Aufgabenstellung
EuraStudy
Druck in ruhenden und strömenden Fluiden: Schweredruck, Pascalsches Prinzip, archimedischer Auftrieb, Gasgesetze bei konstanter Temperatur sowie Kontinuität und Bernoulli als Grundlage der Strömungslehre.
6 Abschnitte~22 Min Lesezeit3 KompetenzenStand 06/2026
Lesetiefe: Vertiefung
Schriftgröße: Standard · Zeilenabstand: Kompakt
Medien immer laden: aus
6 Abschnitte30 Merksätze13 Formeln30 Fehlerwarnungen
Schweredruck - lineare Zunahme mit der Tiefe
Vokabeln
→ KarteiDruck und hydrostatischer Schweredruck
ist die senkrecht wirkende Kraft, die Fläche, die Dichte der Flüssigkeit, die Tiefe unter der Oberfläche. Der Schweredruck hängt weder von der Gefäßform noch von der Gesamtmasse ab.
Hydraulische Presse (Pascal)
und sind die Kolbenflächen. Die Kraft wird im Verhältnis der Flächen übersetzt - dafür legt der große Kolben einen entsprechend kürzeren Weg zurück, denn die Arbeit bleibt erhalten.
Ein Taucher befindet sich in m Tiefe im Meerwasser ( kg/m). Welcher Gesamtdruck wirkt auf ihn? Luftdruck an der Oberfläche bar.
Pa bar.
bar.
Pro m Wassertiefe steigt der Druck um rund bar.
Ergebnis: Auf den Taucher wirken rund bar - das Vierfache des Atmosphärendrucks.
Druck ist Kraft pro Fläche; in einer Flüssigkeitssäule wächst er linear mit der Tiefe.
Schweredruck - lineare Zunahme mit der Tiefe
Das Pascalsche Prinzip erklärt, warum sich Druck in eingeschlossenen Fluiden gleichmäßig fortpflanzt.
Die hydraulische Presse verstärkt Kräfte - aber auf Kosten des Weges, denn Energie bleibt erhalten.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Eine hydraulische Hebebühne hat einen Druckkolben mit cm und einen Hubkolben mit cm. Welche Kraft am kleinen Kolben hebt ein Auto von kg? Welcher Weg ist am kleinen Kolben nötig, um das Auto um cm zu heben?
Passende Aufgaben üben50 Fragen zum Thema
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: OpenStax College Physics - Fluid Statics (OpenStax)
Archimedisches Prinzip - Auftrieb
Vokabeln
→ KarteiArchimedischer Auftrieb
ist die Dichte der FLÜSSIGKEIT, das verdrängte Volumen. Die Dichte des Körpers geht nicht ein; sie entscheidet erst im Vergleich über Schwimmen, Schweben oder Sinken.
Scheinbares Gewicht im Fluid
ist die Gewichtskraft in Luft, der Auftrieb. Die Differenz ist der scheinbare Gewichtsverlust bei der Wägung unter Wasser - die Grundlage der Dichtebestimmung nach Archimedes.
Ein Eisenwürfel mit Kantenlänge cm ( kg/m) hängt vollständig getaucht an einer Federwaage in Wasser ( kg/m). Welches scheinbare Gewicht zeigt die Waage?
m.
N.
N.
N.
Ergebnis: Die Federwaage zeigt rund N - der Würfel scheint um den Auftrieb ( N) leichter.
Der Auftrieb entspricht dem Gewicht der verdrängten Flüssigkeit - das ist das archimedische Prinzip.
Archimedisches Prinzip - Auftrieb
Ob ein Körper schwimmt, sinkt oder schwebt, entscheidet der Vergleich seiner Dichte mit der des Fluids.
Schiffe schwimmen, weil ihr großes Verdrängungsvolumen die mittlere Dichte unter die von Wasser senkt.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Ein Holzbalken ( kg/m) schwimmt in Wasser. Welcher Anteil seines Volumens ragt aus dem Wasser? Begründe mit der Schwimmbedingung.
Passende Aufgaben üben50 Fragen zum Thema
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: OpenStax College Physics - Archimedes Principle (OpenStax)
Isotherme - Gesetz von Boyle-Mariotte
Vokabeln
→ KarteiGesetz von Boyle-Mariotte
Gilt bei KONSTANTER Temperatur und konstanter Stoffmenge. Ändert sich die Temperatur, ist stattdessen die allgemeine Gasgleichung zu verwenden.
Kraft durch Luftdruck auf eine Fläche
ist der Druck in Pa, die Fläche in . Auf einen Quadratmeter drückt die Atmosphäre mit rund - das entspricht dem Gewicht von etwa zehn Tonnen.
Luft m bei bar wird auf bar komprimiert (isotherm).
.
m.
Ergebnis: Das Luftvolumen schrumpft auf m - ein Viertel des Ausgangswertes.
Der Luftdruck entsteht durch das Gewicht der darüber liegenden Atmosphärensäule.
Bei konstanter Temperatur sind Druck und Volumen eines Gases umgekehrt proportional - Boyle-Mariotte.
Ballons steigen, weil das Füllgas leichter ist als die verdrängte Umgebungsluft.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Eine Taucherglocke schließt bei bar an der Oberfläche ein Luftvolumen von m ein. Auf welches Volumen wird die Luft bei m Tiefe (Gesamtdruck bar) komprimiert, wenn die Temperatur konstant bleibt?
Passende Aufgaben üben50 Fragen zum Thema
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: OpenStax College Physics - Gas Laws (OpenStax)
Venturi-Effekt - Strömung durch eine Rohrverengung
Vokabeln
→ KarteiKontinuitätsgleichung (inkompressibel)
ist der Rohrquerschnitt, die mittlere Strömungsgeschwindigkeit. Die Volumenstromstärke bleibt erhalten: Halber Querschnitt bedeutet doppelte Geschwindigkeit.
Bernoulli-Gleichung
ist der statische Druck, der dynamische (Staudruck), der Schweredruck. Die Summe ist entlang einer Stromlinie konstant - vorausgesetzt, die Strömung ist stationär, reibungsfrei und inkompressibel.
Ausströmgeschwindigkeit (Torricelli)
ist die Höhe des Flüssigkeitsspiegels über der Öffnung. Bemerkenswert: Es ist genau die Geschwindigkeit des freien Falls aus dieser Höhe - die Dichte kürzt sich heraus.
Wasser strömt in einem Rohr mit Querschnitt cm und m/s. Das Rohr verengt sich auf cm. Bestimme und die Druckdifferenz zwischen weitem und engem Abschnitt.
m/s.
.
Pa bar.
Ergebnis: m/s; im engen Abschnitt ist der Druck um rund bar niedriger (Venturi-Effekt).
Die Kontinuitätsgleichung sagt: wo das Rohr enger wird, strömt das Fluid schneller.
Bernoulli verbindet statischen Druck, dynamischen Druck und Schweredruck zu einem konstanten Gesamtdruck.
Der Venturi-Effekt erklärt Tragflächenauftrieb, Zerstäuber und Wasserstrahlpumpen.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Aus einem großen offenen Wassertank strömt Wasser durch ein Loch m unter dem Wasserspiegel. Bestimme mit der Bernoulli-Gleichung die Ausströmgeschwindigkeit (Torricelli) und vergleiche sie mit dem freien Fall.
Passende Aufgaben üben50 Fragen zum Thema
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: Demtröder Experimentalphysik 1 - Hydrodynamik (Springer)
Kapillarität - Steighöhe in einer engen Röhre
Vokabeln
→ KarteiKapillarsteighöhe
ist die Oberflächenspannung in , der Kapillarradius. Die Steighöhe wächst mit : Ein halb so weites Rohr hebt die Flüssigkeit doppelt so hoch.
Oberflächenspannung
Zwei gleichwertige Deutungen: Kraft je Randlänge oder Energie je neu geschaffener Fläche. Die Einheiten und sind identisch.
N/m, kg/m, mm m.
.
.
m cm.
Ergebnis: Wasser steigt rund cm; bei halbem Radius wäre die Steighöhe doppelt so groß ().
Oberflächenspannung entsteht, weil Moleküle an der Oberfläche nach innen gezogen werden.
Bei benetzenden Flüssigkeiten überwiegt die Adhäsion, und das Fluid steigt in engen Röhren auf.
Je enger die Kapillare, desto höher steigt die Flüssigkeit - das nutzt jede Pflanze.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Berechne die Steighöhe von Wasser ( N/m, kg/m) in einer Kapillare mit Radius mm und erläutere, warum dünnere Röhren höher steigen.
Passende Aufgaben üben50 Fragen zum Thema
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: OpenStax College Physics - Cohesion and Adhesion (OpenStax)
Sinkende Kugel - Kräfte bei Endgeschwindigkeit
Vokabeln
→ KarteiReynolds-Zahl
ist die Dichte, die Geschwindigkeit, eine charakteristische Länge und die dynamische Viskosität. Die Zahl ist DIMENSIONSLOS; im Rohr gilt oberhalb von rund 2300 die Strömung als turbulent.
Stokessche Reibungskraft
ist die Viskosität, der Kugelradius, die Relativgeschwindigkeit. Die Formel gilt nur für kleine Kugeln in LAMINARER Umströmung, also bei kleiner Reynolds-Zahl.
mm m, m/s, Pa s.
.
.
N.
Ergebnis: Die Reibungskraft beträgt rund N; bei konstanter Sinkgeschwindigkeit halten sich Gewicht, Auftrieb und Reibung im Gleichgewicht.
Die Viskosität beschreibt die innere Reibung eines Fluids - Honig ist zäher als Wasser.
Die dimensionslose Reynolds-Zahl entscheidet, ob eine Strömung laminar oder turbulent ist.
Im Stokesschen Bereich fällt eine Kugel mit konstanter Geschwindigkeit, weil sich alle Kräfte ausgleichen.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Eine kleine Kugel ( mm) sinkt mit konstanter Geschwindigkeit m/s in Glyzerin ( Pa s). Berechne die Stokessche Reibungskraft und erläutere, warum die Sinkgeschwindigkeit konstant ist.
Passende Aufgaben üben50 Fragen zum Thema
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: Demtröder Experimentalphysik 1 - Viskosität (Springer)
Stand 06/2026Vollständige Fassung über den Tiefenregler — gleiche Stelle, gleiche Anker
Belege & Quellen
Siehe auch