Aufgabenstellung
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Biomoleküle (Kohlenhydrate, Lipide, Proteine, Nukleinsäuren), Enzymkinetik (Michaelis-Menten), Photosynthese (Licht- und Dunkelreaktion, C3/C4/CAM), Zellatmung (Glykolyse, Citratzyklus, Atmungskette) und alternative Stoffwechselwege.
6 Abschnitte~22 Min Lesezeit4 KompetenzenStand 06/2026
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DNA-Doppelhelix — Basenpaarung A=T, G≡C
Vokabeln
→ KarteiBildung einer Peptidbindung
Eine Kondensation - zwei Aminosäuren verbinden sich unter Abspaltung von Wasser. Deshalb ist die Umkehrung, die Verdauung von Eiweiß, eine Hydrolyse.
Eine unbekannte Lebensmittelprobe zeigt: mit Lugolscher Lösung eine blau-schwarze Färbung, mit Biuret-Reagenz keine Farbänderung, und die Fehling-Probe bleibt zunächst blau - erst nach saurer Hydrolyse und erneutem Erhitzen wird sie ziegelrot. Um welchen Stoff handelt es sich, und wie erklärst du die Befunde?
Die blau-schwarze Färbung ist der spezifische Nachweis für Stärke (Iod lagert sich in die Helix der Amylose ein).
Keine Violettfärbung bedeutet: keine Peptidbindungen, also kein Protein.
Stärke besitzt kaum freie, reduzierende Aldehydgruppen und reduziert das daher nicht.
Die saure Hydrolyse spaltet die Stärke in Glucose; deren freie Aldehydgruppen reduzieren nun zu rotem .
Ergebnis: Die Probe ist Stärke - ein Polysaccharid aus Glucose. Lugol weist das Polymer direkt nach; die Fehling-Probe schlägt erst an, wenn die Hydrolyse die reduzierenden Glucose-Bausteine freilegt - ein schönes Beispiel dafür, wie die Struktur die Nachweisreaktion bestimmt.
Vier Molekülklassen tragen das Leben: Zucker für Energie/Struktur, Fette für Speicher/Membran, Proteine für Arbeit, Nukleinsäuren für Information.
Proteine sind die Tausendsassas - jede Funktion in der Zelle wird letztlich von Proteinen ausgeführt.
DNA ist die Bibliothek, RNA der Lieferdienst - sie bringt Baupläne aus dem Kern zu den Ribosomen.
DNA-Doppelhelix — Basenpaarung A=T, G≡C
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
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Vergleiche Stärke und Cellulose - selbe Bausteine, warum so unterschiedliche Eigenschaften?
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: Campbell Biology, Kap. 5 Biological Macromolecules (Pearson)
Enzymkatalyse - Energiediagramm
Michaelis-Menten - v gegen [S]
Vokabeln
→ KarteiMichaelis-Menten-Kinetik
Beschreibt die Sättigungskurve: Bei wenig Substrat steigt die Geschwindigkeit fast linear, bei viel Substrat sind alle aktiven Zentren besetzt und ist erreicht. ist ein Maß der Bindungsstärke - ein KLEINER Wert bedeutet HOHE Affinität.
Lineweaver-Burk-Linearisierung
Die doppelt reziproke Auftragung macht aus der Sättigungskurve eine Gerade. Erst dadurch lassen sich und als Achsenabschnitte ablesen und die beiden Hemmungstypen sauber unterscheiden.
Ein Enzym hat und . Berechne die Reaktionsgeschwindigkeit bei einer Substratkonzentration von 6 mmol/L.
.
.
.
Bei erreicht das Enzym bereits 75 % von - die Sättigungskurve flacht ab.
Ergebnis: Die Reaktionsgeschwindigkeit beträgt 75 mu mol/min (75 % von Vmax); bei [S] = KM wäre genau die halbe Maximalgeschwindigkeit erreicht.
Enzyme sind keine Magie - sie stabilisieren den Übergangszustand und senken die Aktivierungsenergie.
Enzymkatalyse - Energiediagramm
Km ist die Substratkonzentration, bei der das Enzym halbmaximal arbeitet - ein Mass für Affinität.
Michaelis-Menten - v gegen [S]
Bei kompetitiver Hemmung sieht man im Lineweaver-Burk-Plot denselben Y-Achsenabschnitt, aber unterschiedliche X-Abschnitte.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Erkläre am Lineweaver-Burk-Plot, wie man kompetitive und nicht-kompetitive Hemmung unterscheidet.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: OpenStax Biology 2e, Kap. 6.5 Enzymes (OpenStax)
Photosynthese - Licht- und Dunkelreaktion
Vokabeln
→ KarteiPhotosynthese (Bruttogleichung)
Die Summengleichung verbirgt, dass zwei getrennte Vorgänge beteiligt sind. Wichtig ist die Herkunft des Sauerstoffs: Er stammt aus dem WASSER, nicht aus dem CO₂ - nachgewiesen mit markiertem Sauerstoff.
Berechne, wie viele Mol und wie viele Mol Elektronen aus 12 mol in der Lichtreaktion entstehen.
Die Photolyse durch das Photosystem II spaltet Wasser: . Pro Mol werden also 2 mol verbraucht und 4 mol Elektronen freigesetzt.
Aus 12 mol folgt mit dem Verhältnis 2:1 die Sauerstoffmenge: mol .
Pro Mol entstehen 4 mol Elektronen und 4 mol Protonen. Bei 6 mol ergeben sich mol Elektronen und ebenso 24 mol , die den Elektronentransport und den Protonengradienten der Thylakoidmembran speisen.
Die 24 mol Elektronen reduzieren zu NADPH, der Protonengradient treibt die ATP-Synthase an. Der Sauerstoff ist nur Nebenprodukt der Wasserspaltung, nicht das Ziel der Lichtreaktion.
Ergebnis: 6 mol sowie 24 mol Elektronen und 24 mol - genau die Sauerstoffmenge, die in der Bruttogleichung als Nebenprodukt erscheint.
Lichtreaktion macht ATP und NADPH plus Sauerstoff; Calvin-Zyklus baut damit Glucose aus CO2.
Photosynthese - Licht- und Dunkelreaktion
RuBisCO ist das häufigste Enzym der Erde - und trotzdem ineffizient, weil es manchmal O2 statt CO2 nimmt.
C4 und CAM sind ökologische Lösungen für dasselbe Problem: Wasser sparen und Photorespiration vermeiden.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Erkläre, warum C4-Pflanzen in heissen Trockengebieten einen Vorteil gegenüber C3-Pflanzen haben.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: Nature Plants - Photosynthesis Reviews (Nature Plants)
Mitochondrium - Aufbau und Atmungskette
Vokabeln
→ KarteiZellatmung (Bruttogleichung)
Die formale Umkehrung der Photosynthese, aber auf ganz anderen Wegen. Die ATP-Angabe ist eine Spanne, weil die Ausbeute vom Transport der Reduktionsäquivalente ins Mitochondrium abhängt.
Bilanziere die ATP-Ausbeute des vollständigen aeroben Glucoseabbaus. Rechne mit 2,5 ATP je NADH und 1,5 ATP je FADH2.
Glykolyse netto 2 ATP + Citratzyklus 2 GTP/ATP = 4 ATP direkt.
Glykolyse 2 + Pyruvat-Oxidation 2 + Citratzyklus 6 = 10 NADH.
Citratzyklus liefert 2 FADH2.
ATP.
ATP (abzüglich Transportkosten für cytosolisches NADH praktisch ca. 30-32 ATP).
Ergebnis: Der vollständige aerobe Abbau eines Glucosemoleküls liefert rund 30-32 ATP - etwa 15-mal mehr als die anaerobe Gärung (2 ATP).
Glykolyse macht 2 ATP, dann geht es ins Mitochondrium - der Löwenanteil entsteht in der Atmungskette.
Mitochondrium - Aufbau und Atmungskette
NADH und FADH2 sind Elektronen-Taxis - sie laden ihre Fracht an Komplex I bzw. II ab.
Ohne Sauerstoff kein Gradient - Cyanid blockiert Komplex IV, deshalb wirkt es so schnell tödlich.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
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Erkläre, warum Cyanid tödlich wirkt - mit Bezug auf die Atmungskette.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: Mitchell P (1961) Nature 191:144-148 - Chemiosmosis (Nature)
ATP/ADP-Kreislauf
Vokabeln
→ KarteiATP-Hydrolyse (exergon)
Die freiwerdende Energie stammt nicht aus einer besonders starken Bindung, sondern aus der Abstoßung der negativen Ladungen und der besseren Hydratisierung der Produkte. ATP ist ein Überträger, kein Langzeitspeicher.
Ein erwachsener Mensch setzt pro Tag etwa 40 kg ATP um, trägt aber zu jedem Zeitpunkt nur rund 50 g ATP im Körper. Wie oft muss jedes ATP-Molekül im Schnitt pro Tag regeneriert werden?
Der riesige Tagesumsatz wird vom kleinen, ständig vorhandenen Vorrat geleistet, der immer wieder aufgeladen wird.
Umsatz; Vorrat .
.
Jedes ATP durchläuft den Kreislauf ATP → ADP → ATP also rund 800-mal pro Tag (Abb. 6).
Ergebnis: Jedes ATP-Molekül wird im Mittel etwa 800-mal täglich regeneriert - ATP ist Bargeld, kein Sparbuch: ein kleiner Vorrat mit gewaltigem Durchsatz.
ATP ist Bargeld, kein Sparbuch - die Zelle stellt es laufend her und gibt es sofort wieder aus.
Aufbau kostet Energie, Abbau liefert sie - ATP ist das Bindeglied zwischen beiden.
Typische Fehler
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Erläutere am Beispiel des aktiven Transports, wie die Zelle ATP-Hydrolyse mit einem energieverbrauchenden Prozess koppelt.
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Vitamine - Löslichkeit, Funktion, Mangel
Vokabeln
→ KarteiEine Mahlzeit enthält 60 g Kohlenhydrate, 20 g Fett und 30 g Protein. Berechne den physiologischen Brennwert in kJ (Kohlenhydrate und Proteine je 17 kJ/g, Fett 38 kJ/g) und rechne in kcal um.
.
.
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; mit folgt .
Ergebnis: Die Mahlzeit liefert rund 2290 kJ (≈ 548 kcal). Obwohl Fett nur ein Fünftel der Masse ausmacht, steuert es ein Drittel der Energie bei - weil Fett mehr als doppelt so energiedicht ist wie Kohlenhydrate und Proteine.
Vitamine liefern keine Energie - sie sind die Helfer der Enzyme.
Wasserlöslich raus mit dem Urin, fettlöslich gespeichert - das bestimmt Bedarf und Risiko.
Typische Fehler
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Begründe, warum wasserlösliche Vitamine täglich zugeführt werden müssen, fettlösliche dagegen seltener.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Stand 06/2026Vollständige Fassung über den Tiefenregler — gleiche Stelle, gleiche Anker
Belege & Quellen
Siehe auch