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Notizen/Englisch/Textsorten A - Article, Blog Post, Blog Comment, Email, Essay
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Textsorten A - Article, Blog Post, Blog Comment, Email, Essay

Fünf der zehn SRDP-Textsorten: Aufbau, Register, Konventionen, Modelltexte mit Annotation und IQS-Bewertungsraster.

6 Abschnitte·~25 Min Lesezeit·4 Kompetenzen·Stand 06/2026

T·0666 / 13
Prüfungsprofil
AHS-W-Art · Article für Magazin/Zeitung verfassenAHS-W-Blog · Blog Post + Blog Comment verfassenAHS-W-Email · Email (formal + informal) verfassenAHS-W-Essay · Argumentativen Essay verfassen
Tiefe

Lesetiefe: Vertiefung

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Inhalt · 6 Abschnitte▾
  1. Textsorten A - Article, Blog Post, Blog Comment, Email, Essay
    • 01Article - für Schulmagazin oder Zeitschrift◐
    • 02Blog Post - persönliche Sicht in halböffentlicher Plattform◐
    • 03Blog Comment - kurze Reaktion auf Blog Post○
    • 04Email - formal (an Institution oder Behörde)◐
    • 05Essay - Opinion Essay und Argumentativer Essay●
    • 06Email an Freund*in - informelles Register sicher treffen○

6 Abschnitte · 30 Merksätze · 0 Formeln · 30 Fehlerwarnungen

§ 01
§ 01

Article - für Schulmagazin oder Zeitschrift#

~4 Min Lesezeit●●○StandardLPE-W-Art-1.1

Kernpunkte

Der Article ist die Textsorte für Schulmagazin oder Zeitschrift und folgt einem festen Bauplan: Titel, optional ein Untertitel oder Lead, Einleitung mit Hook und Themenrahmen, Body aus zwei bis drei Absätzen mit Argumenten oder Beobachtungen, und ein Schluss mit Pointe oder Call to Action. zeigt diese Gliederung. Der Titel zählt nicht zur Wortzahl — er ist trotzdem verbindlich, weil sein Fehlen direkt Aufbau-Punkte kostet.

Article - Textsortenmerkmale

Article auf einen BlickTabelle mit 3 Spalten und 4 Zeilen, Daten: Merkmal · Konvention · Beispiel; Titel · griffig · The Hidden Cost; Register · halbformal · wenig contractions; Ansprache · Leserfrage · Have you ever ...?; Schluss · Appell/Ausblick · It is time we ...MerkmalKonventionBeispielTitelgriffigThe Hidden CostRegisterhalbformalwenig contractionsAnspracheLeserfrageHave you ever ...?SchlussAppell/AusblickIt is time we ...
Abb. 1Ein Article für ein (Schul-)Magazin ist halbformal, bindet den Leser ein und endet mit Appell oder Ausblick - kein nüchterner Bericht, aber auch kein Tagebuch.
Abb. 1 ↓
Das Register ist semi-formal und journalistisch. Direkte Leseransprache ist erwünscht („Have you ever wondered why …?"), Salopp­heit ist es nicht: Ein Magazinartikel duzt seine Leserschaft nicht mit Slang, sondern spricht sie als interessierte Erwachsene an. Kontraktionen sind erlaubt, Abkürzungen aus der Chatsprache nicht.
Der Hook entscheidet über die ersten dreißig Wörter und damit über den Eindruck der ganzen Arbeit. Drei Formen tragen zuverlässig: eine rhetorische Frage, eine überraschende Zahl, eine kurze Szene. Was nicht trägt, ist die Ankündigung — „In this article I will write about …" verschenkt den Einstieg und liest sich als Schulaufsatz statt als Artikel.
Im Body bekommt jeder bullet point einen eigenen, erkennbaren Absatz mit klarem Topic Sentence. Die typische Fehlform ist die Aufzählung: alle bullet points in einem einzigen Absatz hintereinander abgehakt. Sie kostet doppelt — einmal im Kriterium Aufbau, einmal im Inhalt, weil ein zusammengedrängter Punkt fast nie ausgeführt wird.
Der Stil ist lebendig und konkret: aktive Verben statt Nominalisierungen („Studies show …" statt „There are studies which show …"), mindestens ein konkretes Beispiel oder eine Zahl, gelegentlich eine rhetorische Frage, gern eine kurze Anekdote. Titel und Untertitel dürfen mit Wortspiel oder Alliteration arbeiten — das ist hier Konvention, nicht Effekthascherei.
Der Schluss ist entweder ein Call to Action oder ein Ausblick, nie eine Selbstzusammenfassung. „And that's my opinion." ist der klassische schwache Schluss; „If we want cleaner air in ten years, the decisions have to be made now." leistet dasselbe in einem Satz und klingt wie ein Artikel. Die Wortzahl bleibt bei 250 oder 400 Wörtern mit ±10 %.

Vokabeln

→ Kartei
  • hook/hʊk/Einstiegsreiz in den ersten Sätzen.
  • lead/liːd/Vorspann; ein bis zwei Sätze unter dem Titel.
  • call to action/kɔːl tu ˈækʃn/Handlungsaufruf am Textschluss.
  • rhetorical question/rɪˈtɒrɪkl ˈkwestʃən/Rhetorische Frage; typisches Artikelmittel.
  • nominalisation/ˌnɒmɪnəlaɪˈzeɪʃn/Nominalstil; im Artikel zu vermeiden.
  • alliteration/əˌlɪtəˈreɪʃn/Stabreim; in Titeln erwünscht.
Musterbeispiel

Modellartikel: "Smartphones in Class: Friend or Fö?" (annotated)

Write a 250-word article for a school magazine on whether smartphones should be banned in classrooms.

  1. 01Title + Hook

    "Smartphones in Class: Friend or Fö?" Have you ever sat through a 50-minute lesson without checking your phone? For most teenagers, the answer is a sheepish no. Yet, with handset addiction reaching record levels, schools across Austria are now debating an outright ban. (Hook: rhetorical question + statistic implication).

  2. 02Body 1 - For ban (TS)

    Topic Sentence: "Those in favour of a ban argue that smartphones simply hijack attention." Support: "A 2023 study by the University of Vienna found that students recovered from a notification ping in just over 23 seconds - precious time lost in a packed curriculum." Concluding sentence: "In other words, the cost of distraction is far greater than it appears."

  3. 03Body 2 - Against ban (TS)

    Topic Sentence: "However, an all-out prohibition would throw the baby out with the bathwater." Support: "Smartphones can act as pocket libraries: dictionary look-ups, language apps, and instant fact-checking enrich lessons rather than disrupt them." Concluding sentence: "Banning the device altogether arguably ignores its educational potential."

  4. 04Conclusion + Call to Action

    "Rather than a blanket ban, schools should embrace a use-with-purpose approach: phones away during instruction, phones out for collaborative research. Only then can technology truly serve learning."

  5. 05C1 markers used

    Idioms: throw the baby out with the bathwater, all-out, blanket ban. Hedging: arguably, can act as. Inversion implied. Lexis: handset addiction, hijack attention, use-with-purpose approach.

Ergebnis: Endtext ca. 245 Wörter, alle vier bullet points abgedeckt, drei C1-Marker, klare Argumentstruktur. Erwartete Bewertung: Inhalt 5/5, Aufbau 5/5, Sprachgebrauch 4-5/5, Sprachrichtigkeit 4-5/5.

SRDP-Aufgaben

SelbsttestAus der Fragenbank20 Punkte

Aufgabenstellung

Schreibe einen Article (250 +/- 10 % Wörter) für ein Schulmagazin zum Thema: "Should social media platforms be banned for under-16s?". Berücksichtige: 1) aktuelle Lage der Nutzung in deiner Altersgruppe, 2) zwei Argumente für ein Verbot, 3) zwei Argumente dagegen, 4) deine eigene Position. Verwende einen Titel, eine fesselnde Einleitung und eine überzeugende Schlussfolgerung.

Maturafokus

  • Hook setzen: rhetorische Frage, überraschende Statistik, kurze Geschichte.
  • Topic Sentence jedes Absatzes klar.
  • Mind. 1 konkretes Beispiel oder eine Statistik einbauen.
  • Sprache: aktiv, lebendig, Verben statt Nominalisierungen ("Studies show ..." statt "There are studies which show ...").
  • Schluss: Call to Action oder Outlook.

Typische Fehler

  • Kein Titel - reduziert Aufbau-Punkte.
  • Hook fehlt; Artikel startet mit "I will write about ..." - dadurch leblos.
  • Bullet points werden als Aufzählung abgehandelt statt in eigenen Absätzen.
  • Register zu informell ("hey guys, listen up!") - das passt nicht zu einem Magazinartikel.
  • Schluss-Sätze wie "And that's my opinion." - schwach; lieber Call to Action.

§ 01

Aktive Wiederholung

Write a 250-word article for a school magazine with the title "Smartphones in Class: Friend or Fö?". Include: 1) current situation in your school, 2) two arguments for, 3) two arguments against, 4) your conclusion. Use a hook, a topic sentence in each paragraph, and a call to action.

Passende Aufgaben üben50 Fragen zum Thema→

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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: SRDP Englisch - Standardisierte Reife- und Diplomprüfung (BMBWF / IQS) · Cambridge English B2 First - Handbook for Teachers (Schreibdeskriptoren) (Cambridge University Press & Assessment) · Matura.gv.at - Aufgabenarchiv Englisch (BHS und AHS) (BMBWF / IQS) · IQS Beurteilungsraster Englisch - Schreiben (IQS)

§ 02
§ 02

Blog Post - persönliche Sicht in halböffentlicher Plattform#

~4 Min Lesezeit●●○StandardLPE-W-Blog-1.1

Kernpunkte

Der Blog Post ist ein persönlicher, oft erzählender Text in semi-formalem bis informellem Register für ein zielgerichtetes Online-Publikum. zeigt seine Marker. Der entscheidende Unterschied zum Essay ist die Stimme: Ein Blog Post klingt wie eine einzelne erzählende Person, die aus eigener Erfahrung berichtet, nicht wie eine neutrale Abhandlung — „I", „you" und eine hörbare Haltung sind hier erwünscht, nicht zu vermeiden.

Blog Post - Textsortenmerkmale

Blog Post auf einen BlickTabelle mit 3 Spalten und 4 Zeilen, Daten: Merkmal · Konvention · Beispiel; Register · persönlich · I, we, you; Einstieg · Hook + Anekdote · The morning I ...; Ton · Erzählstimme · frankly, honestly; Schluss · Aufruf · comments below?MerkmalKonventionBeispielRegisterpersönlichI, we, youEinstiegHook + AnekdoteThe morning I ...TonErzählstimmefrankly, honestlySchlussAufrufcomments below?
Abb. 2Ein Blog Post ist persönlich und erzählerisch: Ich-Perspektive, Hook mit Anekdote, hörbare Erzählstimme und ein Aufruf zur Interaktion am Schluss.
Abb. 2 ↓
Der Aufbau ist dreiteilig: Titel und Lead mit einer persönlichen Einstiegssituation in ein bis zwei Sätzen, ein Hauptteil aus Erlebnisbericht, Reflexion und Argumenten, und ein Schluss, der zur Interaktion einlädt. Die Anekdote gehört in die ersten dreißig Wörter — sie ist es, die den Text als Blog Post ausweist.
Die direkte Leseransprache ist Konvention, nicht Kür: „Have you ever …?", „Let me share …", „You might be thinking …". Zusammen mit den Personalpronomen „I" und „we" erzeugt sie die persönliche Note, die diese Textsorte definiert. Ein Blog Post ohne einziges „I" hat das Register verfehlt, auch wenn jeder Satz korrekt ist.
Mischen Sie persönliche Erfahrung mit allgemeineren Gedanken. Nur Anekdote wirkt beliebig, nur Verallgemeinerung wirkt wie ein Essay im falschen Kostüm. Die tragfähige Bewegung geht vom Erlebnis zur Einsicht und wieder zurück: eine Szene, ihre Deutung, eine Folgerung, die über den Einzelfall hinausweist.
Multimedia-Hinweise wie „click here" oder „watch the video below" gehören nicht in den Prüfungstext, weil es dort nichts zu klicken gibt. Was hingegen erwartet wird, ist der Schluss mit einer Frage an die Lesenden: „What do you think? Drop your thoughts below." Er markiert den Text als Beitrag in einem Gespräch, nicht als abgeschlossene Abhandlung.
Informell heißt freundlich-natürlich, nicht nachlässig. Kontraktionen und Phrasal Verbs ja, „totally awesome dude" nein — das kippt den Text unter B2 und wird als Registerfehler gewertet. Die Grammatik wird im Blog Post genauso streng bewertet wie im Report; nur die Stimme ist eine andere.

Vokabeln

→ Kartei
  • anecdote/ˈænɪkdəʊt/Kurze persönliche Geschichte als Einstieg.
  • voice/vɔɪs/Erzählstimme; das Erkennungsmerkmal des Blog Posts.
  • to resonate with/ˈrezəneɪt wɪð/Anklang finden bei; typische Blog-Wendung.
  • reflection/rɪˈflekʃn/Nachdenkender Teil nach dem Erlebnisbericht.
  • audience/ˈɔːdiəns/Zielpublikum des Blogs.
  • to drop a comment/drɒp ə ˈkɒment/Einen Kommentar hinterlassen; Schluss-Aufruf.
Musterbeispiel

Modell-Blogpost: "My Gap Year in Australia" (annotated)

Write a 250-word blog post about your gap year experience in Australia.

  1. 01Title + Lead (Hook)

    "My Gap Year in Australia: What I Wish I Had Known" The morning my plane touched down in Brisbane, I had no idea that within three weeks I would be picking strawberries at five a.m. and falling asleep next to a kangaroo on a hostel sofa. (Hook: konkrete Bilder + überraschende Situation).

  2. 02Body 1 - Decision

    Topic Sentence: "Taking a gap year was, frankly, the scariest decision I had ever made." Support: "While my classmates were filling in uni applications, I was Googling 'fruit picking visa' and praying it wasn't a scam." Concluding sentence: "In the end, fear lost out to curiosity."

  3. 03Body 2 - Surprises

    Topic Sentence: "Two things took me completely off guard." Support: "Firstly, Australians are far more direct than I had been led to believe - no small talk gymnastics, just 'How's it going, mate?'. Secondly, the country is geographically humbling: a six-hour drive can leave you in the exact same landscape."

  4. 04Body 3 - Lesson + advice

    Topic Sentence: "If I could pass on one piece of advice, it would be this: budget for boredom." Support: "Long bus rides and slow weekends are part of the experience - and that's when the best conversations happen."

  5. 05Conclusion + Call to interact

    "So, if you're on the fence about a gap year, jump. Just bring an open mind, a sturdy backpack, and maybe a bit of zinc cream. Have you ever taken a leap like this? Tell me in the comments below."

  6. 06Register markers

    Halboffizielle Tonalität: "frankly", "took me off guard", "mate", direkte Anrede, Aufruf. C1-Marker: idiomatic phrasing ("on the fence", "lost out to curiosity"), Hedging ("had been led to believe").

Ergebnis: Endtext ca. 250 Wörter, persönlich, mit Hook und Aufruf. Erwartete Bewertung: Inhalt 5/5, Aufbau 5/5, Sprachgebrauch 5/5, Sprachrichtigkeit 4-5/5.

Maturafokus

  • Hook + Anekdote in den ersten 30 Wörtern.
  • Halte den Ton authentisch - blog posts klingen wie eine erzählte Stimme.
  • Mische persönliche Erfahrung mit allgemeineren Gedanken.
  • Setze ein bis zwei lebendige Beispiele oder Anekdoten.
  • Schluss mit Aufruf an Interaktion.

Typische Fehler

  • Zu formell - klingt wie Essay statt wie Blog.
  • Hook fehlt; startet mit "I want to talk about ...".
  • Kein Aufruf am Schluss.
  • Persönliche Anekdote fehlt komplett.
  • Slang überbordend ("totally awesome dude") - das ist BLOG, nicht Insta-DM.

§ 02

Aktive Wiederholung

Write a 250-word blog post titled "My Gap Year in Australia: What I Wish I Had Known". Include: 1) my decision to take a gap year, 2) two surprises about life in Australia, 3) one lesson I learned, 4) advice for readers considering it.

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Quellen: SRDP Englisch - Standardisierte Reife- und Diplomprüfung (BMBWF / IQS) · Cambridge English B2 First - Handbook for Teachers (Schreibdeskriptoren) (Cambridge University Press & Assessment) · BBC Learning English - 6 Minute English / News Review (BBC)

§ 03
§ 03

Blog Comment - kurze Reaktion auf Blog Post#

~4 Min Lesezeit●○○BasisLPE-W-Blog-2.1

Kernpunkte

Der Blog Comment ist eine kurze Reaktion von rund 250 Wörtern auf einen vorgegebenen Blog Post. zeigt seinen Aufbau. Adressiert sind zwei Instanzen zugleich: die Autorin oder der Autor des Posts und die mitlesende Community — das erklärt, warum der Ton persönlich, aber nicht privat ist.

Blog Comment - Textsortenmerkmale

Blog Comment auf einen BlickTabelle mit 3 Spalten und 4 Zeilen, Daten: Merkmal · Konvention · Beispiel; Länge · kurz, ~250 W. · diszipliniert; Einstieg · Bezug auf Post · Hi Jamie, ...; Position · klar + höflich · I gently disagree; Schluss · Frage an Leser · Anyone else ...?MerkmalKonventionBeispielLängekurz, ~250 W.diszipliniertEinstiegBezug auf PostHi Jamie, ...Positionklar + höflichI gently disagreeSchlussFrage an LeserAnyone else ...?
Abb. 3Ein Blog Comment ist eine kurze, höfliche Reaktion auf einen Post: klarer Bezug, eigene Position mit Beispiel, freundlicher Ton und eine Frage an die Community.
Abb. 3 ↓
Anders als ein eigenständiger Text knüpft ein Comment immer sichtbar an den Post an. Er greift einen konkreten Gedanken daraus auf, bezieht dann klar Position — Zustimmung, Widerspruch oder Ergänzung — und belegt sie mit einer eigenen Erfahrung. Reine Höflichkeitsfloskeln wie „nice post" genügen nie und werden als fehlender Inhalt gewertet.
Der Bezug gehört in die ersten ein bis zwei Sätze und sollte konkret sein: „Reading your post about gap years really resonated with me, especially the part about coming back changed." Ein Comment, der den Post nur allgemein lobt, wirkt isoliert und verliert genau dort Punkte, wo diese Textsorte ihre Identität hat.
Der Aufbau ist kurz und fest: knappe Begrüßung mit Bezug, persönliche Reaktion, ein Argument mit Beispiel, Schluss mit Aufruf an die Community. Bei 250 Wörtern bedeutet das etwa vier kurze Absätze — die Disziplin, nicht auszuufern, ist hier selbst ein Bewertungsfaktor.
Das Register ist semi-formell bis informell mit direkter Anrede: „Hi Sarah!", „Thanks for sharing this!". Bei Widerspruch bleibt der Ton freundlich; ein aggressiver Comment verfehlt die Textsorte, weil die Kommentarspalte als Gespräch modelliert ist und nicht als Streit.
Der Schluss lädt zur Fortsetzung ein — mit einer Frage an die Community oder einer Empfehlung. „Good post" ist kein Schluss, sondern ein Abbruch. Wirksam sind Formulierungen, die anderen Lesenden eine Anschlussmöglichkeit geben: „Has anyone else tried this after school rather than before university?"

Vokabeln

→ Kartei
  • to reply to a post/rɪˈplaɪ tu ə pəʊst/Auf einen Beitrag antworten.
  • stance/stɑːns/Position: zustimmend, widersprechend, ergänzend.
  • community/kəˈmjuːnəti/Mitlesende Leserschaft; zweiter Adressat.
  • to concede/kənˈsiːd/Einräumen; höfliche Form des Widerspruchs.
  • thread/θred/Kommentarstrang unter einem Post.
  • platitude/ˈplætɪtjuːd/Floskel ohne Inhalt ("nice post").
Musterbeispiel

Modell-Comment auf "Why I Quit Social Media for a Month"

Write a 250-word blog comment in response to the post above.

  1. 01Begrüßung + Bezug

    "Hi Jamie, your post struck a real chord with me - especially the bit about checking your phone before even opening your eyes in the morning. I caught myself doing exactly that this week."

  2. 02Reaktion + eigene Erfahrung

    "Although I cannot claim to have gone fully off-grid, I did try a one-week Instagram detox last spring. The first three days were brutal: I felt as though I had been cut off from my friends. By day five, however, I noticed something unexpected - I was reading actual books again."

  3. 03Argument + Differenzierung

    "Where I would gently push back, though, is on your point that all social media is harmful. Communities for niche hobbies, like the woodworking subreddit I follow, have genuinely enriched my life. The trick, I suspect, is intentional use rather than total avoidance."

  4. 04Schluss mit Aufruf

    "In any case, thanks for putting this experiment into words - it has nudged me to schedule another break. Has anyone here tried a longer detox? I'd love to hear how you handled the social pressure."

  5. 05Register markers

    Freundlich: "struck a chord", "I would gently push back", "thanks for putting this into words". Hedging: "I suspect", "would gently". C1-lexis: detox, intentional use, brutal (idiomatic), nudge.

Ergebnis: Endtext ca. 240 Wörter, klar reagierend, mit Beispiel und Aufruf. Erwartet: Inhalt 5/5, Aufbau 4-5/5, Sprachgebrauch 5/5, Sprachrichtigkeit 5/5.

Maturafokus

  • Bezug auf den Post in den ersten 1-2 Sätzen ("Reading your post about gap years really resonated with me ...").
  • Klare Position: zustimmend, widersprechend, ergänzend.
  • Konkrete Beispiel oder Anekdote.
  • Klare, freundliche Sprache - kein Streiten.
  • Hochwertige Connectors auch in kurzem Format.

Typische Fehler

  • Zu lang - bei 250 Wörter-Limit muss man Disziplin halten.
  • Kein Bezug zum Originalpost - der Comment wirkt isoliert.
  • Kein eigenes Beispiel.
  • Aggressiver Ton bei Widerspruch.
  • Schluss-Floskel ("good post") statt einer interaktiven Frage.

§ 03

Aktive Wiederholung

Write a 250-word blog comment responding to a post titled "Why I Quit Social Media for a Month". Include: 1) your reaction to the post, 2) whether you agree, 3) one of your own experiences with social media, 4) advice or question to the author or other readers.

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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: SRDP Englisch - Standardisierte Reife- und Diplomprüfung (BMBWF / IQS) · Cambridge English B2 First - Handbook for Teachers (Schreibdeskriptoren) (Cambridge University Press & Assessment) · BBC Learning English - 6 Minute English / News Review (BBC)

§ 04
§ 04

Email - formal (an Institution oder Behörde)#

~4 Min Lesezeit●●○StandardLPE-W-Email-1.1

Kernpunkte

Die formelle Email richtet sich an unbekannte oder institutionelle Adressaten — Schulleitung, Universität, Reisefirma, Veranstalter. stellt ihre Marker zusammen: die Anrede, das Fehlen von Kontraktionen und der zur Anrede passende Schlussgruß sind die drei sichtbarsten Formalitätssignale und werden zuerst gelesen.

Formelle E-Mail - Textsortenmerkmale

Formelle E-MailTabelle mit 3 Spalten und 4 Zeilen, Daten: Merkmal · Konvention · Beispiel; Anrede · Dear Sir/Madam · kein Vorname; Register · formal · no contractions; Aufbau · Anliegen zuerst · I am writing to ...; Gruss · Yours faithfully · bei Sir/MadamMerkmalKonventionBeispielAnredeDear Sir/Madamkein VornameRegisterformalno contractionsAufbauAnliegen zuerstI am writing to ...GrussYours faithfullybei Sir/Madam
Abb. 4Eine formelle E-Mail an Institution oder Behörde: feste Anrede, formales Register ohne contractions, klares Anliegen und der passende Schlussgruss.
Abb. 4 ↓
Der Aufbau ist konventionell festgelegt: Betreffzeile, Anrede („Dear Sir/Madam," oder „Dear Mr/Ms" plus Nachname), Einleitung mit dem Anlass des Schreibens, Body mit drei bis vier Punkten in je eigenem Absatz, Schluss mit einem konkreten nächsten Schritt, Grußformel plus Name. Fehlt ein Element, fehlt es sichtbar.
Anrede und Grußformel müssen zusammenpassen — das ist die am häufigsten geprüfte Einzelkonvention: „Yours sincerely" nur, wenn der Name der Empfängerin oder des Empfängers in der Anrede steht; „Yours faithfully" nach „Dear Sir/Madam". Die Kombination „Dear Sir/Madam" mit „Yours sincerely" ist der klassische Fehler.
Die Betreffzeile ist kurz und präzise und nennt die Handlung: „Application for the summer internship", „Request for a fee waiver", „Complaint about the delayed refund", „Enquiry regarding accommodation". Ein Betreff wie „Hello" oder „Question" ist so gut wie keiner — und ein fehlender Betreff kostet Aufbau-Punkte.
Die Sprache ist durchgehend formell: vollständige Sätze, keine Kontraktionen („I am", nicht „I'm"), kein Slang, keine Emojis. Wo möglich steht ein lateinisch geprägtes Verb statt eines Phrasal Verbs — „to postpone" statt „to put off", „to submit" statt „to hand in". Diese Wortwahl allein hebt das Register spürbar.
Höflichkeit wird sprachlich hergestellt, nicht behauptet: Modalverben (would, could), Hedging („I would be grateful if …", „I would appreciate it if …") und eine konkrete Erwartung am Schluss („I look forward to your prompt response."). Mindestens ein Höflichkeitsmarker pro Absatz ist die praktikable Faustregel.

Vokabeln

→ Kartei
  • subject line/ˈsʌbdʒɪkt laɪn/Betreffzeile; kurz, präzise, handlungsnennend.
  • Yours faithfully/jɔːz ˈfeɪθfəli/Grußformel nach "Dear Sir/Madam".
  • Yours sincerely/jɔːz sɪnˈsɪəli/Grußformel nach namentlicher Anrede.
  • contraction/kənˈtrækʃn/Kurzform (I'm); in formeller Email verboten.
  • enquiry/ɪnˈkwaɪəri/Anfrage; typischer formeller Anlass.
  • to be grateful if/biː ˈɡreɪtfl ɪf/Höflichkeitsformel für eine Bitte.
Musterbeispiel

Modell-Email an Schulleitung (formal)

Write a formal 250-word email to a UK school regarding an exchange programme.

  1. 01Subject + Anrede

    Subject: Application for the 2026 Student Exchange Programme Dear Mrs Carter,

  2. 02Einleitung

    "I am writing to express my interest in the student exchange programme between our schools advertised on your website on 15 May. As a final-year student at Bundesgymnasium Rahlgasse in Vienna, I would very much welcome the opportunity to spend the autumn term at Hampton School."

  3. 03Body 1 - Background

    "I have been learning English since the age of nine and recently obtained a Cambridge B2 First certificate. My particular academic interests lie in literature and environmental science, both of which I understand are strong areas at Hampton."

  4. 04Body 2 - Hope to gain

    "Aside from the obvious linguistic benefits, I am especially keen to experience the British system of co-curricular activities, in particular the debating society, in which I have been involved at home for the past two years."

  5. 05Body 3 - Practical questions

    "I would also be grateful if you could clarify three practical matters: the exact term dates, whether host-family placements are arranged centrally, and the estimated cost of the programme. If a video interview is required as part of the selection process, I am happy to make myself available at your convenience."

  6. 06Schluss + Signatur

    "Thank you very much for considering my application. I look forward to your reply. Yours sincerely, Lena Maier"

  7. 07C1 markers

    Höflich-Modal: would very much welcome, would be grateful if, would also be grateful. Hedging: I understand, in particular. Präzise Lexis: linguistic benefits, co-curricular, host-family placements.

Ergebnis: Endtext ca. 250 Wörter, klar formal, bullet points abgedeckt, Subject + Schlussformel korrekt. Erwartet: Inhalt 5/5, Aufbau 5/5, Sprachgebrauch 5/5, Sprachrichtigkeit 5/5.

SRDP-Aufgaben

SelbsttestAus der Fragenbank20 Punkte

Aufgabenstellung

Schreibe eine formelle Email (250 +/- 10 % Wörter) an die Veranstalterin eines internationalen Summer Camps in Wales. Adressiere: 1) Beschreibung deines Interesses, 2) deine Vorerfahrungen, 3) Erwartungen an das Camp, 4) drei praktische Fragen (Anreise, Kosten, Unterbringung).

Maturafokus

  • Subject line nicht vergessen.
  • Anrede zur Schlussformel passend.
  • Klare bullet-point-Abdeckung in eigenen Absätzen.
  • Höflichkeitsmarker mind. einmal pro Absatz.
  • Schluss mit konkreter Erwartung ("I look forward to your prompt response.").

Typische Fehler

  • Kontraktionen verwendet (I'm, don't).
  • Anrede + Schlussformel nicht aufeinander abgestimmt ("Dear Sir/Madam" + "Yours sincerely").
  • Slang oder Smileys.
  • Body zu kurz; bullet points nicht abgedeckt.
  • Subject zu allgemein ("Hello", "Question") oder fehlt komplett.

§ 04

Aktive Wiederholung

Write a 250-word formal email to the principal of a partner school in the UK regarding a student exchange programme. Include: 1) reason for writing, 2) your background and interests, 3) what you hope to gain from the exchange, 4) practical questions (dates, accommodation, costs).

Passende Aufgaben üben50 Fragen zum Thema→

Aktiv abrufen

Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: SRDP Englisch - Standardisierte Reife- und Diplomprüfung (BMBWF / IQS) · Cambridge English B2 First - Handbook for Teachers (Schreibdeskriptoren) (Cambridge University Press & Assessment) · Matura.gv.at - Aufgabenarchiv Englisch (BHS und AHS) (BMBWF / IQS) · IQS Beurteilungsraster Englisch - Schreiben (IQS)

§ 05
§ 05

Essay - Opinion Essay und Argumentativer Essay#

~5 Min Lesezeit●●●VertiefungLPE-W-Essay-1.1

Kernpunkte

Seit dem Haupttermin 2021 verwendet der AHS-Essay ausschließlich den Operator „discuss". Er deckt beides ab — das Argumentieren eines eigenen Standpunkts und das Abwägen mehrerer Standpunkte. Die schulische Unterscheidung zwischen Opinion Essay und argumentativem Essay ist deshalb eine didaktische Hilfe, keine zwei getrennten Aufgabenstellungen. zeigt den Bauplan, der für beide Varianten trägt.

Argumentation-Tree für Opinion Essays

Aufbau eines Opinion EssaysBaumdiagramm, 5 Pfade, Daten: Intro + Thesis; Argument 1; Argument 2; Counter + Rebuttal; ConclusionOpinion EssayIntro + ThesisArgument 1Argument 2Counter + RebuttalConclusion
Abb. 5Makrostruktur eines Opinion Essays: Intro + Thesis, zwei Argumente (je claim + evidence + warrant), ein Counter + Rebuttal ("Admittedly ... yet ...") und eine Conclusion (Thesis wiederholen + Ausblick). Das Counter + Rebuttal ist der C1-Hebel.
Abb. 5 ↓
Die offizielle Aufgabenform besteht aus einer kurzen Situierung (oft einem Zitat) und drei Inhaltspunkten unter dem Operator, bei rund 400 Wörtern, mit der ausdrücklichen Aufforderung, dem Essay einen Titel zu geben. Der Titel ist damit Pflicht — sein Fehlen ist ein vermeidbarer Aufbau-Abzug.
Der Aufbau ist fest: Titel — Einleitung mit Hook und Thesisstatement — Body 1 (Argument plus Evidence) — Body 2 (Argument plus Evidence) — Counterargument mit Rebuttal — Konklusion mit Restatement und Ausblick. Das Counterargument ist kein Zusatz, sondern das Element, an dem die oberen Deskriptoren im Inhalt hängen: Wer die Gegenseite nicht behandelt, argumentiert nicht, sondern behauptet.
Ein Argument besteht aus drei Teilen: Claim (die Behauptung), Evidence (Statistik, Studie, Beispiel) und Warrant (die Verknüpfungslogik, die erklärt, warum der Beleg die Behauptung stützt). Der Warrant ist der Teil, der am häufigsten fehlt — ein Beleg ohne Erklärung wird als Illustration gelesen, nicht als Argument.
Das Rebuttal folgt einem verlässlichen Muster: einräumen, dann abwägen. „Admittedly, stricter rules would raise costs for small businesses. However, the long-term savings in healthcare outweigh this initial burden." Das Zugeständnis schwächt die eigene Position nicht — es zeigt, dass sie geprüft wurde.
Das Register ist formell und akademisch: keine Kontraktionen, „I" sparsam oder ersetzt durch unpersönliche Konstruktionen („It can be argued that …"). Die Konklusion wiederholt nicht die Einleitung, sondern zieht eine Folgerung und öffnet einen Ausblick — und sie ist der natürliche Ort für zwei der drei C1-Marker, die der Text tragen soll.

Vokabeln

→ Kartei
  • thesis statement/ˈθiːsɪs ˈsteɪtmənt/Kernthese am Ende der Einleitung.
  • counterargument/ˈkaʊntərˌɑːɡjumənt/Gegenargument; Pflichtelement des Essays.
  • rebuttal/rɪˈbʌtl/Entkräftung des Gegenarguments.
  • warrant/ˈwɒrənt/Verknüpfungslogik zwischen Beleg und Behauptung.
  • to outweigh/ˌaʊtˈweɪ/Überwiegen; Schlüsselverb im Rebuttal.
  • admittedly/ədˈmɪtɪdli/Zugegebenermaßen; leitet das Zugeständnis ein.
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Musterbeispiel

Modell-Essay "Should public transport be free in city centres?" (400 Wörter, annotated)

Write a 400-word opinion essay arguing for or against free public transport in city centres.

  1. 01Intro (Hook + Thesis)

    "When the Estonian capital Tallinn made buses, trams and trolleys free for residents in 2013, sceptics predicted a fare-evasion disaster; over a decade later, the policy is still in place and several European cities are watching closely. This essay argues that free public transport in city centres is, on balance, a worthwhile investment, because it boosts urban equity and helps cut traffic congestion - although it does require careful financing."

  2. 02Body 1 - Equity

    TS: "First and foremost, free transit is a powerful tool for urban equity." Support: "For low-income households, the daily cost of a bus ticket can amount to a tenth of disposable income, effectively pricing some workers out of the city centre. Tallinn's experience suggests that scrapping fares has helped poorer residents access better-paid jobs further from home." Warrant: "In other words, the policy is not merely a perk but a redistributive measure."

  3. 03Body 2 - Environment + traffic

    TS: "Second, free public transport can ease the chronic problem of urban congestion." Support: "Studies in Luxembourg and Tallinn alike report modest but measurable drops in private-car usage of between 5 and 8 per cent within two years of implementation. Fewer cars mean cleaner air and quieter streets - benefits that ripple far beyond commuters." Warrant: "Even a single-digit reduction in car traffic compounds when multiplied across millions of journeys."

  4. 04Counter + Rebuttal

    "Admittedly, critics argue that someone has to foot the bill, and that someone is usually the taxpayer. The fare revenue Vienna would forgo, for instance, runs to several hundred million euros annually. However, this objection overlooks two facts: first, fare collection itself is costly to administer; second, the health and productivity gains from cleaner air arguably offset much of the public outlay."

  5. 05Conclusion (Restate + Outlook)

    "To sum up, the case for free urban transit rests on equity and environmental dividends that outweigh - though by no means dissolve - the legitimate concern over funding. As more cities run the experiment, the central question may shift from whether free transit is a good idea to how exactly it should be paid for."

  6. 06C1 markers used

    Emphatic do ("it does require"), Hedging-Adverbial ("First and foremost"), Hedging ("on balance", "arguably", "modest but measurable"), Idioms (foot the bill, pricing out, ripple far beyond), Präzise Kollokationen (urban equity, chronic congestion, redistributive measure).

Ergebnis: Endtext ca. 400 Wörter, klare Thesis-Struktur, 2 Argumente + Counter + Conclusion, hochwertige Lexis. Erwartete Bewertung: 5/5/5/5.

SRDP-Aufgaben

SelbsttestAus der Fragenbank20 Punkte

Aufgabenstellung

Schreibe einen Opinion Essay (400 +/- 10 % Wörter): "Should social media companies be held legally responsible for the mental health of their younger users?". Berücksichtige: 1) aktuelle Situation, 2) zwei Argumente für rechtliche Verantwortung, 3) ein Gegenargument mit Widerlegung, 4) klar formulierte Conclusion mit Outlook.

Maturafokus

  • These im Intro präzise: "This essay argues that X, because Y and Z."
  • Topic Sentences als Antwort auf "Why?": "X because of Y."
  • Counterargument NICHT vergessen - das ist ein Schlüsselelement.
  • Conclusion: nicht nur Wiederholung; neue Perspektive oder Outlook.
  • C1-Marker: Hedging, Inversion, Cleft, präzise Kollokationen.

Typische Fehler

  • Position unklar oder erst im Schluss formuliert.
  • Counterargument fehlt - reduziert Argumentstärke.
  • Argumente ohne Evidence (Beispiel/Statistik).
  • Kontraktionen verwendet.
  • Conclusion = nur Wiederholung des Intros.

§ 05

Aktive Wiederholung

Write a 400-word opinion essay: "Should public transport be free in city centres?" Include: 1) introduction with hook + thesis, 2) two arguments for, 3) one counterargument with rebuttal, 4) conclusion with outlook.

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Quellen: SRDP Englisch - Standardisierte Reife- und Diplomprüfung (BMBWF / IQS) · Cambridge English B2 First - Handbook for Teachers (Schreibdeskriptoren) (Cambridge University Press & Assessment) · BBC Learning English - 6 Minute English / News Review (BBC) · Oxford Learner's Dictionaries - collocations & word origin (Oxford University Press) · IQS Beurteilungsraster Englisch - Schreiben (IQS)

§ 06
§ 06

Email an Freund*in - informelles Register sicher treffen#

~4 Min Lesezeit●○○BasisLPE-W-Email-1.1LPE-W-Raster-1.1

Kernpunkte

Die informelle Email an eine Freundin oder einen Freund ist eine eigene SRDP-Variante und verlangt ein anderes Register als die formelle Email — das Register-Treffen ist hier direkt punktewirksam, sowohl im Inhalt als auch im Sprachgebrauch. stellt die Marker der informellen Email zusammen; im direkten Vergleich mit der formellen Email aus wird der Unterschied an Anrede, Kontraktionen und Schlussgruß greifbar.

Informelle E-Mail - Textsortenmerkmale

Informelle E-MailTabelle mit 3 Spalten und 4 Zeilen, Daten: Merkmal · Konvention · Beispiel; Anrede · Hi / Hey · Hi Sam,; Register · locker · contractions ok; Ton · plaudernd · Guess what!; Gruss · Take care / Best · casualMerkmalKonventionBeispielAnredeHi / HeyHi Sam,Registerlockercontractions okTonplauderndGuess what!GrussTake care / Bestcasual
Abb. 6Eine informelle E-Mail an Freund*innen: lockere Anrede, contractions erlaubt, plaudernder Ton und ein casual Schlussgruss - aber weiterhin strukturiert.
Abb. 6 ↓
Die Anrede ist informell: „Hi Sam,", „Hey Anna,", auch „Dear Tom," — niemals „Dear Sir/Madam". Die Schlussformel folgt derselben Ebene: „Take care,", „All the best,", „See you soon," plus Vorname. Ein „Yours faithfully" unter einer Freundes-Email ist der auffälligste Registerbruch dieser Textsorte.
Der Aufbau ist dreiteilig und dialogisch: warmer Einstieg mit Bezug auf eine vorige Nachricht oder ein gemeinsames Erlebnis, Hauptteil mit allen bullet points, freundlicher Ausklang mit einer Frage zurück oder einer Ankündigung. Der Bezug am Anfang ist das, was die Email als Fortsetzung eines Gesprächs kennzeichnet.
Die informellen Sprachmittel sind konkret benennbar und sollten bewusst gesetzt werden: Kontraktionen (I'm, you'll, can't), Phrasal Verbs (catch up, drop by, sort out), direkte Fragen („How are things?"), milde Ausrufe („Guess what!", „What a shame!"). Zwei bis drei Phrasal Verbs reichen für einen natürlichen Ton.
Informell heißt freundlich-natürlich, nicht nachlässig. Slang-Abkürzungen wie „gr8", „u" oder „lol" kippen den Text unter B2, und Grammatikfehler werden nicht dadurch entschuldigt, dass die Textsorte locker ist — Sprachrichtigkeit wird hier genauso voll gewertet wie im Report.
Die bullet points bleiben verbindlich. Genau das ist die Falle dieser Textsorte: Der Plauderton lenkt vom Auftrag ab, und ein geforderter Punkt — eine Einladung, eine Nachfrage, ein Vorschlag mit Begründung — geht unter. Haken Sie deshalb auch hier nach dem Schreiben jeden bullet point einzeln ab.

Vokabeln

→ Kartei
  • to catch up/kætʃ ʌp/Sich austauschen / nachholen; typisches Phrasal Verb.
  • to drop by/drɒp baɪ/Vorbeikommen; informelle Wendung.
  • to sort something out/sɔːt ˈsʌmθɪŋ aʊt/Etwas regeln / klären.
  • Take care/teɪk keə/Informelle Schlussformel.
  • Guess what!/ɡes wɒt/Milder Ausruf; erzeugt Nähe.
  • informal register/ɪnˈfɔːml ˈredʒɪstə/Freundlich-natürliche Sprachebene, nicht nachlässig.
Musterbeispiel

Modell-Email an eine Freundin (Wien-Besuch)

Write a 200-word informal email replying to a friend who is coming to Vienna.

  1. 01Anrede + warmer Einstieg

    "Hi Sophie, It was so good to hear that you're finally coming to Vienna - I've been looking forward to showing you around for ages!"

  2. 02Bullet 1 + 2 (Aktivitäten)

    "We should definitely catch up over a proper Viennese coffee, and if the weather holds, I'd love to take you up to the Kahlenberg for the view over the whole city."

  3. Bullet 3 + 4 (Nachfrage + Warnung)

    "By the way, when exactly are you arriving? Just so you know, it can get pretty chilly in the evenings here, so make sure you pack a warm jacket - I don't want you freezing on day one."

  4. 04Ausklang + Schlussformel

    "Let's sort out the details once you've booked your train. Can't wait to see you! Take care, Lena"

Ergebnis: Ca. 195 Wörter, durchgehend informelles Register, Contractions, drei Phrasal Verbs (catch up, take up, sort out), alle vier bullet points abgedeckt, saubere Grammatik. Erwartet: 5/5/5/5.

Maturafokus

  • Treffe das informelle Register konsequent - keine formellen Floskeln wie "I am writing to inform you that ...".
  • Decke jeden bullet point ab und hake ihn ab (Inhalt).
  • Nutze Contractions und 2-3 Phrasal Verbs für einen natürlichen Ton (Sprachgebrauch).
  • Halte trotz Lockerheit die Grammatik sauber (Tense, Agreement) - Sprachrichtigkeit zählt voll.
  • Schließe mit einer Frage oder einem Vorschlag zurück - das wirkt dialogisch und freundlich.

Typische Fehler

  • Register verfehlt: formelle Wendungen ("I would be grateful if ...") in einer Email an Freunde.
  • Zu viel Slang / Abkürzungen (gr8, u, lol) - das kippt unter B2.
  • Bullet point übersehen, weil der Plauderton vom Inhalt ablenkt.
  • Falsche Schlussformel (Yours faithfully bei einer Freundes-Email).
  • Grammatikfehler als "informell akzeptabel" abgetan - Sprachrichtigkeit wird trotzdem bewertet.

§ 06

Aktive Wiederholung

Write a 200-word informal email to a friend who is visiting Vienna next month. Cover: suggest two activities, ask about their travel dates, warn about one practical issue (e.g. weather), and propose where to meet. Use an informal greeting and sign-off, at least three phrasal verbs, and contractions throughout.

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Quellen: SRDP Englisch - Standardisierte Reife- und Diplomprüfung (BMBWF / IQS) · IQS Beurteilungsraster Englisch - Schreiben (IQS) · Englisch-Hilfen - Grammatik und Vokabeltrainer (DE) (Englisch-Hilfen) · Cambridge English B2 First - Handbook for Teachers (Schreibdeskriptoren) (Cambridge University Press & Assessment)

Stand 06/2026 · Vollständige Fassung über den Tiefenregler — gleiche Stelle, gleiche Anker

Inhalt

Abschnitt -- / 06

    • 01Article - für Schulmagazin oder Zeitschrift◐
    • 02Blog Post - persönliche Sicht in halböffentlicher Plattform◐
    • 03Blog Comment - kurze Reaktion auf Blog Post○
    • 04Email - formal (an Institution oder Behörde)◐
    • 05Essay - Opinion Essay und Argumentativer Essay●
    • 06Email an Freund*in - informelles Register sicher treffen○

0/6 Gelesen

Aus den Notizen ins Training

Textsorten A - Article, Blog Post, Blog Comment, Email, Essay

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Schreibe einen Article (250 +/- 10 % Wörter) für ein Schulmagazin zum Thema: "Should social media platforms be banned for under-16s?". Berücksichtige: 1) aktuelle Lage der Nutzung in deiner Altersgruppe, 2) zwei Argumente für ein Verbot, 3) zwei Argumente dagegen, 4) deine eigene Position. Verwende einen Titel, eine fesselnde Einleitung und eine überzeugende Schlussfolgerung.

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Belege & Quellen

Quellen

BMBWF / IQS

  • SRDP Englisch - Standardisierte Reife- und Diplomprüfung
  • Matura.gv.at - Aufgabenarchiv Englisch (BHS und AHS)

Cambridge University Press & Assessment

  • Cambridge English B2 First - Handbook for Teachers (Schreibdeskriptoren)

IQS

  • IQS Beurteilungsraster Englisch - Schreiben

BBC

  • BBC Learning English - 6 Minute English / News Review

Oxford University Press

  • Oxford Learner's Dictionaries - collocations & word origin

Englisch-Hilfen

  • Englisch-Hilfen - Grammatik und Vokabeltrainer (DE)

Siehe auch

  • Textsorten B - Letter to the Editor, Newsletter, Report, Review, SummaryDie fünf weiteren Textsorten samt Registerskala über alle zehn.
  • Writing-Prozess - Planung, Drafting, Editing und BewertungslogikAufgabenanalyse, Planung und Endcheck, die für jede Textsorte gelten.
  • Vokabel-Cluster A - Work, Environment, Technology, SocietyHedging und akademisches Register für Essay und formelle E-Mail.

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