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Notizen/Physik/Elektrizität - Ladung, Feld, Strom und Kondensator
AT · Matura

Elektrizität - Ladung, Feld, Strom und Kondensator

Elektrostatik (Ladungen, Coulomb-Kraft, Feld, Potenzial), Gleichstromkreise (Ohm, Kirchhoff, Leistung) und Energiespeicherung im Kondensator.

6 Abschnitte·~22 Min Lesezeit·3 Kompetenzen·Stand 06/2026

T·0555 / 11
Prüfungsprofil
W-4 · Wissen über Ladung, Spannung, Strom und Widerstand strukturiert wiedergebenE-4 · Stromkreise messen, schalten und Kennlinien aufnehmenS-4 · Elektrische Geräte sicher dimensionieren (Leistung, Energieverbrauch)
Tiefe

Lesetiefe: Vertiefung

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Inhalt · 6 Abschnitte▾
  1. Elektrizität - Ladung, Feld, Strom und Kondensator
    • 01Elektrostatik und Coulomb-Gesetz○
    • 02Gleichstromkreise und Kirchhoff○
    • 03Kondensator und Energiespeicher◐
    • 04Elektrisches Feld, Potenzial und Energie◐
    • 05Reale Spannungsquelle und elektronische Bauteile◐
    • 06Elektrische Energie, Leistung und Sicherheit○

6 Abschnitte · 30 Merksätze · 12 Formeln · 30 Fehlerwarnungen

§ 01
§ 01

Elektrostatik und Coulomb-Gesetz#

~4 Min Lesezeit●○○BasisLPPHY-EM-4.1

Kernpunkte

Es gibt zwei Arten elektrischer Ladung, positiv und negativ; gleichnamige stoßen sich ab, ungleichnamige ziehen sich an. Ladung ist quantisiert, das heißt sie tritt nur in Vielfachen der Elementarladung e=1,602⋅10−19e=1{,}602\cdot 10^{-19}e=1,602⋅10−19 C auf, und in einem abgeschlossenen System bleibt die Gesamtladung erhalten.
Die Kraft zwischen zwei Punktladungen beschreibt das Coulomb-Gesetz F=kq1q2r2F=k\dfrac{q_{1}q_{2}}{r^{2}}F=kr2q1​q2​​ mit k=14πε0≈8,988⋅109k=\dfrac{1}{4\pi\varepsilon_{0}}\approx 8{,}988\cdot 10^{9}k=4πε0​1​≈8,988⋅109 Nm2^{2}2/C2^{2}2. Es hat dieselbe 1/r21/r^{2}1/r2-Form wie das Gravitationsgesetz, ist aber um viele Größenordnungen stärker - zwischen Elementarteilchen dominiert die elektrische Kraft völlig über die Gravitation.
Statt von Fernwirkung spricht man vom elektrischen Feld als Vermittler: Die Feldstärke E⃗=F⃗/q\vec E=\vec F/qE=F/q (Einheit V/m bzw. N/C) gibt die Kraft an, die eine kleine Probeladung an einem Ort erfährt (). Das Feld existiert auch dort, wo gerade keine Probeladung ist.

Elektrisches Feld - zwei Punktladungen

+ − Feldlinien: + → −
Abb. 1Feldlinien laufen von + zu -; Liniendichte zeigt Feldstärke.
Abb. 1 ↓
Anschaulich macht man das Feld durch Feldlinien: Sie beginnen an positiven Ladungen und enden an negativen, kreuzen sich nie, und ihre Dichte zeigt die Feldstärke an. So lässt sich der Feldverlauf eines Dipols oder Plattenkondensators auf einen Blick erfassen.
Zur Energie führt das elektrische Potenzial φ\varphiφ (Energie pro Ladung); die Spannung U=φ1−φ2U=\varphi_{1}-\varphi_{2}U=φ1​−φ2​ ist die Potenzialdifferenz zwischen zwei Punkten. Während E⃗\vec EE ein Vektor ist, sind Potenzial und Spannung skalare Größen - eine Unterscheidung, die in der Matura oft geprüft wird.
Im Plattenkondensator ist das Feld homogen (überall gleich groß und gleich gerichtet), und es gilt der einfache Zusammenhang E=U/dE=U/dE=U/d zwischen Feldstärke, angelegter Spannung und Plattenabstand. Das ist die Grundlage vieler Aufgaben zur Beschleunigung geladener Teilchen.

Vokabeln

→ Kartei
  • Coulomb-GesetzKraft zwischen zwei Punktladungen; proportional zum Produkt der Ladungen und zu $\tfrac{1}{r^{2}}$.
  • elektrische FeldstärkeKraft je Ladung, $\vec E=\tfrac{\vec F}{q}$; Vektor in $\tfrac{\mathrm{V}}{\mathrm{m}}$.
  • PotenzialPotentielle Energie je Ladung; Skalar in Volt.
  • FeldlinieGedachte Linie in Richtung der Feldstärke; sie beginnt an positiven und endet an negativen Ladungen.
  • homogenes FeldFeld gleicher Stärke und Richtung, etwa zwischen den Platten eines Kondensators.
  • InfluenzLadungstrennung in einem Leiter durch ein äußeres Feld.

Coulomb-Gesetz

F=14πε0q1q2r2F=\dfrac{1}{4\pi\varepsilon_{0}}\dfrac{q_{1}q_{2}}{r^{2}}F=4πε0​1​r2q1​q2​​

q1q_{1}q1​ und q2q_{2}q2​ sind die Ladungen in C, rrr ihr Abstand in m, ε0=8,854⋅10−12 C2N m2\varepsilon_{0}=8{,}854\cdot10^{-12}\,\tfrac{\mathrm{C}^{2}}{\mathrm{N}\,\mathrm{m}^{2}}ε0​=8,854⋅10−12Nm2C2​ die elektrische Feldkonstante. Der Vorfaktor beträgt rund 8,99⋅1098{,}99\cdot10^{9}8,99⋅109; die 1r2\tfrac{1}{r^{2}}r21​-Abhängigkeit ist dieselbe wie bei der Gravitation.

Elektrische Feldstärke

E⃗=F⃗q,∣E⃗∣=14πε0∣Q∣r2\vec E=\dfrac{\vec F}{q},\quad |\vec E|=\dfrac{1}{4\pi\varepsilon_{0}}\dfrac{|Q|}{r^{2}}E=qF​,∣E∣=4πε0​1​r2∣Q∣​

E⃗\vec EE ist ein Vektor in Vm\tfrac{\mathrm{V}}{\mathrm{m}}mV​, gleichbedeutend mit NC\tfrac{\mathrm{N}}{\mathrm{C}}CN​. Die zweite Form gilt für das Radialfeld einer Punktladung, nicht für den Plattenkondensator.

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Musterbeispiel

Coulomb-Kraft im Wasserstoffatom (klassisch)

Berechne die elektrische Anziehungskraft zwischen Proton und Elektron im Wasserstoffatom (Abstand r=5,29⋅10−11r=5{,}29\cdot 10^{-11}r=5,29⋅10−11 m).

  1. 01Werte

    e=1,602⋅10−19e=1{,}602\cdot 10^{-19}e=1,602⋅10−19 C; k=8,988⋅109k=8{,}988\cdot 10^{9}k=8,988⋅109 Nm2^{2}2/C2^{2}2.

  2. 02Formel

    F=ke2r2F=k\dfrac{e^{2}}{r^{2}}F=kr2e2​.

  3. 03Einsetzen

    F=8,988⋅109⋅(1,602⋅10−19)2(5,29⋅10−11)2≈8,24⋅10−8F=8{,}988\cdot 10^{9}\cdot\dfrac{(1{,}602\cdot 10^{-19})^{2}}{(5{,}29\cdot 10^{-11})^{2}}\approx 8{,}24\cdot 10^{-8}F=8,988⋅109⋅(5,29⋅10−11)2(1,602⋅10−19)2​≈8,24⋅10−8 N.

Ergebnis: Anziehungskraft ≈8,2⋅10−8\approx 8{,}2\cdot 10^{-8}≈8,2⋅10−8 N - das ist die Zentripetalkraft im Bohrschen Modell.

Schritt-für-Schritt Erklärung3 Schritte
  1. 1

    Im Coulomb-Gesetz steckt eine 1/r-Quadrat-Abhängigkeit, ganz ähnlich wie bei der Gravitation.

    Elektrisches Feld - zwei Punktladungen

    + − Feldlinien: + → −
    Abb.Feldlinien laufen von + zu -; Liniendichte zeigt Feldstärke.
  2. 2

    Das elektrische Feld ist die Kraftwirkung pro Probeladung.

  3. 3

    Im Plattenkondensator ist das Feld homogen und gleich U durch d.

SRDP-Aufgaben

SelbsttestAus der Fragenbank4 Punkte

Aufgabenstellung

Erläutere das Coulomb-Gesetz und vergleiche es mit dem Gravitationsgesetz nach Newton. Berechne die Coulomb-Kraft zwischen zwei Punktladungen q1=+2 μq_{1}=+2\,\muq1​=+2μC und q2=+4 μq_{2}=+4\,\muq2​=+4μC im Abstand r=0,10r=0{,}10r=0,10 m.

Maturafokus

  • Zerlege bei mehr als zwei Ladungen die Coulomb-Kräfte in Komponenten und addiere sie VEKTORIELL.
  • Trenne Feldstärke (Vektor, in Vm\tfrac{\mathrm{V}}{\mathrm{m}}mV​) vom Potenzial (Skalar, in V) - das eine hat eine Richtung, das andere nicht.
  • Setze Abstände in Meter ein; ein in Zentimeter belassener Plattenabstand verfälscht das Ergebnis um den Faktor 100.
  • Nutze E=UdE=\tfrac{U}{d}E=dU​ nur im HOMOGENEN Feld des Plattenkondensators, nicht im Radialfeld einer Punktladung.
  • Prüfe die Einheiten: 1 Vm=1 NC1\,\tfrac{\mathrm{V}}{\mathrm{m}}=1\,\tfrac{\mathrm{N}}{\mathrm{C}}1mV​=1CN​ - dieselbe Größe, zwei Schreibweisen.

Typische Fehler

  • Die Coulomb-Konstante wird mit einer anderen Naturkonstanten verwechselt; sie beträgt rund 8,99⋅109 N m2C28{,}99\cdot10^{9}\,\tfrac{\mathrm{N}\,\mathrm{m}^{2}}{\mathrm{C}^{2}}8,99⋅109C2Nm2​.
  • Der Plattenabstand wird in Zentimeter eingesetzt statt in Meter.
  • Bei mehreren Ladungen werden die Kraftbeträge addiert statt die Vektoren.
  • Feldstärke und Potenzial werden gleichgesetzt; die eine ist die Änderung des anderen je Weg.
  • Die 1r2\tfrac{1}{r^{2}}r21​-Abhängigkeit wird als 1r\tfrac{1}{r}r1​ gerechnet; die halbe Entfernung vervierfacht die Kraft.

§ 01

Aktive Wiederholung

Zwei Ladungen q1=+5 μq_{1}=+5\,\muq1​=+5μC und q2=−3 μq_{2}=-3\,\muq2​=−3μC befinden sich im Abstand 0,200{,}200,20 m. Berechne die Coulomb-Kraft auf q2q_{2}q2​ und gib die Richtung an.

Passende Aufgaben üben50 Fragen zum Thema→

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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: OpenStax College Physics - Electric Charge and Field (OpenStax)

§ 02
§ 02

Gleichstromkreise und Kirchhoff#

~4 Min Lesezeit●○○BasisLPPHY-EM-4.2

Kernpunkte

Ein elektrischer Strom ist gerichteter Ladungstransport; die Stromstärke I=ΔQ/ΔtI=\Delta Q/\Delta tI=ΔQ/Δt (Einheit Ampere) gibt die pro Sekunde durch einen Querschnitt fließende Ladung an. Die Spannung U=W/QU=W/QU=W/Q (Einheit Volt) ist die pro Ladung verrichtete Arbeit - sie ist der „Antrieb", der die Ladungen durch den Kreis treibt.
Für ohmsche Widerstände gilt das ohmsche Gesetz U=R IU=R\,IU=RI: Strom und Spannung sind proportional, der Widerstand RRR ist die konstante Steigung der linearen III-UUU-Kennlinie (). Bauteile wie Glühlampen oder Dioden sind dagegen nichtohmsch - ihre Kennlinie ist gekrümmt.

I-U-Kennlinie eines ohmschen Widerstandes

I-U-Kennlinie eines ohmschen WiderstandesSchaubild von I = U/R (Steigung 1/R), Nullstellen bei x = 0, y-Achsenabschnitt bei y = 0, steigend, im Bereich x von 0 bis 102468100.020.040.060.080.1I = U/R(Steigung 1/R)I in AU in V
Abb. 3Lineare Beziehung; Steigung 1/R.
Abb. 3 ↓
Verzweigte Netzwerke beherrscht man mit den Kirchhoffschen Regeln: Die Knotenregel (∑I=0\sum I=0∑I=0) folgt aus der Ladungserhaltung (was hineinfließt, fließt heraus), die Maschenregel (∑U=0\sum U=0∑U=0) aus der Energieerhaltung (über jede geschlossene Schleife summieren sich die Spannungen zu null).
In der Reihenschaltung fließt überall derselbe Strom, und die Widerstände addieren sich: Rges=∑RiR_{ges}=\sum R_{i}Rges​=∑Ri​. In der Parallelschaltung liegt an allen Zweigen dieselbe Spannung, und die Kehrwerte addieren sich: 1/Rges=∑1/Ri1/R_{ges}=\sum 1/R_{i}1/Rges​=∑1/Ri​ - der Gesamtwiderstand ist dann kleiner als der kleinste Einzelwiderstand.
Die elektrische Leistung ist P=U IP=U\,IP=UI, die in einer Zeit ttt umgesetzte Energie W=P tW=P\,tW=Pt. Im Alltag wird sie in Kilowattstunden abgerechnet (111 kWh =3,6⋅106=3{,}6\cdot 10^{6}=3,6⋅106 J) - daraus lassen sich Energiekosten eines Geräts direkt berechnen.
Jede Stromrechnung beginnt mit einer sauberen Schaltskizze und festgelegten Strom- und Spannungsrichtungen (). Gemischte Schaltungen fasst man schrittweise zusammen: erst Parallel- und Reihengruppen zu Ersatzwiderständen, dann den Gesamtstrom, schließlich rückwärts die Teilspannungen und Teilströme.

Einfacher Stromkreis - Spannungsquelle, R, A, V

+ − A R V in Serie parallel
Abb. 2Voltmeter parallel zum Verbraucher, Amperemeter in Serie.
Abb. 2 ↓

Vokabeln

→ Kartei
  • KnotenregelErste Kirchhoffsche Regel: Die Summe aller Ströme an einem Knoten ist null.
  • MaschenregelZweite Kirchhoffsche Regel: Die Summe aller Spannungen in einer geschlossenen Masche ist null.
  • ReihenschaltungBauteile hintereinander; gleicher Strom, Spannungen addieren sich.
  • ParallelschaltungBauteile nebeneinander; gleiche Spannung, Ströme addieren sich.
  • ohmsches Gesetz$U=R\cdot I$; gilt für ohmsche Widerstände bei konstanter Temperatur.
  • KilowattstundeEnergieeinheit der Abrechnung; $1\,\mathrm{kWh}=3{,}6\cdot10^{6}\,\mathrm{J}$.

Ohmsches Gesetz und elektrische Leistung

U=R I,P=U I=I2R=U2RU=R\,I,\quad P=U\,I=I^{2}R=\dfrac{U^{2}}{R}U=RI,P=UI=I2R=RU2​

UUU in V, III in A, RRR in Ω\OmegaΩ. Die drei Leistungsformen sind gleichwertig - man wählt jene, in der die gegebenen Größen vorkommen. Das ohmsche Gesetz gilt nur bei konstanter Temperatur und nicht für Dioden.

Parallelschaltung

1Rges=∑1Ri\dfrac{1}{R_{ges}}=\sum\dfrac{1}{R_{i}}Rges​1​=∑Ri​1​

Der Gesamtwiderstand einer Parallelschaltung ist stets KLEINER als der kleinste Einzelwiderstand. In der Reihenschaltung addieren sich die Widerstände dagegen unmittelbar.

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Musterbeispiel

Gemischte Schaltung

In einer Schaltung sind zwei Widerstände R1=20 ΩR_{1}=20\,\OmegaR1​=20Ω und R2=30 ΩR_{2}=30\,\OmegaR2​=30Ω in Reihe geschaltet; parallel zur Reihe liegt R3=60 ΩR_{3}=60\,\OmegaR3​=60Ω. An die Anordnung wird U=12U=12U=12 V gelegt. Berechne Gesamtwiderstand, Strom und Spannung an R1R_{1}R1​.

  1. 01Reihe

    R12=R1+R2=50 ΩR_{12}=R_{1}+R_{2}=50\,\OmegaR12​=R1​+R2​=50Ω.

  2. 02Parallel

    Rges=(1/R12+1/R3)−1=(1/50+1/60)−1≈27,3 ΩR_{ges}=(1/R_{12}+1/R_{3})^{-1}=(1/50+1/60)^{-1}\approx 27{,}3\,\OmegaRges​=(1/R12​+1/R3​)−1=(1/50+1/60)−1≈27,3Ω.

  3. 03Gesamtstrom

    Iges=U/Rges=12/27,3≈0,44I_{ges}=U/R_{ges}=12/27{,}3\approx 0{,}44Iges​=U/Rges​=12/27,3≈0,44 A.

  4. 04Strom im Reihenzweig

    I12=U/R12=12/50=0,24I_{12}=U/R_{12}=12/50=0{,}24I12​=U/R12​=12/50=0,24 A.

  5. 05Spannung an R1

    U1=I12⋅R1=0,24⋅20=4,8U_{1}=I_{12}\cdot R_{1}=0{,}24\cdot 20=4{,}8U1​=I12​⋅R1​=0,24⋅20=4,8 V.

Ergebnis: Rges≈27,3 ΩR_{ges}\approx 27{,}3\,\OmegaRges​≈27,3Ω, Iges≈0,44I_{ges}\approx 0{,}44Iges​≈0,44 A, U1≈4,8U_{1}\approx 4{,}8U1​≈4,8 V.

Schritt-für-Schritt Erklärung3 Schritte
  1. 1

    Im Gleichstromkreis verbinden Ohms Gesetz und die Kirchhoff-Regeln Spannungen, Ströme und Widerstände.

    Einfacher Stromkreis - Spannungsquelle, R, A, V

    + − A R V in Serie parallel
    Abb.Voltmeter parallel zum Verbraucher, Amperemeter in Serie.
  2. 2

    Bei der Reihenschaltung addieren sich die Widerstände, bei der Parallelschaltung die Leitwerte.

  3. 3

    Die elektrische Leistung folgt aus P gleich U mal I.

SRDP-Aufgaben

SelbsttestAus der Fragenbank4 Punkte

Aufgabenstellung

Erkläre die Kirchhoffschen Regeln und wende sie auf eine gemischte Schaltung mit R1=10 ΩR_{1}=10\,\OmegaR1​=10Ω, R2=20 ΩR_{2}=20\,\OmegaR2​=20Ω parallel, in Reihe mit R3=15 ΩR_{3}=15\,\OmegaR3​=15Ω an einer Spannung von 242424 V an. Berechne den Gesamtstrom und die Spannungen an den Widerständen.

Maturafokus

  • Zeichne die Schaltskizze und lege Zählpfeile für Ströme und Spannungen fest, bevor du rechnest.
  • Fasse gemischte Schaltungen schrittweise zusammen: erst die innersten Reihen- oder Parallelgruppen, dann nach außen.
  • Wende die Knotenregel (Summe der Ströme null) und die Maschenregel (Summe der Spannungen null) getrennt an.
  • Setze bei Parallelschaltung die KEHRWERTE an: 1R=∑1Ri\tfrac{1}{R}=\sum\tfrac{1}{R_{i}}R1​=∑Ri​1​ - der Gesamtwiderstand ist kleiner als jeder Einzelwiderstand.
  • Berechne Energiekosten über W=P⋅tW=P\cdot tW=P⋅t in kWh und multipliziere mit dem Tarif.

Typische Fehler

  • Der Parallelwiderstand wird als Summe gebildet statt als Kehrwertsumme.
  • Der Spannungsabfall am Innenwiderstand der Quelle wird vergessen; die Klemmenspannung sinkt unter die Leerlaufspannung.
  • Leistung und Energie werden verwechselt; die eine wird in W, die andere in Wh oder J gemessen.
  • Bei der Maschenregel werden die Vorzeichen nicht konsequent gegen den Umlaufsinn geführt.
  • In der Reihenschaltung wird an jedem Bauteil dieselbe Spannung angenommen; gleich ist dort der STROM.

§ 02

Aktive Wiederholung

Ein Wasserkocher hat 200020002000 W bei 230230230 V. Welchen Widerstand hat er, welcher Strom fließt? Wie viel kostet es, 111 L Wasser von 15∘15^{\circ}15∘C auf 100∘100^{\circ}100∘C zu erhitzen, wenn der Tarif 0,300{,}300,30 EUR/kWh beträgt und der Kocher den Wirkungsgrad 90%90\%90% hat?

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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: OpenStax College Physics - DC Circuits (OpenStax)

§ 03
§ 03

Kondensator und Energiespeicher#

~4 Min Lesezeit●●○StandardLPPHY-EM-4.3

Kernpunkte

Ein Kondensator speichert elektrische Ladung und damit Energie im elektrischen Feld zwischen zwei leitenden Flächen. Seine Kapazität C=Q/UC=Q/UC=Q/U (Einheit Farad, F === C/V) gibt an, wie viel Ladung er pro Volt aufnehmen kann - ein großes CCC bedeutet viel Ladung bei wenig Spannung.
Für den Plattenkondensator gilt C=ε0εrAdC=\varepsilon_{0}\varepsilon_{r}\dfrac{A}{d}C=ε0​εr​dA​ (): Die Kapazität wächst mit der Plattenfläche und sinkt mit dem Abstand. Ein Dielektrikum zwischen den Platten erhöht sie zusätzlich um den Faktor εr\varepsilon_{r}εr​, weil es das Feld teilweise abschwächt.

Plattenkondensator - homogenes Feld

Plattenkondensator · homogenes FeldSchematische Darstellung mit 6 Elementen, +, −, E, d+−Ed
Abb. 4Zwischen den Platten ist das Feld homogen: E=U/dE=U/dE=U/d. Die Kapazität ist C=ε0εrA/dC=\varepsilon_{0}\varepsilon_{r}A/dC=ε0​εr​A/d.
Abb. 4 ↓
Die im geladenen Kondensator gespeicherte Energie ist EC=12CU2=12QUE_{C}=\tfrac{1}{2}C U^{2}=\tfrac{1}{2}Q UEC​=21​CU2=21​QU. Der Faktor 12\tfrac{1}{2}21​ ist wichtig (nicht QUQUQU): Er entsteht, weil die Spannung während des Ladens von null bis UUU ansteigt und im Mittel nur U/2U/2U/2 wirkt.
Bei der Schaltung verhalten sich Kondensatoren genau umgekehrt zu Widerständen: In der Parallelschaltung addieren sich die Kapazitäten (C=∑CiC=\sum C_{i}C=∑Ci​), in der Reihenschaltung die Kehrwerte (1/C=∑1/Ci1/C=\sum 1/C_{i}1/C=∑1/Ci​). Das ist eine beliebte Verwechslungsfalle.
Über einen Widerstand RRR lädt und entlädt sich ein Kondensator nicht sprunghaft, sondern exponentiell: UC(t)=U0(1−e−t/RC)U_{C}(t)=U_{0}(1-e^{-t/RC})UC​(t)=U0​(1−e−t/RC) beim Laden, U0e−t/RCU_{0}e^{-t/RC}U0​e−t/RC beim Entladen. Die Zeitkonstante τ=RC\tau=RCτ=RC bestimmt das Tempo; nach etwa 5τ5\tau5τ ist der Vorgang praktisch abgeschlossen.
Kondensatoren sind überall dort im Einsatz, wo Energie schnell gespeichert oder abgegeben werden muss: im Blitzgerät der Kamera, im Defibrillator, zur Glättung pulsierender Gleichspannung und als Schwingkreis-Bauteil in der Hochfrequenztechnik.

Vokabeln

→ Kartei
  • KapazitätLadung je Spannung, $C=\tfrac{Q}{U}$; Einheit Farad.
  • PlattenkondensatorZwei parallele Leiterplatten; $C=\varepsilon_{0}\varepsilon_{r}\tfrac{A}{d}$.
  • DielektrikumIsolator zwischen den Platten; erhöht die Kapazität um $\varepsilon_{r}$.
  • Zeitkonstante$\tau=R\,C$; charakteristische Lade- bzw. Entladezeit.
  • FeldenergieIm elektrischen Feld gespeicherte Energie, $E=\tfrac{1}{2}C\,U^{2}$.
  • DurchschlagsfestigkeitHöchste Feldstärke, die ein Isolator ohne Durchschlag aushält.

Kondensator: Kapazität, Energie, Plattenkondensator

C=QU,EC=12CU2,CPlatte=ε0εrAdC=\dfrac{Q}{U},\quad E_{C}=\tfrac{1}{2}C U^{2},\quad C_{Platte}=\varepsilon_{0}\varepsilon_{r}\dfrac{A}{d}C=UQ​,EC​=21​CU2,CPlatte​=ε0​εr​dA​

QQQ ist die Ladung in C, UUU die Spannung, AAA die Plattenfläche, ddd der Plattenabstand und εr\varepsilon_{r}εr​ die Dielektrizitätszahl des Isolators. Der Faktor 12\tfrac{1}{2}21​ in der Energie stammt daraus, dass die Spannung beim Laden erst linear anwächst.

Zeitkonstante RC-Glied

τ=R C\tau=R\,Cτ=RC

RRR in Ω\OmegaΩ, CCC in F ergibt τ\tauτ in Sekunden. Nach einer Zeitkonstanten sind rund 63 % der Endladung erreicht, nach fünf praktisch 100 %.

Musterbeispiel

Plattenkondensator

A=0,050A=0{,}050A=0,050 m2^{2}2, d=0,5d=0{,}5d=0,5 mm, U=100U=100U=100 V, εr=1\varepsilon_{r}=1εr​=1.

  1. 01Kapazität

    C=ε0A/d=8,854⋅10−12⋅0,05/5⋅10−4≈8,85⋅10−10C=\varepsilon_{0}A/d=8{,}854\cdot 10^{-12}\cdot 0{,}05/5\cdot 10^{-4}\approx 8{,}85\cdot 10^{-10}C=ε0​A/d=8,854⋅10−12⋅0,05/5⋅10−4≈8,85⋅10−10 F =885= 885=885 pF.

  2. 02Ladung

    Q=CU≈8,85⋅10−8Q=C U\approx 8{,}85\cdot 10^{-8}Q=CU≈8,85⋅10−8 C =88,5= 88{,}5=88,5 nC.

  3. 03Energie

    EC=12CU2≈4,43⋅10−6E_{C}=\tfrac{1}{2}C U^{2}\approx 4{,}43\cdot 10^{-6}EC​=21​CU2≈4,43⋅10−6 J ≈4,4 μ\approx 4{,}4\,\mu≈4,4μJ.

Ergebnis: C≈885C\approx 885C≈885 pF, Q≈88,5Q\approx 88{,}5Q≈88,5 nC, E≈4,4 μE\approx 4{,}4\,\muE≈4,4μJ.

Musterbeispiel

Aufladung eines RC-Glieds

Ein Kondensator C=100 μC=100\,\muC=100μF wird über einen Widerstand R=10 R=10\,R=10kΩ\OmegaΩ an U0=12U_{0}=12U0​=12 V geladen. Bestimme die Zeitkonstante, die Spannung nach t=τt=\taut=τ und nach t=2τt=2\taut=2τ sowie die Zeit, bis 90%90\%90% der Endspannung erreicht sind.

  1. 01Zeitkonstante

    τ=RC=104 Ω⋅100⋅10−6 \tau=R C=10^{4}\,\Omega\cdot 100\cdot 10^{-6}\,τ=RC=104Ω⋅100⋅10−6F=1,0=1{,}0=1,0 s.

  2. 02Nach einer Zeitkonstante

    UC(τ)=U0(1−e−1)=12⋅0,632≈7,6U_{C}(\tau)=U_{0}(1-e^{-1})=12\cdot 0{,}632\approx 7{,}6UC​(τ)=U0​(1−e−1)=12⋅0,632≈7,6 V (rund 63%63\%63%).

  3. 03Nach zwei Zeitkonstanten

    UC(2τ)=U0(1−e−2)=12⋅0,865≈10,4U_{C}(2\tau)=U_{0}(1-e^{-2})=12\cdot 0{,}865\approx 10{,}4UC​(2τ)=U0​(1−e−2)=12⋅0,865≈10,4 V (rund 86%86\%86%).

  4. 04Zeit für 90 %

    1−e−t/τ=0,9⇒e−t/τ=0,1⇒t=τln⁡10≈2,301-e^{-t/\tau}=0{,}9\Rightarrow e^{-t/\tau}=0{,}1\Rightarrow t=\tau\ln 10\approx 2{,}301−e−t/τ=0,9⇒e−t/τ=0,1⇒t=τln10≈2,30 s.

Ergebnis: τ=1,0\tau=1{,}0τ=1,0 s; UC(τ)≈7,6U_{C}(\tau)\approx 7{,}6UC​(τ)≈7,6 V, UC(2τ)≈10,4U_{C}(2\tau)\approx 10{,}4UC​(2τ)≈10,4 V; 90%90\%90% nach ≈2,3\approx 2{,}3≈2,3 s. Nach rund 5τ5\tau5τ gilt der Kondensator als praktisch voll geladen.

Schritt-für-Schritt Erklärung3 Schritte
  1. 1

    Ein Kondensator speichert Energie im elektrischen Feld zwischen zwei Platten.

  2. 2

    Die Energie ist halbe Kapazität mal Spannung im Quadrat.

  3. 3

    Beim Laden und Entladen über einen Widerstand läuft der Vorgang exponentiell mit der Zeitkonstanten RC ab.

SRDP-Aufgaben

SelbsttestAus der Fragenbank4 Punkte

Aufgabenstellung

Beschreibe Aufbau und Funktion eines Plattenkondensators und erläutere den Einfluss eines Dielektrikums. Berechne die Energie eines Defibrillator-Kondensators mit C=32 μC=32\,\muC=32μF bei U=2000U=2000U=2000 V.

Maturafokus

  • Setze die Energie eines geladenen Kondensators als E=12C U2=12Q UE=\tfrac{1}{2}C\,U^{2}=\tfrac{1}{2}Q\,UE=21​CU2=21​QU an - der Faktor 12\tfrac{1}{2}21​ stammt aus der linear wachsenden Spannung beim Laden.
  • Merke die UMGEKEHRTE Regel gegenüber Widerständen: Kondensatoren addieren sich parallel, in Reihe addieren sich die Kehrwerte.
  • Berücksichtige das Dielektrikum über den Faktor εr\varepsilon_{r}εr​; es vergrößert die Kapazität.
  • Bestimme die Zeitkonstante τ=R C\tau=R\,Cτ=RC und deute sie: Nach τ\tauτ sind rund 63 % der Endladung erreicht.
  • Rechne mit C=ε0εrAdC=\varepsilon_{0}\varepsilon_{r}\tfrac{A}{d}C=ε0​εr​dA​ und beachte, dass ein größerer Plattenabstand die Kapazität VERRINGERT.

Typische Fehler

  • Die Energie wird als E=Q UE=Q\,UE=QU angesetzt; der Faktor 12\tfrac{1}{2}21​ fehlt.
  • Reihen- und Parallelregel werden von den Widerständen übernommen; bei Kondensatoren gilt sie umgekehrt.
  • Das Dielektrikum bleibt unberücksichtigt; die Kapazität kommt um den Faktor εr\varepsilon_{r}εr​ zu klein heraus.
  • Ladung und Kapazität werden verwechselt; die Kapazität ist die Ladung JE Volt.
  • Die Zeitkonstante wird als Zeit bis zur vollständigen Ladung gedeutet; nach τ\tauτ sind erst 63 % erreicht.

§ 03

Aktive Wiederholung

Ein Plattenkondensator hat Fläche 0,0500{,}0500,050 m2^{2}2, Abstand 0,50{,}50,5 mm und Luft als Dielektrikum. Berechne Kapazität, gespeicherte Ladung bei U=100U=100U=100 V und Energie.

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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: OpenStax College Physics - Capacitance (OpenStax)

§ 04
§ 04

Elektrisches Feld, Potenzial und Energie#

~4 Min Lesezeit●●○StandardLPPHY-EM-4.4

Elektrisches Feld - zwei Punktladungen

+ − Feldlinien: + → −
Abb. 5Feldlinien laufen von + zu -; Liniendichte zeigt Feldstärke.

Kernpunkte

Feldstärke und Potenzial beschreiben dasselbe elektrische Feld aus zwei verschiedenen Blickwinkeln: Die Feldstärke E⃗\vec EE ist ein VEKTOR und sagt, welche Kraft auf eine Probeladung wirkt; das Potenzial φ\varphiφ ist ein SKALAR und sagt, welche potentielle Energie je Ladung an diesem Ort gespeichert ist. Wer die beiden auseinanderhält, vermeidet den häufigsten Fehler dieses Kapitels.
Zwischen beiden vermittelt die Spannung: U=φ1−φ2U=\varphi_{1}-\varphi_{2}U=φ1​−φ2​ ist die Potenzialdifferenz zwischen zwei Punkten, und im homogenen Feld gilt der einfache Zusammenhang E=UdE=\tfrac{U}{d}E=dU​. Daraus folgt unmittelbar die Einheitengleichheit 1 Vm=1 NC1\,\tfrac{\mathrm{V}}{\mathrm{m}}=1\,\tfrac{\mathrm{N}}{\mathrm{C}}1mV​=1CN​ - zwei Schreibweisen derselben Größe.
Das elektrostatische Feld ist konservativ: Die Arbeit beim Verschieben einer Ladung hängt nur von Anfangs- und Endpunkt ab, nicht vom Weg. Auf einem geschlossenen Weg ist die Arbeit deshalb null. Genau daraus folgt, dass sich überhaupt ein Potenzial definieren lässt - bei wegabhängiger Arbeit gäbe es keine eindeutige Energie je Ort.
Äquipotenzialflächen sind Flächen gleichen Potenzials; auf ihnen wird keine Arbeit verrichtet. Sie stehen deshalb überall SENKRECHT auf den Feldlinien. Beim Plattenkondensator sind es Ebenen parallel zu den Platten, bei einer Punktladung konzentrische Kugelschalen. In einer Skizze müssen beide Scharen einander rechtwinklig schneiden - eine schräge Kreuzung ist ein Zeichenfehler.
Die Beschleunigung geladener Teilchen folgt aus der Energiebilanz q U=12m v2q\,U=\tfrac{1}{2}m\,v^{2}qU=21​mv2: Die vom Feld verrichtete Arbeit wird vollständig zu kinetischer Energie. Daraus ergibt sich v=2 q Umv=\sqrt{\tfrac{2\,q\,U}{m}}v=m2qU​​ - die Endgeschwindigkeit hängt nur von der durchlaufenen Spannung ab, nicht vom Plattenabstand oder von der Bahnform.
Diese Beziehung hat eine Gültigkeitsgrenze, die in der Prüfung genannt gehört: Bei Spannungen im Bereich einiger hunderttausend Volt erreichen Elektronen einen nennenswerten Bruchteil der Lichtgeschwindigkeit, und die klassische Formel liefert zu große Werte. Dort ist relativistisch zu rechnen.
Ein Leiter im elektrostatischen Gleichgewicht ist stets eine Äquipotenzialfläche, und in seinem Inneren verschwindet das Feld - das ist das Prinzip des Faradayschen Käfigs. Deshalb schützt eine Autokarosserie bei Blitzschlag, und deshalb enden Feldlinien an einer Leiteroberfläche immer senkrecht.

Vokabeln

→ Kartei
  • PotenzialPotentielle Energie je Ladung an einem Ort; Skalar in Volt.
  • SpannungPotenzialdifferenz zwischen zwei Punkten.
  • ÄquipotenzialflächeFläche gleichen Potenzials; sie steht senkrecht auf den Feldlinien.
  • konservatives FeldFeld, in dem die Arbeit nur von Anfangs- und Endpunkt abhängt.
  • ElektronenvoltEnergie, die ein Elektron beim Durchlaufen von 1 V aufnimmt; $1\,\mathrm{eV}=1{,}602\cdot10^{-19}\,\mathrm{J}$.
  • Faradayscher KäfigLeitende Hülle, in deren Innerem das elektrostatische Feld verschwindet.

Homogenes Feld und Arbeit

E=Ud,W=q UE=\dfrac{U}{d},\quad W=q\,UE=dU​,W=qU

UUU ist die Spannung zwischen den Platten, ddd ihr Abstand in METERN, qqq die verschobene Ladung. Die Arbeit hängt nur von der durchlaufenen Spannung ab, nicht vom Weg - das elektrostatische Feld ist konservativ.

Energiebilanz beschleunigter Ladung

q U=12mv2q\,U=\tfrac{1}{2}m v^{2}qU=21​mv2

qqq ist die Ladung, UUU die Beschleunigungsspannung, mmm die Masse. Die Endgeschwindigkeit hängt weder vom Plattenabstand noch von der Bahnform ab; bei sehr hohen Spannungen ist relativistisch zu rechnen.

Musterbeispiel

Elektron in der Elektronenkanone

Elektron beschleunigt durch U=200U=200U=200 V; me=9,11⋅10−31m_{e}=9{,}11\cdot 10^{-31}me​=9,11⋅10−31 kg, e=1,602⋅10−19e=1{,}602\cdot 10^{-19}e=1,602⋅10−19 C.

  1. 01Energie

    Ekin=eU=1,602⋅10−19⋅200≈3,20⋅10−17E_{kin}=eU=1{,}602\cdot 10^{-19}\cdot 200\approx 3{,}20\cdot 10^{-17}Ekin​=eU=1,602⋅10−19⋅200≈3,20⋅10−17 J.

  2. 02Geschwindigkeit

    v=2Ekin/m=2⋅3,20⋅10−17/9,11⋅10−31v=\sqrt{2E_{kin}/m}=\sqrt{2\cdot 3{,}20\cdot 10^{-17}/9{,}11\cdot 10^{-31}}v=2Ekin​/m​=2⋅3,20⋅10−17/9,11⋅10−31​.

  3. 03Auswertung

    v≈8,4⋅106v\approx 8{,}4\cdot 10^{6}v≈8,4⋅106 m/s (≈2,8%\approx 2{,}8\%≈2,8% von ccc, nichtrelativistisch vertretbar).

Ergebnis: Ekin≈3,2⋅10−17E_{kin}\approx 3{,}2\cdot 10^{-17}Ekin​≈3,2⋅10−17 J =200=200=200 eV, v≈8,4⋅106v\approx 8{,}4\cdot 10^{6}v≈8,4⋅106 m/s.

Schritt-für-Schritt Erklärung3 Schritte
  1. 1

    Die Feldstärke ist ein Vektor, das Potenzial ein Skalar - beide beschreiben dasselbe Feld unterschiedlich.

    Elektrisches Feld - zwei Punktladungen

    + − Feldlinien: + → −
    Abb.Feldlinien laufen von + zu -; Liniendichte zeigt Feldstärke.
  2. 2

    Beim Verschieben einer Ladung gegen das Feld wird Arbeit q mal U verrichtet.

  3. 3

    In der Elektronenkanone wird diese Arbeit vollständig in kinetische Energie umgesetzt.

SRDP-Aufgaben

SelbsttestAus der Fragenbank4 Punkte

Aufgabenstellung

Erläutere den Unterschied zwischen elektrischer Feldstärke und elektrischem Potenzial. Erkläre am Beispiel einer Elektronenkanone, wie elektrische Energie in Bewegungsenergie umgewandelt wird, und berechne die Endgeschwindigkeit bei U=500U=500U=500 V.

Maturafokus

  • Trenne Feldstärke (Vektor, Vm\tfrac{\mathrm{V}}{\mathrm{m}}mV​) und Potenzial (Skalar, V) in jeder Antwort ausdrücklich.
  • Berechne die Endgeschwindigkeit beschleunigter Ladungen aus der Energiebilanz q U=12m v2q\,U=\tfrac{1}{2}m\,v^{2}qU=21​mv2.
  • Zeichne Äquipotenzialflächen SENKRECHT zu den Feldlinien - eine schräge Kreuzung ist physikalisch unmöglich.
  • Begründe die Wegunabhängigkeit der Arbeit damit, dass das elektrostatische Feld konservativ ist.
  • Nenne die Grenze der klassischen Rechnung: Bei sehr hohen Beschleunigungsspannungen ist relativistisch zu rechnen.

Typische Fehler

  • Feldstärke und Spannung werden verwechselt; ihre Einheiten Vm\tfrac{\mathrm{V}}{\mathrm{m}}mV​ und V verraten den Fehler.
  • Die Arbeit im Feld wird als wegabhängig angenommen; das elektrostatische Feld ist konservativ.
  • Äquipotenzialflächen werden parallel zu den Feldlinien gezeichnet statt senkrecht.
  • Bei hohen Beschleunigungsspannungen wird klassisch gerechnet, ohne die relativistische Grenze zu erwähnen.
  • Im Inneren eines Leiters wird ein Feld angenommen; im elektrostatischen Gleichgewicht ist es dort null.

§ 04

Aktive Wiederholung

Ein zunächst ruhendes Elektron durchläuft eine Beschleunigungsspannung von 200200200 V. Berechne seine kinetische Energie und seine Endgeschwindigkeit (nichtrelativistisch).

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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: OpenStax College Physics - Electric Potential (OpenStax)

§ 05
§ 05

Reale Spannungsquelle und elektronische Bauteile#

~3 Min Lesezeit●●○StandardLPPHY-EM-4.5

I-U-Kennlinie eines ohmschen Widerstandes

I-U-Kennlinie eines ohmschen WiderstandesSchaubild von I = U/R (Steigung 1/R), Nullstellen bei x = 0, y-Achsenabschnitt bei y = 0, steigend, im Bereich x von 0 bis 102468100.020.040.060.080.1I = U/R(Steigung 1/R)I in AU in V
Abb. 6Lineare Beziehung; Steigung 1/R.

Kernpunkte

Eine ideale Spannungsquelle würde unabhängig vom entnommenen Strom dieselbe Spannung liefern; reale Quellen tun das nicht. Man modelliert sie als ideale Quellenspannung U0U_{0}U0​ (die elektromotorische Kraft, EMK) in Reihe mit einem Innenwiderstand RiR_{i}Ri​. Die nach außen messbare Klemmenspannung sinkt mit dem Strom: UK=U0−I RiU_{K}=U_{0}-I\,R_{i}UK​=U0​−IRi​.
Zwei Grenzfälle veranschaulichen das: Bei Leerlauf (I=0I=0I=0) ist die Klemmenspannung gleich der vollen Quellenspannung U0U_{0}U0​; beim Kurzschluss fällt sie auf null, und es fließt der maximale Strom IK=U0/RiI_{K}=U_{0}/R_{i}IK​=U0​/Ri​. Genau deshalb sinkt die Klemmenspannung einer Autobatterie beim Anlassen kurz ab - der Anlasser zieht einen sehr großen Strom.
Die größte Leistung gibt eine Quelle bei Lastanpassung ab, also wenn der Lastwiderstand gleich dem Innenwiderstand ist (RLast=RiR_{\text{Last}}=R_{i}RLast​=Ri​). Der Wirkungsgrad beträgt dann allerdings nur 50%50\%50%, weil die Hälfte der Leistung im Innenwiderstand verheizt wird.
Halbleiter wie Silizium und Germanium liegen in ihrer Leitfähigkeit zwischen Leitern und Isolatoren. Anders als bei Metallen steigt ihre Leitfähigkeit mit der Temperatur, und durch gezielte Dotierung (Einbau von Fremdatomen) lässt sie sich einstellen - die Grundlage der gesamten Elektronik.
Eine Diode (ein pn-Übergang) lässt den Strom nur in einer Richtung (Durchlassrichtung) passieren und sperrt in der anderen. Ihre Kennlinie ist stark nichtlinear; als Gleichrichter macht sie aus Wechselspannung eine pulsierende Gleichspannung.
Temperaturabhängige Widerstände (NTC-Heißleiter mit sinkendem, PTC-Kaltleiter mit steigendem Widerstand) und der lichtabhängige LDR dienen als Sensoren - etwa zur Temperatur- oder Helligkeitsmessung. Ihre charakteristische, nichtlineare Kennlinie unterscheidet sie vom ohmschen Widerstand.

Vokabeln

→ Kartei
  • InnenwiderstandWiderstand innerhalb der Spannungsquelle; er verursacht den Spannungsabfall bei Belastung.
  • KlemmenspannungTatsächlich an den Anschlüssen messbare Spannung unter Last.
  • LeerlaufspannungSpannung ohne Stromentnahme; entspricht der Quellenspannung.
  • KennlinieAuftragung von Strom über Spannung eines Bauteils.
  • DiodeBauteil mit richtungsabhängiger Leitfähigkeit und Schwellenspannung.
  • NTCHeißleiter; sein Widerstand sinkt mit steigender Temperatur.

Klemmenspannung der realen Quelle

UK=U0−I RiU_{K}=U_{0}-I\,R_{i}UK​=U0​−IRi​

U0U_{0}U0​ ist die Leerlaufspannung, RiR_{i}Ri​ der Innenwiderstand, III der entnommene Strom. Je größer die Belastung, desto stärker bricht die Klemmenspannung ein - bei I=0I=0I=0 stimmen beide überein.

Strom im belasteten Quellenkreis

I=U0Ri+RLastI=\dfrac{U_{0}}{R_{i}+R_{Last}}I=Ri​+RLast​U0​​

Innen- und Lastwiderstand liegen in Reihe. Für RLast=0R_{\text{Last}}=0RLast​=0 ergibt sich der Kurzschlussstrom U0Ri\tfrac{U_{0}}{R_{i}}Ri​U0​​ - der größtmögliche Strom der Quelle.

Musterbeispiel

Belastete Batterie mit Innenwiderstand

U0=12U_{0}=12U0​=12 V, Ri=0,5 ΩR_{i}=0{,}5\,\OmegaRi​=0,5Ω, R=5,5 ΩR=5{,}5\,\OmegaR=5,5Ω.

  1. 01Strom

    I=U0Ri+R=120,5+5,5=2,0I=\dfrac{U_{0}}{R_{i}+R}=\dfrac{12}{0{,}5+5{,}5}=2{,}0I=Ri​+RU0​​=0,5+5,512​=2,0 A.

  2. 02Klemmenspannung

    UK=I⋅R=2,0⋅5,5=11U_{K}=I\cdot R=2{,}0\cdot 5{,}5=11UK​=I⋅R=2,0⋅5,5=11 V.

  3. 03Innerer Abfall

    Ui=I⋅Ri=2,0⋅0,5=1,0U_{i}=I\cdot R_{i}=2{,}0\cdot 0{,}5=1{,}0Ui​=I⋅Ri​=2,0⋅0,5=1,0 V =U0−UK=U_{0}-U_{K}=U0​−UK​.

Ergebnis: I=2,0I=2{,}0I=2,0 A, Klemmenspannung 111111 V, 1,01{,}01,0 V fallen am Innenwiderstand ab.

Schritt-für-Schritt Erklärung3 Schritte
  1. 1

    Jede reale Quelle hat einen Innenwiderstand, an dem Spannung abfällt, sobald Strom fließt.

  2. 2

    Deshalb sinkt die Klemmenspannung unter Last, am stärksten beim Kurzschluss.

  3. 3

    Halbleiterbauteile wie Dioden und temperaturabhängige Widerstände sind das Fundament der Elektronik.

SRDP-Aufgaben

SelbsttestAus der Fragenbank4 Punkte

Aufgabenstellung

Erkläre das Modell der realen Spannungsquelle mit Innenwiderstand. Warum sinkt die Klemmenspannung einer Autobatterie beim Anlassen kurz ab? Beschreibe ausserdem die Funktion einer Diode als Gleichrichter.

Maturafokus

  • Berechne die Klemmenspannung als U=U0−I RiU=U_{0}-I\,R_{i}U=U0​−IRi​ und deute sie: Sie sinkt mit steigender Belastung.
  • Bestimme Leerlaufspannung und Kurzschlussstrom als die beiden Grenzfälle der Kennlinie.
  • Unterscheide die ohmsche Gerade von der nichtlinearen Diodenkennlinie mit ihrer Schwellenspannung.
  • Ordne Sensorbauteile zu: NTC senkt seinen Widerstand mit steigender Temperatur, PTC erhöht ihn, LDR reagiert auf Licht.
  • Nenne, wann der Innenwiderstand vernachlässigt werden darf - nur wenn er gegenüber dem Lastwiderstand klein ist.

Typische Fehler

  • Der Innenwiderstand der Quelle wird vernachlässigt, obwohl der Laststrom groß ist.
  • Die Diode wird als ohmscher Widerstand behandelt; ihre Kennlinie ist gekrümmt und richtungsabhängig.
  • NTC und PTC werden im Temperaturverhalten vertauscht.
  • Leerlaufspannung und Klemmenspannung werden gleichgesetzt; sie stimmen nur bei I=0I=0I=0 überein.
  • Die Diode wird in Sperrrichtung als leitend angenommen; dort fließt praktisch kein Strom.

§ 05

Aktive Wiederholung

Eine Batterie hat die Quellenspannung U0=12U_{0}=12U0​=12 V und den Innenwiderstand Ri=0,5 ΩR_{i}=0{,}5\,\OmegaRi​=0,5Ω. An sie wird ein Lastwiderstand R=5,5 ΩR=5{,}5\,\OmegaR=5,5Ω angeschlossen. Berechne Strom, Klemmenspannung und den inneren Spannungsabfall.

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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: OpenStax College Physics - Electromotive Force, Terminal Voltage (OpenStax)

§ 06
§ 06

Elektrische Energie, Leistung und Sicherheit#

~4 Min Lesezeit●○○BasisLPPHY-EM-4.6

Kernpunkte

Die elektrische Leistung lässt sich je nach gegebenen Größen auf drei gleichwertige Arten schreiben: P=U I=I2R=U2/RP=U\,I=I^{2}R=U^{2}/RP=UI=I2R=U2/R. Die in einer Zeit umgesetzte Energie ist W=P tW=P\,tW=Pt und wird im Haushalt in Kilowattstunden abgerechnet (111 kWh =3,6⋅106=3{,}6\cdot 10^{6}=3,6⋅106 J) - daraus folgen Verbrauch und Kosten direkt.
Der Wirkungsgrad η=Wnutz/Wzu\eta=W_{\text{nutz}}/W_{\text{zu}}η=Wnutz​/Wzu​ entscheidet, wie viel der bezahlten Energie tatsächlich nützlich wird. Bei Kostenrechnungen muss man ihn mitführen: Ein Wasserkocher mit 90%90\%90% Wirkungsgrad braucht mehr elektrische Energie, als die reine Wärmebilanz des Wassers verlangt.
Im Haushalt sind alle Verbraucher parallel an die 230230230-V-Netzspannung angeschlossen (), damit jedes Gerät dieselbe Spannung erhält und unabhängig von den anderen ein- und ausgeschaltet werden kann. In Reihe würden sich die Geräte gegenseitig beeinflussen.

Haushaltsstromkreis mit Sicherung

Haushaltsstromkreis mit SicherungSchaltplan mit 5 Bauteilen, battery U = 230 V, switch Sicherung, bulb Gerät, wire, wireU = 230 VSicherungGerät
Abb. 7Verbraucher hängen an 230230230 V; die Sicherung trennt den Kreis bei Überstrom.
Abb. 7 ↓
Zum Schutz dienen zwei verschiedene Einrichtungen: Die Sicherung bzw. der Leitungsschutzschalter trennt den Kreis bei zu hohem Strom (Überlast, Kurzschluss) und schützt so die Leitung vor Überhitzung. Der FI-Schutzschalter (RCD) dagegen vergleicht hin- und rückfließenden Strom und schaltet schon bei einem kleinen Fehlerstrom ab - er schützt den Menschen.
Der Schutzleiter (Erdung) und eine zuverlässige Isolation verhindern, dass gefährliche Berührungsspannungen an Gerätegehäusen auftreten: Im Fehlerfall fließt der Strom über den Schutzleiter ab und löst die Schutzeinrichtung aus, statt über den Menschen zu fließen.
Wie gefährlich ein Stromschlag ist, hängt von Stromstärke, Einwirkdauer und Weg durch den Körper ab. Schon ab etwa 303030 mA wird netzfrequenter Wechselstrom lebensgefährlich (Atemlähmung, Herzkammerflimmern) - genau hier setzt die Auslöseschwelle des FI-Schutzschalters an.

Vokabeln

→ Kartei
  • elektrische Leistung$P=U\cdot I$; momentan umgesetzte Energie je Zeit.
  • WirkungsgradVerhältnis von Nutz- zu aufgenommener Energie.
  • SchmelzsicherungSchutzelement, das die Leitung bei Überstrom trennt.
  • FI-SchutzschalterFehlerstromschutzschalter; er trennt bei Differenz zwischen Hin- und Rückstrom.
  • SchutzleiterLeiter, der leitfähige Gehäuse mit der Erde verbindet.
  • NetzspannungIn Österreich 230 V Effektivwert bei 50 Hz.

Elektrische Leistung und Energie

P=U I=U2R,W=P tP=U\,I=\dfrac{U^{2}}{R},\quad W=P\,tP=UI=RU2​,W=Pt

PPP in W, ttt in s ergibt WWW in J; in der Abrechnung wird stattdessen in kWh gerechnet, mit 1 kWh=3,6⋅106 J1\,\mathrm{kWh}=3{,}6\cdot10^{6}\,\mathrm{J}1kWh=3,6⋅106J.

Wirkungsgrad

η=WnutzWzu\eta=\dfrac{W_{nutz}}{W_{zu}}η=Wzu​Wnutz​​

WnutzW_{\text{nutz}}Wnutz​ ist die tatsächlich genutzte, WzuW_{\text{zu}}Wzu​ die aufgewendete Energie. Der Wert ist dimensionslos und stets kleiner als eins; über 100 % widerspricht dem Energieerhaltungssatz.

Musterbeispiel

Energiebedarf und Kosten des Wasserkochers

200020002000 W, η=90%\eta=90\%η=90%, 1,01{,}01,0 L Wasser von 151515 auf 100∘100^{\circ}100∘C.

  1. 01Nutzwärme

    Q=mcΔT=1,0⋅4180⋅85≈3,55⋅105Q=mc\Delta T=1{,}0\cdot 4180\cdot 85\approx 3{,}55\cdot 10^{5}Q=mcΔT=1,0⋅4180⋅85≈3,55⋅105 J.

  2. 02Elektrische Energie

    W=Q/η=3,55⋅105/0,90≈3,95⋅105W=Q/\eta=3{,}55\cdot 10^{5}/0{,}90\approx 3{,}95\cdot 10^{5}W=Q/η=3,55⋅105/0,90≈3,95⋅105 J ≈0,110\approx 0{,}110≈0,110 kWh.

  3. 03Heizdauer

    t=Q/(Pη)=3,55⋅105/1800≈197t=Q/(P\eta)=3{,}55\cdot 10^{5}/1800\approx 197t=Q/(Pη)=3,55⋅105/1800≈197 s ≈3,3\approx 3{,}3≈3,3 min.

  4. 04Kosten

    0,110⋅0,30≈0,0330{,}110\cdot 0{,}30\approx 0{,}0330,110⋅0,30≈0,033 EUR, also gut 333 Cent.

Ergebnis: Rund 0,110{,}110,11 kWh, etwa 3,33{,}33,3 min Heizdauer und ungefähr 333 Cent pro Kochvorgang.

Schritt-für-Schritt Erklärung3 Schritte
  1. 1

    Leistung ist Energie pro Zeit; abgerechnet wird die Energie in Kilowattstunden.

  2. 2

    Haushaltsgeräte liegen parallel an 230 Volt, damit jedes unabhängig arbeitet.

  3. 3

    Sicherung schützt die Leitung vor Überstrom, der FI-Schutzschalter schützt den Menschen vor Fehlerströmen.

SRDP-Aufgaben

SelbsttestAus der Fragenbank4 Punkte

Aufgabenstellung

Erläutere die Begriffe elektrische Leistung und Energie und berechne die Jahreskosten eines Geräts. Erkläre ausserdem die Schutzfunktion von Sicherung und FI-Schutzschalter.

Maturafokus

  • Berechne Energiekosten über W=P⋅tW=P\cdot tW=P⋅t in kWh und rechne erst dann mit dem Tarif.
  • Trenne Leistung (W, momentan) von Energie (kWh, über die Zeit aufsummiert).
  • Unterscheide die Schutzfunktionen: Die Sicherung schützt die LEITUNG vor Überlast, der FI-Schutzschalter den MENSCHEN vor Körperschluss.
  • Begründe die Parallelschaltung der Haushaltsverbraucher: Jedes Gerät erhält die volle Netzspannung und lässt sich einzeln schalten.
  • Berücksichtige den Wirkungsgrad, wenn nach der NUTZENERGIE gefragt ist.

Typische Fehler

  • Leistung und Energie werden verwechselt; W gegen kWh.
  • Der Wirkungsgrad wird bei der Kostenrechnung vergessen; die aufgenommene Energie ist größer als die genutzte.
  • Sicherung und FI-Schutzschalter werden gleichgesetzt; sie erkennen völlig verschiedene Fehlerfälle.
  • Haushaltsgeräte werden als in Reihe geschaltet beschrieben; dann wäre die Spannung an jedem Gerät kleiner.
  • Die Umrechnung 1 kWh=3,6 MJ1\,\mathrm{kWh}=3{,}6\,\mathrm{MJ}1kWh=3,6MJ wird nicht durchgeführt, wenn die Aufgabe Joule verlangt.

§ 06

Aktive Wiederholung

Ein Wasserkocher mit 200020002000 W (Wirkungsgrad 90%90\%90%) erhitzt 1,01{,}01,0 L Wasser von 15∘15^{\circ}15∘C auf 100∘100^{\circ}100∘C. Berechne die nötige elektrische Energie, die Heizdauer und die Kosten bei einem Tarif von 0,300{,}300,30 EUR/kWh (cW=4180c_{W}=4180cW​=4180 J/(kg K)).

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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: OpenStax College Physics - Electric Power and Energy (OpenStax)

Stand 06/2026 · Vollständige Fassung über den Tiefenregler — gleiche Stelle, gleiche Anker

Inhalt

Abschnitt -- / 06

    • 01Elektrostatik und Coulomb-Gesetz○
    • 02Gleichstromkreise und Kirchhoff○
    • 03Kondensator und Energiespeicher◐
    • 04Elektrisches Feld, Potenzial und Energie◐
    • 05Reale Spannungsquelle und elektronische Bauteile◐
    • 06Elektrische Energie, Leistung und Sicherheit○

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Aus den Notizen ins Training

Elektrizität - Ladung, Feld, Strom und Kondensator

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Beispielfrage

Erläutere das Coulomb-Gesetz und vergleiche es mit dem Gravitationsgesetz nach Newton. Berechne die Coulomb-Kraft zwischen zwei Punktladungen q1=+2 μq_{1}=+2\,\muq1​=+2μC und q2=+4 μq_{2}=+4\,\muq2​=+4μC im Abstand r=0,10r=0{,}10r=0,10 m.

4 BE · 2024

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Belege & Quellen

Quellen

OpenStax

  • OpenStax College Physics - Electric Charge and Field

Siehe auch

  • Magnetismus und elektromagnetische InduktionBewegte Ladungen erzeugen Magnetfelder - beide Themen sind ein Gebiet.
  • Atom- und KernphysikBeschleunigte Ladungen und Energieniveaus verbinden Feldbegriff und Quantenphysik.
  • Messung, Experiment und FehlerrechnungDie U-I-Kennlinie ist das Standardbeispiel für Linearisierung und Regression.

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