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Notizen/Physik/Astrophysik und Kosmologie
AT · Matura

Astrophysik und Kosmologie

Sonnensystem, Sterne, Galaxien und die Entwicklung des Universums. Beobachtungs- und Modellgrundlagen der modernen Kosmologie.

6 Abschnitte·~21 Min Lesezeit·3 Kompetenzen·Stand 06/2026

T·101010 / 11
Prüfungsprofil
W-9 · Wissen über Sonnensystem, Sternentwicklung und Urknall organisierenE-9 · Astronomische Beobachtungen interpretieren (Spektren, Rotverschiebung)S-9 · Stellung der Erde im Kosmos reflektieren
Tiefe

Lesetiefe: Vertiefung

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Inhalt · 6 Abschnitte▾
  1. Astrophysik und Kosmologie
    • 01Sonnensystem und Kepler-Gesetze◐
    • 02Sterne, Sternentwicklung, HR-Diagramm◐
    • 03Urknall, Hubble-Lemaitre und kosmische Hintergrundstrahlung●
    • 04Gravitation, Bahnen und kosmische Geschwindigkeiten◐
    • 05Entfernungsbestimmung und Beobachtungsmethoden●
    • 06Strahlungshaushalt der Erde und Treibhauseffekt●

6 Abschnitte · 30 Merksätze · 9 Formeln · 30 Fehlerwarnungen

§ 01
§ 01

Sonnensystem und Kepler-Gesetze#

~3 Min Lesezeit●●○StandardLPPHY-Astro-9.1

Kernpunkte

Johannes Kepler fasste die Planetenbewegung in drei empirischen Gesetzen zusammen. Das 1. Kepler-Gesetz besagt: Die Planeten bewegen sich auf Ellipsen, in deren einem Brennpunkt die Sonne steht - nicht auf perfekten Kreisen, wie man jahrhundertelang angenommen hatte.
Das 2. Kepler-Gesetz (Flächensatz): Der Fahrstrahl von der Sonne zum Planeten überstreicht in gleichen Zeiten gleiche Flächen. Folglich ist ein Planet nahe der Sonne (im Perihel) schneller als in Sonnenferne (Aphel) - eine direkte Folge der Drehimpulserhaltung.
Das 3. Kepler-Gesetz verknüpft verschiedene Planeten miteinander: T2/a3=const=4π2/(GM)T^{2}/a^{3}=\text{const}=4\pi^{2}/(G M)T2/a3=const=4π2/(GM). Trägt man die Umlaufzeit über der großen Halbachse aaa auf, ergibt sich die Kurve T=a3/2T=a^{3/2}T=a3/2 () - fernere Planeten brauchen überproportional länger für einen Umlauf.

Drittes Kepler-Gesetz - Umlaufzeit und Bahnradius

Drittes Kepler-Gesetz T(a)Schaubild von T = a^{3/2}, Nullstellen bei x = 0, y-Achsenabschnitt bei y = 0, steigend, im Bereich x von 0 bis 5.51234524681012ErdeT = a3/2Umlaufzeit T / agroße Halbachse a / AE
Abb. 1Aus T2∝a3T^{2}\propto a^{3}T2∝a3 folgt T=a3/2T=a^{3/2}T=a3/2 (in AE bzw. Jahren); fernere Planeten brauchen überproportional länger.
Abb. 1 ↓
Newton zeigte, dass alle drei Kepler-Gesetze aus seinem Gravitationsgesetz F=Gm1m2/r2F=G m_{1}m_{2}/r^{2}F=Gm1​m2​/r2 folgen. Damit waren die himmlische und die irdische Mechanik vereinheitlicht: Derselbe fallende Apfel und der die Erde umkreisende Mond gehorchen demselben Gesetz.
Erdsatelliten nutzen je nach Aufgabe verschiedene Bahnhöhen: niedrige Umlaufbahnen (LEO, etwa das Hubble-Teleskop und die ISS), mittlere (MEO, etwa die GPS-Satelliten) und die geostationäre Bahn (GEO), auf der ein Satellit synchron zur Erddrehung über demselben Punkt steht (Wetter- und Fernsehsatelliten).
Um das Schwerefeld der Erde dauerhaft zu verlassen, ist die Fluchtgeschwindigkeit vF=2gRE≈11,2v_{F}=\sqrt{2 g R_{E}}\approx 11{,}2vF​=2gRE​​≈11,2 km/s nötig. Sie ist sorgfältig von der ersten kosmischen Geschwindigkeit (Kreisbahn, ≈7,9\approx 7{,}9≈7,9 km/s) zu unterscheiden - der Unterschied beträgt genau den Faktor 2\sqrt 22​.

Vokabeln

→ Kartei
  • EllipsenbahnBahnform der Planeten; die Sonne steht in einem Brennpunkt.
  • große HalbachseHalbe längste Achse der Ellipse; sie geht in das dritte Kepler-Gesetz ein.
  • FlächensatzDer Radiusvektor überstreicht in gleichen Zeiten gleiche Flächen.
  • Gravitationskonstante$G=6{,}674\cdot10^{-11}\,\tfrac{\mathrm{N}\,\mathrm{m}^{2}}{\mathrm{kg}^{2}}$; universelle Naturkonstante.
  • geostationäre BahnKreisbahn über dem Äquator mit 24 Stunden Umlaufdauer.
  • PerihelSonnennächster Punkt einer Bahn; dort ist die Bahngeschwindigkeit am größten.

3. Keplersches Gesetz

T2a3=4π2GM\dfrac{T^{2}}{a^{3}}=\dfrac{4\pi^{2}}{G M}a3T2​=GM4π2​

TTT ist die Umlaufdauer, aaa die große Halbachse, MMM die Zentralmasse. Rechnet man mit dem VERHÄLTNIS zweier Körper desselben Zentralgestirns, kürzt sich die rechte Seite vollständig heraus.

Newtonsches Gravitationsgesetz

F=G m1m2r2F=G\,\dfrac{m_{1} m_{2}}{r^{2}}F=Gr2m1​m2​​

m1m_{1}m1​ und m2m_{2}m2​ sind die Massen, rrr der Abstand der Massenmittelpunkte. Die 1r2\tfrac{1}{r^{2}}r21​-Abhängigkeit ist dieselbe wie beim Coulomb-Gesetz - anders als dort gibt es jedoch nur Anziehung.

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Musterbeispiel

Geostationäre Satellitenbahn

Berechne die Bahnhöhe eines geostationären Satelliten (T=24T=24T=24 h) über der Erdoberfläche. (ME=5,972⋅1024M_{E}=5{,}972\cdot 10^{24}ME​=5,972⋅1024 kg, RE=6371R_{E}=6371RE​=6371 km).

  1. 01Kepler 3

    a3=GMT24π2a^{3}=\dfrac{G M T^{2}}{4\pi^{2}}a3=4π2GMT2​.

  2. 02Einsetzen

    T=86400T=86400T=86400 s; GM=6,674⋅10−11⋅5,972⋅1024≈3,986⋅1014G M=6{,}674\cdot 10^{-11}\cdot 5{,}972\cdot 10^{24}\approx 3{,}986\cdot 10^{14}GM=6,674⋅10−11⋅5,972⋅1024≈3,986⋅1014 m3^{3}3/s2^{2}2.

  3. 03Bahnradius

    a=(3,986⋅1014⋅864002/4π2)1/3≈4,22⋅107a=(3{,}986\cdot 10^{14}\cdot 86400^{2}/4\pi^{2})^{1/3}\approx 4{,}22\cdot 10^{7}a=(3,986⋅1014⋅864002/4π2)1/3≈4,22⋅107 m =42 200= 42\,200=42200 km.

  4. 04Höhe

    h=a−RE≈35 800h=a-R_{E}\approx 35\,800h=a−RE​≈35800 km.

Ergebnis: Geostationärer Satellit kreist in ca. 35 80035\,80035800 km Höhe.

Schritt-für-Schritt Erklärung3 Schritte
  1. 1

    Kepler beschrieb empirisch die Planetenbahnen, Newton lieferte mit dem Gravitationsgesetz die theoretische Begründung.

  2. 2

    Aus dem 3. Kepler-Gesetz kann man Massen zentraler Körper bestimmen.

  3. 3

    Satellitenbahnen folgen denselben Gesetzen wie Planeten.

SRDP-Aufgaben

SelbsttestAus der Fragenbank4 Punkte

Aufgabenstellung

Erläutere die drei Keplerschen Gesetze und ihre Begründung durch Newtons Gravitationsgesetz. Bestimme aus dem 3. Kepler-Gesetz die Umlaufzeit der Erde um die Sonne, wenn die mittlere Entfernung 111 AE =1,496⋅1011=1{,}496\cdot 10^{11}=1,496⋅1011 m beträgt (M⊙=1,989⋅1030M_{\odot}=1{,}989\cdot 10^{30}M⊙​=1,989⋅1030 kg).

Maturafokus

  • Formuliere die drei Kepler-Gesetze vollständig: Ellipsenbahn mit der Sonne in einem Brennpunkt, Flächensatz, T2a3=const\tfrac{T^{2}}{a^{3}}=\text{const}a3T2​=const.
  • Rechne mit dem dritten Gesetz als VERHÄLTNIS zweier Planeten - dann kürzt sich die Konstante heraus.
  • Leite Satellitenbahnen aus dem Ansatz Gravitationskraft gleich Zentripetalkraft her.
  • Unterscheide die Gravitationskonstante G=6,674⋅10−11 N m2kg2G=6{,}674\cdot10^{-11}\,\tfrac{\mathrm{N}\,\mathrm{m}^{2}}{\mathrm{kg}^{2}}G=6,674⋅10−11kg2Nm2​ vom Ortsfaktor ggg.
  • Ordne den geostationären Orbit ein: Umlaufdauer 24 Stunden, Bahnhöhe rund 36\,000 km über dem Äquator.

Typische Fehler

  • Das dritte Kepler-Gesetz wird ohne Quadrat oder ohne dritte Potenz geschrieben.
  • Fluchtgeschwindigkeit und erste kosmische Geschwindigkeit werden verwechselt.
  • Die Gravitationskonstante GGG wird mit der Erdbeschleunigung ggg verwechselt.
  • Der Flächensatz wird als konstante Bahngeschwindigkeit gedeutet; konstant ist die überstrichene FLÄCHE je Zeit.
  • Die Bahnhöhe wird mit dem Bahnradius gleichgesetzt; der Erdradius gehört dazu.

§ 01

Aktive Wiederholung

Berechne die Umlaufdauer eines Satelliten in 400400400 km Höhe (typisch ISS) und vergleiche sie mit der ISS-Beobachtung (T≈92T\approx 92T≈92 min).

Passende Aufgaben üben100 Fragen zum Thema→

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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: OpenStax College Physics - Gravitation (OpenStax)

§ 02
§ 02

Sterne, Sternentwicklung, HR-Diagramm#

~3 Min Lesezeit●●○StandardLPPHY-Astro-9.2

Kernpunkte

Sterne sind selbstleuchtende Plasmakugeln, in deren Kern durch den enormen Druck Wasserstoff zu Helium fusioniert. Diese Kernfusion ist ihre Energiequelle und hält sie über Milliarden Jahre im Gleichgewicht zwischen der nach innen ziehenden Gravitation und dem nach außen drückenden Strahlungs- und Gasdruck.
Das Hertzsprung-Russell-Diagramm ordnet Sterne nach Leuchtkraft (senkrecht) und Oberflächentemperatur bzw. Spektraltyp (waagrecht - Achtung: heiß links) (). Die meisten Sterne liegen auf der diagonalen Hauptreihe; abseits davon stehen die kühlen, hellen Riesen und die heißen, leuchtschwachen Weißen Zwerge.

Hertzsprung-Russell-Diagramm

Hauptreihe Riesen W. Zwerge Sonne L / L☉ Temperatur heiß kalt
Abb. 2Leuchtkraft gegen Spektraltyp/Temperatur; Hauptreihe, Riesen und Weisse Zwerge.
Abb. 2 ↓
Die Entwicklung eines Sterns hängt entscheidend von seiner Masse ab. Ein sonnenähnlicher Stern durchläuft die Folge Hauptreihe → Roter Riese → Abstoßung eines Planetarischen Nebels → Weißer Zwerg, der dann über sehr lange Zeit auskühlt.
Massereiche Sterne enden dagegen dramatisch in einer Supernova-Explosion; zurück bleibt - je nach Masse - ein extrem dichter Neutronenstern oder ein Schwarzes Loch. In solchen Explosionen entstehen die schweren Elemente, aus denen später Planeten und Lebewesen aufgebaut sind.
Die Energie stammt aus der Kernfusion: in sonnenähnlichen Sternen über die Proton-Proton-Kette, in massereicheren über den CNO-Zyklus, jeweils mit einigen MeV pro Reaktion. Das verknüpft die Astrophysik unmittelbar mit der Kernphysik.
Über das Stefan-Boltzmann-Gesetz hängt die Leuchtkraft mit Radius und Temperatur zusammen: L=4πR2σT4L=4\pi R^{2}\sigma T^{4}L=4πR2σT4. So lässt sich aus messbaren Größen die Leuchtkraft berechnen; die Sonne hat L⊙=3,828⋅1026L_{\odot}=3{,}828\cdot 10^{26}L⊙​=3,828⋅1026 W und eine Lebensdauer von rund 101010^{10}1010 Jahren.

Vokabeln

→ Kartei
  • HauptreiheDiagonales Band im HR-Diagramm; Sterne im Wasserstoffbrennen.
  • LeuchtkraftGesamte abgestrahlte Leistung eines Sterns.
  • Roter RieseAufgeblähter Stern nach dem Ende des zentralen Wasserstoffbrennens.
  • Weißer ZwergAusgebrannter Sternrest ohne Fusion; er kühlt langsam aus.
  • SupernovaExplosives Ende eines massereichen Sterns.
  • SpektralklasseEinteilung O, B, A, F, G, K, M nach abnehmender Oberflächentemperatur.

Leuchtkraft eines Schwarzen Strahlers

L=4πR2σT4L=4\pi R^{2}\sigma T^{4}L=4πR2σT4

RRR ist der Sternradius, TTT die Oberflächentemperatur. Aus Leuchtkraft und Temperatur folgt damit der Radius - so werden Riesen und Zwerge im HR-Diagramm unterscheidbar.

Musterbeispiel

Leuchtkraft eines Sterns

R=1,5R⊙R=1{,}5 R_{\odot}R=1,5R⊙​, T=7000T=7000T=7000 K; LLL in Sonneneinheiten.

  1. 01Verhältnis

    L/L⊙=(R/R⊙)2(T/T⊙)4=1,52⋅(7000/5800)4L/L_{\odot}=(R/R_{\odot})^{2}(T/T_{\odot})^{4}=1{,}5^{2}\cdot(7000/5800)^{4}L/L⊙​=(R/R⊙​)2(T/T⊙​)4=1,52⋅(7000/5800)4.

  2. 02Auswertung

    =2,25⋅2,12≈4,77=2{,}25\cdot 2{,}12\approx 4{,}77=2,25⋅2,12≈4,77.

Ergebnis: Stern ist ca. 4,84{,}84,8 mal so hell wie die Sonne.

Schritt-für-Schritt Erklärung3 Schritte
  1. 1

    Das HR-Diagramm sortiert Sterne nach Temperatur und Leuchtkraft.

    Hertzsprung-Russell-Diagramm

    Hauptreihe Riesen W. Zwerge Sonne L / L☉ Temperatur heiß kalt
    Abb.Leuchtkraft gegen Spektraltyp/Temperatur; Hauptreihe, Riesen und Weisse Zwerge.
  2. 2

    Die meisten Sterne liegen auf der Hauptreihe und fusionieren Wasserstoff.

  3. 3

    Massereiche Sterne enden spektakulär in Supernovae, leichte als Weisse Zwerge.

SRDP-Aufgaben

SelbsttestAus der Fragenbank4 Punkte

Aufgabenstellung

Erläutere das Hertzsprung-Russell-Diagramm und skizziere die Entwicklung eines sonnenähnlichen Sterns. Welche Energiequelle hält die Sonne stabil?

Maturafokus

  • Beschrifte das Hertzsprung-Russell-Diagramm richtig: Temperatur nimmt nach RECHTS ab, Leuchtkraft nach oben zu.
  • Verorte die Gruppen: Hauptreihe von links oben nach rechts unten, Riesen rechts oben, Weiße Zwerge links unten.
  • Beschreibe die Entwicklung als Funktion der MASSE: massearme Sterne enden als Weißer Zwerg, massereiche in einer Supernova.
  • Ordne die Zeitskala ein: Die Sonne verbringt rund 101010^{10}1010 Jahre auf der Hauptreihe, ein massereicher Stern nur wenige Millionen.
  • Begründe den Zusammenhang: Höhere Masse bedeutet höheren Druck, schnellere Fusion und damit kürzere Lebensdauer.

Typische Fehler

  • Die Temperaturachse wird aufsteigend nach rechts gezeichnet; im HR-Diagramm nimmt sie nach rechts ab.
  • Die Entwicklungswege massearmer und massereicher Sterne werden vermischt.
  • Sonnenmasse und Erdmasse werden verwechselt; die Sonne wiegt rund 333\,000 Erdmassen.
  • Ein Riese wird als heißer Stern beschrieben; er ist groß und leuchtkräftig, aber kühl an der Oberfläche.
  • Aus großer Masse wird auf lange Lebensdauer geschlossen; das Gegenteil trifft zu.

§ 02

Aktive Wiederholung

Schätze die Leuchtkraft eines Sterns mit Radius 1,5R⊙1{,}5 R_{\odot}1,5R⊙​ und Oberflächentemperatur 700070007000 K. Vergleiche mit der Sonne (T⊙=5800T_{\odot}=5800T⊙​=5800 K, L⊙=1L_{\odot}=1L⊙​=1).

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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: OpenStax Astronomy - Stars (OpenStax)

§ 03
§ 03

Urknall, Hubble-Lemaitre und kosmische Hintergrundstrahlung#

~3 Min Lesezeit●●●VertiefungLPPHY-Astro-9.3

Kernpunkte

Edwin Hubble entdeckte 1929, dass sich praktisch alle Galaxien von uns entfernen, und zwar umso schneller, je weiter sie weg sind: das Hubble-Lemaitre-Gesetz v=H0 dv=H_{0}\,dv=H0​d mit H0≈70H_{0}\approx 70H0​≈70 km/(s·Mpc) (). Das ist die Schlüsselbeobachtung für ein expandierendes Universum.

Hubble-Lemaitre-Gesetz

Hubble-Lemaitre-GesetzSchaubild von v = H₀·d, Nullstellen bei x = 0, y-Achsenabschnitt bei y = 0, steigend, im Bereich x von 0 bis 60010020030040050060010000200003000040000v = H₀·dFluchtgeschwindigkeit v / (km/s)Entfernung d / Mpc
Abb. 3Die Fluchtgeschwindigkeit der Galaxien wächst linear mit der Entfernung: v=H0 dv=H_{0}\,dv=H0​d.
Abb. 3 ↓
Wichtig ist die richtige Deutung: Der Urknall war keine Explosion an einem Ort im Raum, sondern die Expansion des Raumes selbst. Es gibt keinen Mittelpunkt - von jeder Galaxie aus sieht es so aus, als würden sich alle anderen entfernen.
Rückwärts gerechnet begann das Universum vor etwa 13,813{,}813,8 Milliarden Jahren in einem heißen, dichten Zustand. Zu den frühen Phasen zählen die Inflation (eine extrem schnelle Ausdehnung) und die primordiale Nukleosynthese, in der die leichten Kerne Wasserstoff, Helium und Spuren von Lithium entstanden.
Den direktesten Beleg liefert die kosmische Mikrowellen-Hintergrundstrahlung (CMB): eine nahezu isotrope Schwarzkörperstrahlung bei T≈2,7T\approx 2{,}7T≈2,7 K, das „Nachglühen" aus der Zeit rund 380 000380\,000380000 Jahre nach dem Urknall, als das Universum durchsichtig wurde.
Überraschend ist die Energiebilanz: Sichtbare Materie macht nur etwa 5%5\%5% aus. Rund 27%27\%27% entfallen auf Dunkle Materie (gravitativ wirksam, aber unsichtbar - erkennbar an den Rotationskurven der Galaxien) und etwa 68%68\%68% auf die Dunkle Energie.
Die Dunkle Energie treibt eine seit einigen Milliarden Jahren beschleunigte Expansion an (1998 an fernen Supernovae entdeckt). Das heutige Standardmodell der Kosmologie (Λ\LambdaΛCDM) beschreibt all diese Beobachtungen mit bemerkenswerter Präzision, lässt die Natur von Dunkler Materie und Energie aber offen.

Vokabeln

→ Kartei
  • Hubble-Lemaître-Gesetz$v=H_{0}\cdot d$; Fluchtgeschwindigkeit proportional zur Entfernung.
  • RotverschiebungVerschiebung der Spektrallinien zu größeren Wellenlängen durch die Expansion des Raumes.
  • kosmische HintergrundstrahlungReststrahlung des frühen Universums mit rund 2,7 K.
  • Dunkle MaterieNicht leuchtende Materie; sie erklärt die Rotationskurven der Galaxien.
  • Dunkle EnergieUrsache der beschleunigten Expansion des Universums.
  • WeltalterZeit seit dem Urknall; rund 13,8 Milliarden Jahre.

Hubble-Lemaitre-Gesetz

v=H0 dv=H_{0}\,dv=H0​d

H0H_{0}H0​ ist die Hubble-Konstante in kms⋅Mpc\tfrac{\mathrm{km}}{\mathrm{s}\cdot\mathrm{Mpc}}s⋅Mpckm​, ddd die Entfernung. Die Fluchtbewegung entsteht durch die Dehnung des RAUMES, nicht durch eine Bewegung durch ihn; 1H0\tfrac{1}{H_{0}}H0​1​ liefert eine grobe Abschätzung des Weltalters.

Rotverschiebung (klein)

z=Δλλ0≈vc    (v≪c)z=\dfrac{\Delta\lambda}{\lambda_{0}}\approx \dfrac{v}{c}\;\;(v\ll c)z=λ0​Δλ​≈cv​(v≪c)

Δλ\Delta\lambdaΔλ ist die Verschiebung gegenüber der Laborwellenlänge λ0\lambda_{0}λ0​. Die Näherung z≈vcz\approx\tfrac{v}{c}z≈cv​ gilt nur für kleine Geschwindigkeiten; bei großen zzz ist relativistisch bzw. kosmologisch zu rechnen.

Musterbeispiel

Galaxiendistanz aus Rotverschiebung

Eine Galaxie zeigt eine Rotverschiebung z=0,01z=0{,}01z=0,01. Welche Entfernung folgt mit H0=70H_{0}=70H0​=70 km/(s Mpc)?

  1. 01Fluchtgeschwindigkeit

    v≈zc≈0,01⋅3⋅105v\approx z c\approx 0{,}01\cdot 3\cdot 10^{5}v≈zc≈0,01⋅3⋅105 km/s =3000= 3000=3000 km/s.

  2. 02Hubble

    d=v/H0=3000/70≈42,9d=v/H_{0}=3000/70\approx 42{,}9d=v/H0​=3000/70≈42,9 Mpc.

  3. 03Umrechnung

    111 Mpc ≈3,26\approx 3{,}26≈3,26 Mio. Lichtjahre, also ca. 140140140 Mio. Lj.

Ergebnis: Galaxie ca. 434343 Mpc bzw. 140140140 Millionen Lichtjahre entfernt.

Schritt-für-Schritt Erklärung3 Schritte
  1. 1

    Die Galaxien entfernen sich proportional zu ihrer Distanz - Hubbles Entdeckung von 1929.

  2. 2

    Das Urknall-Modell beschreibt nicht eine Explosion, sondern die Expansion des Raumes selbst.

  3. 3

    Die kosmische Mikrowellen-Hintergrundstrahlung ist das Echo der Rekombinationsphase nach 380 000 Jahren.

SRDP-Aufgaben

SelbsttestAus der Fragenbank4 Punkte

Aufgabenstellung

Beschreibe die wichtigsten Beobachtungen, die das Urknall-Modell stützen, und erläutere die Bedeutung der Hubble-Konstanten. Was unterscheidet dunkle Materie von dunkler Energie?

Maturafokus

  • Wende das Hubble-Lemaître-Gesetz v=H0⋅dv=H_{0}\cdot dv=H0​⋅d mit stimmigen Einheiten an und deute 1H0\tfrac{1}{H_{0}}H0​1​ als grobes Weltalter.
  • Erkläre den Urknall als Expansion des RAUMES selbst, nicht als Explosion an einem Ort im Raum.
  • Nenne die kosmische Hintergrundstrahlung mit ihrer Temperatur von rund 2,7 K als Schlüsselbeleg.
  • Trenne Dunkle Materie (wirkt gravitativ, erklärt Rotationskurven) von Dunkler Energie (treibt die beschleunigte Expansion).
  • Ordne die Rotverschiebung ein: Sie entsteht durch die Dehnung des Raumes, nicht durch eine Bewegung durch den Raum.

Typische Fehler

  • Der Urknall wird als Explosion IM Raum verstanden statt als Expansion DES Raumes.
  • Die Temperatur der Hintergrundstrahlung wird in Grad Celsius angegeben.
  • Dunkle Materie und Dunkle Energie werden verwechselt.
  • Aus der Fluchtbewegung wird geschlossen, die Erde stehe im Zentrum; von jedem Punkt aus sieht es gleich aus.
  • Die Hubble-Konstante wird ohne Einheit verwendet; sie hat die Einheit kms⋅Mpc\tfrac{\mathrm{km}}{\mathrm{s}\cdot\mathrm{Mpc}}s⋅Mpckm​.

§ 03

Aktive Wiederholung

Berechne die Entfernung einer Galaxie mit Rotverschiebung z=0,05z=0{,}05z=0,05 mithilfe des Hubble-Gesetzes.

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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: OpenStax Astronomy - Cosmology (OpenStax)

§ 04
§ 04

Gravitation, Bahnen und kosmische Geschwindigkeiten#

~4 Min Lesezeit●●○StandardLPPHY-Astro-9.4

Kernpunkte

Die Newtonsche Gravitation F=Gm1m2/r2F=G m_{1}m_{2}/r^{2}F=Gm1​m2​/r2 hält Planeten, Monde und Satelliten auf ihren Bahnen: Die Anziehung zum Zentralkörper liefert genau die Zentripetalkraft, die für die Kreis- oder Ellipsenbahn nötig ist ().

Satellit auf Kreisbahn

Satellit auf KreisbahnGeometrische Zeichnung, Zentralkörper, Satellit, F_G, v, BahnZentralkörperSatellitx1x2BahnFGv
Abb. 4Die Gravitation FGF_{G}FG​ wirkt zum Zentralkörper und liefert die Zentripetalkraft; die Bahngeschwindigkeit vvv steht senkrecht dazu.
Abb. 4 ↓
Die erste kosmische Geschwindigkeit ist die Bahngeschwindigkeit für eine Kreisbahn knapp über der Oberfläche: v1=gR≈7,9v_{1}=\sqrt{g R}\approx 7{,}9v1​=gR​≈7,9 km/s für die Erde. Mit ihr fällt ein Körper gerade so schnell „um die Erde herum", dass er nie auf dem Boden ankommt.
Um das Gravitationsfeld dauerhaft zu verlassen, braucht es die um den Faktor 2\sqrt 22​ größere Fluchtgeschwindigkeit vF=2gR≈11,2v_{F}=\sqrt{2 g R}\approx 11{,}2vF​=2gR​≈11,2 km/s. Der Unterschied - auf der Kreisbahn bleiben oder entkommen - ist eine klassische Verwechslungsfalle.
Die Gravitationsfeldstärke g=GM/r2g=G M/r^{2}g=GM/r2 nimmt mit dem Quadrat des Abstands ab. In 400400400 km Höhe (ISS) beträgt sie deshalb noch rund 90%90\%90% des Oberflächenwertes - die Erdanziehung ist dort fast unvermindert vorhanden.
Die Bahnenergie eines Satelliten ist E=−GMm2rE=-\dfrac{G M m}{2 r}E=−2rGMm​. Das negative Vorzeichen kennzeichnet einen gebundenen Zustand; bemerkenswert ist, dass ein Satellit auf einer engeren Bahn zwar schneller fliegt, aber eine kleinere (negativere) Gesamtenergie besitzt.
Daraus erklärt sich die Schwerelosigkeit im Orbit: Astronauten sind nicht der Gravitation entzogen, sondern befinden sich mit ihrer Station im freien Fall um die Erde. Weil alles gleich schnell fällt, spüren sie kein Gewicht - genau wie in einem frei fallenden Aufzug.
Der Zusammenhang der beiden kosmischen Geschwindigkeiten lässt sich in einem Satz merken: Die erste kosmische Geschwindigkeit v1=G Mrv_{1}=\sqrt{\tfrac{G\,M}{r}}v1​=rGM​​ hält einen Körper auf einer Kreisbahn, die Fluchtgeschwindigkeit v2=2 G Mrv_{2}=\sqrt{\tfrac{2\,G\,M}{r}}v2​=r2GM​​ befreit ihn aus dem Gravitationsfeld - sie ist genau um den Faktor 2\sqrt22​ größer. Für die Erdoberfläche ergibt das rund 7,9 km/s gegenüber 11,2 km/s. Die Gewichtslosigkeit in der Raumstation ist keine Abwesenheit der Gravitation: In 400 km Höhe beträgt die Feldstärke noch rund 89 % des Bodenwerts. Station und Besatzung befinden sich im gemeinsamen freien Fall um die Erde, und genau deshalb drückt nichts mehr auf die Unterlage.

Vokabeln

→ Kartei
  • erste kosmische Geschwindigkeit$v_{1}=\sqrt{\tfrac{G\,M}{r}}$; nötig für eine Kreisbahn.
  • Fluchtgeschwindigkeit$v_{2}=\sqrt{\tfrac{2\,G\,M}{r}}$; nötig zum Verlassen des Schwerefelds.
  • GravitationsfeldstärkeKraft je Masse; auf der Erdoberfläche rund $9{,}81\,\tfrac{\mathrm{N}}{\mathrm{kg}}$.
  • freier FallBewegung allein unter dem Einfluss der Gravitation; Ursache der Gewichtslosigkeit.
  • OrbitUmlaufbahn um einen Zentralkörper.
  • OrtsfaktorGröße $g$ am jeweiligen Ort; sie nimmt mit dem Quadrat des Abstands ab.

Erste kosmische Geschwindigkeit

v1=GMR=gRv_{1}=\sqrt{\dfrac{G M}{R}}=\sqrt{g R}v1​=RGM​​=gR​

MMM und RRR sind Masse und Radius des Zentralkörpers. Für eine erdnahe Bahn ergibt das rund 7,9 km/s. Die Masse des Satelliten kürzt sich heraus - eine Feder und eine Raumstation brauchen dieselbe Bahngeschwindigkeit.

Fluchtgeschwindigkeit

vF=2GMR=2gRv_{F}=\sqrt{\dfrac{2 G M}{R}}=\sqrt{2 g R}vF​=R2GM​​=2gR​

Sie ist genau um den Faktor 2\sqrt22​ größer als die erste kosmische Geschwindigkeit; für die Erde rund 11,2 km/s. Erreicht ein Körper sie, entkommt er dem Schwerefeld auch ohne weiteren Antrieb.

Der Start lädt die Simulation von PhET (University of Colorado).Bei PhET öffnen ↗
Musterbeispiel

Kosmische Geschwindigkeiten der Erde

g=9,81g=9{,}81g=9,81 m/s2^{2}2, RE=6,371⋅106R_{E}=6{,}371\cdot 10^{6}RE​=6,371⋅106 m.

  1. 01Erste kosmische

    v1=gR=9,81⋅6,371⋅106≈7,9⋅103v_{1}=\sqrt{g R}=\sqrt{9{,}81\cdot 6{,}371\cdot 10^{6}}\approx 7{,}9\cdot 10^{3}v1​=gR​=9,81⋅6,371⋅106​≈7,9⋅103 m/s.

  2. 02Fluchtgeschwindigkeit

    vF=2⋅v1≈1,414⋅7,9≈11,2v_{F}=\sqrt{2}\cdot v_{1}\approx 1{,}414\cdot 7{,}9\approx 11{,}2vF​=2​⋅v1​≈1,414⋅7,9≈11,2 km/s.

  3. 03Deutung

    v1v_{1}v1​ hält einen Satelliten auf Kreisbahn, vFv_{F}vF​ ist nötig, um das Gravitationsfeld dauerhaft zu verlassen.

Ergebnis: v1≈7,9v_{1}\approx 7{,}9v1​≈7,9 km/s, vF≈11,2v_{F}\approx 11{,}2vF​≈11,2 km/s - die Fluchtgeschwindigkeit ist um den Faktor 2\sqrt 22​ größer.

Schritt-für-Schritt Erklärung3 Schritte
  1. 1

    Die erste kosmische Geschwindigkeit hält einen Körper auf einer Kreisbahn knapp über der Oberfläche.

  2. 2

    Die Fluchtgeschwindigkeit ist um den Faktor Wurzel zwei größer und erlaubt das Entkommen.

  3. 3

    Schwerelosigkeit im Orbit ist freier Fall - die Erdanziehung ist dort fast unvermindert vorhanden.

SRDP-Aufgaben

SelbsttestAus der Fragenbank4 Punkte

Aufgabenstellung

Erkläre den Unterschied zwischen erster kosmischer Geschwindigkeit und Fluchtgeschwindigkeit. Warum sind Astronauten in der ISS schwerelos, obwohl die Erdanziehung dort fast genauso groß ist wie an der Oberfläche?

Maturafokus

  • Leite die erste kosmische Geschwindigkeit aus Gravitationskraft gleich Zentripetalkraft her: v1=G Mrv_{1}=\sqrt{\tfrac{G\,M}{r}}v1​=rGM​​.
  • Merke das Verhältnis: Die Fluchtgeschwindigkeit ist um den Faktor 2\sqrt22​ größer als die erste kosmische.
  • Berechne die Gravitationsfeldstärke in der Höhe hhh mit g(h)=G M(R+h)2g(h)=\tfrac{G\,M}{(R+h)^{2}}g(h)=(R+h)2GM​ - der Erdradius gehört dazu.
  • Erkläre Gewichtslosigkeit als freien Fall, nicht als Abwesenheit der Gravitation.
  • Unterscheide die Gravitationskonstante GGG vom Ortsfaktor ggg - verschiedene Größen mit verschiedenen Einheiten.

Typische Fehler

  • Fluchtgeschwindigkeit und erste kosmische Geschwindigkeit werden verwechselt; es fehlt der Faktor 2\sqrt22​.
  • Die Gravitation im Orbit wird als null angenommen; in 400 km Höhe beträgt sie noch rund 89 % des Bodenwerts.
  • Gravitationskonstante GGG und Ortsfaktor ggg werden vertauscht.
  • Die Bahnhöhe wird statt des Bahnradius eingesetzt; der Erdradius fehlt.
  • Die Bahngeschwindigkeit wird als massenabhängig beschrieben; die Satellitenmasse kürzt sich heraus.

§ 04

Aktive Wiederholung

Berechne die erste kosmische Geschwindigkeit und die Fluchtgeschwindigkeit für die Erde (g=9,81g=9{,}81g=9,81 m/s2^{2}2, RE=6371R_{E}=6371RE​=6371 km) und erläutere den Unterschied physikalisch.

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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: OpenStax College Physics - Satellites and Kepler Laws (OpenStax)

§ 05
§ 05

Entfernungsbestimmung und Beobachtungsmethoden#

~4 Min Lesezeit●●●VertiefungLPPHY-Astro-9.5

Kernpunkte

Kosmische Entfernungen lassen sich nicht direkt messen; man baut eine Entfernungsleiter aus mehreren Methoden, von denen jede die nächste eicht und größere Reichweiten erschließt. Keine einzelne Methode deckt alle Distanzen ab.
Die unterste Sprosse ist die trigonometrische Parallaxe: Ein naher Stern verschiebt sich im Lauf eines Jahres scheinbar vor dem Hintergrund, weil die Erde die Sonne umkreist (). Aus dem Parallaxenwinkel ppp folgt direkt die Entfernung d[pc]=1/p[arcsec]d[\text{pc}]=1/p[\text{arcsec}]d[pc]=1/p[arcsec].

Trigonometrische Parallaxe

Trigonometrische ParallaxeSchematische Darstellung mit 8 Elementen, Sonne, Erde (Jän.), Erde (Juli), naher Stern, 2 AE, Parallaxe pSonneErde (Jän.)Erde (Juli)naher Stern2 AEParallaxe p
Abb. 5Ein naher Stern verschiebt sich im Lauf eines Jahres scheinbar; aus dem Parallaxenwinkel ppp folgt d[pc]=1/p[arcsec]d[\text{pc}]=1/p[\text{arcsec}]d[pc]=1/p[arcsec].
Abb. 5 ↓
Für größere Distanzen nutzt man Standardkerzen - Objekte bekannter Leuchtkraft. Aus dem Vergleich der bekannten absoluten mit der gemessenen scheinbaren Helligkeit folgt die Entfernung. Cepheiden (pulsierende Sterne mit Perioden-Leuchtkraft-Beziehung) und Supernovae vom Typ Ia reichen bis in ferne Galaxien.
Spektroskopische Methoden ordnen einem Stern über seinen Spektraltyp die absolute Helligkeit zu (Hauptreihen-Fitting) und liefern so ebenfalls Entfernungen. Sie verbinden die Sternphysik des HR-Diagramms direkt mit der Distanzbestimmung.
Die größten Distanzen erschließt schließlich die Rotverschiebung über das Hubble-Lemaitre-Gesetz: Je stärker das Licht einer Galaxie rotverschoben ist, desto weiter ist sie entfernt. So reicht die Leiter von Nachbarsternen bis an den Rand des beobachtbaren Universums.
Wichtig ist die saubere Einheitenführung: 111 pc ≈3,26\approx 3{,}26≈3,26 Lichtjahre ≈3,086⋅1016\approx 3{,}086\cdot 10^{16}≈3,086⋅1016 m, 111 AE =1,496⋅1011=1{,}496\cdot 10^{11}=1,496⋅1011 m. Auch scheinbare (gemessene) und absolute (entfernungsbereinigte) Helligkeit sind streng zu unterscheiden.
Die Entfernungsleiter besteht aus einander überlappenden Stufen, weil keine Methode über alle Skalen trägt. Radarmessung reicht innerhalb des Sonnensystems, die trigonometrische Parallaxe bis zu einigen tausend Lichtjahren, veränderliche Cepheiden bis in nahe Galaxien und Supernovae vom Typ Ia bis in Entfernungen von Milliarden Lichtjahren; darüber hinaus dient die Rotverschiebung. Jede Stufe wird an der vorigen geeicht, weshalb sich ein Fehler in einer unteren Stufe nach oben durchpflanzt. Die Einheiten gehören sauber getrennt: 1 Parsec entspricht rund 3,26 Lichtjahren, und ein Stern in 1 pc Entfernung zeigt genau 1 Bogensekunde Parallaxe - daher der Name.

Vokabeln

→ Kartei
  • ParallaxeScheinbare jährliche Verschiebung eines Sterns durch die Erdbewegung.
  • ParsecEntfernung, aus der der Erdbahnradius unter 1 Bogensekunde erscheint; rund 3,26 Lichtjahre.
  • StandardkerzeObjekt bekannter Leuchtkraft; aus dem Helligkeitsvergleich folgt die Entfernung.
  • CepheideVeränderlicher Stern; seine Periode verrät seine Leuchtkraft.
  • scheinbare HelligkeitAm Himmel gemessene Helligkeit; hängt von Leuchtkraft und Entfernung ab.
  • EntfernungsleiterKette einander eichender Messmethoden über alle kosmischen Skalen.

Entfernung aus Parallaxe

d[pc]=1p[arcsec]d[\text{pc}]=\dfrac{1}{p[\text{arcsec}]}d[pc]=p[arcsec]1​

ppp ist die jährliche Parallaxe in Bogensekunden. Die Beziehung ist REZIPROK: Halbe Parallaxe bedeutet doppelte Entfernung. Ein Stern mit 1 Bogensekunde Parallaxe steht definitionsgemäß in 1 Parsec Entfernung.

Musterbeispiel

Entfernung aus der Parallaxe

Parallaxe p=0,1p=0{,}1p=0,1 Bogensekunden.

  1. 01Parsec

    d=1/p=1/0,1=10d=1/p=1/0{,}1=10d=1/p=1/0,1=10 pc.

  2. 02Lichtjahre

    d=10⋅3,26≈32,6d=10\cdot 3{,}26\approx 32{,}6d=10⋅3,26≈32,6 Lj.

  3. 03Grenze

    Für sehr ferne Sterne wird ppp winzig und nicht mehr messbar; dann braucht man Standardkerzen oder die Rotverschiebung.

Ergebnis: Der Stern ist 101010 pc ≈32,6\approx 32{,}6≈32,6 Lichtjahre entfernt; die Parallaxenmethode versagt bei zu kleinen Parallaxen.

Schritt-für-Schritt Erklärung3 Schritte
  1. 1

    Die kosmische Entfernungsleiter staffelt Messmethoden von nahen Sternen bis zu fernen Galaxien.

  2. 2

    Die Parallaxe nutzt die scheinbare Sternbewegung übers Jahr; je kleiner der Winkel, desto weiter der Stern.

  3. 3

    Standardkerzen mit bekannter Leuchtkraft und die Rotverschiebung erschließen die ganz großen Distanzen.

SRDP-Aufgaben

SelbsttestAus der Fragenbank4 Punkte

Aufgabenstellung

Beschreibe die kosmische Entfernungsleiter mit mindestens drei Methoden. Erkläre die trigonometrische Parallaxe und das Prinzip der Standardkerzen. Wie misst man die Entfernung sehr ferner Galaxien?

Maturafokus

  • Rechne die Parallaxe reziprok in die Entfernung um: d[pc]=1p[Bogensekunden]d[\mathrm{pc}]=\tfrac{1}{p[\text{Bogensekunden}]}d[pc]=p[Bogensekunden]1​.
  • Ordne die Methode der Entfernung zu: Radar im Sonnensystem, Parallaxe für nahe Sterne, Cepheiden für nahe Galaxien, Supernovae Ia für große Distanzen.
  • Erkläre das Standardkerzen-Prinzip: Aus bekannter absoluter und gemessener scheinbarer Helligkeit folgt die Entfernung.
  • Trenne scheinbare Helligkeit (was wir sehen) von absoluter Helligkeit (in 10 pc Normentfernung).
  • Halte die Einheiten auseinander: 1 pc entspricht rund 3,26 Lichtjahren, 1 AE dem mittleren Erdbahnradius.

Typische Fehler

  • Parallaxe und Entfernung werden nicht reziprok behandelt; kleinere Parallaxe bedeutet GRÖSSERE Entfernung.
  • Scheinbare und absolute Helligkeit werden verwechselt.
  • Parsec, Lichtjahr und Astronomische Einheit werden durcheinandergebracht.
  • Eine Methode wird über ihren Gültigkeitsbereich hinaus angewandt; die Parallaxe versagt bei großen Entfernungen.
  • Bei der Helligkeitsskala wird vergessen, dass kleinere Magnituden HELLERE Objekte bezeichnen.

§ 05

Aktive Wiederholung

Ein Stern zeigt eine jährliche Parallaxe von 0,10{,}10,1 Bogensekunden. Berechne seine Entfernung in Parsec und in Lichtjahren und nenne, für welche Distanzen diese Methode versagt.

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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: OpenStax Astronomy - Celestial Distances (OpenStax)

§ 06
§ 06

Strahlungshaushalt der Erde und Treibhauseffekt#

~4 Min Lesezeit●●●VertiefungLPPHY-Astro-9.6

Planck-Spektrum (qualitativ) bei T = 5800 K

Planck-Spektrum (qualitativ) bei T = 5800 KLiniendiagramm: Iλ (rel.) nach λ in nm00.20.40.60.81500100015002000Iλ (rel.)λ in nm
Abb. 6Maximum bei λmax⁡\lambda_{\max}λmax​ gemäß Wien.

Kernpunkte

Das Klima der Erde ergibt sich aus einer Strahlungsbilanz: einfallende Sonnenstrahlung gegen abgestrahlte Wärmestrahlung. Die Solarkonstante - die Strahlungsleistung der Sonne am Ort der Erde - beträgt S≈1361S\approx 1361S≈1361 W/m2^{2}2 und ist die Eingangsgröße dieser Bilanz.
Entscheidend ist die Geometrie: Die Erde fängt das Sonnenlicht nur auf ihrer Querschnittsfläche πR2\pi R^{2}πR2 auf, strahlt aber über die gesamte Kugeloberfläche 4πR24\pi R^{2}4πR2 ab. Daraus stammt der berühmte Faktor 14\tfrac{1}{4}41​ in der Energiebilanz.
Im Strahlungsgleichgewicht gilt S(1−A) πR2=4πR2 σT4S(1-A)\,\pi R^{2}=4\pi R^{2}\,\sigma T^{4}S(1−A)πR2=4πR2σT4, wobei die Albedo A≈0,3A\approx 0{,}3A≈0,3 den von Wolken, Eis und Boden direkt zurückgeworfenen Anteil erfasst. Auflösen nach TTT liefert die Gleichgewichtstemperatur der Erde.
Diese rechnerische Gleichgewichtstemperatur beträgt nur etwa 255255255 K =−18∘=-18^{\circ}=−18∘C - deutlich unter der real gemessenen Durchschnittstemperatur von rund +15∘+15^{\circ}+15∘C. Die Differenz von rund 333333 K ist das Werk des natürlichen Treibhauseffekts; ohne ihn wäre die Erde global vereist.
Der Treibhauseffekt entsteht, weil Treibhausgase (vor allem CO₂, Wasserdampf und Methan) für die kurzwellige Sonnenstrahlung weitgehend durchlässig sind, die langwellige Wärmeabstrahlung der Erde aber absorbieren und teilweise zur Oberfläche zurückstrahlen. Die Atmosphäre wirkt wie eine wärmende Decke.
Der vom Menschen verursachte (anthropogene) Anstieg dieser Gase verstärkt den Effekt und hebt die Gleichgewichtstemperatur an - das ist der physikalische Kern der globalen Erwärmung und die Brücke von der Physik zur Klimawissenschaft.
Das Modellbild erklärt den Faktor 14\tfrac{1}{4}41​, der am häufigsten vergessen wird: Die Erde FÄNGT die Sonnenstrahlung mit ihrer Querschnittsfläche πR2\pi R^{2}πR2 auf, STRAHLT aber über die gesamte Kugeloberfläche 4πR24\pi R^{2}4πR2 ab. Aus der Bilanz (1−α) S πR2=σ T4 4πR2(1-\alpha)\,S\,\pi R^{2}=\sigma\,T^{4}\,4\pi R^{2}(1−α)SπR2=σT44πR2 folgt mit der Solarkonstante von rund 1361 Wm21361\,\tfrac{\mathrm{W}}{\mathrm{m}^{2}}1361m2W​ und einer Albedo von etwa 0,30 eine Gleichgewichtstemperatur von rund −18 ∘C-18\,^{\circ}\mathrm{C}−18∘C. Die tatsächliche Mitteltemperatur liegt bei rund +15 ∘C+15\,^{\circ}\mathrm{C}+15∘C; genau diese Differenz von etwa 33 K ist der natürliche Treibhauseffekt - und die Rechnung ist damit zugleich der quantitative Beleg für ihn.

Vokabeln

→ Kartei
  • SolarkonstanteEinfallende Strahlungsleistung je Fläche außerhalb der Atmosphäre; rund $1361\,\tfrac{\mathrm{W}}{\mathrm{m}^{2}}$.
  • AlbedoAnteil der reflektierten Strahlung; für die Erde rund 0,30.
  • StrahlungsgleichgewichtZustand, in dem aufgenommene und abgestrahlte Leistung übereinstimmen.
  • GleichgewichtstemperaturAus der Strahlungsbilanz folgende Temperatur; für die Erde rund $-18\,^{\circ}\mathrm{C}$.
  • TreibhauseffektErwärmung durch Absorption und Reemission der Infrarotabstrahlung in der Atmosphäre.
  • RückkopplungVerstärkender oder dämpfender Rückwirkungsmechanismus im Klimasystem.

Gleichgewichtstemperatur der Erde

T=(S (1−A)4 σ)1/4T=\left(\dfrac{S\,(1-A)}{4\,\sigma}\right)^{1/4}T=(4σS(1−A)​)1/4

SSS ist die Solarkonstante mit rund 1361 Wm21361\,\tfrac{\mathrm{W}}{\mathrm{m}^{2}}1361m2W​, AAA die Albedo von etwa 0,30, σ\sigmaσ die Stefan-Boltzmann-Konstante. Der Faktor 4 im Nenner stammt daraus, dass die Erde über den Querschnitt aufnimmt, aber über die ganze Kugelfläche abstrahlt; das Ergebnis von rund 255 K liegt 33 K unter der tatsächlichen Mitteltemperatur - das ist der natürliche Treibhauseffekt.

Musterbeispiel

Gleichgewichtstemperatur der Erde

S=1361S=1361S=1361 W/m2^{2}2, A=0,3A=0{,}3A=0,3, σ=5,67⋅10−8\sigma=5{,}67\cdot 10^{-8}σ=5,67⋅10−8 W/(m2^{2}2K4^{4}4).

  1. 01Bilanz

    S(1−A)πR2=4πR2σT4⇒T=(S(1−A)4σ)1/4S(1-A)\pi R^{2}=4\pi R^{2}\sigma T^{4}\Rightarrow T=\left(\dfrac{S(1-A)}{4\sigma}\right)^{1/4}S(1−A)πR2=4πR2σT4⇒T=(4σS(1−A)​)1/4.

  2. 02Zähler

    S(1−A)=1361⋅0,7≈952,7S(1-A)=1361\cdot 0{,}7\approx 952{,}7S(1−A)=1361⋅0,7≈952,7 W/m2^{2}2.

  3. 03Einsetzen

    T=(952,74⋅5,67⋅10−8)1/4=(4,20⋅109)1/4T=\left(\dfrac{952{,}7}{4\cdot 5{,}67\cdot 10^{-8}}\right)^{1/4}=(4{,}20\cdot 10^{9})^{1/4}T=(4⋅5,67⋅10−8952,7​)1/4=(4,20⋅109)1/4.

  4. 04Auswertung

    T≈255T\approx 255T≈255 K =−18∘=-18^{\circ}=−18∘C.

Ergebnis: Die Strahlungsbilanz liefert ≈255\approx 255≈255 K; die reale Mitteltemperatur (+15∘+15^{\circ}+15∘C) ist um rund 333333 K höher - das ist der natürliche Treibhauseffekt.

Schritt-für-Schritt Erklärung3 Schritte
  1. 1

    Die Erde absorbiert Sonnenstrahlung auf ihrer Querschnittsfläche und strahlt über die ganze Kugel ab.

  2. 2

    Aus dieser Bilanz folgt eine Gleichgewichtstemperatur von etwa minus 18 Grad - ohne Atmosphäre.

  3. 3

    Treibhausgase halten langwellige Abstrahlung zurück und heben die Temperatur auf lebensfreundliche Werte.

SRDP-Aufgaben

SelbsttestAus der Fragenbank4 Punkte

Aufgabenstellung

Erläutere das Strahlungsgleichgewicht der Erde und berechne die Gleichgewichtstemperatur. Erkläre physikalisch den natürlichen und den anthropogenen Treibhauseffekt.

Maturafokus

  • Stelle die Strahlungsbilanz vollständig auf: aufgenommene Leistung über den QUERSCHNITT, abgestrahlte über die gesamte KUGELFLÄCHE.
  • Berücksichtige die Albedo: Nur der Anteil (1−α)(1-\alpha)(1−α) der einfallenden Strahlung wird aufgenommen.
  • Erkläre den Faktor 14\tfrac{1}{4}41​ geometrisch aus dem Verhältnis πR24πR2\tfrac{\pi R^{2}}{4\pi R^{2}}4πR2πR2​.
  • Setze in Stefan-Boltzmann die Temperatur in Kelvin ein und rechne erst am Schluss in Grad Celsius um.
  • Trenne den natürlichen Treibhauseffekt (rund 33 K) vom anthropogenen Zusatzbeitrag.

Typische Fehler

  • Die Absorption wird über die gesamte Kugelfläche angesetzt; der Faktor 4 fehlt dadurch.
  • Die Albedo bleibt unberücksichtigt; die berechnete Temperatur kommt zu hoch heraus.
  • In Stefan-Boltzmann wird die Temperatur in Grad Celsius eingesetzt.
  • Der Treibhauseffekt wird als Wärmestau unter einer Glasscheibe beschrieben; die Atmosphäre absorbiert und reemittiert Infrarotstrahlung.
  • Natürlicher und anthropogener Treibhauseffekt werden gleichgesetzt.

§ 06

Aktive Wiederholung

Berechne die Gleichgewichtstemperatur der Erde aus dem Strahlungsbilanz-Modell (S=1361S=1361S=1361 W/m2^{2}2, Albedo A=0,3A=0{,}3A=0,3, σ=5,67⋅10−8\sigma=5{,}67\cdot 10^{-8}σ=5,67⋅10−8 W/(m2^{2}2K4^{4}4)) und erkläre, warum die reale Temperatur höher ist.

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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: OpenStax College Physics - Heat and the Greenhouse Effect (OpenStax)

Stand 06/2026 · Vollständige Fassung über den Tiefenregler — gleiche Stelle, gleiche Anker

Inhalt

Abschnitt -- / 06

    • 01Sonnensystem und Kepler-Gesetze◐
    • 02Sterne, Sternentwicklung, HR-Diagramm◐
    • 03Urknall, Hubble-Lemaitre und kosmische Hintergrundstrahlung●
    • 04Gravitation, Bahnen und kosmische Geschwindigkeiten◐
    • 05Entfernungsbestimmung und Beobachtungsmethoden●
    • 06Strahlungshaushalt der Erde und Treibhauseffekt●

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Astrophysik und Kosmologie

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Beispielfrage

Erläutere die drei Keplerschen Gesetze und ihre Begründung durch Newtons Gravitationsgesetz. Bestimme aus dem 3. Kepler-Gesetz die Umlaufzeit der Erde um die Sonne, wenn die mittlere Entfernung 111 AE =1,496⋅1011=1{,}496\cdot 10^{11}=1,496⋅1011 m beträgt (M⊙=1,989⋅1030M_{\odot}=1{,}989\cdot 10^{30}M⊙​=1,989⋅1030 kg).

4 BE · 2024

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Belege & Quellen

Quellen

OpenStax

  • OpenStax College Physics - Gravitation
  • OpenStax Astronomy - Stars

Siehe auch

  • Mechanik 1 - Kinematik und Newtonsche DynamikBahnen folgen aus Gravitationskraft gleich Zentripetalkraft.
  • Relativitätstheorie und moderne PhysikOhne allgemeine Relativitätstheorie sind Schwarze Löcher und Expansion nicht zu erklären.
  • Optik - geometrisch und WellenoptikFast alles Wissen über Sterne stammt aus der Analyse ihres Lichts.

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