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Notizen/Englisch/Language in Use - Word Formation, Open/Banked Cloze, Multiple Choice, Editing
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Language in Use - Word Formation, Open/Banked Cloze, Multiple Choice, Editing

SRDP-Aufgabentypen für Language in Use: Word Formation, Open Cloze, Banked Cloze, Multiple Choice Cloze, Editing - mit Wortfamilien, Präpositionen, Kollokationen und systematischer Fehlerliste.

6 Abschnitte·~22 Min Lesezeit·3 Kompetenzen·Stand 06/2026

T·0444 / 13
Prüfungsprofil
AHS-LIU-1 · Sprache im Kontext anwenden - Grammatik und WortbildungAHS-LIU-2 · Sprache im Kontext - Kollokationen und PräpositionenCEFR-B2-LIU · B2 Range/Accuracy - sicherer Umgang mit komplexen Strukturen und Wortschatz
Tiefe

Lesetiefe: Vertiefung

Schrift

Schriftgröße: Standard · Zeilenabstand: Kompakt

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Inhalt · 6 Abschnitte▾
  1. Language in Use - Word Formation, Open/Banked Cloze, Multiple Choice, Editing
    • 01Word Formation - Wortbildung systematisch◐
    • 02Open Cloze - freie Lückenergänzung im Kontext◐
    • 03Banked Cloze - kontextueller Wortschatz◐
    • 04Multiple Choice Cloze - 4 Optionen pro Lücke◐
    • 05Editing / Proofreading - Fehler identifizieren und korrigieren●
    • 06Kollokationen und Präpositionen - die häufigsten LinU-Stolpersteine◐

6 Abschnitte · 33 Merksätze · 0 Formeln · 31 Fehlerwarnungen

§ 01
§ 01

Word Formation - Wortbildung systematisch#

~4 Min Lesezeit●●○StandardLPE-LIU-Word-1.1

Kernpunkte

Word Formation verlangt, eine vorgegebene Wurzel in die vom Kontext geforderte Form zu bringen — aus success wird je nach Satz successful, successfully oder unsuccessful. Geprüft wird damit dreierlei zugleich: ob Sie die gesuchte Wortart erkennen, ob Sie das passende Affix kennen und ob Sie die Rechtschreibung der Ableitung beherrschen. ordnet den Aufgabentyp ein.

Word-Formation - Stamm + Prefix + Suffix

Word Formation - AffixeTabelle mit 3 Spalten und 6 Zeilen, Daten: Affix · Wirkung · Beispiel; un- · Negation · unsuccessful; mis-/over- · falsch / zu viel · misjudge, overuse; -tion/-ity · bildet Nomen · ability, action; -ful/-less · bildet Adjektiv · successful; -ise/-ize · bildet Verb · modernise; -ly · bildet Adverb · successfullyAffixWirkungBeispielun-Negationunsuccessfulmis-/over-falsch / zu vielmisjudge, overuse−tion/−itybildet Nomenability, action−ful/−lessbildet Adjektivsuccessful−ise/−izebildet Verbmodernise−lybildet Adverbsuccessfully
Abb. 1Wortbildung am Stamm: Prefixe ändern die Bedeutung (un-, mis-, over-, under-), Suffixe die Wortart (-tion -> Nomen, -ful -> Adjektiv, -ise -> Verb, -ly -> Adverb). Beispielfamilie: success -> successful -> unsuccessful -> successfully.
Abb. 1 ↓
Beginnen Sie immer bei der Wortart, nie beim Affix. Die Lücke steht vor einem Substantiv, also braucht sie ein Adjektiv; sie folgt auf einen Artikel, also braucht sie ein Substantiv; sie modifiziert ein Verb, also ein Adverb. Erst wenn die Wortart feststeht, ist die Auswahl an Suffixen klein genug, um sicher zu entscheiden.
Die Suffixe legen die Wortklasse fest und lassen sich in drei Gruppen lernen: Substantive auf -tion, -sion, -ity, -ness, -ment, -ence und -ance; Adjektive auf -al, -ous, -ful, -less, -able, -ible und -ive; Adverbien auf -ly; Verben auf -ise, -ize, -en und -ify. Präfixe ändern dagegen die Bedeutung, nicht die Wortart: un-, in-, im-, il-, ir-, dis-, mis-, over-, under-, re-.
Die Wahl des negierenden Präfixes folgt dem Anlaut und ist damit vorhersagbar: im- vor p, b und m wie in impossible und imbalance, il- vor l wie in illegal, ir- vor r wie in irregular, in- sonst wie in inaccurate. Diese Regel erspart das Einzelfallraten in der Prüfung.
Die Rechtschreibänderungen sind die eigentliche Fehlerquelle. Konsonant plus y wird vor den meisten Suffixen zu i — happy wird happiness, beauty wird beautiful —, bleibt aber vor -ing erhalten, weshalb es studying und carrying heißt. Ein stummes e fällt vor vokalisch anlautenden Suffixen weg: move wird moving, aber careful behält sein e. Der Endkonsonant verdoppelt sich, wenn die letzte Silbe betont ist und auf einen einzelnen Vokal folgt: run wird runner, aber visit wird visiting.
Einige Paare unterscheiden Substantiv und Verb nur durch einen Buchstaben und werden regelmäßig verwechselt: advice ist das Substantiv, advise das Verb; im britischen Englisch gilt dasselbe für practice und practise sowie licence und licentiate. Prüfen Sie hier zusätzlich, ob der Satz ein Verb oder ein Substantiv verlangt — die Aussprache verrät den Unterschied, die Schreibung entscheidet den Punkt.

Vokabeln

→ Kartei
  • affix/ˈæfɪks/Oberbegriff für Präfix und Suffix.
  • prefix/ˈpriːfɪks/Vorsilbe; ändert die Bedeutung, nicht die Wortart (un-, dis-, over-).
  • suffix/ˈsʌfɪks/Nachsilbe; legt die Wortart fest (-ment, -ous, -ly).
  • derivation/ˌderɪˈveɪʃn/Ableitung eines Wortes aus einer Wurzel.
  • consonant doubling/ˈkɒnsənənt ˈdʌblɪŋ/Verdopplung des Endkonsonanten bei betonter Endsilbe (run → runner).
  • advice / advise/ədˈvaɪs ədˈvaɪz/Substantiv gegenüber Verb; klassische Verwechslung mit c und s.
Musterbeispiel

Word Formation in einem Satz

Setze die richtige Form von "success" in die Lücke: "Despite her many efforts, she was ____________ in convincing the board to fund the project."

  1. 01Wortklasse

    Nach "was" (Hilfsverb to be) folgt Adjektiv oder Partizip. Hier Adjektiv "successful" oder negiert "unsuccessful".

  2. 02Kontext

    "Despite her many efforts" + "in convincing" = Kontrast zur Anstrengung; Ergebnis war nicht positiv.

  3. 03Negation

    Präfix "un-": unsuccessful.

Ergebnis: Lösung: "unsuccessful". Voller Satz: "Despite her many efforts, she was unsuccessful in convincing the board to fund the project."

SRDP-Aufgaben

SelbsttestAus der Fragenbank8 Punkte

Aufgabenstellung

Word-Formation-Aufgabe (paraphrasiert, 8 Items): in jedem Satz wird die Grundform eines Wortes in der rechten Spalte vorgegeben (z.B. ACHIEVE, RESPONSE, INFORMATION, BENEFIT, ARGUE, CONCLUDE, EXIST, NATURAL). Setze die kontextgemäße Form in die Lücke.

Maturafokus

  • Lerne 30 zentrale Wortfamilien auswendig (success, decide, conclude, benefit, achieve, develop, depend, mean, manage, govern, judge, agree, possible, sense, response, react, fail, succeed, exclude, include, environment, technology, communicate, inform, explain, suggest, refer, produce, observe, occur).
  • Prüfe Wortklasse im Satz: vor Substantiv passt Adjektiv, vor Adjektiv passt Adverb, nach Hilfsverb passt Hauptverb.
  • Beachte negierende Präfixe bei Adjektiven: convenient/inconvenient, possible/impossible, responsible/irresponsible, legal/illegal.
  • Bei -ly Adverbformen: "fast" hat kein "fastly"; "good" -> "well"; "hard" hat zwei Bedeutungen (hard = schwer, hardly = kaum).
  • Achte auf zusammengesetzte Adjektive mit Hyphen: well-known, broad-minded, time-consuming.
  • Offizielle Regel zur Rechtschreibung (Lösungsschlüssel SRDP): im Bereich Sprachverwendung im Kontext muss die Rechtschreibung der Antwort inklusive etwaiger Akzente korrekt sein, damit das Item als richtig gewertet wird - ein Wortbildungsfehler oder Tippfehler macht das ganze Item falsch.
  • Groß-/Kleinschreibung muss nur dort ausnahmslos stimmen, wo ein Wort in der Sprache immer großgeschrieben wird (z.B. Wednesday, France) - sonst ist sie nicht wertungsrelevant.
  • Übertrage die Antwort sauber und gut lesbar in den dafür vorgesehenen Antwortbereich; nur dieser wird korrigiert.

Typische Fehler

  • Wortklasse falsch gewählt (Verb statt Substantiv) - ändert Satzbedeutung komplett.
  • Präfix vergessen, obwohl Kontext negiert ("possible" statt "impossible").
  • Adverb-y nicht zu -ily (happy -> happily, easy -> easily) gewandelt.
  • Vor Doppelvokal-Suffix Konsonant nicht verdoppelt (planning, swimming, running).
  • Negierungspräfix falsch gewählt (unresponsible statt irresponsible).
  • Richtige Wortform, aber Tippfehler/Akzentfehler - der Lösungsschlüssel wertet das Item dann trotzdem als falsch.

§ 01

Aktive Wiederholung

Take 20 base words (e.g. success, achieve, depend, govern, decide, develop, manage, observe, react, refer, suggest, conclude, communicate, include, environment, technology, sense, possible, legal, responsible). For each, write all forms (verb/noun/adjective/adverb) AND the negated forms. Test yourself with cloze sentences.

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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: Englisch-Hilfen - Grammatik und Vokabeltrainer (DE) (Englisch-Hilfen) · Oxford Learner's Dictionaries - collocations & word origin (Oxford University Press) · Cambridge English Dictionary - B2/C1 vocabulary lookups (Cambridge University Press) · SRDP Englisch - Standardisierte Reife- und Diplomprüfung (BMBWF / IQS)

§ 02
§ 02

Open Cloze - freie Lückenergänzung im Kontext#

~3 Min Lesezeit●●○StandardLPE-LIU-Cloze-1.1

Kernpunkte

Der Open Cloze im Language-in-Use-Teil folgt derselben Logik wie im Reading, ist aber deutlich stärker grammatikorientiert: Gesucht sind fast ausschließlich Funktionswörter — Präpositionen, Hilfsverben, Pronomen, Konjunktionen, Determinatoren. zeigt diese Klassen. Bestimmen Sie darum je Lücke zuerst die syntaktische Funktion und erst danach das Wort.

Open Cloze - was eine Lücke füllt

Funktionswörter im Open ClozeTabelle mit 3 Spalten und 5 Zeilen, Daten: Wortklasse · typische Wörter · Signal; Präposition · of, in, on, to, by · depend ___ on; Artikel/Det. · the, a, some, no · vor Nomen; Pronomen · it, which, those · Bezug zurück; Hilfs/Modal · has, been, must · Verbkette; Konjunktion · that, although, but · Satz verbindetWortklassetypische WörterSignalPräpositionof, in, on, to, bydepend _ onArtikel/Det.the, a, some, novor NomenPronomenit, which, thoseBezug zurückHilfs/Modalhas, been, mustVerbketteKonjunktionthat, although, butSatz verbindet
Abb. 2Open-Cloze-Lücken sind fast immer Funktionswörter. Erst die syntaktische Funktion bestimmen, dann das passende Wort einsetzen - immer genau ein Wort.
Abb. 2 ↓
Ein kleiner Wortvorrat deckt die große Mehrheit aller Lücken ab: of, the, a, in, on, at, by, to, for, with, that, which, who, this, those, has, have, had, is, was, will, could, would, no, not, very. Wer diese Liste im Kopf hat, prüft in der Prüfung nicht mehr, welches Wort es sein könnte, sondern welches dieser Wörter die Struktur verlangt.
Genau ein Wort pro Lücke ist verbindlich. Mehrwortlösungen werden auch dann als falsch gewertet, wenn sie sprachlich einwandfrei sind — bei Wendungen wie in spite of steht deshalb nur ein Element in der Lücke, und Sie müssen erkennen, welches.
Präpositionen lassen sich nicht ableiten, sondern nur als Verbindung lernen: depend on, in spite of, as a result of, with respect to, at risk of, in charge of, on behalf of. Die Prüfung testet hier kein Verständnis, sondern Vertrautheit — deshalb ist eine kurze, wiederholt durchgegangene Liste hier wirksamer als jede Regelüberlegung.
Bei Konjunktionen entscheidet die logische Beziehung zwischen den Satzteilen: although und though markieren eine Einräumung, unless eine negative Bedingung, whereas einen Kontrast, since je nach Kontext Zeit oder Grund. Formulieren Sie die Beziehung zuerst auf Deutsch — obwohl, außer wenn, während dagegen — und wählen Sie dann das englische Wort.
Bei Pronomen und Relativpronomen prüfen Sie den Bezug, nicht den Klang: it und they für Sachen, he und she für Personen, who für Personen und which für Sachen in Relativsätzen, that in restriktiven Relativsätzen. Ein falsch gewähltes Relativpronomen ist der häufigste Einzelfehler dieses Aufgabentyps.

Vokabeln

→ Kartei
  • dependent preposition/dɪˈpendənt ˌprepəˈzɪʃn/Fest an ein Wort gebundene Präposition (depend on, afraid of).
  • concession/kənˈseʃn/Einräumung; sprachlich durch although, though, even if markiert.
  • restrictive clause/rɪˈstrɪktɪv klɔːz/Notwendiger Relativsatz; typischerweise mit that.
  • determiner/dɪˈtɜːmɪnə/Begleiter des Substantivs (the, a, some, any).
  • referent/ˈrefərənt/Das Wort, auf das ein Pronomen zurückverweist.
  • one word only/wʌn wɜːd ˈəʊnli/Regel des Open Cloze: genau ein Wort je Lücke.
Musterbeispiel

Open Cloze - Funktionswörter über die Grammatik bestimmen

Fülle je genau ein Wort: "Renewable energy is growing fast. (1) ___ spite of the high upfront cost, more households are switching to solar, (2) ___ has halved in price (3) ___ the last decade."

  1. Lücke 1 - feste Wendung

    "___ spite of" ist Teil der festen Konzessivwendung "in spite of". Nur EIN Wort gesucht -> "In". (Falle: "in spite" sind zwei Wörter, hier ist nur das erste die Lücke.)

  2. Lücke 2 - Relativpronomen

    Die Lücke leitet einen non-defining Relativsatz über "solar" (Sache) ein -> "which". (Nicht "who" - das wäre für Personen.)

  3. Lücke 3 - Präposition + Present Perfect

    "has halved ... ___ the last decade" - ein Zeitraum bis jetzt verlangt "over" oder "in". Die idiomatische Kollokation mit "the last decade" ist "over". -> "over".

Ergebnis: Lösungen: (1) In, (2) which, (3) over. Jede Lücke über die syntaktische Funktion (Wendung, Relativpronomen, Präposition) bestimmt - genau ein Wort.

Maturafokus

  • Prüfe vor jeder Antwort: passt das Wort syntaktisch (Wortart) + semantisch (Bedeutung) + idiomatisch (Kollokation)?
  • Bei Inversionsstrukturen ("Not only ... but also ...", "Never before ..."): achte auf Wortstellung.
  • Bei "do not / does not / did not"-Sätzen: prüfe Subjekt-Verb-Konkordanz.
  • Bei "more / most / less / least": Komparative beachten.
  • Vermeide einsetzen von zwei Wörtern ("in spite") - das Item bleibt unvollständig.

Typische Fehler

  • Zwei Wörter eingesetzt (in spite, on the).
  • Falsche Präposition gewählt (depend from statt depend on).
  • Falsches Hilfsverb (have vs. has) bei 3rd singular.
  • Falsches Relativpronomen (which für Personen).
  • Determinator vergessen (a/an/the).

§ 02

Aktive Wiederholung

Take a Cambridge B2 First Open Cloze (sample available online). Time yourself: 12 minutes for 8 items. Score, then review every wrong answer with the original collocation rule.

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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: Englisch-Hilfen - Grammatik und Vokabeltrainer (DE) (Englisch-Hilfen) · Oxford Learner's Dictionaries - collocations & word origin (Oxford University Press) · Cambridge English B2 First - Handbook for Teachers (Schreibdeskriptoren) (Cambridge University Press & Assessment) · SRDP Englisch - Standardisierte Reife- und Diplomprüfung (BMBWF / IQS)

§ 03
§ 03

Banked Cloze - kontextueller Wortschatz#

~3 Min Lesezeit●●○StandardLPE-LIU-Cloze-1.2

Kernpunkte

Der Banked Cloze gibt einen Text mit acht bis zwölf Lücken und eine Bank aus zwölf bis fünfzehn Inhaltswörtern. Anders als im Open Cloze geht es hier nicht um Struktur, sondern um Wortwahl — und die Bank ist so gebaut, dass Bedeutungsverständnis allein nicht ausreicht.
Die Bankeinträge stammen bewusst aus demselben Bedeutungsfeld. Genau deshalb kippt die Kollokation die Entscheidung und nicht der Sinn: strong evidence ist fest, powerful evidence nicht, obwohl beide Adjektive dasselbe bedeuten. zeigt diesen Entscheidungsweg — die Frage lautet nie, welches Wort passt, sondern welches Wort mit diesem Nachbarwort üblicherweise auftritt.

Banked Gap-Fill - Lücke in drei Schritten entscheiden

Lücke entscheidenTabelle mit 3 Spalten und 4 Zeilen, Daten: Prüfen · Leitfrage · Beispiel; Wortart · Verb/Nomen/Adj? · a ___ decision; Kollokation · feste Verbindung? · make / take; Sinn · passt zum Kontext? · rough estimate; Rest-Check · jede Form nur 1x · Distraktoren rausPrüfenLeitfrageBeispielWortartVerb/Nomen/Adj?a _ decisionKollokationfeste Verbindung?make / takeSinnpasst zum Kontext?rough estimateRest-Checkjede Form nur 1xDistraktoren raus
Abb. 3Pro Lücke nacheinander Wortart, Kollokation und Sinn prüfen; zum Schluss kontrollieren, dass jede Bank-Form höchstens einmal verwendet wurde.
Abb. 3 ↓
Lesen Sie den Text zuerst vollständig, ohne eine Lücke zu füllen. Ohne den Gesamtsinn lassen sich bedeutungsnahe Optionen nicht trennen; mit ihm fallen oft schon beim ersten Durchgang mehrere Kandidaten weg, weil sie zum Register oder zur Argumentationsrichtung des Textes nicht passen.
Arbeiten Sie dann je Lücke in zwei Schritten: erst die Wortart, die der Satzbau verlangt, dann das semantische Feld. Diese Reihenfolge halbiert die Bank sofort, denn eine Bank enthält typischerweise Substantive, Adjektive und Verben gemischt, von denen an jeder Stelle nur eine Klasse überhaupt in Frage kommt.
Die Wörter stehen in der Bank meist in der Grundform, Verben im Infinitiv, und werden so eingesetzt, wie sie dort stehen. Wer eine Form ableitet, produziert einen Eintrag, den es in der Bank nicht gibt — derselbe Fehler wie im Reading-Banked-Gap-Fill und ebenso teuer.
Bleiben zwei Optionen plausibel, entscheidet die Kollokationsprobe: Sprechen Sie beide Verbindungen innerlich aus und prüfen Sie, welche Ihnen aus gelesenen Texten vertraut ist. Wer regelmäßig englische Sachtexte liest, hat hier einen Vorsprung, den keine Grammatikregel ersetzt — das ist zugleich das stärkste Argument für Lektüre als Prüfungsvorbereitung.

Vokabeln

→ Kartei
  • collocation/ˌkɒləˈkeɪʃn/Übliche Wortverbindung; entscheidet zwischen bedeutungsnahen Optionen.
  • semantic field/sɪˈmæntɪk fiːld/Gruppe bedeutungsverwandter Wörter, aus der die Bank gebaut ist.
  • base form/beɪs fɔːm/Grundform, in der Bankwörter stehen und eingesetzt werden.
  • content word/ˈkɒntent wɜːd/Bedeutungstragendes Wort (Substantiv, Verb, Adjektiv).
  • tiebreaker/ˈtaɪbreɪkə/Entscheidungskriterium bei zwei plausiblen Optionen.
  • register/ˈredʒɪstə/Sprachliche Ebene des Textes; schließt unpassende Kandidaten aus.
Musterbeispiel

Banked Cloze - im Synonymfeld über die Kollokation entscheiden

Bank: {strong, powerful, heavy, make, do, deep}. Fülle: "The study provides (1) ___ evidence that (2) ___ rain will (3) ___ more damage in low-lying areas."

  1. Lücke 1 - Adjektiv + Kollokation

    Vor "evidence" steht ein Adjektiv. strong/powerful sind sinnverwandt, aber nur "strong evidence" ist die feste Kollokation. -> "strong".

  2. Lücke 2 - Adjektiv für "rain"

    Sinnverwandt sind strong/heavy. Mit "rain" kollokiert "heavy rain" (nicht "strong rain"). -> "heavy".

  3. Lücke 3 - Verb + "damage"

    "to cause / do damage" - von {make, do} ist "do damage" die idiomatische Verbindung. -> "do".

  4. 04Rest-Check

    Vergeben: strong, heavy, do. Übrig als Distraktoren: powerful, make, deep - bedeutungsnah, aber kollokationsfremd.

Ergebnis: Lösungen: (1) strong, (2) heavy, (3) do. Lehre: Im Synonymfeld entscheidet die feste Kollokation, nicht die "schönere" Vokabel.

Maturafokus

  • Prüfe Wortart vor Bedeutung: Adjektiv vor Substantiv, Adverb vor Adjektiv, Verb nach Subjekt.
  • Wenn eine Option mit "the" / "a" davor steht, ist sie ein Substantiv, nicht ein Verb.
  • Achte auf Kollokationsfehler: "make a decision" (richtig) vs. "do a decision" (falsch).
  • Wenn alle Optionen passen, nimm die häufigste Kollokation.
  • Streiche genutzte Wörter aus der Bank, um Mehrfachverwendung zu vermeiden.

Typische Fehler

  • Bank-Wörter werden mehrfach verwendet.
  • Kollokationsregeln werden ignoriert.
  • Bei zwei plausiblen Optionen wird die "klingt schöner"-Variante gewählt, ohne den Text zu testen.
  • Wortform wird nicht angepasst (in der Bank steht "Decision", aber der Satz verlangt "decide").
  • Distraktoren werden übersehen - die Bank hat oft 3 überzählige Items.

§ 03

Aktive Wiederholung

Find or create a 250-word text. List 12 content words and remove them. Shuffle them with 3 synonyms. Refill. Verify with a collocation dictionary. Note which 5 collocations you got wrong and add them to your error log.

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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: Oxford Learner's Dictionaries - collocations & word origin (Oxford University Press) · Cambridge English Dictionary - B2/C1 vocabulary lookups (Cambridge University Press) · SRDP Englisch - Standardisierte Reife- und Diplomprüfung (BMBWF / IQS)

§ 04
§ 04

Multiple Choice Cloze - 4 Optionen pro Lücke#

~4 Min Lesezeit●●○StandardLPE-LIU-Cloze-1.3

Kernpunkte

Der Multiple Choice Cloze bietet je Lücke vier Optionen, von denen eine korrekt ist. Getestet werden Wortwahl, Kollokation und feine Bedeutungsunterschiede — es ist der lexikalisch anspruchsvollste Aufgabentyp des Language-in-Use-Teils, weil alle vier Optionen grammatisch passen.
Die vier Optionen sind Synonyme oder Quasi-Synonyme, und die Distraktoren folgen erkennbaren Bauprinzipien, die zeigt: leicht verwechselbare Wortpaare, Varianten desselben Phrasal Verbs, kollokationsfremde Synonyme oder das falsche Modalverb. Wer den Bauplan kennt, sucht gezielt nach dem Unterschied statt nach dem Sinn.

Multiple Choice Cloze - die vier Distraktor-Typen

MC-Cloze - Optionen entscheidenTabelle mit 3 Spalten und 4 Zeilen, Daten: Fallentyp · Beispiel · Entscheidung; Confusing pair · affect / effect · Wortart; Phrasal verb · take off / on · Kontext; Kollokation · make / do · feste Verbindung; Modal · could / can · Tempus/KontextFallentypBeispielEntscheidungConfusing pairaffect / effectWortartPhrasal verbtake off / onKontextKollokationmake / dofeste VerbindungModalcould / canTempus/Kontext
Abb. 4Die vier Optionen sind fast immer Quasi-Synonyme. Entschieden wird über Wortart, Kollokation, exakte Bedeutung oder Pattern - nicht über Klangähnlichkeit.
Abb. 4 ↓
Eine kurze Liste klassischer Verwechslungspaare deckt einen großen Teil der Items ab: especially und specially, beside und besides, lay und lie, raise und rise, affect und effect, advice und advise, economic und economical, historic und historical. Diese Paare sind so häufig, dass ihr gezieltes Lernen unmittelbar Punkte bringt.
Phrasal Verbs sind der zweite Schwerpunkt: take off, take in, take on und take over teilen dasselbe Verb und haben völlig verschiedene Bedeutungen. Weil die Partikel die Bedeutung trägt, ist das Verb allein wertlos — lernen Sie Phrasal Verbs deshalb immer als Ganzes mit einem Beispielsatz, nie als Verb plus Partikelliste.
Arbeiten Sie je Option drei Prüfungen ab: Wortart, Kollokation, Sinn. Schließen Sie zuerst die beiden klar unpassenden aus und entscheiden Sie zwischen den verbleibenden über die Kollokation. Weil alle vier grammatisch möglich sind, führt Grammatikprüfung allein hier nicht zum Ziel.
Bei Verbitems prüfen Sie zusätzlich die Ergänzung, die das Verb verlangt: Folgt eine -ing-Form, ein to-Infinitiv oder ein that-Satz? Verben wie suggest, avoid und consider verlangen -ing, während decide, manage und refuse den to-Infinitiv nehmen. Diese Rektion ist oft der einzige Unterschied zwischen zwei sonst gleichwertigen Optionen.

Vokabeln

→ Kartei
  • confusing pair/kənˈfjuːzɪŋ peə/Leicht verwechselbares Wortpaar (affect / effect).
  • phrasal verb/ˈfreɪzl vɜːb/Verb plus Partikel mit eigener Bedeutung (take over).
  • particle/ˈpɑːtɪkl/Der Partikel eines Phrasal Verbs; er trägt die Bedeutung.
  • verb pattern/vɜːb ˈpætn/Rektion eines Verbs: -ing, to-Infinitiv oder that-Satz.
  • nuance/ˈnjuːɑːns/Feiner Bedeutungsunterschied zwischen Quasi-Synonymen.
  • to rule out/ruːl aʊt/Ausschließen der klar unpassenden Optionen.
Musterbeispiel

MC-Cloze - Confusing Pair und Phrasal Verb entscheiden

Wähle die richtige Option. (1) "Rising temperatures will badly ___ coastal regions." A) effect B) affect C) afflict D) infect. (2) "The company had to ___ the launch because of a software bug." A) put off B) put on C) put up D) put down.

  1. Item 1 - Wortart entscheidet das Confusing Pair

    Gesucht ist ein Verb ("will badly ___"). "effect" ist hier ein Nomen, "affect" das Verb (beeinflussen). -> B) affect. (C/D passen semantisch nicht.)

  2. 02Item 1 - Distraktoren ausschließen

    "afflict" (heimsuchen, meist Krankheit/Leid) und "infect" (anstecken) passen nicht zu "coastal regions". Falle: A) effect klingt fast gleich, ist aber die falsche Wortart.

  3. 03Item 2 - Phrasal Verb über Kontext

    "put off" = verschieben - passt zu "the launch ... because of a bug". put on (anziehen/auftragen), put up (errichten/beherbergen), put down (niederlegen) passen nicht. -> A) put off.

  4. 04Probe: laut lesen

    "temperatures will badly affect coastal regions" und "had to put off the launch" klingen idiomatisch - die anderen Optionen "klingen" falsch.

Ergebnis: Lösungen: (1) B affect, (2) A put off. Lehre: Bei confusing pairs entscheidet die Wortart, bei Phrasal Verbs der Kontext - nie die Klangähnlichkeit.

Maturafokus

  • Lerne 30 leicht verwechselbare Wortpaare (Confusing Words) auswendig: especially/specially, beside/besides, lay/lie, raise/rise, affect/effect, advice/advise, lose/loose, principal/principle, stationary/stationery, complement/compliment, accept/except.
  • Phrasal verbs sind hochfrequent: trainiere die 50 wichtigsten (look up, give up, take over, put off, carry out, set up, deal with, come up with, get over, run out of).
  • Bei Hedging-Items (might, could, may, seem) - achte auf Modal-Bedeutung.
  • Bei Schwierigkeit zwischen zwei: lies den Satz mit jeder Option laut; eine wird "klingen", die andere nicht.
  • Markiere Eliminationsspuren am Optionsrand mit X (klar falsch) und ? (unsicher).

Typische Fehler

  • Wahl nach Klangähnlichkeit ohne Bedeutungsprüfung.
  • Phrasal verbs werden mit literaler Verb-Bedeutung verwechselt (take off = abnehmen vs. abheben Flugzeug).
  • False friends werden übersehen.
  • Bei Modalverben wird das Tempus ignoriert (could vs. can in past context).
  • Kollokationen werden eigenwillig statt idiomatisch gewählt.

§ 04

Aktive Wiederholung

Take a Cambridge B2 First Use of English MC cloze sample. Time yourself: 12 minutes for 12 items. Review every wrong answer with two pieces of evidence (collocation + meaning).

Passende Aufgaben üben50 Fragen zum Thema→

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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: Cambridge English B2 First - Handbook for Teachers (Schreibdeskriptoren) (Cambridge University Press & Assessment) · Cambridge English Dictionary - B2/C1 vocabulary lookups (Cambridge University Press) · Oxford Learner's Dictionaries - collocations & word origin (Oxford University Press) · SRDP Englisch - Standardisierte Reife- und Diplomprüfung (BMBWF / IQS)

§ 05
§ 05

Editing / Proofreading - Fehler identifizieren und korrigieren#

~4 Min Lesezeit●●●VertiefungLPE-LIU-Edit-1.1

Kernpunkte

Editing im Language-in-Use-Teil verlangt, je Zeile genau einen Fehler zu finden und zu korrigieren; manche Zeilen sind fehlerfrei. Der Unterschied zum Reading-Editing liegt im Fehlerspektrum: Hier kommen die Typen überflüssiges Wort und fehlendes Wort hinzu, sodass nicht nur falsche, sondern auch zu viele oder zu wenige Wörter zu suchen sind. zeigt die Kategorien.

Editing - fünf häufige Fehlerkategorien

Fehlerkategorien beim EditingTabelle mit 3 Spalten und 5 Zeilen, Daten: Kategorie · Signal · Fix; Tempus · Zeitmarker · has -> had; Wortform · Suffix fehlt · success -> -ful; Präposition · Verb + Präp · depend from -> on; Pronomen · Homophon · their -> there; Konkordanz · 3rd sg -s · he go -> goesKategorieSignalFixTempusZeitmarkerhas -> hadWortformSuffix fehltsuccess -> −fulPräpositionVerb + Präpdepend from -> onPronomenHomophontheir -> thereKonkordanz3rd sg −she go -> goes
Abb. 5Pro Zeile genau einen Fehler suchen: Tempus, Wortform, Präposition, Pronomen/Homophon oder Subjekt-Verb-Konkordanz sind die häufigsten Treffer.
Abb. 5 ↓
Genau dieser Unterschied ändert die Suchstrategie. Ein überflüssiges Wort ist besonders schwer zu sehen, weil der Satz sich richtig anfühlt — typische Kandidaten sind ein zusätzliches the, ein doppeltes that, ein überzähliges Reflexivpronomen oder ein eingeschobenes to nach einem Modalverb. Prüfen Sie deshalb bewusst, ob ein Wort gestrichen werden kann, ohne dass der Satz leidet.
Fehlerfreie Zeilen müssen ausdrücklich als solche markiert werden, üblicherweise mit einem Häkchen, mit OK oder mit NA. Eine leer gelassene Zeile zählt als unbearbeitet und damit als falsch — ein vermeidbarer Verlust, der in Prüfungen regelmäßig auftritt.
Lesen Sie jede Zeile zweimal mit unterschiedlichem Auftrag: einmal auf Sinn, einmal auf Form, und beim zweiten Durchgang systematisch von links nach rechts statt springend. Beim sinnorientierten Lesen ergänzt das Gehirn Fehlendes und übergeht Überflüssiges automatisch — genau darauf ist der Aufgabentyp gebaut.
Ein festes Prüfraster spart Zeit: Kontrollieren Sie an jeder Zeile die typischen Minimalpaare — the gegen a, to gegen for, in gegen at, have gegen has, is gegen are. Diese fünf Paare tragen einen erheblichen Teil aller Items, weil sie im Deutschen keine Entsprechung mit gleicher Verteilung haben.
Prüfen Sie schließlich die Zeitenkonsistenz über den Absatz hinweg. Ein häufiges Fehlermuster ist der unmotivierte Sprung zwischen Präsens und Präteritum mitten in einer Erzählung — der Fehler steht dann nicht dort, wo der Satz seltsam klingt, sondern in der Zeile, die aus der Reihe fällt.

Vokabeln

→ Kartei
  • extra word/ˈekstrə wɜːd/Überflüssiges Wort — im LinU-Editing eine eigene Fehlerkategorie.
  • missing word/ˈmɪsɪŋ wɜːd/Fehlendes Wort; zweite LinU-spezifische Kategorie.
  • minimal pair/ˈmɪnɪml peə/Verwechselbares Paar (the/a, is/are), das viele Items trägt.
  • tense consistency/tens kənˈsɪstənsi/Einheitliche Zeitform über einen Absatz hinweg.
  • to delete/dɪˈliːt/Streichen eines überflüssigen Wortes.
  • no error/nəʊ ˈerə/Kennzeichnung einer fehlerfreien Zeile; muss gesetzt werden.
Musterbeispiel

LinU-Editing - überflüssiges und fehlendes Wort finden

Korrigiere pro Zeile genau einen Fehler (auch "extra word" / "missing word"): (1) "She is one of the most talented than musicians I know." (2) "We discussed about the proposal for two hours." (3) "He has been working here since five years."

  1. Zeile 1 - überflüssiges Wort

    "the most talented" ist ein Superlativ; "than" gehört zum Komparativ und ist hier zu viel. Streiche "than". -> "one of the most talented musicians I know".

  2. Zeile 2 - überflüssiges Wort (Präposition)

    "discuss" ist transitiv, kein "about": "discussed about" -> "discussed". Streiche "about".

  3. Zeile 3 - falsches Wort (since/for)

    "since" steht für einen Zeitpunkt, "for" für einen Zeitraum. "five years" ist ein Zeitraum -> "for". Korrektur: "working here for five years".

  4. 04Systematik

    Jede Zeile gezielt auf eine Kategorie prüfen: extra word (than, about) und confusing pair (since/for). Pro Zeile nur eine Korrektur.

Ergebnis: Korrekturen: "than" streichen / "about" streichen / "since" -> "for". Lehre: Im LinU-Editing auch auf überzählige und fehlende Wörter achten, nicht nur auf falsche Formen.

Maturafokus

  • Erstelle eine eigene Fehlerliste der häufigsten Kategorien aus deinen Texten - das beschleunigt die Erkennung.
  • Prüfe Subjekt-Verb-Konkordanz: he/she/it + -s, they + Verb ohne -s.
  • Prüfe Präposition + Verb-ing: "interested in studying", "good at painting".
  • Prüfe Tempus: "since" + Present Perfect, "for" + Present Perfect (Zeitraum).
  • Prüfe Artikel: "a/an" + Singular zählbar, "the" + spezifisch, "-" + Plural / Uncountable.

Typische Fehler

  • Mehrere Fehler in einer Zeile korrigiert - die meisten Aufgaben erlauben nur einen.
  • Falsche Korrektur (depend on -> depend with).
  • No-Error-Zeile nicht markiert - gilt als nicht bearbeitet.
  • Konzession-Konjunktion "although" mit "but" verwechselt - im English ist nur eines pro Satz erlaubt: "Although it rained, we went out" oder "It rained, but we went out". NICHT: "Although it rained, but we went out."
  • Doppelnegation als korrekt akzeptiert ("don't know nothing").

§ 05

Aktive Wiederholung

Take a 150-word paragraph you wrote. Have a peer add 6 deliberate errors (one per line) from the typical categories. Find and correct them within 8 minutes. Track your most common miss.

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Quellen: Englisch-Hilfen - Grammatik und Vokabeltrainer (DE) (Englisch-Hilfen) · Oxford Learner's Dictionaries - collocations & word origin (Oxford University Press) · SRDP Englisch - Standardisierte Reife- und Diplomprüfung (BMBWF / IQS)

§ 06
§ 06

Kollokationen und Präpositionen - die häufigsten LinU-Stolpersteine#

~4 Min Lesezeit●●○StandardLPE-LIU-Cloze-1.1LPE-LiU-WF-1.1

Kernpunkte

Alle Language-in-Use-Aufgabentypen — Open Cloze, Banked Cloze, Multiple Choice Cloze und Editing — prüfen im Kern dasselbe Wissen: feste Präpositionalverbindungen und Kollokationen. Das ist die wichtigste Einsicht dieses Teils, weil sie die Vorbereitung bündelt: Statt vier Aufgabentypen zu üben, lernen Sie einen Bestand, der alle vier bedient. zeigt diese Überschneidung.

Collocation-Strength - schwache bis starke Wortverbindungen

Kollokationen - frei bis festTabelle mit 3 Spalten und 4 Zeilen, Daten: Stärke · Kollokation · Merkmal; frei · a nice day · frei ersetzbar; mittel · make a decision · Verb + Nomen; stark · a pressing issue · Adjektiv + Nomen; fest · make ends meet · idiomatischStärkeKollokationMerkmalfreia nice dayfrei ersetzbarmittelmake a decisionVerb + Nomenstarka pressing issueAdjektiv + Nomenfestmake ends meetidiomatisch
Abb. 6Je fester die Kollokation, desto wichtiger als Block zu lernen. Verb + Nomen (make / do / take / have + Nomen) sind die häufigste Fehlerquelle; Adjektiv + Nomen wie "a glaring error" oder "a profound impact" heben das Sprachgebrauchsniveau. Vokabel immer im Cluster lernen, nie als Einzelwort.
Abb. 6 ↓
Die von Verben regierten Präpositionen sind auswendig zu lernen, weil sie sich nicht ableiten lassen: depend on, rely on, focus on, insist on, consist of, accuse somebody of, succeed in, result in, suffer from, benefit from, apologise for, blame somebody for, prevent somebody from, refer to, belong to. Das Deutsche hilft hier nicht, sondern schadet — abhängen von wird zu depend on, nicht depend from.
Ebenso zu lernen sind die Präpositionen nach Adjektiven: good at, interested in, afraid of, capable of, aware of, responsible for, similar to, different from, keen on, proud of, worried about, satisfied with. Auffällig sind die Paare, in denen Deutsch und Englisch auseinandergehen — different from statt different than und ähnlich zu als similar to.
Die Verb-Substantiv-Kollokationen mit make, do, take und have entscheiden regelmäßig Items und sind nicht austauschbar: make a decision, make an effort, make progress; do research, do business, do harm, do somebody a favour; take responsibility, take a risk, take action; have an impact, have an influence, have an effect. Man sagt make a mistake und niemals do a mistake.
Adjektiv-Substantiv-Kollokationen heben zusätzlich das Niveau in Writing und Speaking: a heavy workload, a steep learning curve, a pressing issue, a far-reaching impact, a compelling argument, a glaring contradiction. Sie sind der ökonomischste Weg von B2 nach C1, weil sie mit wenigen gelernten Blöcken sofort hörbar wirken.
Entscheidend ist die Lernform: Kollokationen werden als Block gelernt, nie als Einzelwort mit nachträglich gesuchter Präposition. Notieren Sie deshalb im Vokabelheft immer die ganze Verbindung samt Beispielsatz — have an impact ON, nicht have an impact —, denn im Prüfungsmoment wird der Block abgerufen und nicht die Regel.

Vokabeln

→ Kartei
  • dependent preposition/dɪˈpendənt ˌprepəˈzɪʃn/Fest an Verb oder Adjektiv gebundene Präposition.
  • to depend on/dɪˈpend ɒn/Abhängen von — niemals depend from; klassischer Interferenzfehler.
  • different from/ˈdɪfrənt frɒm/Verschieden von; die im britischen Englisch übliche Verbindung.
  • to make a decision/meɪk ə dɪˈsɪʒn/Eine Entscheidung treffen; make, nicht take oder do.
  • far-reaching/fɑː ˈriːtʃɪŋ/Weitreichend; typische C1-Kollokation mit impact oder consequences.
  • lexical chunk/ˈleksɪkl tʃʌŋk/Als Ganzes gelernter Wortblock — die wirksame Lernform.
Musterbeispiel

Praepositions- und Kollokationsfehler in einem Banked-/Open-Cloze-Satz beheben

Korrigiere die vier festen-Verbindungs-Fehler: "The success of the project depends of the team, who are responsible from the budget; they will make important decisions and do a big effort to succeed on time."

  1. Schritt 1 - dependent prepositions prüfen

    "depends of" -> "depends ON"; "responsible from" -> "responsible FOR". Beide sind feste Verb-/Adjektiv-Präposition-Verbindungen.

  2. Schritt 2 - make/do-Kollokation korrigieren

    "do a big effort" -> "make a great/big effort" (Anstrengung kollokiert mit make, nicht do).

  3. Schritt 3 - letzte Präposition prüfen

    "succeed on time" mischt zwei Wendungen; gemeint ist rechtzeitig fertig werden -> "finish on time" oder "succeed IN finishing on time". "succeed in" ist die feste Verbindung.

Ergebnis: Korrekt: "The success of the project depends on the team, who are responsible for the budget; they will make important decisions and make a great effort to finish on time." - zwei dependent prepositions, eine make/do-Kollokation und eine Wendung berichtigt.

Maturafokus

  • In Open-Cloze-Lücken zuerst prüfen, ob eine dependent preposition oder ein fester Kollokationspartner gesucht ist - das schränkt die Lösung stark ein.
  • Lerne die make/do/take/have-Kollokationen als geschlossene Listen; sie sind extrem häufige LinU-Items.
  • Bei Adjektiv-Lücken die typische Folgepräposition mitdenken ("responsible ___" -> "for").
  • Nutze die Kollokationen auch aktiv im Writing - sie erhöhen den Sprachgebrauchswert.
  • Prüfe im Editing-Task jede Präposition gegen die feste Verbindung (suffer FROM, nicht suffer of).

Typische Fehler

  • make/do verwechselt ("do a mistake", "make my homework").
  • Falsche dependent preposition ("depend of", "interested on", "different to" statt "from/in/from").
  • Kollokation aus dem Deutschen übersetzt ("make a photo" statt "take a photo").
  • Präposition weggelassen, wo das Englische eine verlangt ("discuss about" - korrekt "discuss").
  • Adjektiv-Präposition geraten statt gelernt ("afraid from" statt "afraid of").

§ 06

Aktive Wiederholung

Create two columns - 15 verbs/adjectives and their fixed prepositions. Cover the right column and recall each preposition. Then write 8 sentences using one make/do/take/have collocation each. Check every preposition against a learner dictionary.

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Quellen: Englisch-Hilfen - Grammatik und Vokabeltrainer (DE) (Englisch-Hilfen) · Oxford Learner's Dictionaries - collocations & word origin (Oxford University Press) · Cambridge English Dictionary - B2/C1 vocabulary lookups (Cambridge University Press)

Stand 06/2026 · Vollständige Fassung über den Tiefenregler — gleiche Stelle, gleiche Anker

Inhalt

Abschnitt -- / 06

    • 01Word Formation - Wortbildung systematisch◐
    • 02Open Cloze - freie Lückenergänzung im Kontext◐
    • 03Banked Cloze - kontextueller Wortschatz◐
    • 04Multiple Choice Cloze - 4 Optionen pro Lücke◐
    • 05Editing / Proofreading - Fehler identifizieren und korrigieren●
    • 06Kollokationen und Präpositionen - die häufigsten LinU-Stolpersteine◐

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8 BE · 2021

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Belege & Quellen

Quellen

Englisch-Hilfen

  • Englisch-Hilfen - Grammatik und Vokabeltrainer (DE)

Oxford University Press

  • Oxford Learner's Dictionaries - collocations & word origin

Cambridge University Press

  • Cambridge English Dictionary - B2/C1 vocabulary lookups

BMBWF / IQS

  • SRDP Englisch - Standardisierte Reife- und Diplomprüfung

Cambridge University Press & Assessment

  • Cambridge English B2 First - Handbook for Teachers (Schreibdeskriptoren)

Siehe auch

  • Grammar Reference A - Tenses, Conditionals, Reported SpeechDie Zeitformen und Satzmuster, auf die Open Cloze und Editing zugreifen.
  • Grammar Reference B - Passive, Modals, Relative ClausesPräpositionen, Artikel und Verbrektion als Grundlage der Cloze-Aufgaben.
  • Vokabel-Cluster A - Work, Environment, Technology, SocietyDie Phrasal-Verb-Systematik, die im Open Cloze die fehlende Partikel erschließt.

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