Aufgabenstellung
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Vom Mol zur Konzentration: molare Masse, Avogadro-Konstante, Massenprozent, Stoffmenge in Volumen und Gas, Verdünnungsrechnungen, stöchiometrische Aufgaben mit limitierenden Reagenzien und Ausbeute.
6 Abschnitte~26 Min Lesezeit4 KompetenzenStand 06/2026
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Umrechnungswege rund um die Stoffmenge
Vokabeln
→ KarteiStoffmenge n aus Masse m und molarer Masse M
ist die Stoffmenge in mol, die eingewogene Masse in g und die molare Masse in g/mol, die man als Summe der Atommassen aus dem Periodensystem bildet.
Molares Volumen unter Normbedingungen
ist das Volumen, das ein Mol eines idealen Gases einnimmt. Der Wert gilt nur unter Normbedingungen; bei 25 °C und 1 bar sind es rund 24,8 L/mol. Für Feststoffe und Flüssigkeiten gilt er nicht.
Teilchenzahl aus Stoffmenge
ist die Anzahl der Teilchen (dimensionslos), die Stoffmenge in mol und die Avogadro-Konstante. Als Teilchen zählt, was die Formel angibt - bei also Moleküle, nicht Atome.
Wie viele Mol und wie viele Moleküle enthält eine Probe von Wasser ()?
.
.
.
Ergebnis: , das entspricht Wassermolekülen.
Stell dir Mol als chemisches Dutzend vor: nicht zwölf, sondern Teilchen.
Mit der Formel n = m/M kannst du jede Stoffmenge berechnen, sofern du die molare Masse kennst.
Vergiss die Einheit nicht - mol ohne Substanz ist sinnlos.
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Wie viele Mol und wie viele Moleküle enthält eine Glucose-Probe von 9,00 g ()?
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: OpenStax Chemistry 2e Kap. 3 Composition of Substances (OpenStax)
Vokabeln
→ KarteiStoffmengen- und Massenkonzentration
ist die Stoffmengenkonzentration in mol/L, die Stoffmenge in mol und das Volumen der fertigen Lösung in L. ist der Massenanteil, also die Masse des gelösten Stoffs geteilt durch die Masse der gesamten Lösung; er ist dimensionslos und wird meist in Prozent angegeben.
Verdünnungsgesetz
und sind Konzentration und Volumen vor dem Verdünnen, und danach. Die Gleichung gilt, weil die Stoffmenge beim Zugeben von Lösungsmittel unverändert bleibt.
Massenprozent in mol/L (rho in g/mL, w in Prozent)
ist der Massenanteil in Prozent, die Dichte der Lösung in g/mL und die molare Masse des gelösten Stoffs in g/mol; der Faktor 10 rechnet von 100 mL auf einen Liter um. Beispiel: 37%ige Salzsäure mit g/mL ergibt rund 12 mol/L.
Aus 25,0 mL einer -Lösung mit soll eine -Lösung hergestellt werden. Welches Endvolumen ist erforderlich?
.
.
25,0 mL in einen 250-mL-Messkolben geben und mit Wasser auf 250 mL auffüllen.
Ergebnis: Endvolumen: 250 mL. Konzentration 0,100 mol/L, Stoffmenge bleibt .
Konzentrierte Salzsäure: , , . Berechne .
(mit w als Bruch).
.
Ergebnis: Konzentrierte hat ca. 12 mol/L - daher wird sie meist 10x verdünnt verwendet.
Verdünne nie auf gut Glück - schreib das Verdünnungsgesetz hin und rechne das Endvolumen aus.
Massenprozent in mol/L: w mal rho mal 1000 geteilt durch M - so wird aus dem Prozent eine Konzentration.
Bei konzentrierten Säuren immer das Wasser zuerst, dann die Säure - Sicherheit ist Prüfungsthema.
SRDP-Aufgaben
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Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Wie verdünnt man 50,0 mL einer -Glucose-Lösung auf eine Endkonzentration von ?
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: BMBWF AHS-Lehrplan Chemie - Quantitative Beziehungen (BMBWF / RIS)
Vokabeln
→ KarteiStelle die ausgeglichene Gleichung für die vollständige Verbrennung von Propan () auf.
.
3 C-Atome auf der linken Seite: .
8 H-Atome -> 4 : .
Rechts: O-Atome, also links.
Ergebnis: Ausgeglichene Gleichung: (exotherm, ).
Wieviel Gramm entsteht aus 4,00 g und 32,0 g ? Welches Reagenz limitiert?
, .
- Verhältnis 2:1.
Pro mol brauchst du 2 mol = 2,00 mol. Vorhanden: 1,98 mol - daher ist (knapp) limitierend.
Aus 1,98 mol entstehen 1,98 mol , also .
Ergebnis: Maximal Wasser; Sauerstoff ist im Überschuss (0,01 mol bleibt übrig).
Eine Reaktionsgleichung ist immer eine Bilanz auf Teilchenebene - Atome links und rechts müssen aufgehen.
Beim Ausgleichen niemals Indices ändern - das würde die Substanz verändern. Nur Koeffizienten anpassen.
Bei Stöchiometrie-Aufgaben zuerst alles in Mol umrechnen, dann das Verhältnis prüfen - so erkennst du das limitierende Reagenz.
SRDP-Aufgaben
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Typische Fehler
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Wieviel Gramm Aluminiumchlorid entsteht aus 10,0 g Al und 20,0 g ? Welches Reagenz ist im Überschuss?
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: Mortimer Kap. 3 Stöchiometrie (Thieme)
Gesetz von Boyle-Mariotte (T konstant)
Vokabeln
→ KarteiAllgemeine Gasgleichung
ist der Druck in Pa, das Volumen in , die Stoffmenge in mol, die absolute Temperatur in K und die universelle Gaskonstante. Die Gleichung beschreibt ein ideales Gas; bei hohem Druck oder tiefer Temperatur weichen reale Gase merklich ab.
Molares Volumen unter Normbedingungen
ist das Volumen, das ein Mol eines idealen Gases einnimmt. Der Wert gilt nur unter Normbedingungen; bei 25 °C und 1 bar sind es rund 24,8 L/mol. Für Feststoffe und Flüssigkeiten gilt er nicht.
Wieviele Mol enthält ein Behälter mit bei und ?
, .
.
.
Ergebnis: Im Behälter sind , das entspricht rund .
Das ideale Gas ist eine Modellannahme - Teilchen ohne Volumen und ohne Wechselwirkung. Für Standardbedingungen gut genug.
Wenn du mit pV=nRT rechnest, kontrolliere immer drei Dinge: Temperatur in K, Druck in Pa, Volumen in m^3.
Bei Reaktionen zwischen Gasen verhalten sich die Volumina wie die Koeffizienten - das ist Avogadros Erkenntnis.
SRDP-Aufgaben
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Berechne die Masse von 5,00 L bei 25 °C und 1,013 bar.
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Quellen: OpenStax Chemistry 2e Kap. 9 Gases (OpenStax)
Vokabeln
→ KarteiProzentuale Ausbeute
ist die tatsächlich isolierte Produktmasse, die aus dem limitierenden Reaktand berechnete Höchstmasse; beide in derselben Einheit. Werte über 100 % zeigen Restlösungsmittel oder Verunreinigung an.
Bei werden 2,0 mol und 5,0 mol eingesetzt; real entstehen 2,8 mol . Bestimme den limitierenden Reaktand und die prozentuale Ausbeute.
: ; : . Der kleinere Quotient gehört zu - Wasserstoff ist limitierend.
Aus 5,0 mol folgt über das Verhältnis : .
.
Ergebnis: Wasserstoff ist limitierend; theoretisch 3,33 mol , real 2,8 mol -> Ausbeute 84 %. Verknüpfung zum Thema "Anorganische Anwendungschemie" (Haber-Bosch-Verfahren).
SRDP-Aufgaben
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Typische Fehler
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Berechne für die Reaktion aus 4,0 g Wasserstoff und 16 g Sauerstoff den limitierenden Reaktand und die theoretische Wassermasse.
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Quellen: OpenStax Chemistry 2e, Kap. 4 "Stoichiometry of Chemical Reactions" (OpenStax)
Vokabeln
→ KarteiAuswertung der Verbrennungsanalyse
und folgen aus den gewogenen Massen der Absorptionsrohre über . Jedes C-Atom der Probe landet in genau einem -Molekül, jedes Wassermolekül enthält zwei H-Atome - daher der Faktor 2.
Eine Verbindung enthält 40,0 % C, 6,7 % H und 53,3 % O (Massen-%). Die molare Masse beträgt 180 g/mol. Berechne empirische Formel und Summenformel.
; ; mol.
Teilen durch 3,33: C , H , O . Empirische Formel (molare Masse 30 g/mol).
Faktor . Summenformel .
Die Summenformel entspricht Glucose - ein Bezug zum Thema "Biochemie" (Kohlenhydrate).
Ergebnis: Empirische Formel , Summenformel (Glucose). Querverweis: Thema "Biochemie".
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Typische Fehler
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Ermittle die empirische Formel einer Verbindung mit 40,0 % C, 6,7 % H und 53,3 % O (Massenanteile) und gib bei einer molaren Masse von 180 g/mol die Summenformel an.
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Quellen: OpenStax Chemistry 2e, Kap. 3 "Composition of Substances" (OpenStax)
Stand 06/2026Vollständige Fassung über den Tiefenregler — gleiche Stelle, gleiche Anker
Belege & Quellen
Siehe auch