Aufgabenstellung
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Grundlegende Werkzeuge der Algebra: Zahlenmengen, Termumformungen, Potenz-, Wurzel- und Logarithmusgesetze. Diese Kompetenzen werden in fast jeder anderen Maturaaufgabe vorausgesetzt. Siehe Thema AG 2 (Gleichungen, Ungleichungen und Gleichungssysteme), in dem diese Umformungen unmittelbar angewendet werden.
6 Abschnitte~21 Min Lesezeit3 KompetenzenStand 06/2026
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6 Abschnitte30 Merksätze9 Formeln30 Fehlerwarnungen
Zahlenmengen-Hierarchie
Vokabeln
→ KarteiOrdne , , und den Zahlenmengen zu.
, da Bruch ganzer Zahlen; nicht in .
Beweis über Widerspruch zeigt, dass nicht als Bruch darstellbar ist; .
.
ist transzendent, also .
Ergebnis: Periodische und endliche Dezimalzahlen sind rational; Wurzeln aus Nicht-Quadratzahlen sowie und sind irrational.
Stell dir die Zahlenmengen als ineinander verschachtelte Schalen vor: ganz innen die natürlichen Zahlen.
Zahlenmengen-Hierarchie
Jede Erweiterung löst ein Problem: negative Zahlen, Brüche, irrationale Wurzeln und schließlich Wurzeln aus negativen Zahlen.
In Maturaaufgaben wird oft die kleinste Menge gefragt, in der eine Zahl enthalten ist - schreite immer von innen nach aussen.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Ordne , , (nicht periodisch) und den Mengen , , , zu und begründe jede Zuordnung mit einem Satz.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: AHS-Lehrplan Mathematik (Oberstufe), Kompetenzbereich Algebra und Geometrie (BMBWF / RIS) · Grundkompetenzen Mathematik AHS (IQS)
Faktorisierung und Nullstellen von f(x)=x²-9
Vokabeln
→ KarteiBinomische Formeln
Die drei Merkformeln fürs Ausmultiplizieren und Faktorisieren. Der doppelte Mittelterm ist der Teil, der beim Rechnen am häufigsten verloren geht.
Vereinfache für und gib das Ergebnis als Potenz von an.
.
.
.
Ergebnis: Ergebnis: für .
Eine Äquivalenzumformung ändert die Schreibweise eines Terms, nicht seinen Wert.
Beim Bruch faktorisierst du Zähler und Nenner und kürzt nur gemeinsame Faktoren.
Schreib am Ende den Definitionsbereich auf - das schützt dich vor Punktabzug.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Vereinfache und gib den Definitionsbereich an.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: Mathago Maturaaufgaben - Algebra (Mathago)
Potenzfunktionen mit ganzem und rationalem Exponenten
Vokabeln
→ KarteiPotenzgesetze (gleiche Basis)
Bei gleicher Basis werden Exponenten addiert, subtrahiert oder multipliziert. Alle drei Regeln setzen dieselbe Basis voraus - bei verschiedenen Basen gilt keine davon.
Wurzel als rationaler Exponent
Jede Wurzel lässt sich als Potenz mit gebrochenem Exponenten schreiben. Der Nenner nennt den Wurzelgrad, der Zähler die Potenz unter der Wurzel.
Schreibe für als einzelne Potenz von .
und .
.
.
Ergebnis: Ergebnis: für .
Die Wurzel ist nur eine andere Schreibweise für eine Potenz mit Bruchexponent.
Achte streng auf die Voraussetzung Basis größer Null, sonst gelten die Regeln nicht.
Vereinfache zuerst innerhalb, dann über die Potenzgesetze - so vermeidest du Vorzeichenfehler.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Schreibe als einzelne Potenz von (mit ).
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: BMBWF Formelheft Mathematik AHS (BMBWF)
Exponential- und Logarithmusfunktion als Spiegelung an y=x
Vokabeln
→ KarteiLogarithmusgesetze (x, y > 0)
Der Logarithmus macht aus Produkten Summen, aus Quotienten Differenzen und holt Exponenten vor den Term. Genau das macht ihn zum Werkzeug für Exponentialgleichungen.
Basiswechselformel
Rechnet einen Logarithmus zu beliebiger Basis in natürliche Logarithmen um. Notwendig, weil der Taschenrechner meist nur und kennt.
Verdopplungszeit bei stetigem Wachstum mit Rate k
Die Zeit bis zur Verdopplung hängt NUR von der Rate ab, nicht vom Anfangsbestand. Deshalb ist sie eine Kennzahl des Vorgangs, keine der Ausgangsmenge.
Eine Substanz zerfällt gemäß (Zeit in Jahren). Bestimme die Halbwertszeit.
- durch teilen.
, also .
Jahre.
Ergebnis: Die Halbwertszeit beträgt rund Jahre.
Der Logarithmus beantwortet die Frage: mit welchem Exponenten muss die Basis potenziert werden, um diesen Wert zu erhalten?
Setze beim Lösen auf beiden Seiten an und nutze .
Prüfe immer den Definitionsbereich: das Argument im Logarithmus muss positiv sein.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Löse nach auf und gib den Wert auf zwei Nachkommastellen an.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: IQS Grundkompetenzkatalog AG 2.1 (IQS)
Intervall [-2, 5) auf der Zahlengeraden
Vokabeln
→ KarteiIntervall- und Mengenschreibweise
Eckige Klammern schließen den Randpunkt ein, runde schließen ihn aus. Der Unterschied entscheidet, ob eine Randlösung zur Lösungsmenge gehört.
Bestimme den Definitionsbereich von und schreibe ihn als Intervall.
Der Radikand muss nichtnegativ sein: .
Der Nenner darf nicht Null sein, also , somit .
Beide Bedingungen verlangen .
Ergebnis: Definitionsbereich: .
Eckige Klammern schließen den Rand ein, runde Klammern schließen ihn aus.
Lösungsmengen von Ungleichungen lassen sich als Intervall oder als Menge gleichwertig schreiben.
Bei Unendlich steht immer eine runde Klammer, da Unendlich kein erreichbarer Wert ist.
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Gib die Lösungsmenge von sowohl in Intervall- als auch in Mengenschreibweise an und stelle sie auf der Zahlengeraden dar.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: AHS-Lehrplan Mathematik, Kompetenzbereich Algebra und Geometrie (BMBWF / RIS)
Betragsfunktion f(x)=|x|
Vokabeln
→ KarteiBetrag als Fallunterscheidung
Der Betrag ist keine Rechenoperation, sondern eine Fallunterscheidung. Deshalb zerfällt jede Betragsgleichung in zwei Fälle, die einzeln zu lösen sind.
Relativer Fehler
Setzt den absoluten Fehler ins Verhältnis zum exakten Wert und macht Abweichungen vergleichbar. Ein Millimeter ist bei einer Schraube viel, bei einer Brücke nichts.
Der exakte Wert ist , gemessen wurden . Bestimme absoluten und relativen Fehler.
.
.
.
Ergebnis: Absoluter Fehler , relativer Fehler .
Der Betrag misst den Abstand zur Null und ist daher nie negativ.
Beim Runden rundet eine erste wegfallende Ziffer ab fünf aufwärts auf.
Der relative Fehler setzt den absoluten Fehler ins Verhältnis zum exakten Wert und macht Genauigkeiten vergleichbar.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Eine Messung ergibt m, der exakte Wert ist m. Berechne absoluten und relativen Fehler und runde sinnvoll.
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Quellen: IQS Grundkompetenzen Mathematik AHS (IQS)
Stand 06/2026Vollständige Fassung über den Tiefenregler — gleiche Stelle, gleiche Anker
Belege & Quellen
Siehe auch