\dfrac{[\mathrm{Ion}]_{\text{außen}}}{[\mathrm{Ion}]_{\text{innen}}}EIon​=zFRT​ln[Ion]innen​[Ion]außen​​

Berechnet die Spannung, bei der Diffusionsdrang und elektrische Anziehung eines Ions einander aufheben. Sie erklärt, warum das Ruhepotential nahe am Gleichgewichtspotential von Kalium liegt: Die Membran ist für K⁺ am durchlässigsten.

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Musterbeispiel

Na+/K+-ATPase - Ladungsbilanz und Ionenfluss

Die NaX+/KX+\ce{Na+/K+}NaX+/KX+-ATPase befördert pro gespaltenem ATP 3 NaX+\ce{Na+}NaX+ aus der Zelle und 2 KX+\ce{K+}KX+ in die Zelle. (a) Welche Nettoladung wird pro Zyklus nach außen transportiert? (b) Ein Neuron besitzt 1⋅1061\cdot 10^{6}1⋅106 solcher Pumpen, die je 100 Zyklen pro Sekunde leisten - wie viele NaX+\ce{Na+}NaX+ verlassen die Zelle pro Sekunde?

  1. Schritt 1 - Ladungsbilanz

    Pro Zyklus gehen 3 positive Ladungen hinaus und 2 herein: netto wird 3−2=13 - 2 = 13−2=1 positive Ladung nach außen verschoben.

  2. Schritt 2 - Folgerung

    Die Pumpe ist daher elektrogen: Sie trägt selbst ein wenig zum negativen Innenpotential bei und erhält den Gradienten, auf dem das Ruhepotential beruht.

  3. Schritt 3 - Ionenfluss berechnen

    3 NaX+×100 s−1×1⋅106=3⋅1083\,\ce{Na+} \times 100\,\mathrm{s^{-1}} \times 1\cdot 10^{6} = 3\cdot 10^{8}3NaX+×100s−1×1⋅106=3⋅108 NaX+\ce{Na+}NaX+ pro Sekunde.

  4. Schritt 4 - Einordnung

    Dieser ständige Pumpaufwand erklärt, warum allein die NaX+/KX+\ce{Na+/K+}NaX+/KX+-ATPase rund ein Viertel des neuronalen ATP-Bedarfs ausmacht.

Ergebnis: Pro Zyklus wird genau eine positive Nettoladung nach außen gebracht (elektrogene Pumpe); das Neuron schleust so etwa 3⋅1083\cdot 10^{8}3⋅108 NaX+\ce{Na+}NaX+ pro Sekunde hinaus.

Schritt-für-Schritt Erklärung3 Schritte
  1. 1

    Die Biomembran ist kein Zaun, sondern ein dynamischer Filter - Lipide flutschen, Proteine schwimmen.

  2. 2

    Passive Transporte folgen dem Konzentrationsgradient, aktive arbeiten dagegen und kosten ATP.

    Membrantransport - passiv vs. aktiv

    Membrantransport: passiv und aktivZelldiagramm, 6 Kompartimente, Daten: Diffusion, erleichterte Diffusion, aktiver Transport (ATP), Endocytose, passiv (kein ATP), aktiv: gegen GradientDiffusionerleichterteDiffusionaktiver Transport(ATP)Endocytosepassiv (keinATP)aktiv: gegenGradient
    Abb.Einfache Diffusion, erleichterte Diffusion (Kanal/Carrier), aktiver Transport (ATP), Endo-/Exocytose.
  3. 3

    Die NaX+/KX+\ce{Na+/K+}NaX+/KX+-Pumpe verbraucht rund 25 % der ATP-Bilanz eines Neurons - im Schlaf wie im Wachen.

SRDP-Aufgaben

SelbsttestAus der Fragenbank4 Punkte

Aufgabenstellung

Erkläre am Beispiel von Erythrozyten, was Osmose ist und welche Folgen ein hypotones bzw. hypertones Aussenmedium hat.

Maturafokus

  • Beschreibe das Flüssig-Mosaik-Modell über Doppelschicht und eingelagerte Proteine.
  • Ordne den Transportarten ihren Energiebedarf zu: Diffusion, erleichtert, aktiv.
  • Erkläre die Osmose als Diffusion des LÖSUNGSMITTELS durch eine semipermeable Membran.
  • Verbinde Cholesterin mit der Regulation der Membranfluidität.
  • Ordne Endo- und Exocytose als Transport großer Teilchen ein.

Typische Fehler

  • Osmose wird als Wanderung des gelösten Stoffes beschrieben.
  • Erleichterte Diffusion wird als aktiver Transport gezählt.
  • Hyper- und hypoton werden vertauscht.
  • Die Membran wird als starre Schicht dargestellt.
  • Die Richtung des Konzentrationsgefälles wird nicht angegeben.

§ 03

Aktive Wiederholung

Erläutere am Beispiel der NaX+/KX+\ce{Na+/K+}NaX+/KX+-ATPase, warum diese Pumpe lebenswichtig ist und wie viel ATP eine Zelle dafür verbraucht.

Passende Aufgaben üben50 Fragen zum Thema→

Aktiv abrufen

Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: Singer S J, Nicolson G L (1972) Science 175:720-731 (Science)

§ 04
§ 04

Zellzyklus, Mitose und Meiose#

~4 Min Lesezeit●●○StandardLPBIO-Zell-1.4

Kernpunkte

Eine Zelle teilt sich nicht spontan, sondern durchläuft einen streng geordneten Zellzyklus (). Die längste Phase ist die Interphase mit drei Abschnitten: G1 (Wachstum und normale Zellarbeit), S (Verdopplung der DNA) und G2 (Vorbereitung der Teilung). Darauf folgt die kurze M-Phase aus Mitose und Cytokinese. An Kontrollpunkten (G1/S und G2/M) prüft die Zelle, ob DNA und Bedingungen in Ordnung sind; das Protein p53 hält als „Wächter des Genoms" den Zyklus bei DNA-Schäden an.

Zellzyklus - G1, S, G2, M

ZellzyklusNetzgraph, G1 (Wachstum) → S (Synthese), S (Synthese) → G2 (Prä-Mitose), G2 (Prä-Mitose) → M (Mitose), M (Mitose) → G1 (Wachstum)G1 (Wachstum)S (Synthese)G2 (Prä-Mitose)M (Mitose)KontrollpunktG1/SKontrollpunktG2/M
Abb. 7Interphase (G1 Wachstum, S DNA-Replikation, G2 Vorbereitung auf die Mitose) und Mitose (M). Kontrollpunkte G1/S und G2/M steuern die Übergänge.
Abb. 7 ↓
Die Mitose verteilt das verdoppelte Erbgut exakt auf zwei Tochterzellen und läuft in vier Phasen ab (Merkwort PMAT, ): In der Prophase kondensieren die Chromosomen und der Spindelapparat bildet sich; in der Metaphase ordnen sie sich in der Äquatorialebene; in der Anaphase ziehen die Spindelfasern die Schwesterchromatiden zu den Polen; in der Telophase entstehen zwei neue Kerne. Ergebnis sind zwei genetisch identische, diploide Zellen - die Grundlage von Wachstum und Geweberegeneration.

Mitose vs. Meiose - Schlüsselphasen

Mitose Prophase Metaphase Anaphase 2 x 2n Meiose Crossing-over Meiose I 4 x n Keimzellen
Abb. 8Mitose: 1 Teilung, 2 diploide Tochterzellen. Meiose: 2 Teilungen, 4 haploide Zellen (Rekombination, Crossing-over).
Abb. 8 ↓
Die Meiose dient der Keimzellbildung und halbiert den Chromosomensatz: Auf eine einzige DNA-Verdopplung folgen zwei Teilungen, sodass aus einer diploiden Zelle vier haploide entstehen. Die Reduktionsteilung (Meiose I) trennt die homologen Chromosomen - hier wird der Satz reduziert; die Aequationsteilung (Meiose II) trennt anschließend die Schwesterchromatiden wie in einer gewöhnlichen Mitose.
Der eigentliche Gewinn der Meiose ist genetische Vielfalt, und sie entsteht aus zwei Quellen: Beim Crossing-over in der Prophase I tauschen homologe Chromosomen an Chiasmata Abschnitte aus und mischen väterliche und mütterliche Allele neu. Hinzu kommt die unabhängige Verteilung der Homologenpaare in der Metaphase I - bei den 23 menschlichen Paaren ergeben sich allein dadurch 223≈8,42^{23} \approx 8{,}4223≈8,4 Millionen Kombinationen. Die Befruchtung verdoppelt diese Vielfalt anschließend noch einmal.
Geht die Trennung schief, entsteht eine Fehlverteilung (Non-Disjunction): Eine Keimzelle erhält ein Chromosom zu viel oder zu wenig, und es resultiert eine Aneuploidie. Bekannte Beispiele sind die Trisomie 21 (Down-Syndrom, drei Exemplare von Chromosom 21) und die Monosomie X (Turner-Syndrom). Solche Fehlverteilungen nehmen mit steigendem mütterlichem Alter zu.
Krebs ist im Kern eine Entgleisung der Zellzykluskontrolle: Werden wachstumsfördernde Gene überaktiv (aktivierte Onkogene) und Bremsen wie p53 ausgeschaltet (inaktivierte Tumorsuppressoren), teilt sich die Zelle ungebremst und ignoriert die Kontrollpunkte. Damit verknüpft dieses Kapitel die Zellteilung mit Genetik und Medizin - die Ursache ist der Defekt der Kontrolle, nicht „zu schnelles Wachstum" an sich.

Vokabeln

→ Kartei
  • InterphaseG1-, S- und G2-Phase zwischen zwei Teilungen.
  • S-PhaseVerdopplung der DNA.
  • Crossing-overStückaustausch zwischen homologen Chromosomen.
  • ReduktionsteilungMeiose I; Halbierung des Chromosomensatzes.
  • SchwesterchromatidIdentische Kopie eines Chromatids nach der Replikation.
  • KontrollpunktPrüfstelle, die den Zellzyklus anhalten kann.
Musterbeispiel

Chromosomen und Chromatiden durch die Teilungen zählen

Eine Tierzelle hat den diploiden Satz 2n=82n = 82n=8. Gib die Zahl der Chromosomen und der Chromatiden (DNA-Doppelstränge) an: (a) in G1, (b) nach der S-Phase, (c) in der Anaphase der Mitose, (d) nach Meiose I, (e) nach Meiose II.

  1. 01Grundregel

    Gezählt wird nach Centromeren: Ein Chromosom hat ein oder zwei Chromatiden. Die S-Phase verdoppelt die Chromatiden, nicht die Chromosomenzahl.

  2. 02(a) G1

    8 Chromosomen mit je 1 Chromatid → 8 Chromosomen, 8 Chromatiden.

  3. 03(b) nach S-Phase

    8 Chromosomen mit je 2 Schwesterchromatiden → 8 Chromosomen, 16 Chromatiden.

  4. 04(c) Mitose-Anaphase

    Die Schwesterchromatiden trennen sich und zählen je als eigenes Chromosom: vorübergehend 16 Chromosomen, 16 Chromatiden (8 pro Pol).

  5. 05(d) nach Meiose I

    Die Homologen wurden getrennt → 4 Chromosomen mit je 2 Chromatiden = 4 Chromosomen, 8 Chromatiden (haploid).

  6. 06(e) nach Meiose II

    Die Chromatiden wurden getrennt → 4 Chromosomen mit je 1 Chromatid = 4 Chromosomen, 4 Chromatiden.

Ergebnis: Die Mitose hält die Chromosomenzahl konstant (2n=82n = 82n=8), die Meiose halbiert sie (n=4n = 4n=4). Die S-Phase ändert nur die Chromatiden-, nie die Chromosomenzahl - ein häufiger Stolperstein.

Schritt-für-Schritt Erklärung3 Schritte
  1. 1

    Der Zellzyklus ist wie eine Choreografie - jede Phase hat ihr Zeitfenster, Checkpoints stoppen bei Fehlern.

    Zellzyklus - G1, S, G2, M

    ZellzyklusNetzgraph, G1 (Wachstum) → S (Synthese), S (Synthese) → G2 (Prä-Mitose), G2 (Prä-Mitose) → M (Mitose), M (Mitose) → G1 (Wachstum)G1 (Wachstum)S (Synthese)G2 (Prä-Mitose)M (Mitose)KontrollpunktG1/SKontrollpunktG2/M
    Abb.Interphase (G1 Wachstum, S DNA-Replikation, G2 Vorbereitung auf die Mitose) und Mitose (M). Kontrollpunkte G1/S und G2/M steuern die Übergänge.
  2. 2

    Mitose macht identische Kopien, Meiose mischt Karten neu für die nächste Generation.

  3. 3

    Wenn p53 versagt, können geschädigte Zellen weiterteilen - das ist eine zentrale Wurzel des Krebses.

SRDP-Aufgaben

SelbsttestAus der Fragenbank4 Punkte

Aufgabenstellung

Vergleiche Mitose und Meiose und erläutere, welche Bedeutung die Meiose für die genetische Variabilität hat.

Maturafokus

  • Ordne dem Zellzyklus seine Phasen zu: G1, S, G2, Mitose.
  • Nenne die Mitosephasen in der richtigen Reihenfolge mit ihrem Kennzeichen.
  • Vergleiche Mitose und Meiose nach Zellzahl, Chromosomensatz und Zweck.
  • Nenne die drei Quellen der Rekombination in der Meiose.
  • Verbinde die Kontrollpunkte des Zellzyklus mit der Entstehung von Tumoren.

Typische Fehler

  • Meiose I und Meiose II werden in ihrer Trennung vertauscht.
  • Der Chromosomensatz nach der Mitose wird als halbiert angegeben.
  • Chromatid und Chromosom werden gleichgesetzt.
  • Das Crossing-over wird der Meiose II zugeschrieben.
  • Die S-Phase wird als Teil der Mitose beschrieben.

§ 04

Aktive Wiederholung

Erkläre, warum Meiose für genetische Vielfalt sorgt - mit Bezug auf Crossing-over und Rekombinationsraten.

Passende Aufgaben üben50 Fragen zum Thema→

Aktiv abrufen

Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: Nature Reviews - Cell cycle checkpoints (Nature Reviews Molecular Cell Biology)

§ 05
§ 05

Zellkern, Chromatin und Chromosomen#

~3 Min Lesezeit●●○StandardLPBIO-Zell-1.2

Eukaryotische Tierzelle - Übersicht

Eukaryotische TierzelleZelldiagramm, 5 Kompartimente, Daten: Plasmamembran, Zellkern, Mitochondrium, Mitochondrium, Golgi-Apparat, Nucleolus, rER (Ribosomen), LysosomPlasmamembranZellkernMitochondriumMitochondriumGolgi-ApparatNucleolusrER (Ribosomen)Lysosom
Abb. 10Plasmamembran, Zellkern, Mitochondrien, Endoplasmatisches Retikulum, Golgi, Ribosomen, Lysosom, Cytoskelett.

Kernpunkte

Der Zellkern ist das grösste Organell und die Steuerzentrale der Eukaryotenzelle: Er verwahrt das Erbgut und bestimmt von dort aus, welche Gene abgelesen werden - und steuert so den gesamten Stoffwechsel. Umgeben ist er von einer doppelten Kernhülle, die in das Endoplasmatische Retikulum übergeht und von zahlreichen Kernporen durchbrochen wird.
Die Kernporen sind selektive Schleusen: Sie lassen Ionen und kleine Moleküle frei passieren, kontrollieren aber den Transport großer Frachten genau - mRNA und Ribosomenuntereinheiten hinaus ins Cytoplasma, Proteine wie Polymerasen und Histone hinein. So bleibt die räumliche Trennung von Transkription (im Kern) und Translation (im Cytoplasma) gewahrt.
Im Inneren fällt der Nucleolus als dichte Region auf. Hier liegen die Gene für die ribosomale RNA; die rRNA wird synthetisiert und mit Proteinen zu den Untereinheiten der Ribosomen vormontiert, die anschließend durch die Kernporen exportiert werden. Ein großer, prominenter Nucleolus verrät eine Zelle mit hoher Proteinsynthese.
Das Erbgut liegt nicht nackt vor, sondern als Chromatin - ein Komplex aus DNA und basischen Histon-Proteinen. Die Verpackung ist hierarchisch (): Der DNA-Faden wickelt sich um Histonoktamere zu Nucleosomen (der „Perlenkette"), diese spiralisieren zur 30-nm-Faser, die sich zu Schleifendomänen und schließlich zum kompakten Metaphasechromosom auffaltet.

Verpackungsebenen der DNA

Verpackungsebenen der DNANetzgraph, DNA-Doppelhelix (2 nm) → Nucleosom (11 nm), Nucleosom (11 nm) → 30-nm-Faser, 30-nm-Faser → Schleifendomänen, Schleifendomänen → MetaphasechromosomDNA-Doppelhelix(2 nm)Nucleosom (11nm)30-nm-FaserSchleifendomänenMetaphasechromosom+HistoneSpiralisierungSchleifenKondensation
Abb. 9Von der Doppelhelix über das Nucleosom und die 30-nm-Faser bis zum kondensierten Metaphasechromosom - jede Stufe verkürzt den Faden weiter.
Abb. 9 ↓
Diese Verpackung ist zugleich ein Regulationsschalter: Locker gepacktes Euchromatin ist zugänglich und kann transkribiert werden, dicht kondensiertes Heterochromatin ist stillgelegt. Über das Auf- und Zupacken steuert die Zelle also, welche Gene aktiv sind - die strukturelle Grundlage der Genregulation (Thema Genetik).
Ein teilungsbereites Chromosom besteht aus zwei identischen Schwesterchromatiden, die am Centromer zusammenhängen; an den Enden schützen Telomere vor Abbau und Verklebung. Chromatin und Chromosom sind dabei nicht zwei verschiedene Moleküle, sondern zwei Verpackungszustände derselben DNA - ein häufig verwechselter Punkt.
Der Mensch besitzt einen Karyotyp von 46 Chromosomen, also 23 Paaren: 22 Autosomenpaare und ein Gonosomenpaar, das mit XX (weiblich) oder XY (männlich) das Geschlecht festlegt. Dieser Karyotyp ist die Brücke zur klassischen Genetik, in der die Verteilung eben dieser Chromosomen die Vererbung von Merkmalen bestimmt.

Vokabeln

→ Kartei
  • NukleosomDNA-Abschnitt um einen Histon-Oktamer gewickelt.
  • HistonBasisches Verpackungsprotein der DNA.
  • EuchromatinLocker gepacktes, transkriptionsaktives Chromatin.
  • HeterochromatinDicht gepacktes, weitgehend inaktives Chromatin.
  • NucleolusKernkörperchen; Ort der Ribosomenuntereinheitenbildung.
  • KaryogrammGeordnete Darstellung aller Chromosomen einer Zelle.
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Musterbeispiel

Verpackungsgrad der DNA im Zellkern

Die gesamte DNA einer menschlichen Zelle ist ausgestreckt rund 2 m lang. Der Zellkern hat einen Durchmesser von etwa 6 µm. Um welchen Faktor muss die DNA verpackt werden, damit sie hineinpasst?

  1. Schritt 1 - Einheiten angleichen

    2 m=2⋅106 μm2\,\mathrm{m} = 2\cdot 10^{6}\,\mathrm{\mu m}2m=2⋅106μm; der Kerndurchmesser ist ≈6 μm\approx 6\,\mathrm{\mu m}≈6μm.

  2. Schritt 2 - Faktor abschätzen

    2⋅106 μm6 μm≈3,3⋅105\dfrac{2\cdot 10^{6}\,\mathrm{\mu m}}{6\,\mathrm{\mu m}} \approx 3{,}3\cdot 10^{5}6μm2⋅106μm​≈3,3⋅105.

  3. Schritt 3 - Interpretation

    Die DNA muss etwa hunderttausendfach kompaktiert werden - das leisten die Verpackungsebenen vom Nucleosom über die 30-nm-Faser bis zum Metaphasechromosom (Abb. 9).

  4. Schritt 4 - Plausibilität

    Schon ein einzelnes Chromosom verkürzt sich von mehreren Zentimetern DNA auf wenige µm; nur so passt der gesamte Bauplan in den winzigen Kern.

Ergebnis: Es ist eine etwa 3⋅1053\cdot 10^{5}3⋅105-fache Verpackung nötig; die hierarchische Histon-Verpackung macht sie möglich, ohne die Information unlesbar zu machen.

Schritt-für-Schritt Erklärung2 Schritte
  1. 1

    Zwei Meter DNA passen in einen Kern von wenigen Mikrometern - dank cleverer Histon-Verpackung.

  2. 2

    Locker gepacktes Euchromatin wird abgelesen, dicht gepacktes Heterochromatin schweigt.

Maturafokus

  • Beschreibe die Verpackungsebenen von der DNA über das Nukleosom bis zum Metaphasechromosom.
  • Unterscheide Euchromatin und Heterochromatin nach Verdichtung und Aktivität.
  • Ordne dem Zellkern seine Bestandteile zu: Hülle, Poren, Nucleolus.
  • Nenne die Funktion des Nucleolus für die Ribosomenbildung.
  • Erkläre die Chromosomenzahl des Menschen mit dem Unterschied haploid/diploid.

Typische Fehler

  • Chromatin und Chromosom werden für verschiedene Stoffe gehalten.
  • Euchromatin und Heterochromatin werden vertauscht.
  • Die Kernhülle wird als einfache Membran beschrieben.
  • Dem Nucleolus wird die DNA-Replikation zugeschrieben.
  • Haploid und diploid werden vermengt.

§ 05

Aktive Wiederholung

Beschreibe die Verpackung der DNA vom Doppelstrang bis zum kondensierten Chromosom in geordneten Schritten.

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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

§ 06
§ 06

Cytoskelett und Zellbewegung#

~3 Min Lesezeit●●○StandardLPBIO-Zell-1.2

Kernpunkte

Anders als ein totes Stützgerüst ist das Cytoskelett ein dynamisches Netzwerk, das ständig auf- und abgebaut wird. Es gibt der Zelle Form, hält Organellen an Ort und Stelle, transportiert Fracht und ermöglicht Bewegung. Aufgebaut ist es aus drei Faserarten, die sich in Baustein, Durchmesser und Aufgabe unterscheiden (): Mikrofilamenten, Intermediärfilamenten und Mikrotubuli.

Die drei Komponenten des Cytoskeletts

Komponenten des CytoskelettsTabelle mit 4 Spalten und 3 Zeilen, Daten: Fasertyp · Baustein · Durchmesser · Hauptfunktion; Mikrofilament · Aktin · ~7 nm · Bewegung, Cytokinese; Intermediärfilament · z. B. Keratin · ~10 nm · mechanische Stabilität; Mikrotubulus · Tubulin · ~25 nm · Transport, SpindelapparatFasertypBausteinDurchmesserHauptfunktionMikrofilamentAktin~7 nmBewegung, CytokineseIntermediärfilamentz. B. Keratin~10 nmmechanische StabilitätMikrotubulusTubulin~25 nmTransport, Spindelapparat
Abb. 11Mikrofilamente, Intermediärfilamente und Mikrotubuli unterscheiden sich in Baustein, Durchmesser und Funktion.
Abb. 11 ↓
Mikrotubuli sind die dicksten Fasern (etwa 25 nm), röhrenförmig und aus Tubulin aufgebaut. Sie bilden den Spindelapparat der Mitose, das Innengerüst von Zilien und Geisseln und dienen als „Schienen", auf denen die Motorproteine Kinesin und Dynein Vesikel und Organellen durch die Zelle ziehen.
Mikrofilamente aus Aktin sind mit rund 7 nm die dünnsten Fasern. Sie ermöglichen die Muskelkontraktion (im Zusammenspiel mit Myosin), die amoeboide Kriechbewegung und die Cytokinese - der kontraktile Aktinring schnürt am Ende der Mitose das Cytoplasma in zwei Hälften.
Intermediärfilamente liegen mit etwa 10 nm dazwischen und sind die zugfestesten Elemente. Sie verankern den Zellkern, stabilisieren Zellkontakte und nehmen mechanische Zugkräfte auf - in der Haut sorgt das Intermediärfilament Keratin für die nötige Reissfestigkeit.
Zilien und Geisseln zeigen einen charakteristischen Querschnitt: neun Mikrotubuli-Dubletten ringförmig um ein zentrales Paar (die 9+2-Anordnung). Sie schlagen rhythmisch und bewegen entweder die Flüssigkeit über einer feststehenden Zelle (das Flimmerepithel der Atemwege transportiert so den Schleim) oder die Zelle selbst (die Geissel der Spermien).
Benachbarte Zellen sind über spezialisierte Zellkontakte verbunden, die mit dem Cytoskelett verzahnt sind: Tight Junctions dichten den Zellzwischenraum ab, Desmosomen verklammern Zellen mechanisch (an Intermediärfilamente gekoppelt), und Gap Junctions sind Kanäle für den direkten Stoff- und Signalaustausch. Bei Pflanzen übernehmen Plasmodesmen die Verbindung durch die Zellwände.
In der Summe ist das Cytoskelett Skelett, Muskel und Straßennetz der Zelle in einem: Es gibt Form (Stabilität), bewegt Fracht (Transport), zieht in der Mitose die Chromosomen auseinander (Teilung) und treibt gerichtete Bewegung an. Seine ständige Umbaubarkeit ist dabei kein Nachteil, sondern die Voraussetzung für all diese Aufgaben.

Vokabeln

→ Kartei
  • MikrotubulusRöhre aus Tubulin; Schienen für den Transport.
  • ActinfilamentDünnstes Filament; Zellform und Bewegung.
  • IntermediärfilamentZugfestes Filament für mechanische Stabilität.
  • MotorproteinProtein, das entlang eines Filaments Lasten zieht.
  • ZentrosomOrganisationszentrum der Mikrotubuli.
  • Axonem9+2-Anordnung der Mikrotubuli in Cilien und Geißeln.
Musterbeispiel

Spindelgifte - Wirkung auf die Mitose vorhersagen

Colchicin hemmt den Aufbau der Mikrotubuli, Taxol blockiert dagegen ihren Abbau. Erkläre, warum beide Stoffe die Mitose anhalten, und nenne eine medizinische Anwendung.

  1. Schritt 1 - Funktion der Mikrotubuli

    Sie bilden den Spindelapparat, der in der Metaphase die Chromosomen ordnet und in der Anaphase die Schwesterchromatiden zu den Polen zieht. Dafür müssen sie sich dynamisch auf- und abbauen können.

  2. Schritt 2 - Colchicin

    Verhindert die Polymerisation: Ohne Spindel können sich die Chromosomen nicht anordnen - der Spindelkontrollpunkt stoppt den Zyklus in der Metaphase.

  3. Schritt 3 - Taxol

    Stabilisiert die Mikrotubuli so stark, dass sie sich nicht mehr abbauen können - die zum Auseinanderziehen nötige Dynamik fehlt, die Teilung bleibt ebenfalls stehen.

  4. Schritt 4 - Gemeinsamkeit

    Beide Stoffe stören die nötige Dynamik der Mikrotubuli und arretieren die Zelle am Spindelkontrollpunkt - egal ob durch Hemmung des Auf- oder des Abbaus.

Ergebnis: Beide Gifte legen die Mitosespindel lahm. Weil Tumorzellen sich besonders häufig teilen, werden Taxol und verwandte Stoffe als Chemotherapeutika (Zytostatika) eingesetzt.

Schritt-für-Schritt Erklärung2 Schritte
  1. 1

    Das Cytoskelett ist Skelett, Muskel und Straßennetz der Zelle in einem.

  2. 2

    Mikrotubuli ziehen in der Mitose die Chromosomen auseinander - dieselben Röhren treiben den Wimpernschlag an.

Maturafokus

  • Ordne die drei Filamenttypen ihrer Dicke und Funktion zu.
  • Verbinde Mikrotubuli mit dem Spindelapparat und dem Vesikeltransport.
  • Erkläre den Aufbau von Cilien und Geißeln über das 9+2-Muster.
  • Nenne Motorproteine und die Richtung, in die sie sich bewegen.
  • Verbinde Actinfilamente mit der Zellwanderung und der Muskelkontraktion.

Typische Fehler

  • Die Filamenttypen werden in ihrer Dicke vertauscht.
  • Cilien und Geißeln der Bakterien werden mit denen der Eukaryoten gleichgesetzt.
  • Motorproteine werden ohne Richtungsangabe genannt.
  • Dem Cytoskelett wird nur eine Stützfunktion zugeschrieben.
  • Das 9+2-Muster wird falsch wiedergegeben.

§ 06

Aktive Wiederholung

Erläutere, wie das Cytoskelett an Mitose und Zellbewegung beteiligt ist.

Passende Aufgaben üben50 Fragen zum Thema→

Aktiv abrufen

Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Stand 06/2026 · Vollständige Fassung über den Tiefenregler — gleiche Stelle, gleiche Anker

Inhalt

Abschnitt -- / 06

    • 01Pro- vs. Eukaryoten und Zelltheorie○
    • 02Zellorganellen und ihre Funktionen◐
    • 03Biomembran und Membrantransport◐
    • 04Zellzyklus, Mitose und Meiose◐
    • 05Zellkern, Chromatin und Chromosomen◐
    • 06Cytoskelett und Zellbewegung◐

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Aus den Notizen ins Training

Zell- und Molekularbiologie (BIO-Zell)

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Beispielfrage

Erläutere die Endosymbiontentheorie und nenne mindestens drei Belege.

5 BE · 2023

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Belege & Quellen

Quellen

Pearson

  • Campbell Biology, Kap. 6 Tour of the Cell

OpenStax

  • OpenStax Biology 2e, Kap. 4 Cell Structure

Science

  • Singer S J, Nicolson G L (1972) Science 175:720-731

Nature Reviews Molecular Cell Biology

  • Nature Reviews - Cell cycle checkpoints

Siehe auch

  • Biochemie und Stoffwechsel (BIO-Bio)Die Organellen sind die Reaktionsräume, in denen die Stoffwechselwege ablaufen.
  • Genetik und Molekulargenetik (BIO-Gen)Zellkern, Chromatin und Meiose sind die zelluläre Seite der Vererbung.
  • Mikrobiologie und Pilze (BIO-Mik)Der Bau der Prokaryotenzelle ist der Ansatzpunkt jedes Antibiotikums.

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