Aufgabenstellung
EuraStudy
Daten erfassen, darstellen und mit Lage- und Streumaßen zusammenfassen. Boxplots, Histogramme und Korrelation als Werkzeuge für Aussage und Interpretation. Siehe Thema WS 2 (Wahrscheinlichkeitsrechnung), das relative Häufigkeiten zu Wahrscheinlichkeiten weiterentwickelt.
6 Abschnitte~21 Min Lesezeit4 KompetenzenStand 06/2026
Lesetiefe: Vertiefung
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Medien immer laden: aus
6 Abschnitte30 Merksätze5 Formeln30 Fehlerwarnungen
Vokabeln
→ KarteiBei einer Umfrage werden vier Merkmale erhoben: Lieblingsfarbe, Schulnote, Temperatur in Grad Celsius und Körpergröße in cm. Ordne jedes Merkmal seinem Skalenniveau zu und gib jeweils ein zulässiges Lagemaß an.
Nur unterscheidbar, keine Reihenfolge - nominalskaliert. Zulässig ist allein der Modus.
Rangordnung sinnvoll, Abstände aber nicht gleich groß - ordinalskaliert. Zulässig ist der Median (und der Modus).
Abstände sinnvoll, aber kein natürlicher Nullpunkt - intervallskaliert. Das arithmetische Mittel ist zulässig, Verhältnisse jedoch nicht: Grad Celsius ist nicht doppelt so warm wie Grad Celsius.
Natürlicher Nullpunkt, Verhältnisse sinnvoll - verhältnisskaliert. Alle Lagemaße sind zulässig.
Ergebnis: Nominal (Modus), ordinal (Median), intervall (arithmetisches Mittel), verhältnis (alle Lagemaße).
Skalenniveau entscheidet über sinnvolle Kennzahlen.
Mittelwert braucht mindestens eine Intervallskala.
Bei Ordinalskala bleib beim Median und der Spannweite.
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Klassifiziere folgende Datenarten nach Skalenniveau: Schuhgröße, Schulnote, Körpergewicht, Augenfarbe.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: IQS Skalenniveaus (IQS)
Säulendiagramm Notenverteilung
Boxplot - Fünf-Punkte-Zusammenfassung
Vokabeln
→ KarteiArithmetisches Mittel
Summe geteilt durch Anzahl. Es reagiert empfindlich auf Ausreißer - dort ist der Median die ehrlichere Kennzahl.
Empirische Standardabweichung (Stichprobe, n-1 im Nenner)
Die mittlere Abweichung vom Mittelwert in der Einheit der Daten. Der Nenner gilt für Stichproben, für die Grundgesamtheit.
Datensatz . Bestimme Min, , Median, und Max.
Bereits sortiert; .
Mittlerer Wert (Index 5): .
(untere Hälfte: ). (obere Hälfte: ).
.
Ergebnis: 5-Punkte-Zusammenfassung: ; .
Lagemaße bringen die Daten auf eine Zahl - die Wahl hängt vom Skalenniveau ab.
Streumaße zeigen, wie stark die Daten um die Mitte schwanken.
Boxplot - Fünf-Punkte-Zusammenfassung
Bei verzerrten Verteilungen sind Median und IQR robuster als Mittelwert und Standardabweichung.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Datensatz: . Berechne Median, IQR und Standardabweichung.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: IQS Lage- und Streumaße (IQS)
Säulendiagramm Notenverteilung
Vokabeln
→ KarteiFür die Noten bis einer Klasse wurden die Häufigkeiten erfasst. (a) Welcher Diagrammtyp ist geeignet? (b) Wie viele Personen wurden befragt? (c) Welcher Anteil hat eine Note besser als ?
Die Note ist ordinal und diskret - ein Säulen- oder Balkendiagramm mit getrennten Säulen ist passend. Ein Kreisdiagramm zeigte nur Anteile, eine Zeitreihe wäre hier sinnlos.
Personen.
Besser als sind die Noten und : von .
.
Ergebnis: Säulendiagramm; Personen; rund haben eine Note besser als .
Wähle den Diagrammtyp passend zur Datenart.
Prüfe Achsen und Skalen, bevor du Schlussfolgerungen ziehst.
Beschriftungen, Einheiten und Quelle gehören in jede Visualisierung.
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Erstelle ein Histogramm für Noten 1-5 mit Häufigkeiten und kommentiere die Verteilung.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: IQS Diagrammtypen (IQS)
Vokabeln
→ KarteiPearson-Korrelationskoeffizient
Misst ausschließlich den LINEAREN Zusammenhang und liegt zwischen und . Ein Wert nahe null schließt einen gekrümmten Zusammenhang nicht aus.
Für fünf Lernende werden die wöchentliche Lernzeit (in Stunden) und die erreichte Punktezahl erfasst: , , , , . Bestimme die Regressionsgerade , den Korrelationskoeffizienten und das Bestimmtheitsmaß .
und .
, , .
und .
, also .
Ergebnis: Regressionsgerade ; (sehr starker positiver linearer Zusammenhang); , das heißt rund der Varianz werden erklärt.
Korrelation misst nur die Stärke des linearen Zusammenhangs.
Lineare Regression liefert das beste lineare Modell über die Methode der kleinsten Quadrate.
Trenne immer Korrelation von Kausalität - Drittvariablen können täuschen.
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Erläutere, warum eine hohe positive Korrelation zwischen Eisverkauf und Sonnenbrand-Fällen keine Kausalität impliziert.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: IQS Korrelation/Regression (IQS)
Boxplot - Fünf-Punkte-Zusammenfassung
Vokabeln
→ KarteiInterquartilsabstand
Die Breite des mittleren Datenhalbs. Weil er die äußeren Viertel ignoriert, ist er gegen Ausreißer unempfindlich.
Gegeben sind die geordneten Werte , , , , , , . Bestimme Median, Quartile und IQR.
Bei sieben Werten ist der mittlere der vierte: .
Untere Hälfte ergibt ; obere Hälfte ergibt .
.
Ergebnis: Median , , , Interquartilsabstand .
Ordne die Daten zuerst, dann teilen die Quartile sie in vier gleich große Teile.
Der Interquartilsabstand ist die Differenz aus oberem und unterem Quartil und reagiert kaum auf Ausreißer.
Werte weit außerhalb des Quartilsbereichs gelten nach der 1,5-IQR-Regel als Ausreißer.
Boxplot - Fünf-Punkte-Zusammenfassung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Bestimme für die geordneten Werte , , , , , , den Median sowie das untere und obere Quartil.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: IQS Beschreibende Statistik AHS (IQS)
Säulendiagramm Würfelwurf
Vokabeln
→ KarteiRelative Häufigkeit
Der Anteil an der Gesamtzahl, stets zwischen null und eins. Alle relativen Häufigkeiten zusammen ergeben eins.
Bei Würfen fällt die Sechs -mal. Bestimme die relative Häufigkeit.
.
.
, theoretisch wären es .
Ergebnis: Relative Häufigkeit , nahe an der theoretischen Wahrscheinlichkeit von rund .
Die absolute Häufigkeit zählt das Auftreten, die relative setzt es ins Verhältnis zur Gesamtzahl.
Relative Häufigkeiten liegen zwischen null und eins und ergeben in Summe eins.
Bei vielen Wiederholungen nähert sich die relative Häufigkeit der Wahrscheinlichkeit an.
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Bei Würfen erscheint die Sechs -mal. Bestimme die relative Häufigkeit in Prozent und vergleiche sie mit der theoretischen Wahrscheinlichkeit.
Passende Aufgaben üben50 Fragen zum Thema
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: IQS Häufigkeiten AHS (IQS)
Stand 06/2026Vollständige Fassung über den Tiefenregler — gleiche Stelle, gleiche Anker
Belege & Quellen
Siehe auch