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Notizen/Mathematik/AG 1 - Zahlen, Terme, Potenzen und Logarithmen
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AG 1 - Zahlen, Terme, Potenzen und Logarithmen

Grundlegende Werkzeuge der Algebra: Zahlenmengen, Termumformungen, Potenz-, Wurzel- und Logarithmusgesetze. Diese Kompetenzen werden in fast jeder anderen Maturaaufgabe vorausgesetzt. Siehe Thema AG 2 (Gleichungen, Ungleichungen und Gleichungssysteme), in dem diese Umformungen unmittelbar angewendet werden.

6 Abschnitte·~21 Min Lesezeit·3 Kompetenzen·Stand 06/2026

T·0111 / 13
Prüfungsprofil
AG 1.1 · Wissen über die Zahlenmengen N, Z, Q, R verstehen und anwendenAG 1.2 · Mit Variablen, Termen, Formeln und Gleichungen arbeitenAG 2.1 · Einfache Terme und Formeln aufstellen, umformen und im Kontext deuten (Potenzen, Wurzeln, Logarithmen)
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Inhalt · 6 Abschnitte▾
  1. AG 1 - Zahlen, Terme, Potenzen und Logarithmen
    • 01Zahlenmengen N, Z, Q, R und C○
    • 02Terme, Variablen und Äquivalenzumformungen○
    • 03Potenzen, Wurzeln und rationale Exponenten◐
    • 04Logarithmen als Umkehrung der Exponentialfunktion◐
    • 05Intervalle, Mengen und Schreibweisen○
    • 06Betrag, Runden und Näherungswerte○

6 Abschnitte · 30 Merksätze · 9 Formeln · 30 Fehlerwarnungen

§ 01
§ 01

Zahlenmengen N, Z, Q, R und C#

~4 Min Lesezeit●○○BasisLPAG-1.1

Zahlenmengen-Hierarchie

C - Komplexe Zahlen R - Reelle Zahlen Q - Rationale Zahlen Z N N subset Z subset Q subset R subset C
Abb. 1N als Kern, schalenartig erweitert um Z, Q, R und C.

Kernpunkte

Die natürlichen Zahlen N={0, 1, 2,… }\mathbb{N}=\{0,\,1,\,2,\dots\}N={0,1,2,…} bilden die Basis zum Zählen; in Österreich gehört die Null per Konvention zu N\mathbb{N}N.
Die ganzen Zahlen Z\mathbb{Z}Z entstehen durch Hinzunehmen der negativen Zahlen, die rationalen Zahlen Q\mathbb{Q}Q durch alle Brüche pq\tfrac{p}{q}qp​ mit q≠0q\neq 0q=0.
Reelle Zahlen R\mathbb{R}R füllen die Zahlengerade lückenlos; irrationale Zahlen wie 2\sqrt{2}2​, π\piπ oder e\mathrm{e}e besitzen keine periodische Dezimaldarstellung.
Komplexe Zahlen C\mathbb{C}C erweitern R\mathbb{R}R um die imaginäre Einheit i=−1\mathrm{i}=\sqrt{-1}i=−1​; sie liegen in der AHS-Matura außerhalb des Grundkompetenzkatalogs, treten aber in Erweiterungsaufgaben auf.
Es gilt die strikte Inklusionskette N⊂Z⊂Q⊂R⊂C\mathbb{N}\subset\mathbb{Z}\subset\mathbb{Q}\subset\mathbb{R}\subset\mathbb{C}N⊂Z⊂Q⊂R⊂C; jede Erweiterung löst eine Gleichungsklasse, die in der vorigen Menge nicht lösbar war.
Bei Modellierungen muss der Zahlenbereich zum Kontext passen: Personenanzahl in N\mathbb{N}N, Kontostand in Q\mathbb{Q}Q, Streckenlängen in R+\mathbb{R}^{+}R+.
Die Erweiterungen der Zahlenmengen folgen alle demselben Muster: Jede entsteht, weil eine Rechenoperation in der bisherigen Menge nicht ausführbar war. In N\mathbb{N}N ist 3−53-53−5 unlösbar, also entsteht Z\mathbb{Z}Z; in Z\mathbb{Z}Z ist 3:53:53:5 unlösbar, also entsteht Q\mathbb{Q}Q; in Q\mathbb{Q}Q hat x2=2x^{2}=2x2=2 keine Lösung, also entsteht R\mathbb{R}R; und in R\mathbb{R}R hat x2=−1x^{2}=-1x2=−1 keine Lösung, also entsteht C\mathbb{C}C. Wer diese Kette nachzeichnen kann, beantwortet jede Frage nach der Zugehörigkeit einer Zahl mit einer Begründung statt mit einer Behauptung.
Die Unterscheidung zwischen rationalen und irrationalen Zahlen wird regelmäßig geprüft und lässt sich an der Dezimaldarstellung ablesen: Rationale Zahlen haben eine endliche oder periodische Entwicklung, irrationale eine unendliche nichtperiodische. 2\sqrt{2}2​, π\piπ und e\mathrm{e}e sind die Standardbeispiele. Umgekehrt lässt sich jede periodische Dezimalzahl als Bruch schreiben - daraus folgt auch die zunächst überraschende Gleichheit 0,9‾=10{,}\overline{9}=10,9=1.
In der Reifeprüfung tritt C\mathbb{C}C vor allem als Antwort auf die Frage auf, warum eine quadratische Gleichung mit negativer Diskriminante keine reelle Lösung besitzt. Die imaginäre Einheit ist über i2=−1\mathrm{i}^{2}=-1i2=−1 definiert, und eine komplexe Zahl hat die Form a+b ia+b\,\mathrm{i}a+bi mit reellem Real- und Imaginärteil. Über C\mathbb{C}C hat dann jede Polynomgleichung nnn-ten Grades genau nnn Lösungen - das ist der Fundamentalsatz der Algebra.

Vokabeln

→ Kartei
  • natürliche Zahlen$\mathbb{N}$; die Zählzahlen, je nach Konvention mit oder ohne null.
  • ganze Zahlen$\mathbb{Z}$; Erweiterung um die negativen Zahlen, damit jede Subtraktion lösbar ist.
  • rationale ZahlAls Bruch zweier ganzer Zahlen darstellbar; endliche oder periodische Dezimalentwicklung.
  • irrationale ZahlNicht als Bruch darstellbar; unendliche nichtperiodische Dezimalentwicklung.
  • imaginäre Einheit$\mathrm{i}$ mit $\mathrm{i}^{2}=-1$; Grundlage der komplexen Zahlen.
  • Fundamentalsatz der AlgebraÜber $\mathbb{C}$ hat jede Polynomgleichung $n$-ten Grades genau $n$ Lösungen.
Musterbeispiel

Zahlentyp bestimmen

Ordne −73-\tfrac{7}{3}−37​, 2\sqrt{2}2​, 0,27‾0{,}\overline{27}0,27 und π\piπ den Zahlenmengen N,Z,Q,R∖Q\mathbb{N},\mathbb{Z},\mathbb{Q},\mathbb{R}\setminus\mathbb{Q}N,Z,Q,R∖Q zu.

  1. 01Bruch

    −73∈Q-\tfrac{7}{3}\in\mathbb{Q}−37​∈Q, da Bruch ganzer Zahlen; nicht in Z\mathbb{Z}Z.

  2. 02Wurzel aus 2

    Beweis über Widerspruch zeigt, dass 2\sqrt{2}2​ nicht als Bruch darstellbar ist; 2∈R∖Q\sqrt{2}\in\mathbb{R}\setminus\mathbb{Q}2​∈R∖Q.

  3. 03Periodische Dezimalzahl

    0,27‾=2799=311∈Q0{,}\overline{27}=\tfrac{27}{99}=\tfrac{3}{11}\in\mathbb{Q}0,27=9927​=113​∈Q.

  4. 04Kreiszahl

    π\piπ ist transzendent, also π∈R∖Q\pi\in\mathbb{R}\setminus\mathbb{Q}π∈R∖Q.

Ergebnis: Periodische und endliche Dezimalzahlen sind rational; Wurzeln aus Nicht-Quadratzahlen sowie π\piπ und e\mathrm{e}e sind irrational.

Schritt-für-Schritt Erklärung3 Schritte
  1. 1

    Stell dir die Zahlenmengen als ineinander verschachtelte Schalen vor: ganz innen die natürlichen Zahlen.

    Zahlenmengen-Hierarchie

    C - Komplexe Zahlen R - Reelle Zahlen Q - Rationale Zahlen Z N N subset Z subset Q subset R subset C
    Abb.N als Kern, schalenartig erweitert um Z, Q, R und C.
  2. 2

    Jede Erweiterung löst ein Problem: negative Zahlen, Brüche, irrationale Wurzeln und schließlich Wurzeln aus negativen Zahlen.

  3. 3

    In Maturaaufgaben wird oft die kleinste Menge gefragt, in der eine Zahl enthalten ist - schreite immer von innen nach aussen.

SRDP-Aufgaben

SelbsttestAus der Fragenbank4 Punkte

Aufgabenstellung

Gegeben sind vier Zahlen: a=−3a=-3a=−3, b=58b=\tfrac{5}{8}b=85​, c=16c=\sqrt{16}c=16​, d=7d=\sqrt{7}d=7​. Kreuze die jeweils kleinste Zahlenmenge an, in der die Zahl liegt: N\mathbb{N}N, Z\mathbb{Z}Z, Q\mathbb{Q}Q, R∖Q\mathbb{R}\setminus\mathbb{Q}R∖Q.

Maturafokus

  • Begründe die Zugehörigkeit einer Zahl zu einer Menge über die Rechenoperation, die dort ausführbar wird - nicht durch bloße Behauptung.
  • Unterscheide rationale und irrationale Zahlen an der Dezimalentwicklung: endlich oder periodisch gegen unendlich nichtperiodisch.
  • Merke die Inklusionskette N⊂Z⊂Q⊂R⊂C\mathbb{N}\subset\mathbb{Z}\subset\mathbb{Q}\subset\mathbb{R}\subset\mathbb{C}N⊂Z⊂Q⊂R⊂C und nenne zu jeder Erweiterung ihr Motiv.
  • Nutze C\mathbb{C}C als Antwort darauf, warum eine quadratische Gleichung mit negativer Diskriminante keine REELLE Lösung hat.
  • Wandle eine periodische Dezimalzahl in einen Bruch um - das belegt ihre Rationalität.

Typische Fehler

  • 4\sqrt{4}4​ wird als irrational bezeichnet; irrational ist eine Zahl erst, wenn sie sich NICHT als Bruch schreiben lässt.
  • 000 wird nicht zu N\mathbb{N}N gezählt oder umgekehrt, ohne die verwendete Konvention zu nennen.
  • Aus „unendlich viele Nachkommastellen" wird auf Irrationalität geschlossen; 13\tfrac{1}{3}31​ hat unendlich viele und ist rational.
  • Die imaginäre Einheit wird als −1\sqrt{-1}−1​ gerechnet statt über i2=−1\mathrm{i}^{2}=-1i2=−1 definiert.
  • 0,9‾0{,}\overline{9}0,9 wird als kleiner als 1 angesehen; beide Schreibweisen bezeichnen dieselbe Zahl.

§ 01

Aktive Wiederholung

Ordne 227\tfrac{22}{7}722​, 9\sqrt{9}9​, 1,010010001…1{,}010010001\dots1,010010001… (nicht periodisch) und −5-5−5 den Mengen N\mathbb{N}N, Z\mathbb{Z}Z, Q\mathbb{Q}Q, R∖Q\mathbb{R}\setminus\mathbb{Q}R∖Q zu und begründe jede Zuordnung mit einem Satz.

Passende Aufgaben üben50 Fragen zum Thema→

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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: AHS-Lehrplan Mathematik (Oberstufe), Kompetenzbereich Algebra und Geometrie (BMBWF / RIS) · Grundkompetenzen Mathematik AHS (IQS)

§ 02
§ 02

Terme, Variablen und Äquivalenzumformungen#

~3 Min Lesezeit●○○BasisLPAG-1.2LPAG-2.1

Faktorisierung und Nullstellen von f(x)=x²-9

Faktorisierung und Nullstellen von f(x) = x² − 9Schaubild von f(x) = x² − 9, Nullstellen bei x = -3, 3, Tiefpunkt bei (0, -9), y-Achsenabschnitt bei y = -9, im Bereich x von -4.5 bis 4.5−4−224−10−5510x₁ = −3x₂ = 3f(x) = x² − 9yx
Abb. 2Die faktorisierte Form x2−9=(x−3)(x+3)x^{2}-9=(x-3)(x+3)x2−9=(x−3)(x+3) macht die Nullstellen x=±3x=\pm 3x=±3 unmittelbar sichtbar - sie sind die Schnittpunkte der Parabel mit der xxx-Achse.

Kernpunkte

Ein Term ist eine sinnvolle Verknüpfung von Zahlen, Variablen und Operationszeichen - etwa 3x2−2x+13x^{2}-2x+13x2−2x+1 oder der Bruchterm 2a+1a−3\tfrac{2a+1}{a-3}a−32a+1​. Variablen sind dabei reine Platzhalter: Erst durch Einsetzen konkreter Zahlen erhält ein Term einen Wert, und genau diese Werte will man durch geschicktes Umformen erhalten.
Eine Äquivalenzumformung - Ausmultiplizieren, Herausheben, Kürzen oder Erweitern - ändert nur die Schreibweise eines Terms, nicht seinen Wert. Erlaubt ist sie genau dann, wenn der Definitionsbereich unverändert bleibt; deshalb gehört zu jeder Bruchumformung die Angabe, welche xxx-Werte ausgeschlossen sind.
Beim Kürzen darf nie durch Null dividiert werden: x2−9x−3\tfrac{x^{2}-9}{x-3}x−3x2−9​ vereinfacht sich für x≠3x\neq 3x=3 zu x+3x+3x+3, doch an der Stelle x=3x=3x=3 war der ursprüngliche Term gar nicht definiert. Diese Definitionslücke muss man mit anschreiben, sonst gilt die Umformung als unvollständig.
Die binomischen Formeln (a±b)2=a2±2ab+b2(a\pm b)^{2}=a^{2}\pm 2ab+b^{2}(a±b)2=a2±2ab+b2 und (a+b)(a−b)=a2−b2(a+b)(a-b)=a^{2}-b^{2}(a+b)(a−b)=a2−b2 sind das schärfste Umformwerkzeug. Rückwärts gelesen liefern sie die Faktorisierung - aus x2−9x^{2}-9x2−9 wird (x−3)(x+3)(x-3)(x+3)(x−3)(x+3) -, mit der sich Brüche kürzen und Nullstellen direkt ablesen lassen.
Polynome höheren Grades zerlegt man mit Polynomdivision oder dem Hornerschema in P(x)=(x−x0)⋅Q(x)+rP(x)=(x-x_{0})\cdot Q(x)+rP(x)=(x−x0​)⋅Q(x)+r. Ist x0x_{0}x0​ eine Nullstelle, so ist der Rest r=0r=0r=0; der abgespaltene Linearfaktor senkt den Grad - die Standardtechnik der späteren Kurvendiskussion (Thema AN).
Anschaulich ist jede Umformung ein Brillenwechsel auf denselben Ausdruck: Die ausmultiplizierte Form eignet sich zum Ableiten, die faktorisierte zum Ablesen der Nullstellen. Die Matura belohnt, wer bewusst die passende Form wählt, statt mechanisch immer dieselbe zu erzwingen.

Vokabeln

→ Kartei
  • TermSinnvolle Zusammenstellung aus Zahlen, Variablen und Rechenzeichen ohne Gleichheitszeichen.
  • ÄquivalenzumformungUmformung, die die Lösungsmenge unverändert lässt.
  • binomische Formel$(a\pm b)^{2}=a^{2}\pm2ab+b^{2}$ sowie $(a+b)(a-b)=a^{2}-b^{2}$.
  • FaktorisierenUmschreiben einer Summe in ein Produkt.
  • HauptnennerKleinstes gemeinsames Vielfaches aller Nenner.
  • DefinitionsmengeMenge aller Werte, für die der Term definiert ist.

Binomische Formeln

(a+b)2=a2+2ab+b2,(a−b)2=a2−2ab+b2,(a+b)(a−b)=a2−b2(a+b)^{2}=a^{2}+2ab+b^{2},\quad (a-b)^{2}=a^{2}-2ab+b^{2},\quad (a+b)(a-b)=a^{2}-b^{2}(a+b)2=a2+2ab+b2,(a−b)2=a2−2ab+b2,(a+b)(a−b)=a2−b2

Die drei Merkformeln fürs Ausmultiplizieren und Faktorisieren. Der doppelte Mittelterm 2ab2ab2ab ist der Teil, der beim Rechnen am häufigsten verloren geht.

Der Start lädt die Simulation von PhET (University of Colorado).Bei PhET öffnen ↗
Musterbeispiel

Term mit Potenzen und Wurzel vereinfachen

Vereinfache a3⋅a−1/2a2\dfrac{\sqrt{a^{3}}\cdot a^{-1/2}}{a^{2}}a2a3​⋅a−1/2​ für a>0a>0a>0 und gib das Ergebnis als Potenz von aaa an.

  1. 01Wurzel als Potenz schreiben

    a3=a3/2\sqrt{a^{3}}=a^{3/2}a3​=a3/2.

  2. 02Zähler zusammenfassen

    a3/2⋅a−1/2=a3/2−1/2=a1=aa^{3/2}\cdot a^{-1/2}=a^{3/2-1/2}=a^{1}=aa3/2⋅a−1/2=a3/2−1/2=a1=a.

  3. 03Nenner kürzen

    aa2=a1−2=a−1\dfrac{a}{a^{2}}=a^{1-2}=a^{-1}a2a​=a1−2=a−1.

Ergebnis: Ergebnis: a−1=1aa^{-1}=\tfrac{1}{a}a−1=a1​ für a>0a>0a>0.

Schritt-für-Schritt Erklärung3 Schritte
  1. 1

    Eine Äquivalenzumformung ändert die Schreibweise eines Terms, nicht seinen Wert.

  2. 2

    Beim Bruch faktorisierst du Zähler und Nenner und kürzt nur gemeinsame Faktoren.

  3. 3

    Schreib am Ende den Definitionsbereich auf - das schützt dich vor Punktabzug.

SRDP-Aufgaben

SelbsttestAus der Fragenbank3 Punkte

Aufgabenstellung

Vereinfache den Term x2−4x2−4x+4\dfrac{x^{2}-4}{x^{2}-4x+4}x2−4x+4x2−4​ so weit wie möglich und gib den Definitionsbereich in R\mathbb{R}R an.

Maturafokus

  • Wende jede Umformung auf die GESAMTE Seite an, nie nur auf einen Summanden.
  • Nenne die binomischen Formeln vollständig und achte auf den gemischten Term 2ab2ab2ab.
  • Kürze nur FAKTOREN; steht im Zähler eine Summe, ist Kürzen unzulässig.
  • Stelle Formeln schrittweise nach der gesuchten Größe frei und setze Zahlenwerte erst danach ein.
  • Prüfe jede Umformung an einer Probe mit einem konkreten Zahlenwert.

Typische Fehler

  • (a+b)2(a+b)^{2}(a+b)2 wird zu a2+b2a^{2}+b^{2}a2+b2 verkürzt; der Term 2ab2ab2ab fehlt.
  • Aus einer Summe im Zähler wird gekürzt, obwohl nur Faktoren gekürzt werden dürfen.
  • Beim Freistellen wird nur ein Teil der Seite behandelt.
  • Ein Minuszeichen vor einer Klammer wird nicht auf alle Glieder verteilt.
  • Der Definitionsbereich eines Bruchterms bleibt unerwähnt, obwohl der Nenner null werden kann.

§ 02

Aktive Wiederholung

Vereinfache x2−9x2−6x+9\dfrac{x^{2}-9}{x^{2}-6x+9}x2−6x+9x2−9​ und gib den Definitionsbereich an.

Passende Aufgaben üben50 Fragen zum Thema→

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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: Mathago Maturaaufgaben - Algebra (Mathago)

§ 03
§ 03

Potenzen, Wurzeln und rationale Exponenten#

~3 Min Lesezeit●●○StandardLPAG-2.1

Potenzfunktionen mit ganzem und rationalem Exponenten

Potenzfunktionen: Wurzel, Quadrat und KubikSchaubild von √x = x^(1/2), Nullstellen bei x = 0, y-Achsenabschnitt bei y = 0, steigend, im Bereich x von 0 bis 2.2, Schaubild von x², Nullstellen bei x = 0, y-Achsenabschnitt bei y = 0, steigend, im Bereich x von 0 bis 2.2, Schaubild von x³, Nullstellen bei x = 0, y-Achsenabschnitt bei y = 0, steigend, im Bereich x von 0 bis 2.20.511.521234√x = x(1/2)x²x³yx
Abb. 3Je größer der Exponent, desto steiler der Anstieg; der Bruchexponent 12\tfrac{1}{2}21​ liefert die Wurzelfunktion x=x1/2\sqrt{x}=x^{1/2}x​=x1/2 (für x≥0x\ge 0x≥0).

Kernpunkte

Eine Potenz ana^{n}an mit n∈Nn\in\mathbb{N}n∈N bedeutet die nnn-fache Multiplikation der Basis aaa mit sich selbst. Die scheinbar willkürlichen Konventionen a0=1a^{0}=1a0=1 (für a≠0a\neq 0a=0) und a−n=1ana^{-n}=\tfrac{1}{a^{n}}a−n=an1​ sind kein Zufall - sie sind genau so gewählt, dass das Gesetz am⋅an=am+na^{m}\cdot a^{n}=a^{m+n}am⋅an=am+n lückenlos weitergilt.
Damit lässt sich auch das Wurzelziehen als Potenzieren schreiben: amn=am/n\sqrt[n]{a^{m}}=a^{m/n}nam​=am/n für a>0a>0a>0. Ein rationaler Exponent ist also nur eine kompakte Wurzelschreibweise - a1/2=aa^{1/2}=\sqrt{a}a1/2=a​, a2/3=a23a^{2/3}=\sqrt[3]{a^{2}}a2/3=3a2​ -, wodurch jede Wurzelrechnung auf die drei Potenzgesetze zurückfällt.
Die Potenzgesetze am⋅an=am+na^{m}\cdot a^{n}=a^{m+n}am⋅an=am+n, aman=am−n\tfrac{a^{m}}{a^{n}}=a^{m-n}anam​=am−n und (am)n=am⋅n(a^{m})^{n}=a^{m\cdot n}(am)n=am⋅n gelten nur bei gleicher Basis; bei gleichem Exponenten kommt an⋅bn=(ab)na^{n}\cdot b^{n}=(ab)^{n}an⋅bn=(ab)n hinzu. Für Summen gibt es keine solche Regel: am+ana^{m}+a^{n}am+an lässt sich nicht zu am+na^{m+n}am+n zusammenfassen.
Die Voraussetzung a>0a>0a>0 ist beim rationalen Exponenten zentral: (−8)1/2(-8)^{1/2}(−8)1/2 ist in R\mathbb{R}R nicht definiert, weil keine reelle Zahl quadriert −8-8−8 ergibt. Und bei geraden Wurzeln gilt a2=∣a∣\sqrt{a^{2}}=|a|a2​=∣a∣, nicht aaa - der Betrag erzwingt das nichtnegative Ergebnis.
In Anwendungen sind Potenzen die Sprache des prozentuellen Wachstums: 5 %5\,\%5% Zinsen pro Jahr entsprechen dem Wachstumsfaktor 1,051{,}051,05, über 888 Jahre also 1,0581{,}05^{8}1,058. Dieselbe Struktur kehrt bei den Exponentialfunktionen (Thema FA) und beim Zinseszins in WS wieder.
Anschaulich verschiebt jeder Schritt auf der Exponentenleiter den Wert um denselben Faktor - aus dem Multiplizieren von Werten wird das Addieren von Exponenten. Genau diese Übersetzung „mal wird plus" nutzt später der Logarithmus, der die Umkehrung liefert.

Vokabeln

→ Kartei
  • BasisDie zu potenzierende Zahl.
  • ExponentAngabe, wie oft die Basis als Faktor auftritt.
  • RadikandAusdruck unter dem Wurzelzeichen.
  • rationaler ExponentBruchexponent; er entspricht einer Wurzel.
  • PotenzgesetzRegel zum Zusammenfassen von Potenzen gleicher Basis.
  • RationalisierenBeseitigen einer Wurzel aus dem Nenner durch geschicktes Erweitern.

Potenzgesetze (gleiche Basis)

am⋅an=am+n,aman=am−n,(am)n=am⋅na^{m}\cdot a^{n}=a^{m+n},\quad \frac{a^{m}}{a^{n}}=a^{m-n},\quad (a^{m})^{n}=a^{m\cdot n}am⋅an=am+n,anam​=am−n,(am)n=am⋅n

Bei gleicher Basis werden Exponenten addiert, subtrahiert oder multipliziert. Alle drei Regeln setzen dieselbe Basis voraus - bei verschiedenen Basen gilt keine davon.

Wurzel als rationaler Exponent

amn=amn,a>0,  n∈N∗a^{\tfrac{m}{n}}=\sqrt[n]{a^{m}},\quad a>0,\; n\in\mathbb{N}^{*}anm​=nam​,a>0,n∈N∗

Jede Wurzel lässt sich als Potenz mit gebrochenem Exponenten schreiben. Der Nenner nennt den Wurzelgrad, der Zähler die Potenz unter der Wurzel.

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Musterbeispiel

Potenzen mit rationalem Exponenten zusammenfassen

Schreibe x43⋅x2/3x\dfrac{\sqrt[3]{x^{4}}\cdot x^{2/3}}{\sqrt{x}}x​3x4​⋅x2/3​ für x>0x>0x>0 als einzelne Potenz von xxx.

  1. 01Wurzeln als Potenzen

    x43=x4/3\sqrt[3]{x^{4}}=x^{4/3}3x4​=x4/3 und x=x1/2\sqrt{x}=x^{1/2}x​=x1/2.

  2. 02Zähler zusammenfassen

    x4/3⋅x2/3=x4/3+2/3=x2x^{4/3}\cdot x^{2/3}=x^{4/3+2/3}=x^{2}x4/3⋅x2/3=x4/3+2/3=x2.

  3. 03Durch Nenner dividieren

    x2x1/2=x2−1/2=x3/2\dfrac{x^{2}}{x^{1/2}}=x^{2-1/2}=x^{3/2}x1/2x2​=x2−1/2=x3/2.

Ergebnis: Ergebnis: x3/2=x3x^{3/2}=\sqrt{x^{3}}x3/2=x3​ für x>0x>0x>0.

Schritt-für-Schritt Erklärung3 Schritte
  1. 1

    Die Wurzel ist nur eine andere Schreibweise für eine Potenz mit Bruchexponent.

  2. 2

    Achte streng auf die Voraussetzung Basis größer Null, sonst gelten die Regeln nicht.

  3. 3

    Vereinfache zuerst innerhalb, dann über die Potenzgesetze - so vermeidest du Vorzeichenfehler.

SRDP-Aufgaben

SelbsttestAus der Fragenbank3 Punkte

Aufgabenstellung

Welche der folgenden Schreibweisen sind äquivalent zu a2/3a^{2/3}a2/3 für a>0a>0a>0? Kreuze alle zutreffenden Ausdrücke an.

Maturafokus

  • Wende die Potenzgesetze richtig an: gleiche Basis bedeutet Exponenten addieren, Potenz einer Potenz bedeutet multiplizieren.
  • Übersetze zwischen Wurzel und rationaler Potenz: amn=am/n\sqrt[n]{a^{m}}=a^{m/n}nam​=am/n.
  • Deute negative Exponenten als Kehrwert: a−n=1ana^{-n}=\tfrac{1}{a^{n}}a−n=an1​, und a0=1a^{0}=1a0=1 für a≠0a\neq0a=0.
  • Beachte den Definitionsbereich: Wurzeln mit geradem Wurzelexponenten verlangen einen nichtnegativen Radikanden.
  • Rationalisiere Nenner mit Wurzeln, wenn die Aufgabe eine vereinfachte Form verlangt.

Typische Fehler

  • Bei ungleichen Basen werden die Exponenten addiert; das Gesetz gilt nur bei gleicher Basis.
  • a2\sqrt{a^{2}}a2​ wird als aaa angegeben; richtig ist ∣a∣|a|∣a∣.
  • (a+b)n(a+b)^{n}(a+b)n wird gliedweise potenziert.
  • Der negative Exponent wird als negatives Ergebnis gedeutet; er bedeutet den Kehrwert.
  • Wurzeln werden gliedweise gezogen: a+b\sqrt{a+b}a+b​ ist nicht a+b\sqrt a+\sqrt ba​+b​.

§ 03

Aktive Wiederholung

Schreibe a64⋅1a1/2\sqrt[4]{a^{6}}\cdot \dfrac{1}{a^{1/2}}4a6​⋅a1/21​ als einzelne Potenz von aaa (mit a>0a>0a>0).

Passende Aufgaben üben50 Fragen zum Thema→

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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: BMBWF Formelheft Mathematik AHS (BMBWF)

§ 04
§ 04

Logarithmen als Umkehrung der Exponentialfunktion#

~3 Min Lesezeit●●○StandardLPAG-2.1LPFA-5.6

Exponential- und Logarithmusfunktion als Spiegelung an y=x

Exponential- und Logarithmusfunktion als Spiegelung an y = xSchaubild von eˣ, y-Achsenabschnitt bei y = 1, steigend, im Bereich x von -3 bis 4, Schaubild von ln(x), Nullstellen bei x = 1, im Bereich x von -3 bis 4, Schaubild von y = x, Nullstellen bei x = 0, y-Achsenabschnitt bei y = 0, steigend, im Bereich x von -3 bis 4−3−2−11234−3−2−11234eˣln(x)y = xyx
Abb. 4Die Graphen von ex\mathrm{e}^{x}ex und ln⁡x\ln xlnx liegen spiegelbildlich zur Winkelhalbierenden y=xy=xy=x - das ist die geometrische Bedeutung der Umkehrfunktion.

Kernpunkte

Der Logarithmus beantwortet die Umkehrfrage zur Potenz: log⁡a(x)\log_{a}(x)loga​(x) ist genau der Exponent, mit dem man die Basis aaa potenzieren muss, um xxx zu erhalten - kurz alog⁡a(x)=xa^{\log_{a}(x)}=xaloga​(x)=x. Logarithmieren und Potenzieren heben einander auf; deshalb ist der Graph von ln⁡x\ln xlnx die an der Winkelhalbierenden y=xy=xy=x gespiegelte e\mathrm{e}e-Funktion.
Der natürliche Logarithmus ln⁡x=log⁡ex\ln x=\log_{\mathrm{e}}xlnx=loge​x zur Basis e≈2,718\mathrm{e}\approx 2{,}718e≈2,718 ist der Standard in Differentialrechnung und Wachstumsmodellen, weil seine Ableitung 1x\tfrac{1}{x}x1​ und die von ex\mathrm{e}^{x}ex wieder ex\mathrm{e}^{x}ex besonders einfach sind.
Die Logarithmusgesetze sind die Potenzgesetze in Spiegelung: Ein Produkt wird zur Summe (log⁡(xy)=log⁡x+log⁡y\log(xy)=\log x+\log ylog(xy)=logx+logy), ein Quotient zur Differenz, eine Potenz zum Faktor (log⁡(xr)=rlog⁡x\log(x^{r})=r\log xlog(xr)=rlogx). Diese Verwandlung „mal wird plus" ist der Grund, warum man eine Unbekannte aus dem Exponenten überhaupt herausholen kann.
Über den Basiswechsel log⁡a(x)=ln⁡xln⁡a\log_{a}(x)=\tfrac{\ln x}{\ln a}loga​(x)=lnalnx​ lässt sich jede Basis auf ln⁡\lnln (oder log⁡10\log_{10}log10​) zurückführen - praktisch, weil der Taschenrechner nur diese beiden Tasten besitzt.
Logarithmen sind nur für positive Argumente definiert; ln⁡(x−3)\ln(x-3)ln(x−3) verlangt also x>3x>3x>3. Diese Bedingung schränkt den Definitions- und Lösungsbereich vieler Aufgaben ein und ist häufig die eigentliche Hürde.
Die Standardanwendung ist das Lösen von Exponentialgleichungen: Aus a⋅ekx=ba\cdot\mathrm{e}^{kx}=ba⋅ekx=b wird durch Dividieren und Logarithmieren x=1kln⁡bax=\tfrac{1}{k}\ln\tfrac{b}{a}x=k1​lnab​. So ergeben sich Verdopplungszeit t=ln⁡2kt=\tfrac{\ln 2}{k}t=kln2​ und Halbwertszeit - die Brücke zu den Wachstumsmodellen (Thema FA).

Vokabeln

→ Kartei
  • LogarithmusExponent, mit dem die Basis potenziert werden muss, um das Argument zu erhalten.
  • natürlicher LogarithmusLogarithmus zur Basis $\mathrm{e}$; Schreibweise $\ln$.
  • dekadischer LogarithmusLogarithmus zur Basis 10; Schreibweise $\lg$.
  • Basiswechsel$\log_{b}a=\tfrac{\ln a}{\ln b}$; erlaubt die Berechnung mit jedem Rechner.
  • NumerusDas Argument des Logarithmus; es muss positiv sein.
  • LogarithmengesetzRegel, die Produkt, Quotient oder Potenz im Argument in eine einfachere Verknüpfung überführt.

Logarithmusgesetze (x, y > 0)

log⁡(xy)=log⁡x+log⁡y,log⁡ ⁣xy=log⁡x−log⁡y,log⁡(xr)=rlog⁡x\log(xy)=\log x+\log y,\quad \log\!\frac{x}{y}=\log x-\log y,\quad \log(x^{r})=r\log xlog(xy)=logx+logy,logyx​=logx−logy,log(xr)=rlogx

Der Logarithmus macht aus Produkten Summen, aus Quotienten Differenzen und holt Exponenten vor den Term. Genau das macht ihn zum Werkzeug für Exponentialgleichungen.

Basiswechselformel

log⁡a(x)=ln⁡xln⁡a\log_{a}(x)=\dfrac{\ln x}{\ln a}loga​(x)=lnalnx​

Rechnet einen Logarithmus zu beliebiger Basis in natürliche Logarithmen um. Notwendig, weil der Taschenrechner meist nur ln⁡\lnln und log⁡10\log_{10}log10​ kennt.

Verdopplungszeit bei stetigem Wachstum mit Rate k

t2=ln⁡2kt_{2}=\dfrac{\ln 2}{k}t2​=kln2​

Die Zeit bis zur Verdopplung hängt NUR von der Rate ab, nicht vom Anfangsbestand. Deshalb ist sie eine Kennzahl des Vorgangs, keine der Ausgangsmenge.

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Musterbeispiel

Halbwertszeit aus Zerfallsgleichung

Eine Substanz zerfällt gemäß N(t)=N0⋅e−0,05 tN(t)=N_{0}\cdot \mathrm{e}^{-0{,}05\,t}N(t)=N0​⋅e−0,05t (Zeit in Jahren). Bestimme die Halbwertszeit.

  1. 01Halbwertsgleichung

    N02=N0⋅e−0,05 t\tfrac{N_{0}}{2}=N_{0}\cdot \mathrm{e}^{-0{,}05\,t}2N0​​=N0​⋅e−0,05t - durch N0N_{0}N0​ teilen.

  2. 02Logarithmieren

    ln⁡(12)=−0,05 t\ln(\tfrac{1}{2})=-0{,}05\,tln(21​)=−0,05t, also t=−ln⁡(1/2)0,05=ln⁡20,05t=-\dfrac{\ln(1/2)}{0{,}05}=\dfrac{\ln 2}{0{,}05}t=−0,05ln(1/2)​=0,05ln2​.

  3. 03Numerisch

    t≈13,86t\approx 13{,}86t≈13,86 Jahre.

    t=ln⁡20,05≈13,86t=\dfrac{\ln 2}{0{,}05}\approx 13{,}86t=0,05ln2​≈13,86

Ergebnis: Die Halbwertszeit beträgt rund 13,913{,}913,9 Jahre.

Schritt-für-Schritt Erklärung3 Schritte
  1. 1

    Der Logarithmus beantwortet die Frage: mit welchem Exponenten muss die Basis potenziert werden, um diesen Wert zu erhalten?

  2. 2

    Setze beim Lösen ln⁡\lnln auf beiden Seiten an und nutze ln⁡(ex)=x\ln(\mathrm{e}^{x})=xln(ex)=x.

  3. 3

    Prüfe immer den Definitionsbereich: das Argument im Logarithmus muss positiv sein.

SRDP-Aufgaben

SelbsttestAus der Fragenbank2 Punkte

Aufgabenstellung

Gegeben ist die Gleichung 3⋅ax=123\cdot a^{x}=123⋅ax=12 mit a>0a>0a>0, a≠1a\neq 1a=1. Drücke xxx als Funktion von aaa aus.

Maturafokus

  • Definiere den Logarithmus als Umkehrung: log⁡ba=x\log_{b}a=xlogb​a=x bedeutet bx=ab^{x}=abx=a.
  • Nutze die drei Gesetze: Produkt wird Summe, Quotient wird Differenz, Potenz wird Faktor.
  • Wende den Basiswechsel an: log⁡ba=ln⁡aln⁡b\log_{b}a=\tfrac{\ln a}{\ln b}logb​a=lnblna​ - so lässt sich jeder Logarithmus berechnen.
  • Beachte den Definitionsbereich: Das Argument muss positiv, die Basis positiv und ungleich eins sein.
  • Nenne die gebräuchlichen Basen: lg⁡\lglg zur Basis 10, ln⁡\lnln zur Basis e\mathrm{e}e, lb\mathrm{lb}lb zur Basis 2.

Typische Fehler

  • ln⁡(a+b)\ln(a+b)ln(a+b) wird zu ln⁡a+ln⁡b\ln a+\ln blna+lnb zerlegt; für Summen gibt es kein Gesetz.
  • Der Basiswechsel wird verkehrt notiert; im Zähler steht der Logarithmus des ARGUMENTS.
  • Ein negatives oder null-wertiges Argument wird zugelassen.
  • log⁡(a)⋅log⁡(b)\log(a)\cdot\log(b)log(a)⋅log(b) wird mit log⁡(a⋅b)\log(a\cdot b)log(a⋅b) verwechselt.
  • ln⁡aln⁡b\tfrac{\ln a}{\ln b}lnblna​ wird mit ln⁡ab\ln\tfrac{a}{b}lnba​ gleichgesetzt.

§ 04

Aktive Wiederholung

Löse 5⋅e0,12 t=2005\cdot \mathrm{e}^{0{,}12\,t}=2005⋅e0,12t=200 nach ttt auf und gib den Wert auf zwei Nachkommastellen an.

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Quellen: IQS Grundkompetenzkatalog AG 2.1 (IQS)

§ 05
§ 05

Intervalle, Mengen und Schreibweisen#

~3 Min Lesezeit●○○BasisLPAG-1.1

Intervall [-2, 5) auf der Zahlengeraden

Intervall [-2, 5) auf der ZahlengeradenZahlenstrahl, [-2, 5)−20246[−2, 5)
Abb. 5Voller Punkt = Rand eingeschlossen (eckige Klammer), offener Ring = Rand ausgeschlossen (runde Klammer).

Kernpunkte

Intervalle bündeln alle reellen Zahlen zwischen zwei Grenzen. Ein abgeschlossenes Intervall [a,b][a,b][a,b] enthält seine Randpunkte (eckige Klammer, voller Punkt auf der Zahlengeraden), ein offenes (a,b)(a,b)(a,b) schließt sie aus (runde Klammer, offener Ring); die halboffene Mischform [a,b)[a,b)[a,b) tritt in Lösungsmengen besonders häufig auf.
Jedes Intervall lässt sich gleichwertig als Menge schreiben: [a,b)={x∈R∣a≤x<b}[a,b)=\{x\in\mathbb{R}\mid a\le x<b\}[a,b)={x∈R∣a≤x<b}. Die Wahl der Klammer entscheidet also unmittelbar über ≤\le≤ oder <<< in der Bedingung - ein häufiger Stolperstein bei der Punktevergabe.
Mengen verknüpft man mit Vereinigung A∪BA\cup BA∪B (mindestens eine Bedingung erfüllt), Durchschnitt A∩BA\cap BA∩B (beide zugleich) und Differenz A∖BA\setminus BA∖B (in AAA, aber nicht in BBB). Genau diese Operationen liefern die Lösungsmengen zusammengesetzter Ungleichungen.
Unbeschränkte Intervalle schreibt man mit ∞\infty∞ immer mit runder Klammer: [3,∞)[3,\infty)[3,∞), niemals [3,∞][3,\infty][3,∞] - denn ∞\infty∞ ist keine erreichbare Zahl und kann nie selbst Randpunkt sein.
Definitionsbereiche erscheinen oft als Vereinigung mehrerer Intervalle: R∖{0}=(−∞,0)∪(0,∞)\mathbb{R}\setminus\{0\}=(-\infty,0)\cup(0,\infty)R∖{0}=(−∞,0)∪(0,∞) ist der Definitionsbereich von 1x\tfrac{1}{x}x1​. Eine herausgenommene Stelle wird also zu zwei offenen Rändern.
Die leere Menge ∅\emptyset∅ ist schließlich die Lösungsmenge einer unerfüllbaren Bedingung; sie ist streng von {0}\{0\}{0} zu unterscheiden, das die eine Zahl 000 enthält.
Die Intervallschreibweise ist die kompakteste Form, eine Lösungsmenge anzugeben, und ihre Klammern tragen Bedeutung: Eine eckige Klammer schließt die Grenze ein, eine runde schließt sie aus. [2;5)[2;5)[2;5) enthält also die 2, aber nicht die 5. An der Unendlichkeit steht IMMER eine runde Klammer, weil ∞\infty∞ keine Zahl ist und deshalb nicht zum Intervall gehören kann.
Für zusammengesetzte Lösungsmengen braucht es die Mengenoperationen. Die Vereinigung A∪BA\cup BA∪B enthält alles, was in mindestens einer der beiden Mengen liegt, der Durchschnitt A∩BA\cap BA∩B nur das Gemeinsame, die Differenz A∖BA\setminus BA∖B alles aus AAA ohne die Elemente von BBB. Die Lösung von ∣x∣>3|x|>3∣x∣>3 etwa ist (−∞;−3)∪(3;∞)(-\infty;-3)\cup(3;\infty)(−∞;−3)∪(3;∞) - zwei getrennte Bereiche, die sich nur als Vereinigung schreiben lassen.
In Sachaufgaben ist die Übersetzung zwischen Sprache und Schreibweise gefragt: „mindestens 18" wird zu [18;∞)[18;\infty)[18;∞), „unter 100" zu (−∞;100)(-\infty;100)(−∞;100), „zwischen 5 und 10, jeweils einschließlich" zu [5;10][5;10][5;10]. Wer diese Übersetzung sauber vornimmt, vermeidet den häufigsten Fehler bei Ungleichungen - die Verwechslung von offener und geschlossener Grenze.

Vokabeln

→ Kartei
  • IntervallZusammenhängender Bereich der Zahlengeraden.
  • offenes IntervallBereich ohne seine Randpunkte; runde Klammern.
  • abgeschlossenes IntervallBereich einschließlich der Randpunkte; eckige Klammern.
  • VereinigungAlle Elemente, die in mindestens einer der Mengen liegen.
  • DurchschnittAlle Elemente, die in beiden Mengen liegen.
  • leere MengeMenge ohne Elemente; Zeichen $\emptyset$.

Intervall- und Mengenschreibweise

[a,b]={x∈R∣a≤x≤b},(a,b)={x∈R∣a<x<b}[a,b]=\{x\in\mathbb{R}\mid a\le x\le b\},\quad (a,b)=\{x\in\mathbb{R}\mid a<x<b\}[a,b]={x∈R∣a≤x≤b},(a,b)={x∈R∣a<x<b}

Eckige Klammern schließen den Randpunkt ein, runde schließen ihn aus. Der Unterschied entscheidet, ob eine Randlösung zur Lösungsmenge gehört.

Musterbeispiel

Definitionsbereich als Intervallvereinigung

Bestimme den Definitionsbereich von f(x)=1x−2f(x)=\dfrac{1}{\sqrt{x-2}}f(x)=x−2​1​ und schreibe ihn als Intervall.

  1. 01Wurzelbedingung

    Der Radikand muss nichtnegativ sein: x−2≥0x-2\ge 0x−2≥0.

  2. 02Nennerbedingung

    Der Nenner darf nicht Null sein, also x−2≠0\sqrt{x-2}\neq 0x−2​=0, somit x−2>0x-2>0x−2>0.

  3. 03Zusammenführen

    Beide Bedingungen verlangen x>2x>2x>2.

Ergebnis: Definitionsbereich: D=(2,∞)D=(2,\infty)D=(2,∞).

Schritt-für-Schritt Erklärung3 Schritte
  1. 1

    Eckige Klammern schließen den Rand ein, runde Klammern schließen ihn aus.

  2. 2

    Lösungsmengen von Ungleichungen lassen sich als Intervall oder als Menge gleichwertig schreiben.

  3. 3

    Bei Unendlich steht immer eine runde Klammer, da Unendlich kein erreichbarer Wert ist.

Maturafokus

  • Gib jede Lösungsmenge als Intervall an und achte auf die Klammerart: eckig schließt ein, rund schließt aus.
  • Setze an der Unendlichkeit stets eine runde Klammer - ∞\infty∞ ist keine Zahl.
  • Schreibe getrennte Bereiche als Vereinigung: Die Lösung von ∣x∣>3|x|>3∣x∣>3 ist (−∞;−3)∪(3;∞)(-\infty;-3)\cup(3;\infty)(−∞;−3)∪(3;∞).
  • Übersetze sprachliche Angaben präzise: „mindestens 18" wird zu [18;∞)[18;\infty)[18;∞), „unter 100" zu (−∞;100)(-\infty;100)(−∞;100).
  • Unterscheide Vereinigung, Durchschnitt und Differenz und wähle die passende Operation.

Typische Fehler

  • Offene und geschlossene Intervallgrenzen werden vertauscht.
  • An der Unendlichkeit steht eine eckige Klammer.
  • Zwei getrennte Bereiche werden als ein Intervall geschrieben.
  • Vereinigung und Durchschnitt werden verwechselt.
  • Die leere Menge wird als {0}\{0\}{0} notiert; sie enthält gar kein Element.

§ 05

Aktive Wiederholung

Gib die Lösungsmenge von −2≤x<5-2\le x<5−2≤x<5 sowohl in Intervall- als auch in Mengenschreibweise an und stelle sie auf der Zahlengeraden dar.

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Quellen: AHS-Lehrplan Mathematik, Kompetenzbereich Algebra und Geometrie (BMBWF / RIS)

§ 06
§ 06

Betrag, Runden und Näherungswerte#

~4 Min Lesezeit●○○BasisLPAG-1.2

Betragsfunktion f(x)=|x|

Betragsfunktion f(x) = |x|Schaubild von f(x) = |x|, Nullstellen bei x = 0, Tiefpunkt bei (0, 0), y-Achsenabschnitt bei y = 0, im Bereich x von -4 bis 4−4−3−2−11234−11234Knicknicht differenzierbarf(x) = |x|yx
Abb. 6V-förmiger Graph: für x≥0x\ge 0x≥0 ist f(x)=xf(x)=xf(x)=x, für x<0x<0x<0 ist f(x)=−xf(x)=-xf(x)=−x; im Knick bei 000 ist fff stetig, aber nicht differenzierbar.

Kernpunkte

Der Betrag ∣a∣|a|∣a∣ misst den Abstand einer Zahl von Null auf der Zahlengeraden und ist deshalb nie negativ - so ist ∣−7∣=7|{-7}|=7∣−7∣=7 ebenso wie ∣7∣=7|7|=7∣7∣=7. Als Funktion betrachtet liefert f(x)=∣x∣f(x)=|x|f(x)=∣x∣ den charakteristischen V-Graphen mit Knick im Ursprung.
Rechnerisch ist der Betrag eine Fallunterscheidung: ∣a∣=a|a|=a∣a∣=a für a≥0a\ge 0a≥0 und ∣a∣=−a|a|=-a∣a∣=−a für a<0a<0a<0. Betragsgleichungen wie ∣x−2∣=5|x-2|=5∣x−2∣=5 löst man daher in zwei Fällen (x−2=5x-2=5x−2=5 und x−2=−5x-2=-5x−2=−5) und prüft jede Lösung mit einer Probe.
Beim Runden auf nnn Nachkommastellen entscheidet die erste wegfallende Ziffer: Ist sie ≥5\ge 5≥5, wird aufgerundet, sonst ab. Entscheidend ist, erst das Endergebnis zu runden - frühes Runden von Zwischenwerten pflanzt sich als Rundungsfehler fort.
Signifikante Stellen zählen ab der ersten von Null verschiedenen Ziffer; die Messgenauigkeit begrenzt, wie viele davon überhaupt sinnvoll sind. Ein Ergebnis darf nie genauer wirken als die ungenaueste Eingangsgröße.
Der absolute Fehler ∣xexakt−xna¨herung∣|x_{\text{exakt}}-x_{\text{näherung}}|∣xexakt​−xna¨herung​∣ gibt die Abweichung in der Originaleinheit an; der relative Fehler setzt ihn ins Verhältnis zum exakten Wert und macht so verschieden große Werte vergleichbar (meist als Prozentwert).
Anschaulich beantwortet der absolute Fehler „um wie viel?", der relative „um wie viel im Verhältnis zur Größe?". Eine Abweichung von 333 ist bei einem Wert von 200200200 klein (1,5 %1{,}5\,\%1,5%), bei einem Wert von 555 jedoch gewaltig (60 %60\,\%60%).
Der Betrag ∣x∣|x|∣x∣ ist der ABSTAND einer Zahl von null auf der Zahlengeraden und deshalb nie negativ. Aus dieser Deutung folgt unmittelbar die Lösung jeder Betragsgleichung: ∣x−3∣=5|x-3|=5∣x−3∣=5 bedeutet „der Abstand von xxx zu 3 beträgt 5", also x=8x=8x=8 oder x=−2x=-2x=−2. Die Fallunterscheidung ist damit keine Formel zum Auswendiglernen, sondern eine Übersetzung.
Beim Runden entscheidet die erste weggelassene Ziffer: Ab 5 wird aufgerundet, darunter abgerundet. Wichtiger als die Regel ist jedoch die Frage, WOHIN gerundet wird - kontextgerecht bedeutet bei Geldbeträgen zwei Nachkommastellen, bei Personenzahlen ganze Zahlen und bei Schwellenwerten oft Aufrunden auch bei einer Nachkommastelle unter 5, weil ein Bruchteil nicht genügt.
Für die Bewertung eines Näherungswerts stehen zwei Größen zur Verfügung: der absolute Fehler ∣xgenau−xna¨herung∣|x_{\text{genau}}-x_{\text{näherung}}|∣xgenau​−xna¨herung​∣ in der Einheit der Größe und der relative Fehler als dessen Quotient mit dem genauen Wert, meist in Prozent. Erst der relative Fehler macht Genauigkeiten vergleichbar - ein Millimeter Abweichung ist bei einer Schraube gravierend und bei einer Autobahn belanglos. In der Reifeprüfung ist außerdem stets anzugeben, mit wie vielen signifikanten Stellen das Endergebnis sinnvoll ist.

Vokabeln

→ Kartei
  • BetragAbstand einer Zahl von null; stets nichtnegativ.
  • absoluter FehlerBetrag der Abweichung vom genauen Wert, in derselben Einheit.
  • relativer FehlerAbsoluter Fehler geteilt durch den genauen Wert; dimensionslos.
  • signifikante StelleVerlässliche Ziffer eines Näherungswerts.
  • RundungsfehlerAbweichung, die durch das Runden entsteht.
  • NäherungswertBewusst gerundeter Wert mit angegebener Genauigkeit.

Betrag als Fallunterscheidung

∣a∣={aa≥0−aa<0|a|=\begin{cases} a & a\ge 0 \\ -a & a<0 \end{cases}∣a∣={a−a​a≥0a<0​

Der Betrag ist keine Rechenoperation, sondern eine Fallunterscheidung. Deshalb zerfällt jede Betragsgleichung in zwei Fälle, die einzeln zu lösen sind.

Relativer Fehler

relativer Fehler=∣xexakt−xna¨herung∣∣xexakt∣\text{relativer Fehler}=\dfrac{|x_{\text{exakt}}-x_{\text{näherung}}|}{|x_{\text{exakt}}|}relativer Fehler=∣xexakt​∣∣xexakt​−xna¨herung​∣​

Setzt den absoluten Fehler ins Verhältnis zum exakten Wert und macht Abweichungen vergleichbar. Ein Millimeter ist bei einer Schraube viel, bei einer Brücke nichts.

Musterbeispiel

Absoluter und relativer Fehler

Der exakte Wert ist 200200200, gemessen wurden 197197197. Bestimme absoluten und relativen Fehler.

  1. 01Absoluter Fehler

    ∣200−197∣=3|200-197|=3∣200−197∣=3.

  2. 02Relativer Fehler

    3200=0,015\dfrac{3}{200}=0{,}0152003​=0,015.

  3. 03In Prozent

    0,015=1,5 %0{,}015=1{,}5\,\%0,015=1,5%.

Ergebnis: Absoluter Fehler 333, relativer Fehler 1,5 %1{,}5\,\%1,5%.

Schritt-für-Schritt Erklärung3 Schritte
  1. 1

    Der Betrag misst den Abstand zur Null und ist daher nie negativ.

  2. 2

    Beim Runden rundet eine erste wegfallende Ziffer ab fünf aufwärts auf.

  3. 3

    Der relative Fehler setzt den absoluten Fehler ins Verhältnis zum exakten Wert und macht Genauigkeiten vergleichbar.

SRDP-Aufgaben

SelbsttestAus der Fragenbank3 Punkte

Aufgabenstellung

Bei einer Längenmessung wird ℓmess=49,2 cm\ell_{\text{mess}}=49{,}2\ \text{cm}ℓmess​=49,2 cm abgelesen; der exakte Wert beträgt ℓ=50 cm\ell=50\ \text{cm}ℓ=50 cm. Berechne den absoluten und den relativen Fehler (in Prozent).

Maturafokus

  • Deute den Betrag als ABSTAND von null und löse Betragsgleichungen darüber statt über auswendig gelernte Fälle.
  • Runde kontextgerecht: Geldbeträge auf Cent, Personenzahlen ganzzahlig, Schwellenwerte meist aufgerundet.
  • Unterscheide absoluten und relativen Fehler und gib den relativen in Prozent an.
  • Nenne die sinnvolle Stellenzahl des Endergebnisses und begründe sie mit der Genauigkeit der Angaben.
  • Runde erst am Schluss; Zwischenrundungen pflanzen sich fort.

Typische Fehler

  • ∣x∣|x|∣x∣ wird für negative xxx negativ angegeben; der Betrag ist nie negativ.
  • Absoluter und relativer Fehler werden vermischt.
  • Es wird auf mehr Stellen gerundet, als die Eingangsdaten hergeben.
  • Bei Schwellenwerten wird abgerundet, obwohl der Wert nicht ausreicht.
  • ∣a−b∣|a-b|∣a−b∣ wird als ∣a∣−∣b∣|a|-|b|∣a∣−∣b∣ berechnet.

§ 06

Aktive Wiederholung

Eine Messung ergibt ℓ=12,47\ell=12{,}47ℓ=12,47 m, der exakte Wert ist 12,512{,}512,5 m. Berechne absoluten und relativen Fehler und runde sinnvoll.

Passende Aufgaben üben50 Fragen zum Thema→

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Quellen: IQS Grundkompetenzen Mathematik AHS (IQS)

Stand 06/2026 · Vollständige Fassung über den Tiefenregler — gleiche Stelle, gleiche Anker

Inhalt

Abschnitt -- / 06

    • 01Zahlenmengen N, Z, Q, R und C○
    • 02Terme, Variablen und Äquivalenzumformungen○
    • 03Potenzen, Wurzeln und rationale Exponenten◐
    • 04Logarithmen als Umkehrung der Exponentialfunktion◐
    • 05Intervalle, Mengen und Schreibweisen○
    • 06Betrag, Runden und Näherungswerte○

0/6 Gelesen

Aus den Notizen ins Training

AG 1 - Zahlen, Terme, Potenzen und Logarithmen

Festige dieses Thema an passenden Aufgaben aus der Fragenbank.

~21
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Kompetenzen
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Beispielfrage

Gegeben sind vier Zahlen: a=−3a=-3a=−3, b=58b=\tfrac{5}{8}b=85​, c=16c=\sqrt{16}c=16​, d=7d=\sqrt{7}d=7​. Kreuze die jeweils kleinste Zahlenmenge an, in der die Zahl liegt: N\mathbb{N}N, Z\mathbb{Z}Z, Q\mathbb{Q}Q, R∖Q\mathbb{R}\setminus\mathbb{Q}R∖Q.

4 BE · 2022

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Belege & Quellen

Quellen

BMBWF / RIS

  • AHS-Lehrplan Mathematik (Oberstufe), Kompetenzbereich Algebra und Geometrie

IQS

  • Grundkompetenzen Mathematik AHS

Mathago

  • Mathago Maturaaufgaben - Algebra

BMBWF

  • BMBWF Formelheft Mathematik AHS

Siehe auch

  • AG 2 - Gleichungen, Ungleichungen und GleichungssystemeJede Gleichung wird mit denselben Termumformungen gelöst, die hier eingeübt werden.
  • FA 2 - Polynom-, Exponential- und LogarithmusfunktionenDie Logarithmusgesetze aus AG 1 tragen das gesamte Wachstumskapitel.
  • AG 4 - Trigonometrie im Dreieck und am EinheitskreisWurzeln, Potenzen und der Betrag kehren in jeder trigonometrischen Rechnung wieder.

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AG 2 - Gleichungen, Ungleichungen und Gleichungssysteme

EuraStudy·Notizen T·01·MMXXVI

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