Aufgabenstellung
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Alkane, Alkene, Alkine, Aromaten; IUPAC-Nomenklatur; Isomerie (Struktur-, Stereo-, cis/trans); Reaktionstypen Substitution, Addition, Eliminierung.
6 Abschnitte~26 Min Lesezeit3 KompetenzenStand 06/2026
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6 Abschnitte30 Merksätze8 Formeln30 Fehlerwarnungen
Siedepunkte der n-Alkane
Vokabeln
→ KarteiSummenformel gesättigte Alkane
ist die Zahl der Kohlenstoffatome; jedes zusätzliche C-Atom bringt zwei H-Atome mit. Die Formel gilt nur für offenkettige gesättigte Kohlenwasserstoffe - ein Ring hat wegen des Ringschlusses zwei H weniger.
Vollständige Verbrennung Methan
Bei ausreichendem Sauerstoff entstehen ausschließlich Kohlenstoffdioxid und Wasser; heißt exotherm - Methan liefert rund 890 kJ je Mol. Bei Sauerstoffmangel entsteht stattdessen Kohlenstoffmonoxid oder Ruß.
Stelle die ausgeglichene Gleichung für die vollständige Verbrennung von Propan () auf.
.
3 C-Atome auf der linken Seite: .
8 H-Atome -> 4 : .
Rechts: O-Atome, also links.
Ergebnis: Ausgeglichene Gleichung: (exotherm, ).
Zeichne alle Struktur-Isomere von Pentan () und benenne sie.
gerade Kette .
iso-Pentan; .
neo-Pentan; .
n-Pentan 36 °C, iso-Pentan 28, neo-Pentan 10. Mehr Verzweigung -> kompakter, weniger Vdw-Kontaktflaeche -> niedrigerer Sdp.
Ergebnis: Drei Strukturisomere mit Sdp-Reihenfolge n > iso > neo.
Methan, Ethan, Propan - die ersten zehn Alkane bilden das Rückgrat der organischen Chemie.
IUPAC-Nomenklatur ist wie eine Adresse: längste Straße als Hauptkette, niedrigste Hausnummern als Lokanten.
Mehr Verzweigung heißt kompakter, daher weniger Berührungsfläche - niedrigerer Schmelzpunkt.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Benenne nach IUPAC die Verbindung mit der Strukturformel und gib die Summenformel an.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: IUPAC Nomenclature of Organic Chemistry (Recommendations 2013) (IUPAC)
Hybridorbitale - sp, sp2, sp3
Benzol - Resonanzstrukturen und delokalisierte Pi-Wolke
Vokabeln
→ KarteiBromaddition an Ethen
Das unpolare Brommolekül wird von der π-Elektronenwolke polarisiert und addiert in zwei Schritten an die Doppelbindung; es entsteht 1,2-Dibromethan. Weil dabei die braune Farbe des Broms verschwindet, dient die Reaktion als Nachweis für Mehrfachbindungen.
Elektrophile aromatische Substitution
ist der Katalysator: Es polarisiert das Brommolekül so stark, dass ein angreifendes Elektrophil entsteht. Ersetzt wird ein Wasserstoffatom des Rings; der austretende Wasserstoff bildet mit dem zweiten Bromatom , und das aromatische System bleibt erhalten.
Welches Produkt entsteht bei der Addition von an 2-Methylpropen?
.
H geht an das C mit mehr H-Atomen (), Br an das C mit mehr Substituenten (das tertiäre C).
= tert-Butylbromid (2-Brom-2-methylpropan).
Ergebnis: Hauptprodukt ist tert-Butylbromid - das Carbokation-Zwischenprodukt am tertiären C ist am stabilsten.
Alkene und Alkine sind reaktiv - die Pi-Bindung ist eine Energiequelle für Additionen.
Benzol ist die ruhige Schwester - die delokalisierte Pi-Wolke ist so stabil, dass Substitution bevorzugt wird.
Benzol - Resonanzstrukturen und delokalisierte Pi-Wolke
Bei Doppelbindungen denke an cis/trans - eine kleine Geometrieänderung mit großem Effekt auf Eigenschaften.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Zeichne die Reaktionsprodukte der Bromaddition an (a) Ethen und (b) Benzol und erläutere den Unterschied.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: OpenStax Chemistry 2e Kap. 20 Organic Chemistry (OpenStax)
Aminosäure - Grundgerüst und Zwitterion
Vokabeln
→ KarteiAnzahl Stereoisomere
ist die Zahl der Stereozentren im Molekül. Der Wert ist eine OBERGRENZE: Moleküle mit einer inneren Spiegelebene (meso-Formen) besitzen weniger Stereoisomere, weil zwei Spiegelbilder dort identisch werden.
Erläutere die Chiralität von Milchsäure () und nenne ein Beispiel für ihre biologische Bedeutung.
Mittleres C-Atom hat 4 verschiedene Substituenten: H, OH, , .
(R)- und (S)-Milchsäure (früher: D- und L-Form).
L-Milchsäure entsteht im Muskel bei anaerober Glykolyse; D-Milchsäure wird durch Milchsäurebakterien in Sauerkraut produziert.
Ergebnis: Lebende Systeme produzieren meist nur eines der Enantiomere - eine Folge der enantioselektiven Enzyme.
Stereoisomere sind die kleinsten Geschwister mit großer Wirkung - gleiche Verknüpfung, andere Raumform.
Ein asymmetrisches C-Atom mit vier verschiedenen Substituenten erzeugt zwei Enantiomere - wie linke und rechte Hand.
In der Biologie zählt die Form - Enzyme erkennen meist nur eines der Enantiomere.
Aminosäure - Grundgerüst und Zwitterion
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Hat 2-Brombutan ein asymmetrisches C-Atom? Wenn ja, identifiziere es und gib die beiden Enantiomere an.
Passende Aufgaben üben50 Fragen zum Thema
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: IUPAC CIP-Regeln (R/S-Nomenklatur) (IUPAC)
Benzol - Resonanzstrukturen und delokalisierte Pi-Wolke
Vokabeln
→ KarteiRadikalische Substitution - Start und Wachstum
steht für die Lichtenergie, die das Chlormolekül homolytisch spaltet; der hochgestellte Punkt kennzeichnet das ungepaarte Elektron eines Radikals. In der Fortpflanzung entsteht mit jedem Schritt ein neues Radikal, sodass die Kette weiterläuft, bis zwei Radikale einander treffen.
Bestimme das Hauptprodukt der Addition von an Propen () und begründe mit der Markownikow-Regel.
Propen besitzt die Doppelbindung zwischen C1 und C2; C1 trägt zwei H, C2 trägt ein H.
Das Proton geht an das H-reichere C1; das Bromid an C2. Begründung: das entstehende sekundäre Carbokation (an C2) ist stabiler als das primaere.
Hauptprodukt ist 2-Brompropan ().
Ergebnis: 2-Brompropan überwiegt; die Regiochemie folgt aus der Stabilität des sekundären Carbokations. Bezug: Abschnitt "Alkene, Alkine, Aromaten".
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
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Erläutere den Mechanismus der radikalischen Substitution von Methan mit Chlor in den drei Phasen und gib je eine Gleichung an.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: OpenStax Chemistry 2e, Kap. 20 "Organic Chemistry" (OpenStax)
Erdölfraktionen nach Kettenlänge
Vokabeln
→ KarteiBeispiel einer Crack-Reaktion (Alkan -> Alkan + Alken)
Ein langkettiges Alkan zerfällt in ein kürzeres Alkan und ein Alken. Das Alken muss zwingend entstehen: Für zwei gesättigte Bruchstücke reichen die vorhandenen Wasserstoffatome nicht aus.
Ordne Pentan, Decan und Octadecan nach steigendem Siedepunkt und gib eine mögliche Crack-Gleichung für Decan () an.
Mit zunehmender Kettenlänge steigen die London-Kräfte: Pentan () < Decan () < Octadecan ().
Eine mögliche Spaltung: (Alkan + Alken).
Das Alken () dient als Monomer-Rohstoff; das Alkan () erhöht die Benzinausbeute.
Ergebnis: Siedereihe Pentan < Decan < Octadecan; Crack-Produkte Alkan + Alken. Querverweis: Thema "Organische Chemie - funktionelle Gruppen" (Polymere aus Alkenen).
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
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Erkläre, warum im Destillationsturm Benzin oben und Bitumen unten gewonnen wird, und beurteile, warum lange Fraktionen gecrackt werden.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: OpenStax Chemistry 2e, Kap. 20 "Hydrocarbons" (OpenStax)
Vokabeln
→ KarteiAufbau eines IUPAC-Namens
Die Reihenfolge ist fest: Präfixe für die Substituenten (alphabetisch, jeweils mit Lokant), dann der Stammname nach der C-Zahl der Hauptkette, dann das Suffix der höchstrangigen funktionellen Gruppe mit ihrem Lokanten.
Benenne nach IUPAC.
Wichtigste Gruppe ist die OH-Gruppe (Alkohol, Suffix -ol). Längste Kette mit OH umfasst 4 C-Atome -> Butan-Gerüst.
Vom OH-naehesten Ende zählen: C1 trägt OH, an C3 sitzt eine Methylgruppe.
Substituent 3-Methyl, Stamm Butan, Suffix -1-ol -> 3-Methylbutan-1-ol.
Ergebnis: 3-Methylbutan-1-ol. Vertiefung im Abschnitt "Alkohole, Phenole, Ether".
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Benenne die Verbindung nach IUPAC und begründe Hauptkette und Bezifferung.
Passende Aufgaben üben50 Fragen zum Thema
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Quellen: IUPAC Recommendations - Nomenclature of Organic Chemistry (IUPAC)
Stand 06/2026Vollständige Fassung über den Tiefenregler — gleiche Stelle, gleiche Anker
Belege & Quellen
Siehe auch